Fitness & Gesundheit

Archiv 2014

Stöbern Sie im Archiv 2014 und erfahren Sie mehr, unter anderem über die Themen tropische Krankheiten und Abhängigkeit von Sozialen Netzwerken.

Themen

Pflichtangaben auf Lebensmitteln ab 13. Dezember 2014

Checkliste zur neuen, EU-weit einheitlichen Kennzeichnung
von Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung

  • Angaben zum Ursprungsland (falls Teile der Produktion im Ausland stattfanden)
  • Einfrierdatum bei eingefrorenen Fleischprodukten und unverarbeiteten Fischereierzeugnissen
  • Seit dem Jahr 2000 besteht für Rindfleisch eine Herkunfts-Kennzeichnungspflicht. Ab Dezember 2014 gilt sie auch für frisches Schaf-,Ziegen-, Schweine- und Geflügelfleisch
  • Warnhinweise für Schwangere, Stillende und Kinder bei koffeinhaltigen Lebensmitteln
  • Angabe und Hervorhebung von Zutaten, die Allergien auslösen können bei verpackten Lebensmitteln (zum Beispiel Milch, Eier, Schalenfrüchte, glutenhaltiges Getreide, Fisch, Sellerie)
  • Spezielle Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittelimitate: Ersatzstoff muss in unmittelbarer Nähe zum Produktnamen angegeben werden (zum Beispiel "hergestellt aus Pflanzenfett" für Analogkäse)
  • Ab Dezember 2016: Nährwertangaben auf Verpackungen. Das heißt: Angabe von Brennwert (Energiegehalt), Fett, Kohlenhydraten, gesättigten Fettsäuren, Zucker, Eiweiß und Salz in Form einer Nährwerttabelle 

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Schlank durch den Advent

Tipps für den gesunden Genuss

  • Wie übersteht man den Advent ohne Gewichtszunahme?
  • Wie lässt sich Heißhunger vorbeugen?
  • Was sind gesunde Adventsleckereien?

Keine Selbstkasteiung: genießen erlaubt

Die Wochen vor Weihnachten stellen figurbewusste Menschen besonders auf die Probe: Aus allen Ecken dringt der Duft von Plätzchen und Lebkuchen. Auf dem Weihnachtsmarkt machen Bratwurst und Reibekuchen selbst die willensstärksten Besucher schwach. Wie kann es bei all den Verlockungen gelingen, den Advent ohne Gewichtszunahme zu überstehen? "Sich aus Angst vor Extra-Pfunden eisern zurückzuhalten, ist grundsätzlich weder sinnvoll noch nötig", betont Dr. Wolfgang Reuter, Experte von der DKV Deutsche Krankenversicherung. "Strikte Verbote machen die kalorienträchtigen Leckereien nur noch attraktiver. Wer sich den ganzen Tag lang alle Köstlichkeiten verkneift, den überkommt der Heißhunger abends oft umso heftiger." Der Verzicht während des Tages war dann vergebens, denn übermäßiges Naschen am Abend kann erst recht zu lästigen Fettpolstern führen.

Heißhunger wirksam vorbeugen

Mit welchen Tricks lässt sich der Appetit auf Kalorienbomben bändigen? An einem Tag über die Stränge zu schlagen und sich am folgenden Tag umso härter zu kontrollieren, sei kontraproduktiv, warnt der Gesundheitsexperte: "Das Hungergefühl ist eng mit dem Insulinspiegel verknüpft. Je stärker der Blutzucker sinkt, umso stärker wird das Bedürfnis nach Energie. Der Körper schreit nach Kohlenhydraten." Wer jetzt in die Plätzchenpackung greift, tut sich keinen Gefallen: Dann steigt der Insulinspiegel rasch an und fällt rapide wieder ab - die Heißhunger-Attacke ist vorprogrammiert. Auf Dauer kann ein ständiger Wechsel zwischen Entsagung und ungezügelten Naschorgien ernste Folgen haben: Betroffene riskieren, ihr Gefühl für Hunger und Sättigung zu verlieren. Es drohen Übergewicht oder sogar Essstörungen.

Ausgewogene Ernährung

"Wer im Advent schlank bleiben will, sollte auf eine sättigende, ausgewogene Ernährung achten und ab und an eine ausgewählte Leckerei genießen", rät deshalb Dr. Wolfgang Reuter. "Das beste Mittel gegen Heißhunger sind drei gesunde Mahlzeiten am Tag. Wer sich ein leckeres Essen kocht und es bewusst isst, nicht nebenbei vor dem Fernseher, kann dem Plätzchenteller auf dem Couchtisch viel besser widerstehen."

Bewusst naschen

Es ist durchaus möglich, kalorienarm zu naschen. Es gibt genug gesundes Naschwerk auf dem Adventsteller, etwa Mandarinen oder Orangen. "Wer etwas knabbern will, kann zu Nüssen greifen", meint der DKV Experte. "Sie enthalten viel Energie, setzen aber weniger an, weil der Körper ihre ungesättigten Fette gut verwerten kann." Noch ein Tipp: Wer Nüsse selbst knackt, isst oft weniger davon als beim Griff in die Tüte.

Weihnachtsmarkt: gesunde Leckereien statt Kalorienbomben

Wichtig ist auch, nie hungrig auf den Weihnachtsmarkt zu gehen - und dort die Leckereien clever auszuwählen: Statt am Grillstand sollte figurbewusste Schlemmer zum Beispiel bei Crepes mit Apfelmus zuschlagen. Pfeffernüsse oder unglasierte Lebkuchen schlagen nicht so stark zu Buche wie Vanillekipferl und Dominosteine. Eine kalorienarme Alternative zu gebrannten Mandeln sind Maronen. Die Lust auf Süßes stillen Bratäpfel mit Rosinen und Zimt - ohne Marzipanfüllung - oder eine Tasse Kakao mit fettarmer Milch. "Falls sich abends auf der Couch dennoch der Heißhunger meldet, sollte der Betroffene nicht gleich nachgeben, sondern sich etwas Gutes tun, das nichts mit Essen zu tun hat", sagt Dr. Wolfgang Reuter. "das kann ein heißes Bad sein, ein Saunagang oder ein Besuch im Fitnessstudio - Bewegung verbrennt nicht nur Kalorien, sondern hellt außerdem die Psyche auf."

 

        

 

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DKV Expertengespräch

Winterzeit: So gelingt die Zeitumstellung

Am 26. Oktober um 3 Uhr ist es wieder so weit: In der Nacht zu Sonntag werden die Uhren in Deutschland auf 2 Uhr zurückgestellt.

Fünf Tipps zur Zeitumstellung von Dr.Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung:

  1. An den Tagen vor der Zeitumstellung etwa eine Viertelstunde später ins Bett gehen. Und:
  2. das Abendessen etwas nach hinten verschieben.
  3. Nach der Zeitumstellung helfen Spaziergänge am Nachmittag an der frischen Luft. Sie machen müde.
  4. Bei Schlafstörungen helfen berhigende Tees wie Melisse oder Baldrian, ein warmes Bad oder Entspannungsübungen.
  5. Wer nach der Zeitumstellung zu früh aufwacht, sollte sich nicht zwingen, im Bett zu bleiben. Besser Sport treiben oder ein gesundes Frühstück zubereiten.

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Pflege zu Hause

Die richtige Vorsorge kann Angehörige entlasten

  • Was bedeutet häusliche Pflege für Angehörige?
  • Wo finden Betroffene Beratung und Hilfe?
  • Welche Unterstützung gibt es bei einem Pflegefall in der Familie?

"Schon jetzt sind mehr als 2,5 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig", weiß Gabriele Thomaßen, Pflegeexpertin der DKV Deutsche Krankenversicherung, "und die Hauptlast schultern die Angehörigen." Grundsätzlich sind Angehörige nämlich verpflichtet, sich finanziell an der Versorgung pflegebedürftiger Familienmitglieder zu beteiligen. 63 Prozent der Deutschen lehnen diese Verpflichtung jedoch ab, wie eine im Auftrag von ERGO durchgeführte repräsentative Umfrage von Ipsos ergab. Andererseits werden zwei Drittel der Pflegebedürftigen innerhalb der Familie betreut. Doch gerade die häusliche Pflege bringt Angehörige oftmals an ihre Grenzen. Ihnen drohen nicht nur massive physische und psychische Belastungen, sondern auch erhebliche finanzielle Einschränkungen.

Beratung und Hilfe finden Betroffene bei der Pflege- oder Krankenkasse, bei den örtlichen Pflegestützpunkten oder für Privatversicherte bei der privaten Pflegeberatung der Firma Compass. Auf Antrag bei der Pflegekasse prüft der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) oder der privaten Pflegeversicherung (MDP) den Hilfsbedarf des Versicherten und weist ihm ggf. eine von drei Pflegestufen zu.

Für die häusliche Unterstützung kann auch ein Pflegedienst beschäftigt werden, in Vollzeit oder in Ergänzung zur eigenen Betreuung. Aufgrund der Pflegereform erhöhen sich ab Januar 2015 die Leistungen der Kassen: Wer etwa einen Angehörigen mit Pflegestufe II selbst versorgt, bekommt ab 2015 485 Euro Pflegeld pro Monat statt derzeit 440 Euro. Zieht die Familie einen Pflegedienst hinzu, zahlt die Kasse ab 2015 bis zu 1.144 Euro Pflegesachleistungen pro Monat. Beides ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn die tatsächlichen Kosten werden dadurch nicht annähernd abgedeckt: "Der einzige Weg, um sicher zu stellen, dass im Pflegefall keine Versorgungslücken entstehen, ist eine private Pflegeversicherung", betont Gabriele Thomaßen. Derzeit besitzen laut Umfrage aber nur 22 Prozent der 16- bis 70-Jährigen eine private Pflegeversicherung. 

 

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DKV Expertengespräch

Gute Fette, schlechte Fette: Wo ist der Unterschied?
Tipps für eine gesunde Ernährung

Lieber Sojaöl als Butter, besser Lachs als Schweinebraten und generell auf Omega-3-Fettsäuren achten. Wer versucht, sich gesund zu ernähren, kennt solche Ratschläge. Oft führen sie zur Verwirrung: So empfehlen Ernährungsexperten beispielsweise, auf eine fettarme Ernährung zu achten, gleichzeitig aber ein- bis zweimal die Woche Fisch zu essen. Ist fetter Seefisch also Teil einer gesunden Ernährung? Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, erklärt den Unterschied zwischen sogenannten guten und schlechten Fetten und gibt Tipps für den Ernährungsalltag.

Fett steht in einem schlechten Ruf: Es macht angeblich dick und im schlimmsten Fall sogar krank. Andererseits sprechen Experten von guten und schlechten Fetten. Was steckt dahinter?
Fette bilden mit Proteinen und Kohlehydraten die drei Grundnährstoffe. Zu den Aufgaben der Fette gehört dabei der Schutz gegen Kälte und die Energiegewinnung. Fett dient aber auch als Träger der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Um sich gesund zu ernähren, ist es wichtig, auf die Zusammensetzung der Fette zu achten. Fette bestehen aus Fettsäuren mit einer oder mehreren chemischen Doppelbindungen. Bei den Säuren gibt es gesättigte und ungesättigte Varianten. Zu den gesättigten Fettsäuren gehören zum Beispiel die gehärteten Fette, wie sie beispielsweise in Fertigprodukten vorkommen. Die Bestandteile der gesättigten Fettsäuren kann der Körper selbst herstellen.Wir müssen sie daher nicht zusätzlich über die Nahrung zu uns nehmen. Die gesättigten Fette tragen auch die Bezeichnung "schlechte" Fette. Fette, die sich aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren zusammensetzen, sind dagegen lebensnotwendig. Denn der Körper braucht sie zum Aufbau von Körperzellen. Da er sie nicht selbst bildet, müssen wir die ungesättigten Fettsäuren über das Essen zu uns nehmen. Diese Fettsäuren werden "gute" Fette genannt.

Welche Lebensmittel enthalten gute Fette?
Die ungesättigten Fettsäuren gibt es in mehreren Varianten: als einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Einfach ungesättigte Fettsäuren erzeugt der Körper selbst. Die mehrfach ungesättigten jedoch nicht. Doch der Körper braucht letztere für einen aktiven Stoffwechsel. Denn die Verdauungsenzyme können die mehrfach ungesättigten Fettsäuren besser aufspalten und leichter verwerten. Deshalb müssen wir sie über die Nahrung aufnehmen.

Ungesättigte Fettsäuren kommen in vielen pflanzlichen Nahrungsmitteln vor, zum Beispiel in Avocados, Nüssen und Rapsöl. Bestimmte mehrfach ungesättigten Fettsäurenwerden auch als essenzielle Fettsäuren bezeichnet, da sie lebenswichtig sind. Dazu gehören die oft in der Werbung genannten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Sie verbessern die Fließfähigkeit des Blutes und beugen Herz- und Kreislauferkrankungen vor. Wer auf eine fettfreie Ernährung achtet, beispielsweise im Rahmen einer Diät, darf daher nicht auf Nahrungsmittel mit essenziellen Fettsäuren verzichten. Sonst drohen unter anderem eine erhöhte Infektionsanfälligkeit, Hautveränderungen, Haarausfall und Störungen im Wachstum. 

Ideale Omega-3-Lieferanten sind fettreiche Fische wie Hering, Makrele, Lachs sowie Lein-, Walnuss- und Sojaöl. Daher die vielen Ernährungstipps, regelmäßig Fisch zu essen und beim Kochen Butter durch Sojaöl zu ersetzen. Wer keinen Fisch mag, findet in Nahrungsergänzungsmitteln wie Fischöl-Kapseln wertvolle Lieferanten für die Omega-3-Fettsäure. Allerdings sind sich die Wissenschaftler uneins, ob die Kapseln die gleiche Schutzwirkung auf das Herz-Kreislaufsystem liefern wie der echte Fisch auf dem Teller. Als Alternative bieten sich Walnüsse, Rapsöl oder leinsamen an: Sie enthalten die pflanzliche Alpha-Linolensäure, ebenfalls ein Omega-3-Fettsäure-Lieferant. Jedoch scheinen sie nach bisherigen wissenschaftlichen Studien nicht die gleiche Risiko senkende Wirkung auf das Herz zu haben, wie die Fettsäuren aus Fischölen. Übrigens: Olivenöl, wichtiger Bestandteil der als gesund empfohlenen "mediterranen" Küche, enthält im Vergleich etwa zum Rapsöl einen viel geringeren Prozentsatz der wichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Muss ich ganz auf schlechte Fette verzichten, um mich gesund zu ernähren?
Gesättigte Fettsäuren, also die oft als "schlecht" bezeichneten Fette, kommen in reinen Fetten wie Butter, Milch, im Rindersteak oder Hähnchen vor. Aber auch in Fertigprodukten wie Keksen, Kartoffel-Chips oder Tiefkühl-Pommes. Sie wandern direkt in die körpereigenen Fettdepots. Nur mit viel Sport können wir sie reduzieren. Die gesättigten Fettsäuren gelten deshalb bei manchen Experten auch als Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen. Wichtig ist auch, auf unsichtbare Fette zu achten. Sie kommen beispielsweise in Süßigkeiten und Backwaren vor. Als Leitfaden für eine gesunde Ernährung empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Ernährung 60 - 80 Gramm Fett pro Tag. Der Anteil an gesättigten Fettsäuren sollte bei Frauen bei 16 Gramm, bei Männern bei 19 Gramm liegen. Ganz auf Fett zu verzichten ist also auch keine Lösung.        

 

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Knochenschwund: eine schleichende Gefahr

Gesunde Ernährung und viel Bewegung senken Risiko für Osteoporose

  • Was ist Osteoporose?
  • Wer ist vom Knochenschwund betroffen?
  • Wie kann man Osteoporose vorbeugen?

Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Skeletts. Der innere Teil des menschlichen Knochens ähnelt im Aufbau einem Schwamm. Osteoporose entsteht, wenn die feinen Verästelungen in diesem Gerüst einbrechen und sich Hohlräume bilden. "Bei jungen Menschen erneuern sich die Zellen ständig: Neues Knochengewebe bildet sich und ersetzt das alte. Mit etwa 30 Jahren aber ist ein Scheitelpunkt erreicht: Danach baut der Körper die Knochen schneller ab als auf", erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Die Folge: Die Knochen verlieren an Substanz und werden immer poröser und brüchiger.

Eine Erkrankung kann lange Zeit unbemerkt bleiben,weil sie zunächst keine Beschwerden verursacht. Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer: So leidet in Deutschland ungefähr eine von sechs Frauen an Osteoporose, aber nur jeder 20. Mann. Osteoporose ist eine typische Alterserkrankung, bei Frauen wird der Knochenschwund durch die Menopause zusätzlich beschleunigt.

Die beste Vorbeugung gegen Osteoporose bieten gesunde Ernährung und viel Bewegung. Vor allem Kalzium ist wichtig für den Knochenaufbau. Milchprodukte und grünes Gemüse sind reich an dem Mineral. Vitamin D fördert die Kalziumaufnahme, daher sollte mindestens einmal pro Woche Seefisch auf dem Speiseplan stehen. "Eine einseitige Ernährung entzieht dem Körper Kalzium und verstärkt den Knochenabbau", warnt der DKV-Experte. Phosphatreiche Nahrungsmittel wie Wurst und Cola können Osteoporose sogar fördern. Regelmäßige Bewegung schützt hingegen vor Knochenschwund. Besonders geeignet sind Sportarten, die den gesamten Körper fordern, zum Beispiel Tanzen, Nordic Walking oder Wandern. Bei einer diagnostizierten Osteoporose kann eine Medikamenten- und Hormontherapie den Knochenabbau bremsen und leichte Schäden sogar wieder rückgängig machen.  

 

 

 

 

    

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DKV Expertengespräch

E-Zigarette: Viel Dampf um nichts?
Elektronische Zigaretten bergen Risiken für die Gesundheit

Die Zahl der Raucher in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. Die Konsumenten von so genannten E-Zigaretten nehmen jedoch seit deren Einführung in Deutschland 2007 stetig zu. Das gilt vor allem, seitdem zum Schutz der Nichtraucher in immer mehr Bundesländern Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden, Restaurants oder den öffentlichen Verkehrsmitteln gelten. Auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind die elektronische Zigarette und deren "Schwester", die elektronische Shisha, sehr beliebt. Laut einer im Auftrag von ERGO durchgeführten repräsentativen Umfrage von Ipsos hat bereits jeder Zehnte im Alter von 16 -24 Jahren Erfahrungen mit E-Shishas. E-Zigaretten haben sogar bereits 13 Prozent dieser Altersgruppe probiert. Aus welchen Inhaltsstoffen die E-Zigarette besteht und welche Auswirkungen der Dampf auf die Gesundheit haben kann, erläutert Dr. Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Was ist der Unterschied zwischen herkömmlichen Tabakzigaretten und E-Zigaretten? Welche Inhaltsstoffe stecken in dem elektronischen Genussmittel?
Die E-Zigarette, auch elektronische oder rauchfreie Zigarette genannt, ist ein Inhalator, der einer herkömmlichen Zigarette oft in ihrer äußeren Form ähnelt. Einige geräte sind mit LEDs ausgestattet. Dadurch sieht es so aus, als würde die Zigaretten brennen. Anders als der übliche Glimmstängel verbrennt die E-Zigarette jedoch keinen Tabak, sondern verdampft eine in Kartuschen befindliche Flüssigkeit, ein so genanntes Liquid. Es ist mit oder ohne Nikotin erhältlich. Unterschiedliche Aromastoffe, wie zum Beispiel Apfel, Vanille, Menthol oder Chili sind für den Geschmack verantwortlich. Doch auch nikotinfreie E-Zigaretten sind nicht harmlos. Die Basis des Liquids ist Propylenglykol, ein Lösungsmittel, das auch in Diskotheken oder auf Theaterbühnen als Nebel versprüht wird. Weitere Inhaltsstoffe wie Chemikalienzusätze oder pharmakologische Wirkstoffe sowie verschiedene Duft- und Aromastoffe können zu allergischen Reaktionen oder Reizungen der Atemwege führen.

Immerhin 22 Prozent der 25- bis 39-Jährigen haben Erfahrung mit elektronischen Zigaretten, so ein weiteres Ergebnis der Ipsos-Umfrage. Denn E-Zigaretten gelten gemeinhin als gesunde Alternative zum Rauchen und als geeignetes Mittel zur Rauchentwöhnung. Stimmt das? Und was gilt für Passivraucher der elektronischen Zigaretten?
Bisher gibt es keine verlässlichen wissenschaftlichen Studien darüber, welche Gesundheitsbelastungen, Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen die elektronische Zigarette mit sich bringen kann. Selbst wenn sie im Vergleich zu Tabakzigaretten weniger schädlich sein mag, so ist ihre Unbedenklichkeit derzeit nicht erwiesen. Die Gefahr für Dritte ist noch schwerer abzuschätzen. Mit dem Dampf gelangen in jedem Fall flüchtige organische Stoffe in die Umgebung, darunter krebserregende und süchtig machende Substanzen. Fest steht, dass Passivraucher die feinen Inhaltsstoffe der E-Zigarette über die Luft aufnehmen können. Kinder oder Schwangere sollten die unmittelbare Nähe der akkubetriebenen Glimmstängel also besser meiden. Übrigens: Obwohl viele Raucher hoffen, dass E-Zigaretten bei der Rauchentwöhnung helfen, gibt es derzeit auch darüber noch keine belastbaren Forschungsergebnisse. Experten befürchten im Gegenteil, dass E-Zigaretten oder E-Shishas ein Einstiegsprodukt für Jugendliche und Nichtraucher sein können.

Offizielle Stellen wie das Deutsche Krebsforschungszentrum oder das Bundesinstitut für Risikobewertung warnen insbesondere vor dem Konsum von E-Zigaretten, die im Internet bezogen werden. Zu Recht? Was ist das Gefährliche an ihnen?
Was viele Konsumenten nicht wissen: E-Zigaretten unterliegen keinen Qualitätskontrollen. Auch gesetzliche Vorgaben, was genau die E-Zigaretten enthalten dürfen und wie sie deklariert werden müssen, fehlen in Deutschland bislang. Produkte aus dem Supermarkt oder Tabakwarenladen gelten dennoch nach Expertenmeinung als risikoärmer im Vergleich zu Zubehör aus dem Internet. Denn bei Online-Shops können Verbraucher Qualität und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe nicht überprüfen. Konsumenten sollten sich insbesondere vor billigen Geräten und Liquids aus dem Ausland in Acht nehmen. Denn bei minderwertiger Verarbeitung sind Verletzungen durch Überhitzung nicht ausgeschlossen. Außerdem können fehlerhafte Produkte zu einer unbeabsichtigten Überdosierung führen. In einigen Angeboten aus dem Ausland finden sich auch zusätzliche schädliche Inhaltsstoffe wie Appetitzügler, Potenzmittel oder Verunreinigungen mit Pharmaka. Wichtig: Konsumenten sollten niemals selbst eigene Liquids zusammenmischen. Denn die Substanzen vieler Internet-Rezepte bergen unkalkulierbare Risiken für die Gesundheit.            

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Schutz vor tropischen Krankheiten

Krankheitserreger auf Wanderschaft

  • Was versteht man unter vektorübertragenen Krankheiten?
  • Welche Rolle spielt die globale Erwärmung?
  • Besteht in Deutschland eine akute Gefahr durch tropische Krankheiten?
  • Wie schützt man sich am besten vor Stichen?

Zeckenbisse und Insektenstiche können die Sommerfrische zur Tortur machen. So genannte vektorübertragene Krankheiten bringen dabei ernsthafte gesundheitliche Gefahren mit sich. "Ein Vektor ist ein Organismus, der Keime überträgt, ohne selbst zu erkranken", erläutert Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich vektorübertragene Krankheiten in Folge der globalen Erwärmung weiter ausbreiten werden. Zum einen vermehren sich die heimischen Insekten und Zecken aufgrund der milden Winter stärker. Zum anderen begünstigen die steigenden Temperaturen das Vordringen exotischer Mücken. So kann beispielsweise die Asiatische Tigermücke diverse Tropenkrankheiten übertragen, etwa Dengue- und Chikungunya-Fieber, eine Infektion mit Symptomen wie Ausschlägen, Fieber und Gelenkschmerzen.

Eine akute Gefahr durch tropische Krankheiten sehen Forscher in Deutschland nicht. Denn bsilang überstehen die meisten exotischen Insekten und Viren die hiesigen Winter nicht. "Das kann sich aber ändern, wenn der Klimawandel weiter voranschreitet", warnt Dr. Wolfgang Reuter und ergänzt: "Die schlechte Nachricht ist, dass es weder gegen das Chikungunya- noch gegen das Dengue- und West-Nil-Fieber Impfungen gibt."

Die beste Vorsorge ist daher, Stiche so weit wie möglich zu vermeiden - zu Hause ebenso wie auf Reisen. Den höchsten Schutz bietet dabei gerade in den Abendstunden lange, leichte Kleidung. Außerdem helfen zuverlässige Mückenabwehrsprays, Krankheitsüberträger fern zu halten. Auch das Zecken-Risiko lässt sich mit der richtigen Kleidung vermindern: Bei Wanderungen durch Wald und Feld empfiehlt es sich, die Hosenbeine in die Socken zu stecken. Wer häufiger in FSME-Risikogebieten unterwegs ist, sollte sich gegen Frühsommer-Meningo-Enzephalitis impfen lassen.    

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Schutz vor der Sommergrippe

Tipps zur Vorbeugung und Behandlung

  • Was versteht man unter einer Sommergrippe?
  • Welche Faktoren begünstigen eine Ansteckung?
  • Was hilft gegen die Krankheit?

Obwohl die meisten Menschen Husten und Schnupfen eher mit dem Winter verbinden, treiben ansteckende Keime auch in der heißen Jahreszeit ihr Unwesen. "Die Symptome - Husten, Schnupfen, Schwäche, Fieber, Kopf- und Halsschmerzen - unterscheiden sich nicht von einer typischen Wintergrippe; es können aber auch noch Magen-Darmbeschwerden dazukommen", erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Experte von der DKV Deutsche Krankenversicherung. Das sommerliche Husten und Schniefen ist streng genommen jedoch keine richtige Grippe, sondern ein "grippaler Infekt". Während im Winter Influenzaviren Infekte auslösen, sind in der warmen Jahreszeit Entero-, Coxsackie- und Echoviren an den Erkrankungen schuld.

Die Ansteckung erfolg über feine Tröpfchen in der Luft, etwas durch Husten oder Niesen. Deswegen ist das Infektionsrisiko in Menschenmengen, vollen Bussen, Schwimmbädern und Biergärten besonders hoch. Zu den Faktoren, die eine Sommergrippe begünstigen, zählt vor allem Zugluft. "Auch langes Sonnenbaden, starke Temperaturunterschiede zwischen klimatisierter Raumluft und heißer Außenluft, zu wenig Flüssigkeitszufuhr und falsche Kleidung können die Abwehrkräfte schwächen", warnt der DKV Experte.

Wenn die Viren zugeschlagen haben, braucht der Körper vor allem Ruhe und viel Flüssigkeit. Medikamente wirken nicht gegen die Viren. Allerdings können Hausmittel die Symptome lindern: Eine Salzspülung in der Nase beruhigt und desinfiziert die Schleimhäute. Vitamin-C-reiches Obst stärkt das Immunsystem. Gurgeln mit Salbei- und Kamillentee lässt Halsschmerzen abklingen. "Eine Sommergrippe ist lästig, aber meist harmlos", gibt Dr. Wolfgang Reuter Entwarnung. "Nach zwei, drei Tagen sollte sie wieder abklingen." Doch Vorsicht: Auch im Sommer gibt es echte Grippeinfektionen - wenn auch selten.Und: Falls ein Infekt das Immunsystem bereits schwächt, kann es leicht zu zusätzlichen Komplikationen wie einer Nebenhöhlen- oder Lungenentzündung kommen. Bei starken Beschwerden oder hohem Fieber sollten Erkrankte daher unbedingt einen Arzt aufsuchen.    

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DKV Expertengespräch

Frühstückstischlein deck' Dich
Tipps für eine gesunde Ernährung

Beim Thema Frühstück scheiden sich die Geister. Die Ernährungsgewohnheiten der Deutschen reichen von einer schnellen Tasse Kaffee über einen Snack vom Bäcker bis hin zu einem ausgewogenen Frühstück am heimischen Esstisch. Viele Menschen frühstücken überhaupt nicht. Was die richtige Ernährung zu früher Stunde ausmacht und was auf einem gesunden Frühstückstisch nicht fehlen sollte, erläutert Dr. Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung.

41 Prozent der Deutschen frühstücken nicht oder nur sehr unregelmäßig. Das ergab eine im Auftrag von ERGO durchgeführte repräsentative Umfrage von Ipsos. Bei den 16- bis 29-Jährigen ist es sogar mehr als jeder Zweite. Warum ist das Frühstück trotzdem nach wie vor eine wichtige Mahlzeit?
Wer konsequent auf das Frühstück verzichtet, tut sich langfristig keinen Gefallen. Denn ein ausgewogenes Frühstück hilft dem Körper, leistungsfähig in den Tag zu starten. Es versorgt ihn nach dem Schlaf mit Kohlehydraten, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien. Bekommt der Organismus diese Nährstoffe nicht, sind die vorhandenen Energiereserven schnell aufgebraucht. Und oft stellt sich schon vor dem Mittagessen ein Hungergefühl ein. Viele greifen dann zu Süßigkeiten oder essen mittags unbewusst zu viel. Somit gelangen in den bislang auf Sparflamme laufenden Organismus zu viele Kalorien auf einmal. Der Körper speichert sie automatisch für die nächste Durststrecke im Fettgewebe. Die Folge: Hungern am Morgen kann auf Dauer zu Übergewicht - und sogar zu Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen - führen.

Wie sieht ein gesundes Frühstück aus?
Wichtig ist nicht nur, dass zum Start in den Tag überhaupt etwas auf den Tisch kommt. Auch die Wahl der richtigen Lebensmittel ist entscheidend. Im Idealfall ist die Ernährung am Morgen vielfältig und ausgewogen. Eine Portion Getreide - am besten Vollkorn - Milchprodukte und Obst machen ein gesundes Frühstück aus. Denn sie enthalten viele wichtige Nährstoffe, wie Vitamine, Mineralien sowie Ballaststoffe und sättigen nachhaltig. Wer es lieber deftig mag, sollte bei Wurst und Käse auf fettarme Produkte achten. Für ein eher süßes Frühstück wählen Sie am besten Honig oder Marmelade mit hohem Fruchtgehalt und wenig Zucker. Getreide, wie etwa Haferflocken, enthält reichlich Ballaststoffe sowie zahlreiche Mineralstoffe und Vitamine. Verwenden Sie am besten Vollkornhaferflocken oder anderes Vollkorngetreide. Sie sättigen wesentlich länger als stärker verarbeitete Produkte. Auf Schoko- und Knuspermüsli sowie Cornflakes sollten gesundheitsbewusste Verbraucher besser verzichten. Sie enthalten häufig sehr viel Zucker. Ausreichend zu trinken ist ebenso wichtig. Passende Getränke zum Frühstück sind Wasser, Tee oder Säfte. Bei gekauften Säften ist es wichtig darauf zu achten, dass sie keinen zusätzlich beigefügten Zucker enthalten. Kaffee ist unproblematisch, solange es bei ein bis zwei Tassen bleibt.

Viele haben am Morgen einfach keinen richtigen Hunger. Andere verzichten aus Zeitgründen auf die erste Mahlzeit des Tages. Worauf sollten Frühstücksmuffel dennoch achten?
Wer mit leerem Magen auf dem Weg zur Arbeit an einer Bäckerei vorbeikommt, entscheidet sich allzu leicht für Kalorienbomben. Frühstückssnacks wie Croissants oder Käsestangen liefern in erster Linie Fett und schnell verdauliche Kohlehydrate, machen jedoch nicht lange satt und bieten dem Körper kaum Nährstoffe. Der nächste Heißhunger vor dem Mittagessen ist damit vorprogrammiert. Ein nahrhaftes Frühstück lässt sich dagegen auch zuhause ohne großen zeitaufwand zubereiten und genießen. Das kann etwa ein selbstgemachter Drink aus Milch, Obst und Müsli aus dem Mixer sein. Frühstücksmuffel schonen den schläfrigen Magen mit Milchprodukten und bekommen dennoch Energie, Kohlenhydrate, Eiweiß und knochenstärkendes Calcium für die ersten Stunden des Tages. Wer in den frühen Morgenstunden absolut keinen Bissen runterbringt, sollte sich dazu auch nicht zwingen. Ein Glas Milch, Obst- oder Gemüsesaft darf es aber ruhig sein. Es empfielt sich dann allerdings, für das zweite Frühstück oder die Zwischenmahlzeit auf gesunde Zutaten zu achten. Wichtig ist immer: Auch wenn es schnell gehen muss - für das Frühstück sollten Sie in jedem Fall ausreichend Zeit einplanen und es in Ruhe genießen.

 

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Brasilianische Wochen für Fußballfans

Tipps für Fußballfans rund um die Weltmeisterschaft
Mitfiebern zuhause oder vor Ort

  • Welchen Reiseschutz benötigen Urlauber auf der Brasilienreise?
  • Vorsicht vor dem Dengue-Fieber in Brasilien
  • Welche Regeln gelten für Fans bei der Fußballparty zuhause?
  • Was sollten fußballbegeisterte Arbeitnehmer beachten?

Bald ist es so weit: Vom 12. Juni bis 13. Juli wird die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der weltmeisterschaft in Barsilien um den Titel kämpfen. Voraussichtlich hunderttausende Fußballfreunde aus aller Welt des Anlass für eine Reise - darunter auch viele Deutsche. Vor dem Abflug sollten Fans aber nicht vergessen, sich für den Fall einer Erkrankung oder eines Unfalls vor Ort abzusichern. Denn: "Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für medizinische Behandlungen in Brasilien nicht", warnt Birgit Dreyer, Reiseexpertin bei der ERV (Europäische Reiseversicherung). Mit dem Abschluss einer Reisekrankenversicherung sind Urlauber für den Fall der Fälle jedoch auf der sicheren Seite. Sie erstattet auch die Kosten, falls ein Krankenrücktransport notwendig wird.

Experten warnen zudem vor einem erhöhten Risiko, an Dengue-Fieber zu erkranken. Besonders an den Spielorten Natal, Salvador und Fortaleza sollten sich Urlauber in Acht nehmen: Denn hier überträgt die als Gelbfiebermücke bezeichnete ägyptische Tigermücke das Dengue-Virus, das bei schwerem Krankheitsverlauf tötlich sein kann. Erste Anzeichen der Erkrankung sind von Fieber begleitete Kopf- und Gliederschmerzen sowie gelegentlich auch Hautausschlag. "Bisher gibt es weder einen zugelassenen Impfstoff noch spezielle Medikamente gegen die Krankheit", warnt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Er rät Reisenden deshalb eindringlich zur Vorbeugung: "Achten Sie darauf, Hotels mit Klimaanlage sowie Moskitonetzen an Türen und Fenstern zu wählen. Um sich nicht mit dem Fieber zu infizieren, tragen Reisende vor Ort am besten lange Kleidung - vor allem früh am Morgen und am späten Abend." Wichtig ist ebenso, sich mit speziellen Mückensprays zu schützen.

Doch auch wer das heimische Sofa der Live-Kulisse im Stadion vorzieht, sollte manches beachten: Bei Fußballpartys im eigenen Wohnzimmer, im Garten oder auf dem Balkon lautet die Devise: Rücksicht auf die Nachbarn nehmen. Denn: Aufgrund der Zeitverschiebung - je nach Austragungsort fünf oder sechs Stunden - finden die meisten Speile nach deutscher Zeit erst spät am Abend statt: "Um den Hausfrieden zu wahren, sollten Sportfans es mit der Feiern zu später Stunde deshalb nicht übertreiben und insbesondere auf die Lautstärke achten. In den meisten Orten gibt es kommunale Regelungen zum Thema Ruhezeiten. In Mietshäusern sind diese oft per Hausordnung festgelegt. Dies gilt auch in Zeiten kollektiver Fußballbegeisterung", weiß Michaela Zientek, Rechtsexpertin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung. Arbeitnehmern empfiehlt sie: Wer schon im Vorfeld ahnt, dass Dienstverpflichtung und nächtliches Fußballfieber schlecht miteinander vereinbar sein werden, sollte den Chef besser rechtzeitig um die Genehmigung entsprechender Urlaubstage bitten. Der Arbeitgeber darf einen Urlaubsantrag nur ablehnen, wenn dringende betriebliche Gründe dagegen sprechen." Da der Vorgesetzte jedoch kaum alle Fußballfans zur selben Zeit entbehren kann, muss - und darf - er eine Auswahl treffen. "Am besten stimmen sich Arbeitnehmer frühzeitig mit den Kollegen und dem Arbeitgeber ab und besprechen eine einvernehmliche Lösung", rät die D.A.S. Rechtsexpertin.         

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ERGO Expertengespräch

Vegane Ernährung – was steckt dahinter?
Tipps für eine gesundheitlich ausgewogene vegane Ernährungsweise

Veganer verzichten vollständig auf tierische Produkte wie Fleisch, Milch, Eier oder sogar Honig. Waren sie vor einigen Jahren noch eine eher kleine Gruppe, stellen inzwischen immer mehr Deutsche ihre Lebensweise auf die pflanzliche Ernährung um. Vor allem unter den Jüngeren ist sie beliebt: Zwölf Prozent der unter 30-Jährigen ernähren sich vegetarisch oder vegan. Das ergab eine im Auftrag von ERGO durchgeführte repräsentative Umfrage von Ipsos. Und auch vegane Supermärkte, Restaurants, Cafés und Imbisse sind keine Seltenheit mehr. Doch Veganer kämpfen oft mit Vorurteilen, Kritiker vermuten eine mangelhafte Ernährung. Ob die Bedenken berechtigt sind und was sich hinter dem Begriff „Veganismus“ verbirgt, erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Woher stammt der Begriff „Veganismus“ und was kann man sich unter einer veganen Lebensweise genau vorstellen? Der Begriff „vegan“ ist eine Verkürzung des englischen Wortes „Vegetarian“. Der britische Vegetarier Donald Watson prägte ihn 1944. Watson verzichtete aus ethischen Gründen neben Fleisch auch auf jegliche Art von tierischen Produkten. Heute spielen für immer mehr Veganer auch gesundheitliche Aspekte eine Rolle bei ihrer Ernährungsgestaltung. Veganer streichen nicht nur Fleisch und Fisch vom Speiseplan, sondern auch Eier und Milchprodukte wie Käse oder Quark. Zu einer veganen Lebensweise gehört darüber hinaus häufig auch der Verzicht auf sämtliche Substanzen und Materialien tierischen Ursprungs, zum Beispiel in Kleidung, Kosmetik und Möbeln. Dazu zählen neben Lederprodukten beispielsweise auch Daunendecken oder Waren aus Seide. In Deutschland gibt es rund sieben Millionen Vegetarier, davon ernähren sich 800.000 vegan, also rein pflanzlich. Wie wirkt sich die pflanzliche Ernährung auf die Gesundheit aus? Auf welche Nährstoffe müssen Veganer besonders achten und in welchen Lebensmitteln sind sie zu finden? Zwar empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine Mischkost mit Milchprodukten, etwas Fisch und wenig Fleisch. Gegen eine vegane Lebensweise spricht aus gesundheitlichen Gründen bei gesunden Erwachsenen jedoch nichts. Voraussetzung ist allerdings ein gutes Ernährungswissen. Denn bei unausgewogener Lebensmittelauswahl kann der völlige Verzicht auf tierische Lebensmittel zu Mangelerscheinungen führen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Veganer ihre Nahrung sehr sorgfältig zusammenstellen, um Nährstofflücken zu vermeiden. Insbesondere sollten sie unbedingt auf die Versorgung mit Eiweiß, Eisen, Kalzium, Jod und Vitamin B12 achten. Das für die Blutbildung unerlässliche Vitamin B12 beispielsweise ist beinahe ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten. Wer sich über längere Zeit vegan ernährt, benötigt deshalb spezielle Präparate zur Nahrungsergänzung, um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen. So können Veganer etwa mit Vitamin B12 angereicherte Lebensmittel wie spezielle Frühstücksflocken, Margarine, Fruchtsäfte oder Müsliriegel kaufen. Kalzium steckt unter anderem in Hülsenfrüchten und Nüssen, der Eiweißbedarf lässt sich über Erbsen und Bohnen abdecken. Jod kann der Körper über jodiertes Speisesalz aufnehmen. Trockenobst, Spinat und Getreideprodukte liefern Eisen. Dennoch gilt: Um einen Mangel frühzeitig zu erkennen, sollten Veganer in jedem Fall regelmäßig Blutwerte und Nährstoffhaushalt beim Arzt überprüfen lassen. Ist diese Ernährung für jeden empfehlenswert? Eignet sich eine vegane Ernährungsweise auch für Kinder? Und was müssen Schwangere und stillende Mütter beachten? Eine rein pflanzliche Ernährung kann eine gesunde Wahl für Erwachsene und ältere Jugendliche sein, wenn sie auf eine ausgewogene Ernährung achten. Eine vegane Lebensweise ist aber nicht für jeden zu empfehlen: Für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder ist sie ungeeignet. Auch Schwangeren und stillenden Müttern ist von einer streng veganen Ernährungsweise abzuraten. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung steigt durch das starke Wachstum und den geringen Nährstoffspeicher insbesondere bei Babys und Kindern das Risiko für die Entwicklung von Nährstoffmangelzuständen. Wer sich dennoch für sein Kind – vielleicht sogar schon während der Schwangerschaft – für eine vegane Ernährung entscheidet, sollte sich vorher dringend ärztlich beraten lassen. Eine Alternative zum Veganismus ist die sogenannte ovo-lacto-vegetarische Ernährung. Das bedeutet zwar den Verzicht auf Fleisch und Fisch; Eier und Milchprodukte dürfen aber auf dem Speiseplan stehen. Schon der gelegentliche Verzehr von Milch- und Milchprodukten schließt Versorgungslücken bei Calcium sowie Vitamin B12.

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Abhängigkeitsgefahr bei sozialen Netzwerken und Computerspielen

Suchtverhalten erkennen und bekämpfen

  • Wann spricht man bei der Nutzung von sozialen Netzwerken oder Computerspielen von Sucht?
  • Was sind erste Anzeichen eines abhängigen Verhaltens?
  • Was bedeutet die ständige Internetpräsenzm für Alltag und Umwelt?
  • Wie kann das Nutzungsverhalten wieder reduziert werden?

Soziale Netzwerke sind längst ein fester Bestandteil unseres Alltags. Statt sich abends mit Freunden zu verabreden, verbringen immer mehr Menschen ihre Zeit auf Facebook oder mit Online-Rollenspielen. Das belegen auch die Zahlen: Fast 50 Prozent der unter 30-Jährigen nutzen soziale Netztwerke täglich. Davon sind immerhin etwa 20 Prozent täglich über drei Stunden in sozialen Netzwerken unterwegs. Das ergab eine im Auftrag von ERGO durchgeführte repräsentative Umfrage von Ipsos*. Und etwa jeder fünfte Bundesbürger unter 30 Jahren spielt täglich Online-Spiele. Zunehmend mehr User empfinden es gerade als Zwang, ständig bei Facebook vorbeizuschauen oder einem laufenden Spiel andere Dinge unterzuordnen. Trägt dieses Verhalten bereits Züge einer Sucht? "Anders als beispielsweise die Sucht nach Zigaretten oder Alkohol ist der Begriff "Sucht" im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken oder Computerspielen kein anerkannter medizinischer Begriff und gilt deshalb bislang auch nicht als Krankheit", erläutert Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Experten schlagen vor, den pathologischen PC- und Internetgebrauch als "Störung des Selbststeuerungs- und Beziehungsverhaltens" in die Diagnoseklasse der "Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen" einzuordnen. "Unabhängig von dem Begriff Sucht ist aber unbestreitbar, dass soziale Netzwerke und Computerspiele ein gewisses Abhängigkeitspotenzial bergen können", berichtet Dr. Wolfgang Reuter. Dies gilt insbesondere dann, wenn User einen großen Teil ihres Tages damit verbringen oder deshalb wichtige Aufgaben wie Beruf oder Schule vernachlässigen. "Wie viel Zeit ein Internetuser tatsächlich vor dem Bildschirm oder Smartphone verbringt, ist ihm in vielen Fällen selbst gar nicht bewusst", weiß der Gesundheitsexperte. Deshalb ist es wichtig, erste Anzeichen eines abhängigen Verhaltens zu erkennen. Wer mit körperlichen oder sozialen Folgen zu kämpfen hat oder einen steigenden Kontrollverlust über seine Nutzungszeit am Computer wahrnimmt, weist in jedem Fall Merkmale eines Suchtverhaltens auf. Die Abhängigkeit von der virtuellen Welt kann auch zu Entzugserscheinungen führen: "Viele Betroffene zeigen dann ein gereiztes, agressives oder nervöses Verhalten, sobald zum Beispiel vorübergehend kein Internetzugang zur Verfügung steht", warnt Dr. Wolfgang Reuter. Wer den Rechner realen Kontakten vorzieht, gerät außerdem allmählich in die soziale Isolation. Neben der Vernachlässigung von beruflichen und privaten Verpflichtungen stellen Betroffene auch oft ihre körperlichen Bedürfnisse - etwa nach Schlaf oder Essen - hintenan. "Ist es einmal so weit gekommen, ist eine strikte Auszeit vom Internet für Betroffene unbedingt anzuraten - auch wenn diese Selbstbeschränkung sicherlich zunächst schwer fällt", so Dr.Wolfgang Reuter. Ein erster Schritt kann sein, die tägliche Nutzungszeit zu kontrollieren und dann bewusst zu reduzieren. Spezielle Programme helfen dabei, die Nutzungsdauer besser im Blick zu behalten - zum Beispiel technische Laufzeitbegrenzungen. So können Betroffene ihren Tagesablauf wieder besser organisieren und die Kontrolle über ihr Nutzungsverhalten zurückgewinnen. Auch wenn es zunächst schwerfällt, die gewohnten Verhaltensmuster zu durchbrechen, rät der DKV-Gesundheitsexperte: "Widmen Sie Ihrem realen Leben und Ihren nicht-virtuellen Freunden wieder mehr Zeit. Gelingt das trotz ehrlichem Vorsatz nicht, empfiehlt es sich dringend, ärztliche Beratung und Hilfe zu suchen." Informationen zu Beratungs- und Hilfsangeboten gibt es zum Beispiel unter www.fv-medienabhaengigkeit.de oder unter www.aktiv-gegen-mediensucht.de.

*Quelle: Ipsos i:OmnibusTM     

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ERGO Expertengespräch

Welche Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt sind sinnvoll?

Regelmäßige Check-ups unterstützen den Erhalt der Sehkraft

Wer bis ins hohe Alter mobil und unabhängig bleiben will, ist auf seine Sehkraft angewiesen. Allerdings machen sich manche Augenkrankheiten erst bemerkbar, wenn die Schäden bereits nicht mehr rückgängig zu machen sind. Regelmäßige Vorsorge ist darum der sicherste Weg, die Gesundheit der Augen zu erhalten. Bei jedem fünften Deutschen liegt der letzte Termin beim Augenarzt aber vier Jahre oder länger zurück, wie eine im Auftrag von ERGO durchgeführte repräsentative Umfrage von Ipsos* ergab. Welche Untersuchungen in regelmäßigen Abständen sinnvoll und notwendig sind, erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Ab welchem Alter sollten Patienten zur Vorsorge beim Augenarzt gehen?

Die Vorsorge kann gar nicht früh genug anfangen. Denn die Weichen für gute Sehkraft stellen sich schon in den ersten Lebensjahren: Wenn eine Sehstörung im Kindesalter unbehandelt bleibt, kann sich das Auge nicht gesund entwickeln. Mit zunehmendem Alter verliert die Linse dann ihre Elastizität, was zu Alterssichtigkeit führt – Betroffene brauchen eine Lesebrille. Zudem steigt die Gefahr von Augenkrankheiten. Dazu gehört vor allem der grüne Star, auch Glaukom genannt – eine tückische Krankheit, bei der es anfangs kaum Symptome gibt. Wenn erste Gesichtsfeldausfälle auftreten, ist der Sehnerv bereits irreparabel geschädigt. Später droht zudem die altersbedingte Makuladegeneration (AMD), also das Absterben von Sehzellen. Beide Krankheiten zählen zu den Hauptursachen für Erblindung. Trotzdem scheinen viele Erwachsene das Thema auf die leichte Schulter zu nehmen: Bei jedem fünften 30- bis 49-Jährigen liegt der ERGO Umfrage zufolge der letzte augenärztliche Termin sogar bereits sechs Jahre oder mehr zurück. Dabei sind jährliche Glaukom-Vorsorgetermine ab 40 eigentlich ein Muss. Über-55-Jährige sollten sich zusätzlich auf AMD untersuchen lassen. Wer bereits Glaukom-Patienten in der Familie hat, geht besser schon ab dem 30. Lebensjahr zur Früherkennung.

Wie genau stellt der Arzt diese Krankheiten fest?

Glaukome entstehen, weil das Kammerwasser im Auge mit dem Alter schlechter abfließt. In der Folge steigt der Druck und drückt den Sehnerv ab. Bei der Früherkennung misst der Arzt den Augeninnendruck und begutachtet zusätzlich den Zustand des Sehnervenkopfes. Zeigen sich Auffälligkeiten, sind weitere Untersuchungen nötig, etwa eine Hornhautdicke- und Nervenfaserschichtmessung. Im Zweifel lohnen sich auch die Spiegelung des Augenhintergrundes oder die Prüfung des Gesichtsfeldes – welche Verfahren ratsam sind, bespricht der Patient am besten mit seinem Arzt. Bei der Makuladegenerations-Früherkennung untersucht der Augenarzt die Netzhaut mittels einer Lupe. Die Funktion der Netzhautmitte (Makula) spiegelt der sogenannte Amsler-Gitterlinien-Test wider: Der Patient schaut eine Vorlage mit Gitternetz an. Nimmt er die Linien verschwommen wahr, deutet dies auf AMD hin. Natürlich sollte auch die Kontrolle der Sehschärfe regelmäßig in jedermanns Terminkalender stehen. Viele Praxen bieten auch einen Augen-TÜV für ältere Patienten an, bei dem der Arzt zum Beispiel das Farb- und Kontrastsehen prüft.

Übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen diese Vorsorgeuntersuchungen?

In den meisten Fällen leider nicht. Bei augenärztlichen Früherkennungs-Untersuchungen handelt es sich um sogenannte Individuelle Gesundheitsleistungen, kurz IGel. Die muss der Patient selbst tragen – außer, wenn es bereits Anhaltspunkte für eine Erkrankung gibt. Aber das darf kein Grund sein, die Vorsorge zu vernachlässigen: Gerade grüner Star und AMD lassen sich gut behandeln, falls der Arzt sie früh genug erkennt. Auch andere krankhafte Veränderungen wie Tumore, grauer Star oder der Beginn einer Netzhautablösung, fallen bei einem Kontrolltermin auf. Das bedeutet: Vorsorge kann das Augenlicht retten.

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Au Backe! Wenn die Angst vor dem Zahnarzt lähmt

Was Betroffenen hilft

  • Was ist Dental-Phobie?
  • Wie können Angstpatienten die Panik überinden?
  • Wie kann ein Therapeut bei Zahnarztangst helfen?

Die Angst vor dem Zahnarzt ist weit verbreitet: Laut einer im Auftrag von ERGO durchgeführten repräsentativen Umfrage von Ipsos* sind 61 Prozent der Deutschen davon betroffen. Meist schreckt sie der Schmerz beim Bohren vor einem Zahnarztbesuch ab. Viele verzichten deshalb lieber ganz auf die Zahnbehandlung. „Der Grund für die Zahnarzt- oder Dentalphobie sind oft schlechte Erfahrungen“, weiß Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung. Der Patient hat „gelernt“, dass Zahnarzt Schmerz bedeutet – in der Psychologie spricht man bei diesem Phänomen von Konditionierung. „Erst wenn diese aufgebrochen werden kann, ist ein entspannter Besuch beim Zahnarzt wieder möglich“, so der DKV Experte. Hier kann die Methode der Konfrontation helfen: „Der Patient muss sich seinen Ängsten stellen. In schweren Fällen wird eine Konfrontation unter psychotherapeutischer Aufsicht durchgeführt. Dabei begleitet der Therapeut den Patienten zum Arzt und identifiziert genau die angstbesetzte Situation. Gemeinsam versuchen sie, diese dann aufzulösen.“ Manchmal reichen bereits leichte Beruhigungsmittel wie Baldriantee, damit der Gang zum Zahnarzt erträglich wird. Manche Praxen unterstützen ihre Angstpatienten auch selbst, indem sie Sauerstoff, Lachgas oder Akupunkturverfahren zur Verringerung des Schmerzes einsetzen. Besonders sanft und ohne Medikamente wirkt die Hypnose. Einige Zahnärzte bieten ihren Patienten diesen Service bereits von sich aus an. Obwohl es Möglichkeiten gibt, die Angst zu besiegen, hat bislang nur weniger als ein Viertel aller Angstpatienten geeignete Maßnahmen ausprobiert, so die ERGO Umfrage.

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Wenn mein Kind zu dick ist…

Wie Eltern bei Übergewicht gegensteuern können

  • Warum ist Übergewicht im Kindesalter so schädlich?
  • Was können Eltern für ein gesundes Essverhalten ihrer Kinder tun?
  • Wie erkennen Eltern, ob ihr Kind zu dick ist?

Seit den 80er Jahren ist der Anteil übergewichtiger Kinder um 50 Prozent gestiegen. Adipositas, also krankhafte Fettleibigkeit, tritt sogar doppelt so häufig auf. Derzeit sind etwa 15 Prozent aller Drei- bis 17-Jährigen übergewichtig, sechs Prozent adipös. Für das Übergewicht der Kinder machen 94 Prozent der Bevölkerung die Eltern verantwortlich, wie eine im Auftrag von ERGO durchgeführte, repräsentative Umfrage von Ipsos* ergab. „Eltern sollten das Problem keinesfalls unterschätzen“, warnt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Sehr starkes Übergewicht führt manchmal schon bei Kindern zu Krankheiten, die sonst nur Erwachsene treffen, wie Diabetes, Bluthochdruck und Gelenkschäden. „Wer bereits im Kindesalter unter Übergewicht gelitten hat, nimmt diese Belastung meist ins Erwachsenenalter mit. Damit steigen auch die Risiken“, weiß der Gesundheitsexperte. So sind übergewichtige Erwachsene zum Beispiel stärker gefährdet, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Eltern können jedoch einiges dafür tun, dass ihre Kinder schlank und gesund bleiben. „Das Wichtigste ist das eigene gute Vorbild. Bringen Sie viel Vollkorn, Obst und Gemüse auf den Tisch und essen Sie regelmäßig gemeinsam mit ihren Kindern“, empfiehlt Dr. Wolfgang Reuter. Ratsam sind für Kinder drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten am Tag. Auch das Trinken spielt eine wichtige Rolle: Limonaden und auch Säfte sind Zuckerbomben und sollten daher die Ausnahme bleiben. „Der beste Durstlöscher ist Wasser oder ungesüßter Tee. Bieten Sie den Kindern auch zwischen den Mahlzeiten immer wieder etwas zu Trinken an“, so der Rat des Gesundheitsexperten. „Wer Übergewicht vorbeugen will, muss zudem auf ausreichend Bewegung achten“, betont Dr. Wolfgang Reuter. „Dafür ist es nötig, die Zeit vor Fernseher oder Spielkonsole zu begrenzen. Auch hier sollten Eltern als gutes Beispiel vorangehen und mit den Kindern viel Zeit an der frischen Luft verbringen.“ Vielen Eltern fällt es schwer zu beurteilen, ob ihr Kind zu dick ist. Als erster Anhaltspunkt bieten sich spezielle Body-Mass-Index-Rechner für Kinder an, die Eltern im Internet finden. Bei konkreten Befürchtungen sollten sie sich an einen Arzt wenden. „Dieser wird dem Kind in der Regel keine strenge Abnehmdiät vorschreiben. Vielmehr geht es darum, den gesamten Lebensstil gesünder zu gestalten – da muss die ganze Familie an einem Strang ziehen“, so der DKV Experte. Verbote helfen nicht, da tabuisierte Leckereien nur noch reizvoller wirken. „Hin und wieder ist der Besuch einer Pommesbude also völlig in Ordnung. Wichtig ist aber, dass das Kind ein gesundes Verhalten lernt. Dazu braucht man vor allem überzeugte Eltern, die gute Ernährung und ausreichend Bewegung vorleben.“

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