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Verbraucherinformationen Fitness und Gesundheit
Nützliche Informationen rund um Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Meldungen aus den Vorjahren finden Sie im Archiv.
Themen
- 09.05.2012 - Für eine sicheres Leben: Ab der Geburt
- 25.04.2012 - Gesundheitsfalle Arbeitsplatz
- 02.04.2012 - Bitte lächeln! - Tipps für gesunde Zähne
- 26.03.2012 - Endlich Rauchfrei - Tipps zur Rauchentwöhnung
- 27.02.2012 - Was den Rücken krank macht
- 13.02.2012 - Ein Leben „grau in grau“
- 01.02.2012 - „Schluss mit Winterschlaf“ – Wie man mit Elan in den Frühling kommt
- 24.01.2012 - Au Backe - Zahnbehandlungen können ein Vermögen kosten
- 18.01.2012 - Austausch schadhafter Brustimplantate
- 04.01.2012 - "Gesundheitsrisiko" Winter: Fitness und Gesundheit
Für eine sicheres Leben: Ab der Geburt
Die Gesundheit ihrer Kinder steht für die meisten Eltern an erster Stelle. Doch leider kann niemand verhindern, dass auch die ganz Kleinen mal krank werden, manchmal sogar schwer. „Deswegen müssen Eltern ihre Kinder umgehend krankenversichern“, betonen die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung. „Am besten ist, sich gleich nach der Geburt um den passenden Schutz zu kümmern.“ Eltern, die bei einer gesetzlichen Kasse sind, können ihr Kind beitragsfrei mitversichern. Privat Versicherte müssen für ihren Nachwuchs eine eigene, beitragspflichtige Police abschließen. Wenn ein Elternteil privat versichert ist und der andere gesetzlich, gilt die Regel: Das Baby wird dem Partner zugeordnet, der das höhere Einkommen bezieht. Das bedeutet in vielen Fällen, dass das Kind eine Privatpolice braucht. Der private Krankenversicherer des jeweiligen Elternteils ist verpflichtet, ein Kind innerhalb von zwei Monaten ohne Gesundheitsprüfung aufzunehmen. „Wer selbst gesetzlich versichert ist, für sein Kind aber einen besseren Schutz wünscht, sollte über den Abschluss einer privaten Zusatzversicherung nachdenken“, empfehlen die DKV Experten. „So lässt sich schon für recht geringe Beiträge sicherstellen, dass das Kind im Krankheitsfall optimal versorgt wird – zum Beispiel im Krankenhaus in einem Einbettzimmer und mit Chefarztbehandlung.“
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Sicherer Schutz fürs Babyzimmer
Ein Sturz vom Wickeltisch, ein Unfall mit dem Kinderwagen – oft genügt schon eine Sekunde der Unachtsamkeit, und schon ist das Unglück geschehen. „Die meisten Eltern werden ihr Möglichstes tun, um Risiken zu vermeiden“, sagen die Unfallexperten von ERGO. „Doch auch, wenn niemand gerne darüber nachdenkt: Es ist unmöglich auszuschließen, dass dem Kind einmal etwas zustößt.“ Jedes Jahr müssen ca. 123.000 Kinder unter fünf Jahren nach einem Sturz ärztlich behandelt werden. Eine mögliche Folge: eine dauernde Beeinträchtigung. Vor allem Babys können bei Schädel-Hirn-Traumata leicht lebenslange Behinderungen davontragen. „Deswegen ist eine private Absicherung vor Invalidität durch Krankheit und Unfall empfehlenswert, denn die gesetzlichen Leistungen sind unzureichend“, sagen die ERGO Experten. „Sie zahlt, wenn das Kind dauerhaft beeinträchtigt bleibt – egal ob in Folge eines Unfalls oder einer Krankheit.“ Zu bedenken ist, dass eine Behinderung oft hohe Kosten nach sich zieht: Die Familie wird Geld brauchen, etwa um das Haus umzubauen oder um zusätzliche Pflege und Betreuung zu finanzieren. „Mit einer Invaliditätsversicherung ist dafür gesorgt, dass die nötigen Mittel vorhanden sind“, erklären die ERGO Experten.
Quelle: ERGO
Für die Zukunft vorsorgen
Kleine Kinder erkunden die Welt voller Neugier und Tatendrang. Was aus den kleinen „Forschern“ später wird, bleibt ungewiss. Neurochirurg, Tierforscher oder Physiker? Nur eins lässt sich schon mit Gewissheit sagen: Ein Studium kostet viel Geld. Von der Einschreibung bis zum Abschluss fallen leicht fünfstellige Beträge an. „Damit die Träume des Kindes nicht aus finanziellen Gründen scheitern, sollten die Eltern frühzeitig planen“, raten die Experten der ERGO Lebensversicherung. „Eine Ausbildungsversicherung sorgt dafür, dass dem Kind später alle Wege offen stehen – zumindest finanziell.“ Die Versicherung funktioniert im Grunde wie eine kapitalbildende Lebensversicherung: Schon mit relativ geringen monatlichen Beiträgen lässt sich über die Jahre eine stattliche Summe ansparen, die das Kind zu einem festgelegten Zeitpunkt erhält – etwa am 18. Geburtstag. Ein Elternteil ist dabei die versicherte Person und meist auch der Versicherungsnehmer, das Kind dagegen der Bezugsberechtigte. „Sollte der Versicherte vor Vertragsende sterben, zahlt die Versicherung die Beiträge weiter“, erklären die ERGO Vorsorgeexperten. „Die Ausbildung des Kindes ist dadurch selbst beim Tod der versicherten Person abgesichert.“ Übrigens können nicht nur Vater oder Mutter, sondern auch Großeltern, Taufpaten oder Freunde der Familie eine Ausbildungsversicherung abschließen. Braucht das Kind mit 18 Jahren das Geld nicht sofort, sorgt die so genannte „Parkoption“ für Flexibilität: Über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren kann das Geld bei fortlaufender Verzinsung „geparkt“ und dann bei Bedarf abgerufen werden.
Quelle: ERGO Lebensversicherung
Gesundheitsfalle Arbeitsplatz
Wenn Arbeit krank macht
Im Job gibt es viele Stressfaktoren: Termindruck, Streit mit Kollegen, Mobbing oder ein „schwieriger“ Chef. „Besonders Menschen, die sich im Beruf stark engagieren und Konflikte nicht ansprechen, leiden häufig unter diesen Belastungen – speziell dann, wenn die Anerkennung für ihre Leistung ausbleibt“, erläutern die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung. Mögliche Folgen sind etwa zunehmende Erschöpfung, Kopfschmerzen oder häufiger auftretende Konzentrationsschwächen. Betroffene werden zudem oft anfälliger gegenüber Erkältungen, bekommen Rückenschmerzen und leiden unter erheblichen Leistungsschwankungen. Oft werden diese Erschöpfungssymptome ignoriert, was den Teufelskreis schließt. Denn ständige Überforderung führt zu chronischem Stress. „Natürlich empfindet jeder Mensch Stress anders, doch es ist wichtig, seine eigenen Grenzen wahrzunehmen“, warnen die DKV Gesundheitsexperten. Spätestens wenn man nachts nicht mehr schlafen kann, weil man über die Aufgaben der Arbeit grübelt, sollte man die Zeichen ernst nehmen. Im schlimmsten Fall kann es sonst nämlich über kurz oder lang zum gefürchteten Burn-Out kommen. Um das zu vermeiden, gilt es, die Arbeit angemessen zu organisieren und Prioritäten zu setzen. „Entscheiden Sie bewusst, welche Aufgaben wichtig und dringend sind“, raten die Experten. Und wenn sich herausstellt, dass die Zeit nicht ausreicht um alles zu erledigen, hilft oft ein Gespräch mit dem Chef. Auch er wird in den meisten Fällen daran interessiert sein eine Lösung zu finden, die allen hilft. Vorgesetzte sollten ohnehin stets darauf achten die Arbeitsplätze so zu gestalten, dass Körperhaltung, Lichtverhältnisse, Geräuschpegel und Raumklima optimal aufeinander abgestimmt sind. Denn eine angenehme Atmosphäre trägt erheblich zur Stressminderung bei.
Gesunder Geist, gesunder Körper
Pausen sind dazu da, die Batterien wieder aufzuladen und neue Energie zu tanken, wissen die Gesundheitsexperten der DKV. „Machen Sie einen Verdauungsspaziergang oder bringen Sie Ihren Körper mit ein paar Dehnungsübungen wieder ins Gleichgewicht.“ Auch während der Arbeit lässt sich übrigens die Fitness fördern: Wer zum Telefonieren aufsteht und den Drucker absichtlich nicht in Griffweite platziert, bewegt sich automatisch mehr. Und auch ab und zu gänzlich auf den Segen der Technik zu verzichten, kann sich gleich mehrfach lohnen: Anstatt eine E-Mail zu schicken oder anzurufen, kann man Kollegen beispielsweise einfach mal kurz in deren Büro besuchen – und damit nicht nur etwas für die eigene Fitness, sondern auch für das Betriebsklima tun. Natürlich nimmt man dafür die Treppe und nicht den Lift. „Sitzen, Stehen und Gehen sollten sich am besten abwechseln, um Fehlhaltungen zu vermeiden“, so die Fachleute der DKV. „Mehr stehen als sitzen und mehr bewegen als stehen“ lautet dabei die Devise – und zwar nicht nur am Arbeitsplatz. Warum nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen oder eine Haltestelle früher aussteigen und den Rest des Weges zu Fuß gehen? Autofahrer können etwas weiter entfernt vom Arbeitsplatz parken und so gleich morgens sportlich tätig werden. Und wer noch nicht genug hat, tritt vielleicht einer Betriebssportgruppe bei. Denn: Bewegung hilft nicht nur, körperlich fit zu bleiben. Sie trägt auch dazu bei Stress abzubauen, Verspannungen zu lösen und die Stimmung zu verbessern.
Work-Life-Balance herstellen
Mittlerweile ist allgemein bekannt, dass die so genannte Work-Life-Balance nicht nur enorm wichtig ist um sich wohl zu fühlen. Ohne ausgeglichenen Lebensstil werden viele Menschen früher oder später ernsthaft krank. „Ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben macht Menschen zufriedener und produktiver – und vermindert das Risiko, etwa an psychischen Leiden zu erkranken“, so die Experten der DKV. Perfektionisten sollten deshalb lernen, hin und wieder mal „Fünfe gerade sein zu lassen“. Und wer dazu tendiert sich selbst zu überfordern, ist gut beraten, auch mal „Nein“ zu sagen. Arbeitnehmer, die nicht an einen strikten Zeitrahmen gebunden sind, sind häufig leistungsfähiger. „Wer seine Zeit selbst einteilen und im besten Fall auch mal von zu Hause aus arbeiten kann, ist oft produktiver“, bestätigen die DKV Experten. Das bedeutet aber auch, dass man bewusst den Computer und das Smartphone abends und am Wochenende ausschaltet. Kein Mensch muss ständig online sein! Ein erfülltes Sozialleben trägt ebenfalls zu mehr Ausgeglichenheit bei. Damit ist jedoch nicht gemeint, seine Freizeit mit zahllosen Terminen zu verplanen, sondern die freie Zeit im Kreise von Familie und Freunden bewusst zu genießen. Wer diese Tipps beherzigt, sorgt für positive Stimmung bei sich selber und bei seinen Mitmenschen.
Bitte lächeln! - Tipps für gesunde Zähne
Gerade weiße Zähne stehen für Jugend, Schönheit und Gesundheit. Doch längst nicht jeder Mensch ist von Natur aus mit einem makellosen Lächeln gesegnet. Tatsächlich haben weniger als ein Prozent aller Deutschen ein kariesfreies Gebiss. Doch mit der richtigen Mundhygiene lassen sich die Risiken von Verfärbungen, Löchern und Zahnfleischschwund erheblich senken. Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung gibt wichtige Tipps zur richtigen Prophylaxe und erklärt, wie der Zahnarzt helfen kann.
In unserer Mundhöhle herrscht reges Treiben: Etwa 50 Milliarden Bakterien tummeln sich zwischen Zunge und Zähnen. Darunter sind viele gefährliche Keime, die Karies und entweder Parodontitis oder Zahnfleischentzündungen auslösen können. „Gewissenhafte Zahnpflege ist immer noch der beste Schutz für die Zähne“, erklärt Dr. Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung. „Denn bei mangelnder Mundhygiene bilden sich Beläge auf den Zähnen, in denen sich die Bakterien besonders wohl fühlen – die so genannte Plaque.“ Das Problem: Bei der Verdauung scheiden die Keime eine Säure aus, die die Zähne angreift und allmählich zerstört. Deswegen rät der Experte, die Zähne nach Möglichkeit nach jeder Mahlzeit zu putzen, mindestens aber zweimal am Tag, jeweils etwa drei Minuten lang. „Anders als vermutet ist der sofortige Griff zu Zahnpasta und Bürste nach dem Essen jedoch gar nicht so sinnvoll“, betont Dr. Wolfgang Reuter. „Denn auch unsere Zähne brauchen nach einer Mahlzeit eine kleine Pause. Sonst beschädigt man den aufgeweichten Zahnschmelz.“
Von rot nach weiß – ohne zu viel Druck
Beim Putzen kommt es zudem besonders auf die richtige Technik an. Die Grundregel lautet: Von rot nach weiß, also vom Zahnfleisch hin zu den Zähnen. Zu viel Druck ist dabei allerdings schädlich, weil der Zahnschmelz zerkratzen kann. Aus diesem Grund sollte man eine Bürste mit weichen Borsten verwenden. Ein kurzer Bürstenkopf eignet sich am besten, um die hinteren Winkel zu erreichen. Alle zwei Monate sollte eine neue Zahnbürste gekauft werden. „Für diejenigen, die sich die nötige Fingerfertigkeit nicht zutrauen, sind elektrische Zahnbürsten eine gute Alternative“, rät Dr. Wolfgang Reuter. Auch die Zahnzwischenräume dürfen nicht vergessen werden. Es empfiehlt sich, sie einmal am Tag mit Zahnseide – oder einer Interdentalbürste – zu säubern. Um den Zahnschmelz zu kräftigen, sollte man fluoridhaltige Zahncremes und Gels benutzen. Mundspülungen und Zungenschaber halten zudem die Bakterien in Schach und sorgen für frischen Atem. Doch auch die Ernährung hat erheblichen Einfluss auf die Gesundheit der Zähne: Ratsam ist, möglichst selten Süßigkeiten zu essen. „Schädlich sind vor allem zucker- und säurehaltige Getränke wie Limonade oder Cola“, weiß der DKV Experte. „Am besten, man meidet sie ganz oder spült den Mund anschließend zumindest mit viel Wasser aus.“
Eine professionelle Zahnreinigung gehört zur Vorsorge
Wer Wert auf ein strahlend weißes Lächeln legt, sollte häufiger die Finger von Kaffee, Schwarztee, Rotwein und Nikotin lassen. Gut dagegen ist, viel zu trinken und zuckerfreie Kaugummis zu kauen, um den Speichelfluss zu fördern. „Speichel remineralisiert die Zähne, spült die Bakterien weg und neutralisiert die Säure im Mund“, erklärt Dr. Wolfgang Reuter. Doch leider gelingt es trotz intensiver Pflege nicht immer, dunkle Verfärbungen oder gar Karies komplett zu vermeiden. Deswegen sollte zweimal im Jahr ein Kontrollbesuch beim Zahnarzt im Terminkalender stehen. „Es lohnt sich, bei der Gelegenheit gleich eine professionelle Zahnreinigung mit zu vereinbaren. Denn nur so lassen sich alle unschönen und schädlichen Belege restlos entfernen“, so der Experte. Zum Schutz vor Karies haben viele Praxen zudem intensive Fluorid-Behandlungen im Programm. Und auch eine Versiegelung der besonders anfälligen Backenzähne kann sinnvoll sein. „Allerdings übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen diese Behandlungen nicht“, sagt Dr. Wolfgang Reuter. „Eine entsprechende private Zahnzusatzversicherung kann sich allein deshalb schon lohnen. Sie macht sich nämlich nicht nur bezahlt, wenn man teure Implantate oder Prothesen braucht, sondern deckt auch eine Vielzahl möglicher Vorsorgemaßnahmen ab.“
Endlich Rauchfrei - Tipps zur Rauchentwöhnung
Der Frühling ist die Zeit des Neuanfangs. Wenn sich draußen die ersten Blüten zeigen, die Bäume langsam wieder grün werden und die Vögel anfangen zu zwitschern, gibt es keinen Aufschub mehr: Jetzt ist der perfekte Moment gekommen, sich von schlechten Angewohnheiten wie dem Rauchen zu verabschieden. Wer die Nase voll hat vom blauen Dunst, sollte die Gelegenheit nutzen. Mit welchen Strategien der Zigaretten-Entzug dabei gelingen kann, weiß Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung.
Die meisten der rund 20 Millionen Raucher in Deutschland würden gerne ohne Nikotin leben. Pro Jahr machen 35 Prozent von ihnen einen Versuch aufzuhören, 60 Prozent erwägen, sich bald von den Zigaretten zu trennen. Gründe gibt es genug: Die Angst vor Lungenkrebs, verstopfte Arterien und Hautalterung, aber auch den Ärger über das Geld, das mit jeder Packung Zigaretten in Rauch aufgeht. Der Frühlingsanfang ist ein idealer Zeitpunkt, die guten Neujahrs-Vorsätze in die Tat umzusetzen. Denn wenn sich die ersten warmen Sonnenstrahlen zeigen, haben viele Menschen ohnehin das Bedürfnis, etwas für Körper und Seele zu tun. Ein guter Anlass, sich von schädlichem Ballast zu trennen, findet Dr. Wolfgang Reuter, Experte bei der DKV: „Man muss sich einen Tag null setzen, ab dem keine einzige Zigarette mehr angefasst wird. Denn um den Weg aus der Abhängigkeit zu schaffen, ist viel Durchhaltevermögen nötig. Ohne den festen Entschluss, endlich aufzuhören, wird es nicht gehen. Der Kampf gegen die Sucht beginnt im Kopf.“
Nikotinpflaster und -kaugummis bremsen Entzugserscheinungen
Gerade starken Rauchern fällt es schwer, dauerhaft die Finger von den Glimmstengeln zu lassen. Denn kaum eine andere Droge macht stärker abhängig als Nikotin. „In der ersten Zeit können Nikotinersatzprodukte den Weg in ein rauchfreies Leben erleichtern“, sagt Dr. Wolfgang Reuter. „Diese Präparate führen dem Körper zwar reines Nikotin zu, nicht aber die rund 4000 anderen Giftstoffe, die in Zigaretten enthalten sind.“ Der Vorteil: Körperliche Entzugserscheinungen wie Nervosität, Unruhe oder Kopfschmerzen werden deutlich gelindert. Nikotinpflaster und -kaugummis sind rezeptfrei in den Apotheken erhältlich. Studien haben gezeigt, dass eine Rauchentwöhnung mit Ersatzpräparaten besser gelingt als ohne Hilfsmittel. Darüber hinaus gibt es Medikamente, um die Sucht selbst zu unterdrücken: „Bupropion zum Beispiel, das ursprünglich als Antidepressivum entwickelt wurde, dämpft das Verlangen nach Zigaretten“, erklärt der DKV Experte. „Es können jedoch schwere Nebenwirkungen auftreten. Wer mit Bupropion behandelt werden möchte, sollte sich also vorher unbedingt gründlich von einem Arzt untersuchen und beraten lassen.“
Ohne professionelle Hilfe geht es häufig nicht
Auch Akupunktur oder Hypnose sollen die Entwöhnung vom Nikotin unterstützen. Viele Ex-Raucher schwören auf diese alternativen Verfahren. Wissenschaftlich konnte allerdings bisher keine Wirkung nachgewiesen werden. Zudem gibt es ein breites Spektrum an Hilfe zur Selbsthilfe: In vielen Büchern finden Raucher psychologische Tipps, wie sie die Abhängigkeit überwinden können. „Wer es nicht alleine schafft, sollte es mit einem Gruppenprogramm versuchen“, empfiehlt Dr. Wolfgang Reuter. „Der Betreuer kann Strategien im Kampf gegen die Sucht aufzeigen, während die Gruppe Rückhalt und Unterstützung gibt.“ In jedem Fall ist es ratsam, sich Hilfe zu suchen: Ansprechpartner sind Ärzte, Apotheker oder die Krankenkassen. Zwar übernehmen die gesetzlichen Versicherungen die Kosten für eine Rauchentwöhnung nicht grundsätzlich. Allerdings werden in einigen Fällen Zuschüsse zu bestimmten Maßnahmen wie einer Verhaltenstherapie gezahlt. Darüber hinaus bieten viele Krankenversicherungen eigene Programme an, um Raucher beim Ausstieg aus der Sucht zu begleiten.
Der „DKV Gesundheitsservice Nikotinfrei“ etwa steht Versicherten mit Informationen und Beratung zur Seite. Weitere Informationen gibt es unter DKV Gesundheitsservices - Nikotinfrei.
Was den Rücken krank macht
Entspannung und Bewegung helfen bei Rückenschmerzen am besten
Plötzliches Reißen in der Schulter, stechende Pein in der Hüfte – Rückenschmerzen können jede Bewegung zur Qual machen. Mehr als 80 Prozent aller Deutschen trifft es mindestens einmal im Leben. Meist sind die Beschwerden die Quittung für eine jahrzehntelange Vernachlässigung und Überstrapazierung des Rückgrats. Am 15. März ist der Tag der Rückengesundheit – ein guter Anlass sich zu informieren, wie man seine Wirbelsäule schützen kann.
Warum so viele Menschen unter Schmerzen leiden, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Experte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung.
24 bewegliche Wirbel, dazu Bandscheiben, Bänder und Muskeln – das Rückgrat ist ein ausgeklügeltes, aber auch hochsensibles Gebilde. Einseitige Belastungen nimmt der Rücken auf Dauer übel, erklärt DKV Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Reuter: „Egal ob im Büro, im Auto oder zu Hause auf der Couch, wir verbringen einen großen Teil unseres Lebens im Sitzen – einer extrem rückenfeindlichen Körperhaltung.“ Übergewicht und Bewegungsmangel lassen die Wirbelsäule zusätzlich leiden, aber auch psychische Belastungen wie Stress und Ängste spielen mitunter eine große Rolle. „Acht von zehn Menschen leiden irgendwann im Leben an heftigen Rückenschmerzen“, sagt der Experte. „In aller Regel ist das kein Anlass zur Sorge. Meist verschwinden sie nach wenigen Tagen von alleine.“ Doch es bleibt nicht immer bei kurzen, einmaligen Episoden: Bei mehr als 15 Prozent aller Männer und über 21 Prozent der Frauen wird die Pein zum lästigen Dauerbegleiter – sie haben chronische Rückenschmerzen. Bandscheibenvorfälle, Verschleiß oder Tumoren können die Ursache sein, müssen sie aber nicht: Bei 90 Prozent der Patienten können trotz modernster Diagnosetechnik keine körperlichen Gründe festgestellt werden.
Wer in seinem Beruf viel sitzt, muss für einen Ausgleich sorgen
Die Rücken- und Bauchmuskulatur muss wie ein stützendes Korsett wirken. Ist sie nicht gut in Schuss, verspannen und verhärten sich die betroffenen Muskeln bei Belastung. Schmerzen sind die Folge. „Eine gut trainierte Muskulatur ist der sicherste Schutz vor Rückenbeschwerden“, sagt der DKV Experte. „Ein regelmäßiges Krafttraining hilft deswegen, Schmerzen vorzubeugen. Damit es etwas bringt, sollte man sich aber mindestens dreimal die Woche etwa 30 Minuten lang aufraffen.“ Gerade, wer in seinem Beruf viel sitzt, sollte für einen Ausgleich sorgen. Empfohlen werden rückenschonende Sportarten wie Schwimmen oder Walken. Ebenso wichtig wie Bewegung ist jedoch eine entspannte Atmosphäre zu Hause und Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Menschen mit Schreibtischjob sollten auf eine Sitzhaltung achten, die den Rücken möglichst wenig belastet: „Die Füße müssen flach auf dem Boden stehen, Arme und Beine sollten in einem 90-Grad-Winkel angewinkelt sein, das Becken leicht nach vorne geneigt“, erklärt Dr. Wolfgang Reuter. „Ein Keilkissen macht es leichter, richtig zu sitzen.“ Zudem ist es ratsam, immer wieder kurz vom Schreibtisch aufzustehen und etwas zu laufen. Damit der Rücken sich nachts erholen und entspannen kann, ist zudem eine gute Matratze absolut unverzichtbar.
Akupunktur, Yoga, Chirotherapie
Bei akuten Schmerzen reagieren viele Menschen instinktiv falsch: Aus Angst vor noch stärkerer Qual vermeiden sie Bewegungen. „Längere Bettruhe ist eher schädlich“, betont der DKV Experte. „Man sollte sein Leben soweit es geht weiterführen: Sport und die normalen Alltagsaktivitäten lösen die verspannten Muskeln, regen die Durchblutung an und halten die Bandscheiben flexibel.“ Meist kommen Patienten allerdings nicht ohne Schmerzmittel zurecht. Bewährt haben sich die entzündungshemmenden NSAR-Medikamente. Häufig werden auch muskelentspannende Mittel verschrieben. Zusätzlich sollte der Arzt prüfen, welche Therapie sich für den jeweiligen Patienten am besten eignet. Denn die Methoden sind so unterschiedlich wie die Ursachen der Beschwerden: Akupunktur verringert die Schmerzen, Massagen oder Yoga lockern das Gewebe. Mit manuellen Methoden wie Chirotherapie lassen sich Funktionsstörungen der Wirbelsäule beheben. Eine Physiotherapie hilft, die Muskeln zu kräftigen und zu dehnen. „Eine Operation dagegen empfiehlt sich nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel bei einem schweren Bandscheibenschaden mit Nervenlähmungen“, sagt Dr. Wolfgang Reuter. „Den meisten Patienten ist mit Entspannung und Bewegung am besten geholfen.“
Ein Leben „grau in grau“
Wenn man aus dem Wintertief nicht mehr herauskommt
Der Winter hierzulande ist dunkel, kalt und lang. Doch sogar dann, wenn draußen wieder alles zu blühen beginnt, fällt es manchen Menschen schwer, sich darüber zu freuen. Sie fühlen sich niedergeschlagen, haben zu nichts Lust, kommen kaum noch aus dem Bett. Oft helfen jedoch schon ein paar einfache Tricks, um wieder in Schwung zu kommen – schließlich ist nicht jedes Tief gleich eine Depression. Wenn die trübe Stimmung dagegen länger anhält, sollten die Symptome unbedingt ernst genommen werden. Woran sich erkennen lässt, ob man nur traurig oder schon krank ist, erklärt Dr. Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung.
Oft beginnt es mit Gefühlen von Hoffnungslosigkeit, Leere und Selbstzweifeln. Bleierne Müdigkeit lähmt den Körper, dumpfe Traurigkeit schleicht sich in die Seele: jeder fünfte Deutsche erkrankt einmal im Leben an einer Depression. „Allerdings hat natürlich nicht jeder, der sich zwei oder drei Tage lang niedergeschlagen fühlt, gleich einen Grund, sich Sorgen zu machen“, beruhigt Dr. Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung: „Gerade in den Monaten März und April würden sich viele Menschen am liebsten im Bett verkriechen. Frühjahrsmüdigkeit ist eine ganz normale Reaktion auf die Umstellung der Jahreszeiten – kein Symptom für eine psychische Erkrankung.“ Der Körper muss sich auf den veränderten Tag-Nacht-Rhythmus einstellen, auch die Hormone pendeln sich neu ein. Dieser Umbruch strengt den Körper an – also werden wir müde und rutschen womöglich vorübergehend in ein Stimmungstief. Deswegen muss man aber nicht unbedingt zum Arzt: Bewegung, frische Luft und eine gesunde, ausgewogene Ernährung sind in aller Regel die beste Therapie. „Vor allem sollten Betroffene öfter mal rausgehen, Spaziergänge oder Ausflüge machen“, rät der DKV Mediziner. „Die Sonne kurbelt die Ausschüttung des Glücks-Hormons Serotonin an – das macht gute Laune.“
Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen
Lassen die Beschwerden den Frühsommer über nicht allmählich nach, können die Ursachen unter Umständen doch tiefer sitzen. „Die Grenze zwischen einer harmlosen Verstimmung und einer depressiven Erkrankung ist nicht selten fließend“, erklärt Dr. Wolfgang Reuter. „Die Symptome können äußerst vielfältig sein. Oft wird die Erkrankung nicht gleich erkannt. Verschiedene psychische Erkrankungen können zugrunde liegen, die sich in Verlauf, Schwere und Behandlung unterscheiden. Ein krisenhafter Verlauf bis hin zu Suizidalität sollte durch eine geeignete Behandlung vermieden werden. Generell gilt: Wer sich länger als zwei Wochen lang antriebslos, schlapp und ohne bestimmten Anlass traurig fühlt, leidet wahrscheinlich an einer Depression. Weitere Alarmsignale sind Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche. Man hat keinen Spaß mehr an den Dingen, die man früher gern gemacht hat, verliert das Interesse an Hobbies, kapselt sich von Freunden ab und fühlt sich auch von einfachen Aufgaben überfordert. „Wichtig ist, dass der Betroffene seine Scheu überwindet und so schnell wie möglich medizinische Hilfe sucht“, betont der erfahrene DKV Experte. „Der Hausarzt kann ein erster Ansprechpartner sein, besser aufgehoben sind Depressive aber bei einem Facharzt – also einem Psychiater, Psychologen oder Psychotherapeuten.“
Ein ausgeglichenes Leben ist die beste Strategie
Es ist nicht leicht, sich vor Depressionen zu schützen. Äußere Ereignisse, anhaltende Konfliktsituationen und körperliche Einflüsse können eine Rolle spielen. Persönliche Krisen wie der Tod eines geliebten Menschen, Arbeitslosigkeit oder Scheidung können die Krankheit auslösen. Solche Ereignisse sind jedoch nicht vorhersehbar – und wie man selbst darauf reagiert noch viel weniger. „Allerdings ist es möglich, die Seele zu kräftigen“, sagt Dr. Wolfgang Reuter. „Ein ausgeglichenes Leben sowie körperliche und geistige Fitness sind die beste Strategie gegen die Schwermut.“ Erwiesen ist, dass regelmäßiger Sport die Risiken senkt. Auch Lesen fördert die psychischen „Abwehrkräfte“. Der Tag sollte gut strukturiert sein, mit ausreichend Schlaf und Rücksicht auf die eigenen Bedürfnisse. Entspannungstechniken wie zum Beispiel Yoga sorgen ebenfalls für seelische Balance. In Fällen einer depressiven Erkrankung hilft dagegen nur noch eine fachärztliche Behandlung: Zur Anwendung kommen Psychotherapie, medikamentöse Behandlung oder eine Kombination beider Behandlungsansätze. „Bekommt der Patient die passenden Behandlung, sind die Heilungschancen erfreulicherweise extrem gut“, bestätigt der DKV Experte. „Ganze 70 bis 80 Prozent der Erkrankten schaffen es, ihre Depression dauerhaft zu überwinden.“
„Schluss mit Winterschlaf“ – Wie man mit Elan in den Frühling kommt
Nicht mehr lange, dann kommt der Frühling. Doch gerade wenn draußen die Natur zu neuem Leben erwacht, fühlen sich viele Menschen müde, schlapp und lustlos. Bewegung, frische Luft und Vitamine bringen jedoch schnell die Lebensgeister zurück.
Wie der Kampf gegen die Frühlingsmüdigkeit gelingt, wissen die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung.
Frisches Obst und Gemüse machen fit für den Frühling
Wenn die Tage wieder länger werden, ist die Zeit für festliche Braten und deftige Wintergerichte vorbei: Eine ausgewogene, fettarme Ernährung ist die Grundlage für einen gesunden Start in den Frühling. „Die vitaminarme und fettige Kost an den Feiertagen ist für das Verdauungssystem eine große Belastung“, erklären die Gesundheitsexperten der DKV. „Im Frühjahr sollten daher viel frisches Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen, um den Stoffwechsel anzuregen.“ Kohlrabi, Rhabarber, Kräuter und Salate zum Beispiel tragen dazu bei, den Körper fit für den Frühling zu machen. Um alle Vitamine und Mineralien abzudecken, sollte man dabei besonders auf Vielfalt und Abwechslung achten; und auch frische Säfte vertreiben den Winterschlaf: Ein Cocktail aus Orangen- und Möhrensaft mit einem Tropfen Weizenkeimöl gibt dem Körper zum Beispiel schnell neue Energie. „Es ist gar nicht schwer, sich gesund zu ernähren“, betonen die DKV Experten. „Ein Apfel vor dem Frühstück, ein paar Gurken-Sticks als Snack, abends ein Salat zum Käsebrot – und schon hat die Frühjahrsmüdigkeit fast keine Chance mehr.“ Auch ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Vollkornbrot oder Müsli sollten auf den Tisch kommen – das fördert die Darmflora und hilft, den Winterspeck loszuwerden.
Sport nach der Winterpause: Vorsicht vor Überforderung
Wem es schwer fiel, bei Kälte und Schnee Sport zu treiben, der hat nun keine Ausrede mehr: Also raus aus den Puschen und rein in die Joggingschuhe. Doch gerade am Anfang darf man sich nicht überfordern, warnen die Experten der DKV: „Zwar ist Sport ideal gegen Frühjahrsmüdigkeit: Bewegung setzt Glückshormone frei und verbrennt den Winterspeck. Wer nach einer Winterpause aktiv werden möchte, sollte es jedoch unbedingt langsam angehen lassen.“ Dabei gilt: Es kommt auf Regelmäßigkeit an. Am besten ist, drei bis vier Mal pro Woche Sport zu treiben. Dafür reichen 30 Minuten am Tag: Schon etwas Gymnastik am offenen Fenster bringt den Kreislauf in Schwung und versorgt das Gehirn mit Sauerstoff. Zum Abnehmen eignen sich dagegen gerade Ausdauersportarten wie Schwimmen, Joggen oder Radfahren. „Als Faustregel gilt: Wer während des Trainings noch ruhig sprechen und atmen kann, macht alles richtig“, so die DKV Experten. „Auch ein Pulsmessgerät kann dabei helfen, zu erkennen, wann eine Pause eingelegt werden sollte.“ Allerdings werden die Kosten für dieses Hilfsmittel von der Krankenversicherung nicht erstattet. Abgesehen davon dürfen weder das Aufwärmen vor dem Sport noch die Dehnübungen im Anschluss vergessen werden. Mit der Zeit kann man das Pensum langsam steigern.
Sonne und Frischluft vertreiben den Winter-Blues
Man muss nicht unbedingt eine Sportskanone sein, um voller Elan in den Frühling zu starten. Es reicht schon, das schöne Wetter draußen in vollen Zügen zu genießen. „Wer von Müdigkeit oder Lustlosigkeit geplagt ist, sollte so oft wie möglich an die Sonne gehen“, empfehlen die DKV Experten. „Das senkt das stimmungsdämpfende Hormon Melatonin und beschleunigt die Ausschüttung des Gute-Laune-Machers Serotonin.“ Ein ausgiebiger Spaziergang, ein Ausflug in den Park oder ein Stadtbummel können wahre Wunder wirken. Die frische Luft stärkt die Abwehrkräfte, pumpt Sauerstoff ins Gehirn und gibt dem Herz-Kreislaufsystem einen tüchtigen Schubs. Dabei sollte man, wenn es geht, keine Sonnenbrille tragen: Sonst kann der Körper die Sonnenstrahlen nicht über die Netzhaut aufnehmen. Wer empfindlich ist, geht am besten nur vor- oder nachmittags raus, um sich nicht der intensiven Mittagssonne auszusetzen. Außerdem empfiehlt es sich, schleunigst die dunklen Winterklamotten einzumotten: Kleidung in hellen, frischen Farben reizt die Sinne und macht munter. „Auch ein kleines Mittagsschläfchen hilft meist wahre Wunder gegen akute Anfälle von Frühjahrsmüdigkeit“, sagen die DKV Experten, „allerdings maximal 10 bis 30 Minuten – längere Nickerchen tagsüber sind nämlich kontraproduktiv.“
Au Backe - Zahnbehandlungen können ein Vermögen kosten
Ein schönes Lächeln ist so etwas wie die Visitenkarte eines Menschen. Gesunde Zähne gelten als Merkmal eines gepflegten Erscheinungsbildes und tragen erheblich zur Lebensqualität bei. Doch ein makelloses Gebiss wird immer mehr zum Luxus, denn für Kronen, Brücken und Implantate fallen mitunter Tausende von Euro an. Die Kassen bezahlen seit einigen Jahren nur noch einen Zuschuss, der oft nur einen Bruchteil der Kosten abdeckt. Mit einer privaten Zusatzversicherung kann man sich vor hohen Zuzahlungen schützen. Für wen sich ein solcher Vertrag lohnt, erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Experte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung.
Mit der Gesundheitsreform 2005 ist die Selbstbeteiligung bei zahnärztlichen Behandlungen deutlich gestiegen. Was zahlen die Kassen überhaupt noch?
Seit 2005 zahlen die Kassen für Zahnersatz keinen prozentualen Anteil mehr, sondern einen festen Zuschuss, der rund die Hälfte der so genannten „Regelversorgung“ abdeckt. Den Rest muss der Versicherte selbst tragen. So bezahlt die Kasse zwar die reinen Kontrollbesuche; und auch das Entfernen von Karies und einfache Zahnsteinentfernung (ein Mal jährlich) sowie Wurzel- oder Zahnfleischbehandlungen werden meist voll übernommen. Doch schon bei einer nötigen Füllung können für den Patienten erhebliche Kosten entstehen: Denn während eine Amalgam-Füllung den Patienten noch immer nichts kostet, muss er für ein Gold-Inlay häufig bis zu 500 Euro zuzahlen, für die Keramikvariante unter Umständen sogar noch mehr. Auch bei einer Krone fällt eine deutliche Finanzierungslücke an: Die Kassen schießen in diesem Fall rund 150 Euro zu. Tatsächlich kostet eine hochwertige Krone aber bis zu 1.000 Euro. Der Versicherte hat so zwar weiterhin grundsätzlich die freie Wahl: Einfache Brücke oder edles Implantat, Krone aus Metall, Gold, mit oder ohne Keramik-Überzug. Die Kasse aber leistet immer nur denselben Zuschuss. Das heißt: Wer bessere Qualität will, muss entsprechend tiefer in die eigene Tasche greifen.
Gelten bei Kindern dieselben Regeln? Oder übernehmen die Kassen bei Minderjährigen noch weitere Leistungen?
Grundsätzlich gelten für Kinder dieselben Regeln wie für Erwachsene. Bei einem Loch im Milchzahn gibt es demnach grundsätzlich folgende zwei Möglichkeiten: Entweder man entscheidet sich für eine Standardfüllung, die von der Kasse übernommen wird; oder es soll eine hochwertigere Kunststofffüllung sein – dann allerdings mit Zuzahlung. Eine private Zusatzversicherung kann sich also auch schon für Kinder lohnen. Es ist aber richtig, dass die gesetzlichen Kassen bei Minderjährigen einige Sonderbehandlungen übernehmen: So können sie bei schwerwiegenderen Indikationen kieferorthopädisch behandelt werden. Zudem haben sie Anspruch auf prophylaktische Leistungen: Zum Beispiel eine Versiegelung der kariesanfälligen Backenzähne, eine Fluoridierung zur Kräftigung des Zahnschmelzes sowie wiederholte Mundhygiene-Unterweisungen.
Ab welchem Alter ist es sinnvoll, eine private Zahnzusatzversicherung abzuschließen?
Eine private Zahnzusatzversicherung lohnt sich für jeden, der mehr als eine Mindestversorgung beim Zahnarzt will. Vor allem wenn teure Prothesen oder Implantate nötig sind, macht sich ein solcher Zusatzvertrag schnell bezahlt: Damit lässt sich die Finanzierungslücke schließen, sodass der Patient nur noch eine geringe Zuzahlung leisten muss. Je nach Tarif werden von einer privaten Zusatzversicherung bis zu 90 Prozent der Kosten für Zahnersatz, Kronen oder Implantate und bis zu 100 Prozent für eine Zahnbehandlung erstattet. Wer auf diesen Schutz nicht verzichten will, sollte möglichst früh eine solche Zusatzversicherung abschließen. Am besten ab Geburt und nicht erst, wenn die erste „Großbaustelle“ im Gebiss anfällt. Denn für bereits eingetretene Schäden, geplante oder angefangene Behandlungen muss der Versicherer nicht aufkommen und Fehlbildungen der Kiefer können schon auftreten, bevor der erste Zahn zu sehen ist. Außerdem spielen Krankengeschichte und Alter des Versicherten bei der Berechnung der Beitragshöhe eine Rolle. Zudem können die Versicherer Risikozuschläge erheben.
Über den ERGO Experten
Dr. Wolfgang Reuter (Jahrgang 1960) hat Medizin und Politikwissenschaften in Freiburg und Paris studiert. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet er in unterschiedlichen Einrichtungen im Gesundheitswesen, 1999 kam er zur ERGO Versicherungsgruppe. Hier leitet er die Abteilung Medizinische Beratung im Leistungsmanagement der DKV Deutsche Krankenversicherung. In seiner Freizeit spielt der Vater von sechs Kindern gern Tennis und liest Thomas Mann.
Austausch schadhafter Brustimplantate
Wer übernimmt die Kosten?
Bis zu 20.000 Frauen sollen bundesweit minderwertige Brustimplantate erhalten haben. Aufgrund der gesundheitlichen Gefahren, die von diesen Billig-Implantaten ausgehen, rät nun sogar das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) allen Empfängerinnen, sich diese entfernen zu lassen. Denn auch ohne offensichtliche Risse kann das darin enthaltene Silikon Schäden verursachen. Doch woran erkennt eine Frau, ob ihre Implantate zu den gesundheitsgefährdenden Produkten gehören? Und wer übernimmt die Kosten? Medizin-Experte Dr. Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung klärt auf.
Die aktuelle Diskussion über schadhafte Brustimplantate verunsichert viele betroffene Frauen: Müssen sie sich die Silikon-Einlagen auf jeden Fall entfernen lassen? „Betroffene Patientinnen sollten sich umgehend über den Hersteller ihrer Implantate informieren“, rät Dr. Wolfgang Reuter, Medizin-Experte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Die Brustimplantate der französischen Firma Poly Implant Prothèse (PIP) und Rofil (M-Implantat), einem Hersteller aus den Niederlanden, können Auslöser für Gesundheitsschäden sein. Diese Hersteller-Information findet man im Implantat-Pass, den jede Patientin bei dem Einsatz eines Implantats erhalten sollte. „Ansonsten können der Arzt oder das Krankenhaus nach dem OP-Bericht bzw. OP-Protokoll oder der Patientenakte befragt werden“, rät Dr. Reuter, „denn diese müssen die Angaben über den Hersteller und die Seriennummer des Implantats enthalten.“ Entwarnung[LS1] kann all jenen Frauen gegeben werden, die weder ein „M“ noch ein „PIP“ in ihrem Implantat-Pass vorfinden. Wer allerdings ein Silikon-Kissen von einer der beiden Firmen trägt, sollte sich an seinen Arzt oder die Klinik wenden, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
Minderwertige Implantate entfernen lassen
„Obwohl ein erneuter Eingriff ebenfalls mit gesundheitlichen Risiken für die Patientin verbunden sein kann, wird die Entfernung fehlerhafter Implantate auf jeden Fall empfohlen“, so der Experte der DKV Deutsche Krankenversicherung und ergänzt: „Vorher ist ein ausführliches Konsultationsgespräch mit dem Arzt natürlich unerlässlich.“ Allerdings ist neben dem gesundheitlichen Risiko auch die Kostenübernahme für viele Betroffene ein wichtiger Punkt. Schließlich können die Kosten für eine Entfernung bei mehreren Tausend Euro liegen.
Kostenübernahme
Wenn sich eine Frau Brustimplantate einsetzen lässt, hängt die Kostenübernahme normalerweise davon ab, ob der Eingriff aus medizinischen oder kosmetischen Gründen erfolgte. Bei der Entfernung der fehlerhaften Implantate wegen einer bestehenden Gesundheitsgefahr spielt diese Unterscheidung für DKV-Versicherte keine Rolle: „Die DKV übernimmt bei Implantaten der Firmen Poly Implant Prothèse (PIP) und Rofil (M-Implantat) auf jeden Fall die Kosten des Austauschs in tariflicher Höhe, auch wenn die Implantate ursprünglich allein aus kosmetischen Gründen eingesetzt wurden“, so Dr. Reuter. Es reicht aus, dem Kostenübernahmeantrag den Implantatpass beizufügen.
"Gesundheitsrisiko" Winter: Fitness und Gesundheit
Bewegung, ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung stärken die Abwehrkräfte
Einmal nasse Füße, einmal richtig durchgefroren – und schon ist es passiert: Die Nase läuft, der Hals kratzt, Husten schüttelt den Körper. „Die beste Vorsorge gegen Erkältung und Grippe ist ein starkes Immunsystem“, sagen die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung. „Um die Abwehrkräfte zu trainieren, helfen genügend Schlaf und gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse.“ Ebenso wichtig ist es, genug zu trinken, damit die Schleimhäute feucht bleiben. Trotz der Kälte empfiehlt sich außerdem regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Bei Spaziergängen ist jedoch unbedingt auf warme Kleidung zu achten, auch Mütze und Handschuhe dürfen nicht fehlen. „Es gibt bisher keine Medikamente, um Erkältungsviren abzuwehren. Gegen Grippe dagegen kann und sollte man sich impfen lassen“, so die DKV Experten. „Allerdings muss der Schutz jedes Jahr erneuert werden.“ Empfohlen wird die Impfung vor allem älteren Menschen, chronisch Kranken und Kindern. Denn eine Grippe kann gefährliche Komplikationen nach sich ziehen. Wer sich angesteckt hat, sollte daher unbedingt zum Arzt gehen. Auch eine Erkältung darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden: Mit Hausmitteln wie Tee, Dampfbädern und Wadenwickeln lassen sich die Symptome jedoch in aller Regel schnell lindern.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Trittsicher bei Glatteis
Die Gehwege sind spiegelglatt, die Straßen vereist. Gerade ältere Menschen trauen sich im Winter aus Angst vor Stürzen kaum noch aus dem Haus. Denn die Ausrutscher gehen nicht immer glimpflich aus: Pro Jahr behandeln deutsche Ärzte alleine 100.000 Oberschenkelhalsbrüche. „Daher ist Vorbeugung extrem wichtig“, wissen die Experten der DKV. „Den wirksamsten Schutz bieten Gleichgewichtsübungen. Man kann zum Beispiel trainieren, auf einem Bein zu stehen.“ Auch auf das Schuhwerk ist zu achten: Feste Stiefel mit Gummiprofil geben den nötigen Halt. Im Handel gibt es zudem „Schneeketten“ oder Spikes für Schuhe. Wer draußen unterwegs ist, sollte zudem genug Zeit einplanen, damit er nicht hetzen muss. Die Hände gehören dabei nicht in die Taschen, sondern müssen frei sein, um einen Sturz abfangen zu können. „Starke Schmerzen nach einem Sturz deuten auf einen Knochenbruch hin. Dann sollte man um Hilfe rufen und bloß nicht alleine zum Arzt humpeln“, sagen die DKV Experten. Am besten ist es, die Bruchstelle ruhigzustellen und hoch zu lagern. Da der Körper bei Kälte schnell auskühlt, sollte der Gestürzte mit einer Decke warmgehalten werden, bis der Notarzt eintrifft.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Warme Kleidung und fetthaltige Creme schützen vor Erfrierungen
Ob beim Radfahren, Rodeln oder Spazierengehen – wer im Winter an der frischen Luft unterwegs ist, muss sich warm anziehen. „Viele Menschen gehen davon aus, dass Erfrierungen erst bei arktischen Zuständen drohen“, wissen die Experten der DKV zu berichten. „Das Risiko besteht aber bereits bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Gefährlich wird es vor allem bei Wind und Nässe.“ Meist sind schlecht durchblutete Körperteile betroffen, also Zehen, Finger, Nase und Ohren. Zu den Symptomen zählen wachsende Blässe und ein taubes Gefühl. Vorbeugen kann man am besten mit warmer Kleidung, dicken Handschuhen, gefütterten Stiefeln, Ohrenschützern, Mütze und Wollsocken. Doch Vorsicht: „Enge Kleidung begünstigt Erfrierungen, da sie die Durchblutung behindert“, wissen die DKV Experten. Ratsam ist auch, die Haut im Gesicht mit einer fettenden Creme zu schützen. Bei den ersten Anzeichen einer Erfrierung sollte man schnell reagieren: Es hilft, die Hände oder Füße unter lauwarmes Wasser zu halten oder mit Körperwärme aufzutauen, indem man zum Beispiel die Finger in die Achselhöhlen klemmt. Auf keinen Fall darf die Stelle gerieben werden. Stärkere Erfrierungen können übrigens zu bleibenden Schäden führen, im Zweifel sollte daher immer ein Notarzt gerufen werden.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung

