Rund um die Beitragsanpassung

Fragen und Erklärfilm zur Beitragsanpassung

BAP Erklärfilm

Unser Erklärfilm zur Beitragsanpassung

Der Erklärfilm stellt die wichtigsten Grundzüge einer Beitragsanpassung anschaulich dar. Er zeigt die Auswirkungen des medizinischen Fortschritts, der steigenden Lebenserwartung und der aktuell niedrigen Zinsen. In Ihm erfahren Sie auch welchen Wert die private Vollversicherung hat. Den Film finden Sie im Titel dieser Seite.

 

Die häufigsten Fragen rund um die Beitragsanpassung

Warum steigt der Wert Ihrer Krankenversicherung?

Beitragsanpassungen stellen sicher, dass wir die vereinbarten hochwertigen Versicherungsleistungen dauerhaft für Sie erstatten können. Zudem profitieren Sie von den Entwicklungen in der Medizin - von besseren Diagnoseverfahren bis hin zu neuen Behandlungsmethoden. Ihr Versicherungsschutz passt sich immer wieder dem medizinischen Fortschritt an. Denn die medizinischen Errungenschaften fließen in unser Leistungsversprechen ein. Ganz anders als bei einer "normalen" Erhöhung des Schutzes müssen Sie diese Wertsteigerung nicht beantragen. Durch die "Dynamisierung" erfolgt dies automatisch. Ohne Wartezeiten und die im Regelfall vorgesehene gesundheitsmedizinische Prüfung.


Medizinischer Fortschritt - ein Praxisbeispiel der DKV

Im Laufe des Jahres 2014 wurden in Deutschland innovative Medikamente gegen Hepatitis C zugelassen. Hepatitis C ist eine tückische Lebererkrankung, die auch der "lautlose Killer" genannt wird. Es handelt sich um eine Leberentzündung, die ein Virus verursacht. Die Betroffenen bemerken gar nicht, wenn sie sich anstecken. Ein erheblicher Teil der Hepatitis C-Kranken von heute sind Opfer von infizierten Blutprodukten, die sie vor 1991 erhalten haben. Bei etwa 20 Prozent heilt die Infektion von selbst aus. Bei den anderen 80 Prozent wird die Infektion chronisch und bleibt im Körper.

Erst Jahre bis Jahrzehnte später machen sich die gravierenden Spätfolgen bemerkbar. Bei vielen Patienten entwickelt sich eine lebensgefährliche Leberzirrhose und die Entgiftungsfunktion der Leber versagt. Außerdem ist das Risiko für Leberkrebs drastisch erhöht. Die bis Ende 2013 verfügbaren Therapien erforderten Interferon-Injektionen und hatten oft schwere Nebenwirkungen wie Fieber, Schüttelfrost, Blutarmut, Haarausfall, psychische Störungen. Bei zahlreichen Patienten führte diese Behandlung zudem nicht zu einer dauerhaften Beseitigung des Virus.

Die neuen Medikamente hingegen können als Tabletten eingenommen werden und zeigen deutlich weniger Nebenwirkungen. Mit einer Kombination von zwei oder drei Substanzen können fast alle Patienten von der Virusinfektion geheilt werden. Meist ist eine Therapiedauer von 12 Wochen erforderlich, in besonderen Fällen auch von 24 Wochen.

Dieser Fortschritt hat aber einen sehr hohen Preis: Ein 12-Wochen-Zyklus kostet zwischen 100.000 und 110.000 Euro; ein 24-Wochen-Zyklus mehr als 200.000 Euro. Seit Frühjahr 2014 melden sich monatlich mehr als zehn Versicherte bei der DKV, um diese neue Therapie erstattet zu bekommen. Für die Patienten bedeutet die Ausheilung viel: Sie nimmt ihnen die Sorge, dass die Infektion zu einer Zirrhose, einem Leberversagen oder gar einem Leberkrebs führen kann.

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Wann müssen wir Beiträge anpassen?

Wir vergleichen jährlich die kalkulierten mit den tatsächlich erforderlichen Versicherungsleistungen. Weichen diese für die Beobachtungseinheit, zum Beispiel Kinder und Jugendliche, Männer oder Frauen (Bisex-Tarife) bzw. Erwachsene (Unisex-Tarife) eines Tarifs um mehr als fünf Prozent ab, können alle Beiträge dieser Beobachtungseinheit geprüft und - falls erforderlich - angepasst werden. Bei einer Abweichung von mehr als zehn Prozent muss eine Überprüfung und - falls erforderlich - eine Anpassung erfolgen. Ergibt die Gegenüberstellung bei der Sterbewahrscheinlichkeit eine Abweichung von über fünf Prozent, müssen alle Beiträge dieser Beobachtungseinheit geprüft und angepasst werden. Anpassungen stellen das Gleichgewicht zwischen den eingenommenen Beiträgen und den ausgegeben Leistungen für die Gesundheit wieder her.

(Quelle: Zahlenbericht des PKV-Verbandes)

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Wer prüft, ob eine Beitragsanpassung tatsächlich erforderlich ist?

Der verantwortliche Aktuar ist ein für uns tätiger, wissenschaftlich ausgebildeter Mathematiker für Versicherungen. Er sorgt dafür, dass die Beiträge nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet sind. Aber auch dafür, dass die gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt sind. Darüber hinaus prüft er die Finanzlage des Unternehmens.

In der Privaten Krankenversicherung dürfen Beitragsanpassungen aber nur erfolgen, wenn ein Treuhänder zustimmt. Der Treuhänder ist ein von uns unabhängiger Mathematiker für Versicherungen. Er achtet stellvertretend für die Versicherten darauf, dass die Beiträge für die Erfüllung der Leistungen aus den Versicherungen ausreichen. Andererseits kontrolliert er, dass wir die Beiträge nur in dem tatsächlich erforderlichen Maße erhöhen. Damit sorgt er im Interesse der Gemeinschaft aller Versicherten für die Einhaltung der rechtlichen und kalkulatorischen Bestimmungen. Genauso wie der Aktuar und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin).

Wir dürfen nur denjenigen zum Treuhänder bestellen, der fachlich geeignet, zuverlässig und vor allem von uns unabhängig ist. Er muss über ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Prämienkalkulation in der Krankenversicherung verfügen.

Die BaFin untersteht dem Bundesministerium für Finanzen und beaufsichtigt auch die privaten Versicherer in Deutschland. Ihre Funktionen und Tätigkeiten übt sie im öffentlichen Interesse aus. Die Festlegung der Beiträge in der PKV unterliegt starken Reglementierungen. Die BaFin beaufsichtigt und kontrolliert die Einhaltung dieser Rechtsvorschriften. Genauso wie der Aktuar und der Treuhänder.

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Was sind die Rechtsgrundlagen für die Beitragsanpassung?

Die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung sind so kalkuliert, dass sie den für die gesamte Vertragsdauer zu erwartenden Versicherungsleistungen entsprechen. Ob es zu einer Beitragsanpassung kommt und in welcher Höhe, liegt nicht im Ermessen der DKV.
Verbindlich ist dies im Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) und im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) geregelt (§ 12 b VAG und § 203 Abs. 2 VVG).

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Warum steigen die Beiträge eines Versicherten, obwohl keine Leistungen eingereicht wurden?

Ihr Beitrag bei der DKV richtet sich nach Alter, Geschlecht (nur bei Bisex-Tarifen), Tarif und Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss. Er wird für jeweils eine Versichertengruppe (zum Beispiel Kinder, Jugendliche, Männer oder Frauen einer Altersgruppe in einem bestimmten Tarif) berechnet. Die gesamten Beiträge der Versicherten finanzieren alle anfallenden Versicherungsleistungen diesesKollektivs. Auch wenn der Einzelne im Kalkulationszeitraum keine Leistungen in Anspruch genommen hat.

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In welcher Größenordnung erhöhen die Wettbewerber ihre Beiträge?

Steigende Leistungsausgaben, Kostensteigerungen im Gesundheitswesen, steigende Lebenserwartung, Eingriffe des Gesetzgebers. Das sind wesentliche Gründe für die Anpassung von Beiträgen. Sie betreffen auch andere Private Krankenversicherer. Viele Wettbewerber müssen daher ebenfalls ihre Beiträge erhöhen.

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Fragen zum Thema

Bei Fragen zur Beitragsanpassung können Sie sich telefonisch oder schriftlich an die DKV wenden. Auch die Vermittler im Außendienst der DKV beraten Sie gerne. Die Telefonnummern, E-Mail-Formulare und vieles mehr finden Sie in der Rubrik Kontakt.

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