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Aids und HIV
Beschreibung
Aids ist eine chronische, lebensbedrohliche Erkrankung, die durch das human immunodeficiency virus (HI-Virus, HIV) verursacht wird. Das HI-Virus schädigt oder zerstört bestimmte Zellen der Immunabwehr. Dadurch kann der Körper Bakterien, Viren oder Pilze nicht mehr effektiv bekämpfen. Deshalb sind HIV-Patienten empfänglicher für Infektionen sowie für bestimmte Krebsarten.
Das Virus und die Infektion werden HIV genannt. Der Begriff Aids (acquired immunodeficiency syndrome = Krankheitsbild der erworbenen Abwehrschwäche) bezeichnet das späte Stadium der HIV-Infektion.
Am häufigsten erfolgt die Übertragung von HIV durch Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person. Andere Möglichkeiten sind die Infektion durch verseuchtes Blut oder verschmutzte Nadeln und Spritzen. Unbehandelte Mütter können HIV während der Schwangerschaft, Geburt oder durch das Stillen auf ihre Kinder übertragen.
Zahlen
Vor etwa 25 Jahren wurden die ersten Fälle von Aids bekannt. Seitdem hat sich die Erkrankung zu einer globalen Pandemie entwickelt. Weltweit leben rund 34 Millionen Menschen mit HIV - 3,4 Millionen Infizierte sind Kinder unter 15 Jahren, schätzen Experten.
Nach Angaben der Organisation UNAIDS und der World Health Organization (WHO) haben sich im Jahre 2010 rund 2,7 Millionen Menschen neu mit HIV infiziert und rund zwei Millionen sind an Aids gestorben.
In Deutschland leben derzeit rund 73.000 Menschen mit HIV. Männer, die Sex mit Männern haben, stellen in Deutschland mit rund 46.500 Betroffenen nach wie vor die größte Gruppe der Infizierten. Etwa 10.500 Personen haben sich über heterosexuelle Kontakte infiziert, rund 9.000 kommen aus sogenannten Hochprävalenzregionen. Etwa 6.800 Personen haben sich über intravenösen Drogengebrauch mit HIV angesteckt.
Zum Zeitpunkt der Diagnose sind die meisten HIV-Infizierten hierzulande Anfang bis Mitte 30. Die Zahl der Neuinfektionen lag im Jahr 2011 bei rund 2.700.
Die größten Auswirkungen hat die Aids-Epidemie in der Sub-Sahara Region Afrikas. Dort leben rund 23 Millionen Infizierte. Aber Afrika ist nicht die einzige Region, die durch Aids schwer getroffen ist. Große Zunahmen werden zum Beispiel aus Ost-Europa und Zentral-Asien berichtet.
Die Zahl der Medikamente zur Behandlung von Aids hat sich seit 1995 vervielfacht. Die Kombination verschiedener neuer Medikamente verringert schwere Komplikationen der Erkrankung und führt zu einer Lebensverlängerung. Aber diese positiven Nachrichten werden von Berichten über Medikamentenresistenzen getrübt.
Beängstigend ist die zunehmende Ignoranz der Bevölkerung gegenüber Aids. Verschiedene Berichte aus Europa und USA zeigen, dass sich junge Menschen zunehmend riskant verhalten, was sexuell übertragbare Krankheiten angeht.
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