Fitness und Gesundheit

Archiv 2015

Stöbern Sie im Archiv 2015 und erfahren Sie mehr unter anderem über die Themen Schimmel, Heuschnupfen, Antibiotika und Krebs-Früherkennung.

Themen

Eine ausländische Pflegekraft legal beschäftigen

Nützliche Hinweise von Alexander Winkler, Pflegeexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

  • Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt keine Kosten
    Ausländische Hilfen sind in Deutschland nicht als Pflegekräfte anerkannt. Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt die Kosten nicht. Wer über die private Pflegezusatzversicherung ein Pflegetagegeld versichert hat, kann davon eine Haushaltshilfe bezahlen.
  • Agenturen bieten Vermittlunsghilfe
    Viele Agenturen in Deutschland helfen bei der Vermittlung von Hilfskräften aus Osteuropa. Sie stellen den Kontakt zu Entsendefirmen im Ausland her. Bei der Auswahl der Vermittlungsagentur sollten Familien nicht nur auf die Kosten, sondern auch auf das Leistungsspektrum achten.
  • Vorsicht bei Scheinselbstständigkeit
    Mit Hilfe einer Vermittlungsagentur können Familien auch selbstständige Hilfskräfte buchen. Die Familie schließt dann einen Dienstleistungsvertrag mit der Betreuungskraft. Doch Vorsicht: Bei dieser Variante besteht die Gefahr der Scheinselbstständigkeit. Familien sollten sich von der selbstständigen Pflegekraft entsprechende Nachweise vorlegen lassen und diese zur eigenen Sicherheit kopieren.
  • Familien können selbst Arbeitgeber werden
    Familien, die selbst Arbeitgeber einer Betreuungskraft werden wollen, müssen einiges beachten: Sie müssen sie beispielsweise bei der gesetzlichen Sozialversicherung anmelden und Lohnsteuer abführen. Weitere Informationen erhalten künftige Arbeitgeber bei der Bundesagentur für Arbeit.

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Schimmel & Co.: Krankmacher im Haushalt

Nützliche Hinweise rund um Wohngifte von Dr. Wolfgang Reuter, Experte der DKV Deutsche Krankenversicherung

  • Ob in Böden, Wänden, Möbeln oder Holzverkleidungen - fast überall in der Wohnung besteht die Gefahr von verborgenen Schadstoffen, die ausdünsten und das Raumklima vergiften.
  • Mögliche Folgen von belastenden Stoffen in den Innenräumen sind Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Atemnot und Hautirritationen.
  • Stechende Gerüche im Wohnraum deuten auf Schadstoffe hin.
  • Eine Schadstoffanalyse durch einen Gutachter kann Aufschluss über die genauen Stoffe geben, die die Wohnungsluft belasten.
  • Beim Einkauf für eine Wohnungsrenovierung dienen Güte- und Prüfsiegel wie der Blaue Engel als Anhaltspunkte. Sie finden sich auf Produkten, die größtenteils auf Lösemittel, Weichmacher und Formaldehyd verzichten.
  • Bei schlechtem Wohnklima helfen Grünpflanzen und regelmäßiges Lüften.
  • Aromalämpchen, Duftöle oder Raumluftsprays können ebenfalls Schadstoffe enthalten, die Allergien auslösen.

 

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Wenn Antibiotika ihre Wirkung verlieren

Maßnahmen, um eine Antibiotikaresistenz zu vermeiden. Von Dr.Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung

  • Maßnahme 1: Ärztliche Anordnungen befolgen
    Antibiotika nur einnehmen, wenn ein Arzt sie verschrieben hat. Auf die richtige Dosierung, vorgeschriebene Einnahmezeit und Dauer achten.
  • Maßnahme 2: Fleisch ohne Antibiotika-Einsatz verzehren
    Es empfiehlt sich, Fleisch von Bauern zu verwenden, die keine Antibiotika einsetzen. Dazu direkt bei einem Metzger nachfragen, der sein Fleisch aus der Region bezieht. Eine andere Möglichkeit ist, Bio-Fleisch zu kaufen.
  • Maßnahme 3: Auf mehr Hygiene achten
    Um sich vor Bakterien zu schützen, sollten Verbraucher verstärkt auf Hygiene achten. Dazu gehört, mehrmals täglich die Hände zu waschen. Außerdem Obst und Gemüse, das roh gegessen wird, vorher gut waschen. Nach der Verarbeitung von rohem Fleisch Schneidebretter und Messer gründlich reinigen.

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5 Tipps für ein gesundes Gehör

von Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung

  • Nach hohen akustischen Belastungen, wie beispielsweise einem Live-Konzert, empfiehlt sich eine Ruhepause für das Gehör von mindestens zehn Stunden.
  • Bei einem hohen Geräuschpegel lohnt sich die Benutzung von Ohrstöpseln - auch bei Heimarbeit wie Rasenmähen oder Tätigkeiten mit lauten Elektrogeräten.
  • Kopfhörer sollten über eine Schallbegrenzung verfügen. Beim Musikhören liegt die maximale Lautstärke bei 60 Dezibel.
  • Das Schlafzimmer sollte im Idealfall auf der ruhigsten Seite der Wohnung oder des Hauses liegen, um einen möglichst gesunden Schlaf zu gewährleisten.
  • Bei Straßenlärm und anderen Störquellen ist es ratsam, das Schlafzimmerfenster nachts geschlossen zu halten.

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Medikamente richtig aufbewahren

Nicht zu kalt, nicht zu heiß, nicht zu hell.

Tipps von Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung

Arzneischrank
Verbraucher sollten darauf achten, wo sich der Arzneischrank befindet. Am besten eignen sich Flur und Schlafzimmer. Das Bad besser meiden.

Temperatur
Die ideale Temperatut, um Medikamente zu lagern, ist zwischen 15 bis 25 Grad. Einige Arzneien gehören sogar in den Kühlschrank oder in das Gefrierfach. Angaben,wo und bei welcher Temperatur Verbraucher das Medikament lagern sollten, stehen auf dem Beipackzettel.

Verderbliche Medikamente
Augentropfen & Co. erfordern besondere Sorgfalt in der Aufbewahrung. Informationen zur richtigen Lagerung bietet auch hierder Beipackzettel.

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Hypo-Sensibilisierung gegen Heuschnupfen: Therapieformen und Risiken

Hinweise von Dr.Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversiherung

  • Eine Heuschnupfen-Therapie, die nicht nur Symptome bekämpft, sondern die Ursache behandelt, ist die Hypo-Sensibilisierung (auch Allergie-Impfung genannt).
  • Bei der Allergie-Impfung erhältder Patient die Substanz verabreicht, auf die er allergisch reagiert.
  • Die Hypo-Sensibilisierung bietet zwei verschiedene Therapieformen: die subkutane Immuntherapie (SCIT) und die sublinguale Immuntherapie (SLIT).
  • Die SCIT ist eine Spritzentherapie: Sie dauert mindestens drei Jahre und besteht zunächst aus einer ein- bis viermonatigen Steigerungsphase. Währenddessen erhältder Patient von seinem Arzt eine wöchentliche Spritze in immer höheren Dosen. In der anschließenden Erhaltungsphase bekommt der Patient bis zum Ende der Therapie einmal im Monat die Höchstdosis der Steigerungsphase.
  • Bei der SLIT nimmt der Patient Tabletten oder Tropfen drei Jahre lang täglich ein. Diese Therapieform ist relativ neu, ihre Wirksamkeit noch nicht ausreichend erforscht.
  • Bei der SCIT-Therapie ist der allergische Schock die gefährlichste Nebenwirkung. Obwohl dies sehr selten vorkommt, müssen Patienten nach der Spritze vorsichtshalber noch eine halbe Stunde in der Arztpraxis bleiben. Bei der SLIT sind gefährliche nebenwirkungen eher selten.  

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Erste Schritte zur betreuten Senioren-Wohngemeinschaft

Tipps und Hinweise von Gabriele Thomaßen, Pflegeexpertin bei der DKV Deutsche Krankenversicherung

  • Geeigneter Wohnraum: WG-Gründer sollten darauf achten, dass abhängig von der zukünftigen Gruppengröße genügend Raum zur Verfügung steht. Aber in jedem Fall sollte der Wohnraum seniorengerecht und Barrierefrei sein.
  • Mitbewohner finden: Mitbewohner kann man beispielsweise über zeitungsanzeigen oder einen Aushang im nächstgelegenen Seniorentreff finden.
  • Unterstützung durch Pflegedienst: Es gibt Pflegeberatungen, wie zum Beispiel Compass, die kostenlos und vor Ort beraten und unterstützen. Auch ambulante Pflegedienste können hilfreich sein.
  • Mietvertrag: Bei der gestaltung des Mietvertrags empfiehlt es sich, auf klare Regelungen hinsichtlich Miete und Auszug zu achten.
  • Kosten teilen: Die Kosten für eine Haushaltshilfe sowie für einen gemeinsamen Pflegedienst lassen sich teilen.
  • Pflegestärkungsgesetz: Eine erhöhte Förderung gibt es für Gruppen, in denen regelmäßig mindestens drei Personen mit Pflege- oder Betreuungsbedarf zusammenleben und die von mindestens einer Pflegekraft betreut werden.
  • Pflegeversicherung: Bei einer Gründung zahlt die Pflegeversicherung jedem Bewohner bis zu 4.000 Euro. Diese finanzielle Unterstützung ist für den behinderten- und altersgerechten Umbau der Wohnung vorgesehen.

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Hitzewelle: Wie schütze ich meinen Körper?

Checkliste: richtiges Verhalten bei Hitze

  • Anstrengende körperliche Arbeiten vermeiden
  • Sportliche Betätigung in die Morgen- oder Abendstunden verlegen
  • Ausreichend trinken
  • Alkohol vermeiden
  • Helle,leichte und bequeme Kleidung wählen
  • Sich bevorzugt im Schatten aufhalten, Mittagssonne vermeiden
  • Breitkrempigen Sonnenhut und Sonnenbrille tragen
  • Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden
  • Tagsüber Räume mit Rollläden oder Vorhängen abdunkeln

Bei Sonnenstich:

  • Betroffenen an einen schattigen, kühlen Ort bringen
  • Mit kalten, nassen Tüchern bedecken
  • Bei anhaltenden Beschwerden Notarzt alarmieren

Bei Hitzschlag:

  • Sofort Notarzt verständigen
  • Betroffenen an einen schattigen, kühlen Ort bringen
  • Betroffenen mit Flüssigkeit versorgen
  • Enge Bekleidung lockern
  • Nach Möglichkeit feuchte und kühle Umschläge machen
  • Für Luftzug sorgen

Bei Hitzeerschöpfung:

  • Betroffenen mit elektrolythaltiger Flüssigkeit versorgen
  • Ruhe
  • Kühle Dusche oder Abwaschen mit Schwamm und kühlem Wasser
  • Leichte und bequeme Kleidung
  • Klimatisierte Umgebung

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Sechs Tipps für sicheres Grillen

Von Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung

  • Die größte Gefahr beim Grillen geht von Anzündhilfen aus. Auf Brandbeschleuniger sollten Grillfans grundsätzlich verzichten. Empfehlenswert sind sicherheitsgeprüfte Anzündhilfen aus dem Fachhandel.
  • Am besten zur Sicherheit immer einen Eimer Wasser, Sand oder einen Feuerlöscher bereithalten.
  • Es empfiehlt sich, die Grillposition nur mit einem kalten Grill zu wechseln.
  • Die Restglut auf keinen Fall in den Abfalleimer leeren, sondern mit Sand löschen. Und: Kohle nie auf dem Rasen ausglühen lassen.
  • Im Fall eines Grillunfalls: kleinere Verbrennungen am besten gleich mit fließendem Leitungswasser behandeln. Dazu das handwarme Wasser 10 bis15 Minuten über die Wunde laufen lassen.
  • Bei größeren Brandverletzungen: sofort Erste Hilfe leisten und umgehend den Notarzt rufen.

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Stress lass nach!

Hinweise zur Stressbewältigung von Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung

Im Beruf: Maßnahmen zur Stressbewältigung

  • Prioritäten setzen
  • "Nein" sagen
  • Konzentration auf wesentliche Ziele
  • Checklisten und Arbeitspläne erstellen

In der Freizeit: Maßnahmen zur Stressbewältigung

  • Ausdauersportarten, zum Beispiel Joggen, Schwimmen, Radfahren
  • Entspannungsmethoden, zum Beispiel Yoga, Qigong, Autogenes Training
  • Ausreichend Schlaf
  • Gesunde Ernährung
  • Zeit für Freizeitaktivitäten
  • Handy und Computer auch einmal ausschalten

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Kinder müssen sich bewegen

Praktische Hinweise von Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung

Bewegungsmangel bei Kindern

  • Jedes zweite Kind zwischen 6 und 12 Jahren bewegt sich zu wenig (DKV-Report 2014).
  • Bewegungsintensive Spiele haben abgenommen.
  • Drei Viertel der Kinder sitzen täglich eine Stunde oder länger vor einem Bildschirm. Die empfohlene Höchstnutzungsdauer liegt bei 60 Minuten.

Folgen von zu wenig Bewegung

  • Immer mehr Kinder leiden unter mangelnder körperlicher Fitness, Gewichtsproblemen, Haltungsschäden, motorischen defiziten und Koordinationsschwierigkeiten.
  • Altersbedingte Krankheiten wie Herz-Kreislaufleiden oder Diabetes Typ 2 können früher auftreten.
  • Inaktive Kinder kämpfen häufiger mit Konzentrationsschwierigkeiten und erhalten oft fälschlicherweise die Diagnose ADHS.

Tipps zur Motivation

  • Eine Stunde täglich Bewegung.
  • Den Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad absolvieren und nachmittags mit Freunden im Freien spielen.
  • Eltern sollten Vorbilder sein und Bewegung in den Alltag integrieren.  

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DKV Expertengespräch: 8 Fakten zu Lebensmittelintoleranzen

von Dr.Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung

  • 13 Prozent der Deutschen leiden an einer Lebensmittelunverträglichkeit, auch -intoleranz genannt.
  • Eine Lebensmittelintoleranz ist keine Lebensmittelallergie.
  • Bei einer Lebensmittelintoleranz fehlen den Betroffenen geeignete Enzyme, die für eine geregelte Verdauung notwendig sind.
  • Bei einer Lebensmittelallergie bildet das Immunsystem spezielle Antikörper.
  • Ein Arzt kann mittels verschiedener Tests feststellen, ob man an einer Unverträglichkeit oder einer Allergie leidet.
  • Häufig verbreitete Lebensmittelintoleranzen sind Lactoseintoleranz und Glutenunverträglichkeit.
  • Eine Lactoseintoleranz entsteht durch den Mangel an Lactase, einem Enzym, das Milchzucker aufspaltet.
  • Bei einer Glutenunverträglichkeit führt das in Lebensmitteln enthaltene Gluten zu einer Entzündug des Dünndarms.

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Vorsicht: Vergiftungsgefahr im Haushalt!

Vorsichtsmaßnahmen für Kinder und Notfall-Tipps von Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Vorsichtsmaßnahmen im Haushalt

  • Nur Reinigungsmittel ohne giftige und ätzende Chemikalien verwenden
  • Putz- und Reinigungsmittel, Duschgels und Parfums außer Reichweite von Kinderhänden aufbewahren
  • Medikamente sicher in einem verschließbaren Schränkchen verwahren
  • Öllampen und Duftöle vermeiden
  • Nie Alkohol oder Tabak offen stehen lassen

Das hilft bei einem Notfall

  • Notruf 112 sofort alarmieren bei Atemnot, Krämpfen und Bewusstlosigkeit
  • regionalen Giftnotruf kontaktieren
  • Kein Erbrechen erzwingen
  • Mund von Resten der verschluckten Substanz und Erbrochenem befreien
  • Sofortmaßnahme: Stilles Wasser oder Tee verabreichen (nicht bei Spülmittel)
  • Niemals Milch, kohlensäurehaltige Getränke oder Kochsalzlösung zu trinken geben 

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Helau, Alaaf - und Influenza?

Tipps zum Schutz vor einer Ansteckung

Vorsich, Viren im Anmarsch: Deutschlandweit haben sich laut Robert-Koch-Institut in der vergangenen Woche 3.400 Menschen mit dem Virus angesteckt. Wer bis jetzt noch nicht betroffen ist, sollte aufpassen. Erreger finden sich auf Türklinken, Tastaturen und Telefonen. In Bussen und Bahnen übertragen sie sich besonders rasant. Ärzte warnen auch vor einer erhöhten Infektionsgefahr an Karneval. Denn größere Menschenansammlungen steigern die Ansteckungsgefahr erheblich. In Jahren mit starken Grippewellen stecken sich in Deutschland fünf Millionen Menschen an.

Welcher Schutz gegen die Viren hilft und welche Behandlung wirksam ist, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Experte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Die Grippe überfällt den Körper plötzlich und mit voller Wucht. Wer sich den Influenza-Virus eingefangen hat, fühlt sich schwer krank. Zu Husten und Schüttelfrost kommen Fieber sowie starke Kopf- und Gliederschmerzen. "Meist überträgt sich Influenza über Tröpfcheninfektion", erklärt Dr. Wolfgang Reuter. "Das heißt: Die Viren gelangen beim Husten, Niesen oder Sprechen von Mensch zu Mensch." Wer besonders anfällig ist, sollte daher nach Möglichkeit Menschenmengen meiden, also voll besetzte Busse, Bahnen oder Fahrstühle. Vor allem aber ist die richtige Hygiene in der Grippezeit das A und O. Denn auch auf Türklinken, Tastaturen oder an Haltegriffen in U-Bahnen können sich die Viren festsetzen. Schnell wandert die Hand von dort an die Nase oder den Mund - und schon ist es passiert. "Häufiges, gründliches Händewaschen ist eine wichtige Vorbeugungsmaßnahme", betont der Gesundheitsexperte. "Ebenso sollten die Hände fern vom Gesicht, insbesondere den Schleimhäuten an Mund und Nase bleiben." Eine gute Idee ist, während der Grippewelle Abstand zu anderen Personen zu halten - also lieber auf Händeschütteln, Küsse und Umarmungen zu verzichten.

Frische Luft und warme Kleidung

Der beste Schutz vor einer Grippe ist ein gutes, belastbares Immunsystem. Um die eigenen Abwehrkräfte zu stärken, ist es daher gerade in der kalten Jahreszeit ratsam, auf eine gesunde, vitaminreiche Ernährung, ausreichend Bewegung und genug erholsamen Schlaf zu achten. Auch viel Trinken hilft, vorzubeugen. Kräutertees eignen sich besonders gut. "Wer den Viren Paroli bieten will, sollte sich warm anziehen, weil Frieren das Immunsystem schwächt", rät Dr. Wolfgang Reuter. Wichtig: Kopf und Füße gut einpacken, damit sie nicht auskühlen. Um die Immunkräfte zu stärken, helfen Saunagänge und Wechselduschen. Die Schleimhäute bieten zwar eine Barriere gegen Virenattacken - aber nur, solange sie nicht austrocknen. Deswegen haben die Viren bei trockener Heizungsluft leichtes Spiel. "Häufiges Lüften zu Hause und am Arbeitsplatz ist deswegen auch im Winter eine gute Idee", weiß der DKV Experte.

Eine Grippe kann lebensgefährliche Folgen haben

Dr. Wolfgang Reuter warnt davor, das Virus zu unterschätzen: "Mit einer Influenza ist nicht zu spaßen. Jedes Jahr sterben allein in Deutschland 5.000 bis 8.000 Menschen daran." Meist beginnt sie schlagartig mit Schüttelfrost und einem starken Krankheitsgefühl, dann folgen Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten und Halsschmerzen. "Bei diesen Symptomen sollte sich der Erkrankte sofort an einen Arzt wenden", rät der DKV Experte. "Denn wenn die Grippe unbehandelt bleibt, drohen ernste Komplikationen." Da die Krankheit das Immunsystem schwächt, kann es zusätzlich zu bakteriellen Infektionen kommen. Wer die Grippe verschleppt, kann möglicherweise eine lebensgefährliche Herzmuskel-, Gehirn- oder Lungenentzündung davontragen. Umso wichtiger ist, sich voll auszukurieren: Erkrankte sollen Bettruhe wahren, bis die Beschwerden abklingen, und viel trinken. Das Inhalieren mit Salzlösung oder Kamillentee wirkt lindernd und beruhigt die Schleimhäute. Gegen Kopf- und Gliederschmerzen helfen Schmerzmittel. Risikopatienten kann der Arzt antivirale Medikamente verschreiben, die eine Vermehrung der Viren bremsen. Ansonsten gesunde Menschen haben die Krankheit bei normalem Verlauf nach ein bis zwei Wochen überstanden.

Der beste Schutz: rechtzeitig zur Impfung

Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollen besonders gefährdete oder anfällige Personen wie Senioren, Menschen mit chronischen oder Immunerkrankungen sowie Schwangere rechtzeitig mit einer Grippeschutzimpfung vorsorgen. Besonders gefährdet sind außerdem alle, die häufig mit anderen Menschen in Kontakt kommen: Medizinisches und Pflegepersonal, Lehrer, Verkäufer, aber auch Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Bei der Impfung wird ein Totimpfstoff verabreicht, den das Immunsystem als Krankenhauserreger erkennt und deshalb Antikörper bildet. Steckt sich ein Geimpfter später tatsächlich mit dem Virus an, reagiert das bereits "vorgewarnte" Immunsystem sofort und verhindert so den Ausbruch der Krankheit - oder schwächt diesen zumindest erheblich ab. "Da das Grippevirus jedoch häufig seine Erscheinung ändert, reicht der Impfschutz nur für ein Jahr im Voraus. Danach wird eine neuerliche Impfung, meist mit einem neuen Impfstoff, nötig", weiß Dr. Wolfgang Reuter.     

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Risiko Krebs: Chancen auf Heilung durch Früherkennung

Empfohlene Maßnahmen zur Früherkennung

  • Welche Vorsorgemaßnahmen sind sinnvoll?
  • Welche Untersuchungen bezahlt die Krankenkasse?
  • Welche Möglichkeiten zur Früherkennung gibt es darüber hinaus noch?

Risiko Krebs
Jedes Jahr erkranken 400.000 Deutsche an Krebs, mehr als 200.000 sterben daran. Trotzdem vernachlässigen viele Deutsche die Vorsorge: Knapp ein Drittel der deutschen Frauen ist beispielsweise noch nie zur Brustkrebsfrüherkennung gegangen. Bei den 16- bis 39-Jährigen sind es sogar 45 Prozent. Das ergab eine im Auftrag von ERGO durchgeführte repräsentative Umfrage von Ipsos*, befragt wurden 16- bis 70-jährige Frauen und Männer.

Häufige Todesursache
Am 4. Februar ist Weltkrebstag – ein Anlass, sich bewusst zu machen, dass eine frühzeitige und passende Vorsorge die Risiken deutlich senken kann. Denn trotz aller medizinischen Fortschritte zählt Krebs zu den häufigsten Todesursachen: In Deutschland stirbt inzwischen jeder Vierte an einer bösartigen Tumorerkrankung – Tendenz steigend. „Viele Tumore bleiben lange unbemerkt, weil sie anfangs keine Beschwerden verursachen“, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. „Umso wichtiger ist die richtige Vorsorge: Je früher die Ärzte den Krebs erkennen, umso besser können sie ihn behandeln.“

Vorsorgeuntersuchungen
Die Früherkennungsuntersuchungen für Haut-, Darm-, Gebärmutterhals-, Brust- und Prostatakrebs gehören zum Standardprogramm aller Krankenkassen. Jedoch nehmen viele Menschen die Risiken auf die leichte Schulter: Die Hälfte der Deutschen ist etwa noch nie bei der Hautkrebsfrüherkennung gewesen. Bei den 16- bis 39-Jährigen sind es sogar 62 Prozent. Die Darmkrebsuntersuchung meiden knapp ein Viertel der 60- bis 70-Jährigen, bei den 40- bis 59-Jährigen sind es 62 Prozent.

Gute Chancen auf Heilung bei Früherkennung
Dabei gehören gerade Haut- und Darmkrebs zu den Krebsarten, bei denen die Chancen auf Genesung im Frühstadium besonders gut stehen, so der DKV Experte: „Wer die empfohlenen Untersuchungstermine auf die lange Bank schiebt, erhöht die Gefahr, dass ein Tumor nicht rechtzeitig erkannt wird.“

Empfohlene Maßnahmen für Männer und Frauen
Gesetzliche sowie private Krankenkassen bieten ihren Versicherten ein umfangreiches Programm zur Krebsfrüherkennung an. Die Teilnahme ist freiwillig. Welche Untersuchungen im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind, hängt vom Alter ab, da die Krebsrisiken mit den Jahren zunehmen: Ab dem 35. Geburtstag zum Beispiel sollte jeder seine Haut alle zwei Jahre vom Dermatologen überprüfen lassen. „Mit der Darmkrebsvorsorge geht es ab 50 los: Einmal im Jahr haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf einen Test auf verborgenes Blut im Stuhl“, erklärt Dr. Wolfgang Reuter. „Ab 55 empfehlen Ärzte und Kassen eine Darmspiegelung, und zwar regelmäßig alle zehn Jahre.“ Was viele nicht wissen: Darmkrebs lässt sich so nicht nur frühzeitig erkennen, sondern weitgehend verhindern: Wenn Darmpolypen rechtzeitig entfernt werden, kann aus ihnen kein bösartiger Tumor mehr entstehen.

Prostatakrebsvorsorge ab 45 Jahren
Bei Männern kommt ab 45 die Prostatakrebsvorsorge hinzu: Einmal im Jahr sollte ein Termin beim Urologen im Kalender stehen. Der Arzt tastet dabei die Prostata ab und untersucht die äußeren Genitalien. „Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. 12.000 sterben jedes Jahr daran“, so der DKV Experte. Doch auch hier nutzen viele die Angebote nicht: Nur ein Viertel der Männer geht regelmäßig zur Prostatakrebsvorsorge. Bei den 40- bis 59-Jährigen war die Hälfte noch nie dort, bei den 60- bis 70-Jährigen jeder Vierte.

Ab 20 Jahren regelmäßige Vorsorge beim Gynäkologen
Bei den Frauen setzt das Früherkennungsprogramm schon früher ein: Ab 20 Jahren sollten sie jedes Jahr zur Gebärmutterhalskrebsvorsorge gehen. Dazu gehören das Abtasten der inneren und äußeren Geschlechtsorgane sowie ein Abstrich. Doch fast ein Drittel der Frauen hat noch nie ihren Gebärmutterhals untersuchen lassen. Ab 30 Jahren tastet der Gynäkologe auch die Brust auf Knoten ab. Für Frauen von 50 bis 70 empfiehlt sich alle zwei Jahre eine Mammographie. „Mehr als 75.000 Frauen erkranken jedes Jahr an Brustkrebs“, betont Dr. Wolfgang Reuter. „Aber die Diagnose ist kein Todesurteil: Die Heilungschancen liegen bei mehr als 80 Prozent – wenn die Therapie früh genug beginnt.“ Immerhin rund die Hälfte der Frauen geht mindestens einmal im Jahr zur Brustkrebsvorsorge.

Kostenpflichtige Zusatzuntersuchungen
Zusätzlich bieten die Ärzte Untersuchungen an, die gesetzlich Versicherte selbst bezahlen müssen. So gibt es beispielsweise zur Früherkennung von Prostatakrebs den PSA-Test aus dem Blut. „Ob sich diese Leistungen lohnen, lässt sich nicht pauschal beurteilen. Der Versicherte sollte seinen Arzt bitten, ihm den Nutzen in seinem persönlichen Fall zu erklären“, so der Rat des DKV Gesundheitsexperten. Er wird den Patienten auch auf die Risiken und möglichen Folgen einer Untersuchung hinweisen. Wann und in welchem Umfang weitere Maßnahmen zur Früherkennung ratsam sein können, sollten Patienten ebenfalls individuell mit ihrem Arzt klären. Völlig ausschließen lässt sich eine Krebsdiagnose allerdings auch durch Früherkennungsuntersuchungen leider nicht.

*Quelle: Ipsos i:Omnibus

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