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Aktuelle Meldungen Januar
Hier finden Sie die Meldungen zur Schweinegrippe des Monats Januar.
Meldungen in der Übersicht
- 21.01.2010 - Schweinegrippefälle: Immer weniger Infektionen
- 07.01.2010 - Schweinegrippe: RKI rät weiter zur Impfung
- 07.01.2010 - Schweinegrippe: Länder wollen weniger Impfstoff abnehmen
- 04.01.2010 - Schweinegrippe: Viel weniger ansteckend als gedacht
Schweinegrippefälle: Immer weniger Infektionen
Berlin (ddp). Die Zahl der gemeldeten Fälle von sogenannter Schweinegrippe in Deutschland sinkt weiter. In der zweiten Kalenderwoche wurden 475 Erkrankungen an das Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelt, wie die Bundeseinrichtung am Mittwoch in Berlin mitteilte. In der ersten Woche des Jahres waren es noch 1088, davor 1233. Seit April 2009 wurden 217.294 Infektionsfälle mit dem H1N1-Virus und 189 Todesfälle verzeichnet.
Besonders von der Neuen Grippe betroffen waren in der zweiten Kalenderwoche den Angaben zufolge Kinder bis vier Jahre. Die wenigsten Fälle pro 100.000 Einwohnern in der jeweiligen Altersgruppe wurden bei Menschen ab 60 Jahren verzeichnet.
Schweinegrippe: RKI rät weiter zur Impfung
Berlin (ddp). Unmittelbar vor den Verhandlungen über eine Reduzierung der Lieferungen von Schweinegrippe-Impfstoff hat das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) vor einer zweiten Grippewelle gewarnt. «Der Impfstoff ist nach wie vor notwendig, das Virus ist ja auch noch unter uns», sagte RKI-Präsident Jörg Hacker am Donnerstag im ARD-«Morgenmagazin». Es sei durchaus möglich, dass im Februar oder März eine zweite Erkrankungswelle komme.
Rund 200.000 Menschen in Deutschland haben sich laut RKI bislang mit dem Virus infiziert, 159 sind daran gestorben. Die Neuerkrankungen waren zuletzt allerdings stark zurückgegangen auf 2000 in der vorletzten und 1000 in der vergangenen Woche. Etwa sechs bis zehn Prozent der Menschen in Deutschland haben sich bislang gegen Schweinegrippe impfen lassen.
Dennoch sieht Hacker keinen Grund zur Entwarnung: «Wir gehen davon aus, dass die Impfung weiter sinnvoll ist, insbesondere für Personen, die chronisch krank sind.» Rund 80 Prozent der Todesopfer seien chronisch Kranke. Der RKI-Präsident wandte sich zugleich gegen Vorwürfe, dass Politik, Wissenschaft und Medien eine unbegründete Hysterie wegen der Schweinegrippe verbreitet hätten. «Als das Virus im Frühjahr auftauchte, wussten wir sehr wenig darüber, wir haben dann gelernt, dass es relativ milde Verläufe gibt, aber es auch immer wieder zu schweren Verläufen kommt.» Es sei richtig, dass der Impfstoff sehr schnell hergestellt und zugelassen worden sei.
Vertreter von Bund und Ländern beraten an diesem Donnerstag mit dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline über die Reduzierung der Lieferungen des Impfstoffes. Die Länder wollen nur noch die Hälfte der 50 Millionen bestellten Impfdosen abnehmen
Schweinegrippe: Länder wollen weniger Impfstoff abnehmen
Berlin/Hannover (ddp). Vertreter von Bund und Ländern beraten heute mit dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) über die Reduzierung der Lieferungen von Schweinegrippe-Impfstoff. Die Länder wollen nur noch die Hälfte der 50 Millionen bestellten Impfdosen abnehmen.
Die neue Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Niedersachsens Ressortchefin Ross-Luttmann, sagte heute in Hannover, sie sei zuversichtlich, «dass wir eine für alle Beteiligten annehmbare Lösung finden werden.» Mit der Hälfte des bestellten Dosen gebe es nach den neuesten Empfehlungen genug Impfstoff, um 30 Prozent der Bevölkerung vor der Neuen Grippe zu schützen. «Wir setzen auch auf die Kulanz des Pharmakonzerns GSK, überschüssige Impfstofflieferungen zu stornieren», sagte die Ministerin.
Der Impfstoffhersteller hatte jüngst seine Gesprächsbereitschaft bekundet. Es bedeute aber nicht, dass man die Vorschläge der Länder auch annehme, hatte ein Unternehmenssprecher erklärt. Es gebe einen gültigen Kaufvertrag.
Schweinegrippe: Viel weniger ansteckend als gedacht
München (netdoktor.de) - Junge Erwachsene sind deutlich weniger anfällig für den Erreger der Neuen Grippe H1N1 als Experten bislang dachten. Das ergab eine Studie des US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in Zusammenarbeit mit dem Imperial College London. Kinder und Teenager erkranken dagegen viel häufiger an der Schweinegrippe, berichten die Wissenschaftler im renommierten Fachmagazin "New England Journal of Medicine" (2009 Dec 31;361(27):2619-27).
Die Forscher hatten die Ansteckungsraten in 216 Haushalten mit insgesamt 816 Bewohnern untersucht, in denen jeweils eine Person an der Schweinegrippe erkrankt war. Das Ergebnis: In den meisten Fällen - sprich: in etwa 72 Prozent der Haushalte - steckte sich kein weiteres Familienmitglied bei dem Patienten an. In 21 Prozent erkrankte eine weitere Person, in sechs Prozent traf es mindestens zwei weitere Bewohner.
Am anfälligsten erwiesen sich dabei Minderjährige: Sie erkrankten doppelt so häufig an der Neuen Grippe wie Haushaltsmitglieder zwischen 19 und 50 Jahren. "Der Grund ist vermutlich, dass Erwachsene dieser Altersgruppe bereits eine gewisse Immunität besitzen, weil sie früher schon Kontakt mit einem anderen Virus hatten, das dem H1N1-Virus aber sehr ähnlich war", vermutet Lyn Finelli vom CDC, Ko-Autorin der aktuellen Studie. Noch mehr scheint dies für die Altersgruppe 50 plus zu gelten: Sie war laut Studie noch weniger empfänglich für die Schweinegrippe als jüngere Erwachsene. Weil das H1N1-Virus schon seit Jahrzehnten in anderen Varianten in den USA zirkulieren, besäßen ältere Menschen bereits Antikörper dagegen, erklärt Dr. Pascal James Imperato vom State University New York Downstate Medical Center.
Die beruhigenden Studienerkenntnisse sollten aber nicht dazu verleiten, die Neue Grippe nicht mehr ernst zu nehmen, warnen Experten. Besonders bei Kindern kommt es häufiger zu einem schweren Verlauf der Schweinegrippe. (mf)

