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Lexikon

Schweingrippe-Impfung - Welche Nebenwirkungen hat der Impfstoff?


Dieser Text bezieht sich auf die Einzelimpftoffe gegen Schweinegrippe, die in der Grippesaison 2009/10 verwendet wurden. Für die Wintersaison 2010/11 wird ein Kombinationsimpfstoff empfohlen, der sowohl vor den beiden häufigsten saisonalen Grippe-Erregern als auch dem Schweinegrippevirus H1N1 schützt.

Der Impfstoff scheint den laufenden klinischen Studien zufolge gut vertragen zu werden.

Bis Ende November 2009 wurden nach Angaben der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMEA) rund fünf Millionen Menschen geimpft. In dieser Zeit wurden überwiegend milde Nebenwirkungen berichtet, wie Fieber, Übelkeit, Kopfschmerzen, allergische Reaktionen oder Irritationen an der Einstichstelle.

Vor Start der Impfaktion wurde der Impfstoff gegen die Schweinegrippe nur an wenigen Personen getestet. Erst jetzt sammeln die Ärzte und Behörden Informationen zu Art und Häufigkeit der Nebenwirkungen. Ausgewertet werden die Daten vom Paul-Ehrlich-Institut.

Gerade Grippeimpfstoffe sind aber besonders gut untersucht. Und auch der Musterimpfstoff, auf dem die neue Schutzimpfung basiert, wurde ausführlich getestet. Auf diesen Erfahrungen basiert die schnelle Zulassung.

Möglicherweise können die üblichen Impfreaktionen wie Schmerzen und Hautreaktionen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit und Fieber deutlich häufiger und stärker auftreten als beispielsweise bei der saisonalen Grippeschutzimpfung.

Grund dafür ist, dass der neue Impfstoff sogenannte Adjuvanzien (Verstärker) enthält. Das sind Stoffe, die die Immunantwort des Körpers anfeuern. Es hat den Vorteil, das geringere Mengen des Impfstamms zugefügt werden und schneller größere Mengen Impfstoff produziert werden können. Gut ist außerdem, dass der Impfschutz bestehen bleibt, wenn die Erkennungsmerkmale des Schweinegrippevirus sich durch eine Mutation leicht verändern.

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