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Asthma

Vorsorge

Medikamente einnehmen, Reizstoffe vermeiden

Bei den meisten Betroffenen lässt sich das Asthma durch Medikamente sehr gut kontrollieren. Um Asthmaanfälle zu vermeiden, ist es wichtig, diese Medikamente regelmäßig und wie vom Arzt verordnet einzunehmen. Allergieauslösende und reizende Substanzen sollten Sie so weit wie möglich meiden. Rauchen verschlimmert die Erkrankung deutlich – Asthmatiker sollten auf keinen Fall rauchen! Auch der Aufenthalt in stark verrauchten Räumen ist schädlich und sollte, wenn möglich, vermieden werden.

Bei allergischem Asthma kann unter Umständen eine Desensibilisierungbehandlung sinnvoll sein.

Sport und körperliche Bewegung verschlimmern das Asthma entgegen landläufiger Meinung nicht. Im Gegenteil: Regelmäßiger Ausdauersport verbessert die Lungenfunktion bei jedem Menschen - auch beim Asthmatiker.

Und die Reizschwelle für das Auftreten eines Asthmaanfalls kann steigen. Man sollte aber vorsichtig und in Absprache mit dem behandelnden Arzt ausprobieren, welche Sportart sich am besten eignet. Ausdauersportarten wie Rad fahren oder Nordic Walking sind grundsätzlich empfehlenswert.

Gehen Sie zu den routinemäßigen Vorsorgeuntersuchungen - damit lassen sich Krankheiten frühzeitig erkennen oder sogar vermeiden.

Eine Lungenfunktionsuntersuchung gibt Auskunft über mögliche Erkrankungen der Atemwege und die Leistungsfähigkeit der Lunge. Gängige Verfahren sind:

  • Spirometrie – hier werden Lungen- und Atemvolumina gemessen und graphisch im Spirogramm dargestellt. Damit lassen sich Lungenerkrankungen wie Asthma diagnostizieren und in ihrem Verlauf kontrollieren.
  • Bei auffälligen Befunden in der Spirometrie oder entsprechenden Hinweisen aus der Krankheitsgeschichte kann eine Body-Plethysmographie durchgeführt werden. Hier werden der Druck in den Lungenbläschen (Alveolardruck) und der Atemwegs-Widerstand "R" (Resistance) bestimmt. Dieser Atemwegs-Widerstand erlaubt Rückschlüsse darauf, wie stark die Atemwege blockiert oder verengt sind.

Wenn ein Patient mit Verdacht auf Asthma bronchiale normale Messwerte in diesen Untersuchungen zeigt, so kann auch ein überempfindliches Bronchialsystem vorliegen. Dies lässt sich durch einen gezielten Provokationstest feststellen.

Datum: 21. Januar 2011