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Schlaganfall

Therapie

Jeder Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall und muss sofort ärztlich versorgt werden! Da die Überwachung sehr aufwendig ist und die notwenigen Untersuchungen in kurzer Zeit erfolgen sollten, wurden in den letzten Jahren vermehrt spezielle Schlaganfalleinheiten (stroke units) in den Kliniken eingerichtet. Insgesamt sollte die Behandlung eines Schlaganfalls an einer Klinik mit entsprechender Erfahrung durchgeführt werden, um ein individuelles Behandlungsschema zu finden. Zudem führt nur die enge Zusammenarbeit verschiedener Spezialisten - Neurologen, Internisten, Radiologen, Neurochirurgen und Rehabilitationsmedizinern - zu einem optimalen Ergebnis.

Bei einer Hirnblutung kann die Behandlung - je nach Blutungsstärke - von einer neurologischen Überwachung in der Klinik bis hin zu einem operativen Eingriff reichen.

Bei einem Schlaganfall durch Gefäßverschluss ist die enge Überwachung von Blutdruck, Blutzucker und Körpertemperatur von entscheidender Bedeutung. Denn niedriger Blutdruck, zu hoher Zucker und Fieber in der Akutphase verschlechtern die Heilungschancen erheblich.

Der reibungslose Ablauf der Untersuchung ist auch deswegen wichtig, weil man in der Regel nur innerhalb der ersten drei Stunden nach ischämischem Hirninfarkt in bestimmten Fällen das Blutgerinnsel mit Medikamenten auflösen (Lysetherapie) und damit direkt die Ursache der Minderdurchblutung beheben kann.

Diese Lysetherapie wird aber nur empfohlen, wenn das behandelnde Krankenhaus diese Therapie regelmäßig anwendet. Da sie auch zu schweren, lebensbedrohlichen Blutungen führen kann, muss der Arzt innerhalb der drei Stunden klären, ob Gründe gegen eine Lysetherapie vorliegen, etwas eine erhöhte Blutungsgefahr wegen einer frischen Operation. Hierbei ist oft die Mithilfe der Angehörigen notwendig, da die Patienten selbst in dieser Situation oft keine zuverlässige Auskunft geben können.

Möglichst schon am Tag nach der stationären Aufnahme sollte die Frührehabilitation beginnen. Die Patienten lernen mit Hilfe von Krankengymnasten, Sprachtherapeuten, Ergotherapeuten sowie unter Anleitung von Pflegern und Schwestern, die eingebüßten Fähigkeiten wieder zu erlernen. Je früher die Rehabilitation beginnt, desto besser sind auch die Erfolgsaussichten.

Ob danach eine Langzeitrehabilitation erforderlich ist, hängt vom Ausmaß der erlittenen Schäden und dem Heilungsverlauf zu Beginn der Behandlung ab. Für längere Rehabilitationsphasen wurden auch Tageskliniken eingerichtet, in denen der Patient tagsüber einen straffen Behandlungsplan durchläuft. Abends und nachts lebt er/sie bereits wieder in der vertrauten Umgebung. Während dieser Behandlung können Probleme in Haushalt, Freizeit oder bei dem Versuch, die bisherige berufliche Tätigkeit wieder aufzunehmen (kontrollierter Arbeitsversuch), auftauchen. Besprechen und bearbeiten Sie diese mit den Ärzten und Therapeuten in der Tagesklinik.

Datum: 21. Januar 2011

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