Richtige Behandlung

Optimales Krankheitsmanagement

Dr. med. Judith Greb

Im Krankheitsfall ist der Wunsch eines jeden Patienten ein optimales Krankheitsmanagement, bei dem er durch den Arzt seines Vertrauens (beispielsweise seinen Hausarzt) fachlich unterstützt wird. Gerade bei komplexen Erkrankungen ist häufig die Diagnostik und möglicherweise auch Therapie durch verschiedene Fachärzte erforderlich. Idealerweise kooperiert der koordinierende Hausarzt eng mit den erforderlichen Spezialisten, führt die verschiedenen Befunde und Therapieempfehlung zusammen, bringt für den Patienten in einem persönlichen Gespräch Transparenz in die fachlichen Befunde und hilft ihm den für ihn optimalen Behandlungsweg zu finden.

Ein koordiniertes Team vom Spezialisten

Je komplexer das Krankheitsbild ist oder je mehr Krankheiten aufeinander treffen, umso mehr Ärzte müssen für einen optimalen Behandlungserfolg in einem Team zusammenarbeiten. Bei komplizierten Autoimmunerkrankungen des rheumatischen Formenkreises kann fast der gesamte Körper von der Erkrankung betroffen sein.

In diesen besonderen Fällen übernimmt oft ein Rheumatologe die Aufgabe des koordinierenden Arztes. Um alle Veränderungen zu erfassen, eine exakte Diagnose zu stellen und die für den betroffenen Patienten bestmögliche Therapieempfehlung zu treffen, müssen hier oft Radiologen, Orthopäden, Laborärzte, Gefäßspezialisten, Kardiologen, Nierenspezialisten, Hautärzte, Neurologen und Augenärzte eng zusammen arbeiten. Der koordinierende Rheumatologe sammelt die Befunde und Empfehlungen der verschiedenen Spezialisten und erstellt anschließend in Kooperation mit seinen Kollegen und dem Patienten den optimalen individuellen Behandlungsplan.

 

Stationäre Spezialzentren

Bei besonders schweren, seltenen oder lebensbedrohlichen Erkrankungen werden die besten Behandlungserfolge nach wie vor an eigens dafür aufgebauten Spezialabteilungen der großen Krankenhäusern oder Universitätskliniken erzielt. Hier arbeitet in der Regel ein großes sehr eingespieltes Team, erfahrener Spezialisten verschiedener Fachrichtungen, die sich auch mit seltenen oder sehr schweren Krankheitsformen auskennen, eng zusammen.

 

Gesundheitsprogramme für chronisch Kranke

Gerade bei chronischen Krankheiten hängen Krankheitsverlauf und Lebensqualität in einem hohen Maße auch vom Wissen über die Erkrankung und von einem möglichst gesunden und aktiven Lebensstil ab. Sie gehen meist mit einer Beeinträchtigung der Lebensqualität einher. Mangelndes Wissen über die Krankheit und den Umgang mit ihr kann zu Verschlimmerungen oder Folgeerkrankungen führen, die die Lebensqualität der Patienten weiter einschränken oder Krankenhausaufenthalte verursachen.

Unabhängig von der Erkrankung wünschen sich die meisten Betroffenen vor allen Dingen Normalität. Sie kann nur erreicht werden, wenn sich die Patienten mit ihrer Krankheit auseinandersetzen, sie akzeptieren und sich aktiv an der Behandlung beteiligen. Um die Betroffenen gezielt bei ihrem Selbstmanagement zu unterstützen hat die DKV, zusammen mit ihrem Partner almeda GmbH, die DKV-Gesundheitsprogramme entwickelt.

Versicherte der DKV, die einen Vollversicherungstarif mit Gesundheitsmanagement-Serviceleistungen vereinbart haben (derzeit M-Tarife - auch in Kombination mit anderen Tarifen - sowie die Tarife K2B, GST und BestMed), können bei folgenden Erkrankungen von Gesundheitsprogrammen profitieren:

  • Rückenschmerzen
  • Diabetes mellitus
  • Herzinsuffizienz
  • Herz-Kreislauf
  • Besser Atmen
  • Leichter Leben
  • Migräne und Kopfschmerz

Weitere Gesundheitsprogramme sind in Planung.

Ziel der Gesundheitsprogramme ist es, den Gesundheitszustand der Teilnehmer durch Motivation und Unterstützung, unter anderem zur Verhaltensänderung hinsichtlich Bewegung, Ernährung und Stress, zu stabilisieren und einer Verschlechterung vorzubeugen. Hierdurch sollen auch Komplikationen vermieden und die Lebensqualität erhöht werden. Die Behandlung durch den Haus- oder Facharzt bleibt davon unberührt. Die patientenzentrierten Maßnahmen der Gesundheitsprogramme sollen die Arbeit der Ärzte unterstützen und gerade auch in der Zeit zwischen den Besuchen beim Arzt ergänzend zur Verfügung stehen. Der Teilnehmer steht im Mittelpunkt des Programms und wird gezielt bei seinem Selbstmanagement unterstützt.

Die Betreuung in den Gesundheitsprogrammen erfolgt durch qualifizierte Betreuer der almeda GmbH. Die Teilnehmer der Programme werden zu vereinbarten Terminen von ihrem Betreuer angerufen. In den Telefonaten wird gemeinsam ein individueller Betreuungsplan entwickelt, der auf die persönlichen Bedürfnisse des  Programmteilnehmers ausgerichtet ist. Regelmäßige Newsletter und Informationsbroschüren informieren über den neuesten Stand rund um die Erkrankung. Der Teilnehmer wird bei der Überwachung seiner Gesundheitswerte unterstützt. So können beispielsweise Veränderungen von Blutdruck, Blutzucker und Körpergewicht frühzeitig erkannt werden und Einfluss auf die Schwankungen im Krankheitsverlauf genommen werden und unter Umständen Akutkomplikationen und belastende Krankenhausaufenthalte vermieden werden. Der Teilnehmer kann an wichtige Arztbesuche erinnert werden und diese falls er es wünscht im Vorfeld mit seinem Betreuer vorbereiten.

Die DKV-Gesundheitsprogramme beruhen auf den aktuellen evidenzbasierten Leitlinien und werden fortlaufend qualitätsgesichert. Die Teilnahme an den Programmen ist selbstverständlich freiwillig und kostenfrei. Informieren Sie sich ausführlich über die DKV-Gesundheitsprogramme.

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