Pflege: Was Sie darüber wissen sollten

Demographische Entwicklung

Der medizinische Fortschritt sorgt dafür, dass die Menschen in Deutschland immer älter werden. Betrug die mittlere Lebenserwartung im Jahr 1800 gerade mal 35 Jahre, im Jahre 1900 etwa 45 Jahre, so liegt sie heute bei über 75 Jahren (Männer) bzw. über 81 Jahren (Frauen). Eine weiter zunehmende Lebenserwartung sorgt dafür, dass im Jahre 2050 Männer, so die Prognosen, etwa 84 Jahre und Frauen 88 Jahre werden.

Die steigende Lebenserwartung ist einerseits erfreulich, führt aber andererseits in Verbindung mit der rückläufigen Geburtenrate zu einer rapiden Überalterung der Bevölkerung. Der Anteil der jungen Menschen unter 20 Jahren wird von rund einem Fünftel im Jahr 2001 auf ein Sechstel im Jahr 2050 sinken. Im gleichen Zeitraum wird der Anteil der über 60-Jährigen von einem Viertel auf mehr als ein Drittel steigen. Der Anteil der 80-Jährigen und älteren wird sich fast verdreifachen und könnte im Jahr 2050 bei ca. 12% liegen.  

Einer immer größer werdenden Anzahl von Senioren stehen immer weniger junge Beitragszahler gegenüber. Heute kommen auf 100 Erwerbstätige rund 45 Rentner. 1999 war das Verhältnis noch 100 zu 41, 1995 100 zu 37. Die langfristige Betrachtung zeigt einen weiteren erheblichen Anstieg.

Nach der Berechnung des Statistisches Bundesamtes wird das Verhältnis bis 2030 auf 71 Rentner bei 100 Erwerbstätigen emporschnellen und bis 2050 weiter bis 78 steigen. Konsequenz: Für einen Rentner gibt es zukünftig nicht mehr genug junge Berufstätige, die dessen Krankheitskosten mitfinanzieren. Durch den demographischen Wandel werden alle Sozialsysteme, damit auch die gesetzliche Kranken- und Pflegepflichtversicherung, in Zukunft stark belastet.