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Brustkrebs - Risikocheck

In Deutschland und allen industrialisierten Ländern ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Laut Statistik ist ca. jede zehnte Frau von Brustkrebs betroffen und jedes Jahr erkranken nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg circa 50.000 Frauen neu. Aufgrund dieser hohen Erkrankungsrate gibt es kein "niedriges" Brustkrebsrisiko, bei dem eine Vorsorge nicht notwendig wäre.

Heute kennt man eine Reihe von Faktoren, die das persönliche Brustkrebsrisiko beeinflussen. Je mehr Risikofaktoren vorliegen, die überdurchschnittlich häufig mit Brustkrebs vergesellschaftet sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken. Aus diesen Faktoren wurde ein Brustkrebs-Risikotest entwickelt, mit dem sich das individuelle Risiko berechnen lässt.

Dieser Test gilt für Frauen zwischen dem 35. und 89. Lebensjahr. Auch wenn Ihr Risiko im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung erhöht ist, sagt dieser Test nicht vorher, welche Frau erkranken wird und welche nicht. Die Berechnung basiert auf einer großen Untersuchung von 280.000 Frauen.

Besprechen Sie das Ergebnis unbedingt mit ihrem Arzt. Auch wenn Ihr Brustkrebsrisiko nicht erhöht ist, sollten Sie die Empfehlungen zur Brustkrebsfrüherkennung beherzigen. Dazu gehören die monatliche Selbstuntersuchung der Brust, die jährliche ärztliche Tastuntersuchung der Brust sowie alle 2 Jahre die Teilnahme am Mammographie-Screening ab dem 50. Lebensjahr.

Dieser Test ist nicht geeignet für Frauen, bei denen schon einmal Brustkrebs diagnostiziert wurde. In diesem Fall ist das Risiko, erneut an Brustkrebs zu erkranken, immer erhöht.

Wie alt sind Sie?

Wie alt waren Sie beim Eintritt der ersten Periodenblutung?

Jünger als zwölf Jahre
 

zwölf bis dreizehn Jahre
 

Älter als vierzehn Jahre
 

Wie alt waren Sie bei der Geburt ihres ersten Kindes?

Jünger als 20 Jahre
 

20 bis 24 Jahre
 

25 bis 29 Jahre
 

30 Jahre oder älter
 

Ich hatte keine Geburten
 

Sind in Ihrer Familie Angehörige ersten Grades (Mutter oder Schwester) an Brustkrebs erkrankt?

Nein, niemand
 

Ja, eine Angehörige
 

Ja, mehr als eine Angehörige
 

Wurde bei Ihnen je eine Gewebeprobe (Biopsie) aus der Brust entnommen?

Nein, es wurde keine Biopsie durchgeführt
 

Ja, es wurde eine Biopsie durchgeführt
 

Ja, es wurde mehr als eine Biopsie durchgeführt
 

Wenn bei Ihnen eine Biopsie entnommen wurde, beantworten Sie bitte auch die folgende Frage:

Wurde bei einer Biopsie jemals die Diagnose „atypische Hyperplasie“ gestellt?

Nein  Ja 

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Berechnungsgrundlage

Gail et al. Projecting individualized probabilities of developing breast cancer for white females who are beeing examined annually; J Natl. Cancer Inst 81: 1879-1886, 1989

Constantino et al. Validation studies for models projecting the risk of invasive and total breast cancer incidence; J Natl. Cancer Inst 91: 1541-1548, 1999

Informationen der Deutsche Gesellschaft für Senologie, der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie, sowie dem Institut für Frauengesundheit

Informationen des Subboards Prävention der German Breast Group

Calle E.E. et al., Overweight, obesity, and mortality form cancer in a prospectively studied cohort of U.S. adults; N Engl J Med 348, No 17: 1625-1638, 2003