Chronische Krankheiten

Bluthochdruck

Beschreibung

Dr. med. Katharina Larisch

Bluthochdruck (Hypertonie) entwickelt sich meist still und unbemerkt. Oft wird er erst erkannt, wenn die Gefäße schon geschädigt sind und Komplikationen auftreten. Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit. In Deutschland leidet etwa jeder zweite Erwachsene unter zu hohen Blutdruckwerten. Knapp die Hälfte aller Todesfälle hierzulande sind die Folge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, deren wichtigster Risikofaktor Bluthochdruck ist- das sind fast 400.000 Todesfälle jährlich.

Der ideale Blutdruck liegt bei 120/80 mmHg. Bluthochdruck bedeutet, dass der Druck in den Gefäßen dauerhaft auf über 140/90 mmHg steigt. Auch der als "hoch normal" bezeichnete Blutdruck zwischen 130-139/85-89 mmHg kann schon Schäden verursachen. Das gilt vor allem, wenn weitere Gefäßrisikofaktoren vorliegen.

Ursache

In den meisten Fällen gibt es keine erkennbare Ursache für den Bluthochdruck. Mediziner sprechen hier von primärer oder essentieller Hypertonie. Bei der sekundären Hypertonie ist der Bluthochdruck dagegen die Folge einer anderen Erkrankung. Am häufigsten sind Erkrankungen der Nieren, Stoffwechselstörungen oder Erkrankungen der Gefäße der Grund für die erhöhten Blutdruckwerte.

Mangelnde Bewegung, Übergewicht, Stress, hoher Salz- und Alkoholkonsum, Rauchen und Bluthochdruck bei nahen Verwandten gelten als Risikofaktoren für Bluthochdruck. Überdurchschnittlich häufig tritt Bluthochdruck in Kombination mit Übergewicht, Typ-2 Diabetes, hohen Blutfettwerten und Gicht auf. Ärzte sprechen dann vom Metabolischen Syndrom.

 

Symptome

Bluthochdruck verursacht lange keine Beschwerden. Erste Symptome können Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Kurzatmigkeit, Übelkeit oder Nasenbluten sein. Oft wird der Bluthochdruck erst erkannt, wenn er bereits die Blutgefäße geschädigt und zu Arteriosklerose geführt hat. Insbesondere die Gefäße von Herz, Gehirn, Nieren und Augen sind für diese Schäden anfällig. Bei Personen mit unbehandeltem Bluthochdruck ist das Risiko für einen lebensbedrohlichen Schlaganfall oder Herzinfarkt deutlich erhöht. Auf Dauer nimmt auch der Herzmuskel Schaden - die Folge ist eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz).

 

Diagnose

Die wichtigste Methode, um einen Bluthochdruck zu erkennen, ist die Blutdruckmessung. Ein einmalig erhöhter Blutdruck ist aber nicht einem behandlungsbedürftigen Bluthochdruck gleichzusetzen. Erst wiederholte Messungen oder Langzeitmessungen (über 24 Stunden) bestätigen die Diagnose. Manchmal werden weitere Untersuchungen wie eine Blutuntersuchung oder ein Ultraschall der Nieren durchgeführt, um einen sekundären Bluthochdruck auszuschließen.

Zusätzlich werden Untersuchungen durchgeführt, um Folgeerkrankungen der Hypertonie wie eine Arteriosklerose zu erkennen. Dazu zählen Untersuchung von Augenhintergrund, Herz und Nieren.

Datum: 24. Januar 2011

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