Fitness und Gesundheit
Nützliche Informationen rund um Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Erstellt von der ERGO Versicherungsgruppe.
Themen
- 24.02.2010 - Gesundheitliche Vorsorge für Frauen
- 24.02.2010 - Gesundheitliche Vorsorge für Jüngere
- 24.02.2010 - Gesundheitliche Vorsorge für Ältere
- 01.02.2010 - Rundumschutz vor FSME
- 05.01.2010 - Rechtzeitig informieren: Reiseschutzimpfungen
- 05.01.2010 - Schutz vor Herzinfarkt durch Grippeimpfung
- 05.01.2010 - Ärgernis Kopflaus
Gesundheitliche Vorsorge für Frauen
Regelmäßige Vorsorge ist das A und O bei der Früherkennung von Krankheiten. Denn: Je eher diagnostiziert, desto besser die Heilungschancen. Daher haben die Krankenkassen ein umfassendes Vorsorge-Paket geschnürt, um den Versicherten bestmögliche Prävention zu bieten. Für einen optimalen Schutz ist es ratsam, die Vorsorgeuntersuchungen auch im empfohlenen Turnus wahrzunehmen, so die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung. Für Frauen beginnt dieser bereits ab dem 20. Lebensjahr mit der jährlichen gynäkologischen Krebs-Vorsorgeuntersuchung. Ab dem 30. Geburtstag übernehmen die Krankenkassen zudem die Kosten der Brustkrebsuntersuchung, zu der auch die Einweisung in die Selbstuntersuchung durch den Arzt gehört. Dies ist besonders wichtig, da rund 70 Prozent der bösartigen Tumore von betroffenen Frauen selbst entdeckt werden. Frauen im Alter zwischen 50 und 69 sollten außerdem jährlich zur Mammographie gehen: Auch dieses spezielle Röntgenverfahren zur Brustkrebsfrüherkennung ist Bestandteil des Vorsorge-Programms.
Gesundheitliche Vorsorge für Jüngere
Erste Anzeichen für den Beginn von Herz-Kreislauf- oder Stoffwechsel-Erkrankungen oder auch bösartige Hautveränderungen zeigen sich häufig bereits in jüngeren Jahren, erklären die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung. Daher übernehmen die Krankenkassen für Männer und Frauen ab 35 Jahren den so genannten Gesundheits-Check-Up, der alle zwei Jahre wiederholt werden sollte. Im Rahmen des Checks führt der Hausarzt eine gründliche körperliche Untersuchung durch, das Blut wird auf Gesamtcholesterin und Glukose überprüft, eine Urinuntersuchung (Eiweiß, Glukose, rote und weiße Blutkörperchen, Nitrit) gibt weiteren Aufschluss über den Gesundheitszustand. Zu diesem „Gesundheits-TÜV“ gehört auch der Besuch beim Dermatologen: Er überprüft alle zwei Jahre, ob es Veränderungen an der Haut gibt, die auf eine Krebserkrankung hindeuten könnten.
Gesundheitliche Vorsorge für Ältere
Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten sich Frauen wie Männer ab dem 50. Lebensjahr einmal jährlich Zeit für eine Dickdarm- und Rektumuntersuchung (Abtasten des Enddarms, Test auf Blut im Stuhl) nehmen. Diese Untersuchung gehört seit 2002 zu den Vorsorgeuntersuchungen, deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen getragen werden. Ziel ist es, frühzeitig die Polypen aufzuspüren, die sich im Lauf der Jahre zu bösartigen Zellen entwickeln können, erklären die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung. Zudem werden ab dem 55. Lebensjahr zusätzlich zwei Darmspiegelungen in einem Zeitraum von zehn Jahren erstattet. Prävention lohnt sich: Studien haben ergeben, dass der jährliche Hämokulttest (Test auf verstecktes Blut im Stuhl) in Kombination mit einer Vorsorge-Darmspiegelung alle zehn Jahre das Darmkrebsrisiko um bis zu 90 Prozent verringert. Diese Vorsorge-Untersuchungen werden von privaten wie gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Verträge der Privaten Krankenversicherungen umfassen häufig weitere Präventions-Untersuchungen – welche das sind, sollte man im Gespräch mit der Versicherung klären.
Rundumschutz vor FSME
Keine Angst vor dem Zeckenbiss mit der richtigen Impfung
Wandern, spielen, laufen: Bis Kinder und Naturfreunde die Tage wieder im Freien verbringen können, dauert es noch. Dennoch ist jetzt der richtige Moment, um sich umfassend vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis, besser bekannt unter der Abkürzung FSME, zu schützen. Dieser gefährliche Erreger wird von der Zecke übertragen: Durch ihren Biss kann die fieberhafte Erkrankung der Hirnhäute, teils auch des Gehirns und des Rückenmarks, ausgelöst werden. „Die beste
Prävention ist, teils auch des Gehirns und des Rückenmarks, ausgelöst werden. „Die beste Prävention ist, bereits jetzt mit der mehrstufigen Impfung zu beginnen“, raten daher die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung.
Dieser Schutz ist speziell für Erwachsene und Kinder, die sich viel im Freien aufhalten, unerlässlich: Denn die Lieblingsplätze der Zecke sind hohes Gras oder das Unterholz. Zwar gelten bisher nur Teile Deutschlands als FSME-Risikogebiete – das bedeutet, dass nur hier die Zecken den lebensbedrohlichen Erreger in sich tragen. Doch diese Gebiete weiten sich ständig aus. Studien haben ergeben, dass dort bereits bei jedem zehnten Zeckenbiss der Erreger an den Menschen weitergegeben wird.
Dreifach hält besser
FSME hat keine Chance, wenn man sich richtig impft. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass ein sicherer Schutz vor der Erkrankung erst nach allen drei Impfungen zu erwarten ist. Nach der Erstimpfung folgt zwei bis zwölf Wochen später die Zweitimpfung, wiederum neun bis zwölf Monate später die dritte. Für Eilige gibt es aber auch eine Schnellimmunisierung: Die Impfung kann bereits sieben und 21 Tage nach der Erstimpfung wiederholt werden. Eine Auffrischung sollte dann nach einem und drei bis fünf Jahren erfolgen.
Impfkosten
Entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Impfkosten für die Versicherten, die in den ausgewiesenen Risikogebieten wohnen. Welche das sind, das ermittelt das Robert-Koch-Institut jedes Jahr – aktuell hat es über 130 Regionen in Deutschland gekennzeichnet. Bei einigen Krankenversicherungen zählt diese Impfung zu den sogenannten Satzungsleistungen. In diesem Fall kommen sie auch dann für die Impfkosten auf, wenn die Versicherten nicht im Risikogebiet wohnen. Hier empfiehlt sich ein Anruf bei der eigenen gesetzlichen Krankenkasse, um die Kostenübernahme und die Modalitäten im individuellen Fall abzuklären. Ebenfalls wichtig zu wissen: In der Regel muss man als Versicherter in Vorleistung gehen und die Impfkosten anschließend direkt mit dem Versicherungsinstitut abrechnen. Aufgrund der von der privaten Krankenversicherung (PKV) angebotenen Tarifvielfalt ist die Kostenübernahme für Schutzimpfungen nicht einheitlich geregelt. Vielmehr ist der Leistungsanspruch für Schutzimpfungen abhängig vom versicherten Tarif. PKV-Versicherten ist daher zu empfehlen, die Kostenübernahme rechtzeitig mit ihrer Versicherung abzuklären.
Rechtzeitig informieren: Reiseschutzimpfungen
Wer einen Urlaub in exotische Länder plant, sollte sich frühzeitig über die notwendigen Reiseimpfungen informieren, raten die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung. Besteht das Risiko, sich am Reiseziel mit Cholera oder Hepatitis zu infizieren, welche Form der Malariaprophylaxe ist sinnvoll, besteht der Tetanus-Schutz noch? Für diese Fragen ist der Arzt der richtige Ansprechpartner. Sind mehrere Impfungen notwendig, erstellt er auch den Impfplan, denn nicht alle Impfungen können gleichzeitig durchgeführt werden. Nicht zu vergessen: Oft sind auch nach der Rückkehr aus dem Ferienland noch Auffrischungsimpfungen bzw. die weitere Einnahme von Medikamenten, etwa Malariatabletten, notwendig. Die Erstattung von Aufwendungen für eine reisemedizinische Beratung und Impfung ist abhängig vom versicherten Tarif. Nähere Informationen über mögliche Gesundheitsrisiken bei Reisen nach Afrika, Asien und Südamerika sind beim Berliner Institut für Tropenmedizin zu erfragen.
Schutz vor Herzinfarkt durch Grippeimpfung
Mit Blick auf die bevorstehende Grippezeit verweist die DKV Deutsche Krankenversicherung auf eine aktuelle Studie des University College London, in der ein Zusammenhang zwischen Grippe und Herzinfarkt nachgewiesen wurde, wenn sich in den Blutgefäßen bereits Ablagerungen gebildet haben. Dies unterstreicht den Rat vieler Ärzte, dass sich besonders ältere Menschen gegen die saisonale Grippe impfen lassen sollten. So wird diese Vorsorgemaßnahme von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin für alle Personen über 60 Jahre empfohlen. Denn laut Gesundheitsministerium sterben jährlich 5.000 bis 8.000 Menschen an den Folgen einer Influenza-Erkrankung. Die Grippeimpfung muss jedes Jahr erneuert werden, da der Schutz nur neun bis zwölf Monate vorhält. Allerdings schützt der Wirkstoff nicht vor normalen Erkältungen, den so genannten „grippalen Infekten“. Geimpft wird mit einem Totimpfstoff, der sich aus abgetöteten Influenza-Viren zusammensetzt. Potentielle Nebenwirkungen sind erhöhte Temperatur, Magen-Darm-Beschwerden und Abgeschlagenheit.
Ärgernis Kopflaus
Zu den besonders ungeliebten, aber häufig unvermeidlichen Themen an Elternabenden in Kindertagesstätten und Schulen gehört das Auftreten von Kopfläusen. Sie leben und vermehren sich im Kopfhaar – und bevorzugen dabei im Übrigen eine saubere Umgebung, erläutern die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung. Damit widersprechen sie der landläufigen Annahme, mangelnde Hygiene sei die Ursache für das Auftreten der lästigen Parasiten. Besonders in Einrichtungen, in denen im wörtlichen Sinn „die Köpfe zusammengesteckt“ werden, übertragen sich die nahezu unsichtbaren Quälgeister oft rasend schnell. Da Läuse bereits nach 55 Stunden ohne Nahrung sterben, reicht es, Gegenstände, die mit den Läusen in Kontakt geraten sein könnten, wie Mützen oder Spielzeug, für diesen Zeitraum in gut verschlossenen Tüten wegzupacken. Tagelanges Einfrieren in der Kühltruhe, wie vielfach empfohlen, ist nicht notwendig. Je frühzeitiger Eltern die Haare ihrer von Läusen befallenen Kinder mit entsprechenden Mitteln behandeln sowie durch sorgfältiges Auskämmen über einen Zeitraum von bis zu zehn Tagen die verbleibenden Nissen entfernen, desto sicherer ist eine erfolgreiche Behandlung.

