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Kinderrheuma

Vorsorge

Da die Entstehungsursache der chronischen rheumatischen Erkrankungen nicht bekannt ist, gibt es auch keine Möglichkeiten, deren Ausbruch zu verhindern. Es gilt aber, das Kinderrheuma möglichst früh zu erkennen. Nehmen Sie deshalb unbedingt alle Vorsorgeuntersuchungen für Ihr Kind wahr. Wenn Ihnen auch nur eines der genannten Anzeichen einer möglichen Gelenksenzündung auffällt, sollten sie immer sofort Ihren Kinderarzt aufsuchen. Denn die Erkrankung beginnt meist mit nur leichten Beschwerden und kann in der Frühphase leicht übersehen werden.

Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse über einen Zusammenhang zwischen der Art der Ernährung und rheumatischen Erkrankungen bei Kindern. Übergewichtige Kinder sollten aber unbedingt ihr Gewicht reduzieren, da die überflüssigen Pfunde die Gelenke belasten. Der gesamte Bewegungsapparat befindet sich noch im Wachstum und ist deshalb für Fehlbelastungen und Bewegungseinschränkungen besonders empfindlich. Damit ein Heranwachsender eine Ernährungsumstellung annehmen kann, wird meist die ganze Familie ihren Speiseplan danach ausrichten müssen. Oft ist das nicht ganz einfach. Im Rahmen der Eigenvorsorge kann ein Ernährungsberater Ihnen individuelle Tipps für Ihr Kind geben.

Rheumakranke Kinder haben durch die medikamentöse Therapie (und die Erkrankung selbst) manchmal ein geschwächtes Abwehrsystem. Die Eltern sollten die Fuß- und Zehennägel sowie Zwischenzehenräume des Kindes auf einen möglichen Pilzbefall untersuchen.

Da vor allem fieberhafte Erkrankungen einen rheumatischen Krankheitsschub auslösen können, sollten Sie bei Erkältungskrankheiten immer Fieber messen und rasch mit kühlen Wickeln sowie fiebersenkenden Medikamenten dagegen angehen. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Kind bei erhöhten Temperaturen mehr trinkt. Da viele rheumakranke Kinder ein erhöhtes Risiko für Augenentzündungen haben, sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen notwendig.

Datum: 2. Februar 2011