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Prostatakrebs

Pflege

Viele Patienten sind nach der Entlassung in den Alltag und in das häusliche Umfeld zunächst ratlos und unsicher, wie sie sich verhalten sollen. Das gilt insbesondere für Patienten, die aufgrund der Behandlung an einer Harninkontinenz leiden. Hier können Sozialstationen oder ambulante Pflegedienste Unterstützung bieten.

Die Helfer kommen zu Ihnen nach Hause und unterstützen Sie gezielt bei vereinbarten Tätigkeiten. Das können alltägliche Dinge wie Putzen, Einkaufen, Waschen oder Kochen sein. Erfahrene Pflegedienste sagen Ihnen auch, welche Hilfsmittel am besten sind und zeigen Ihnen den richtigen Umgang damit. Der Urin lässt sich beispielsweise in saugfähigen Vorlagen oder in Kondomurinalen auffangen. Zudem kann Ihnen eine erfahren Pflegekraft eine Anleitung zum Beckenbodentraining sowie Tipps geben, wie eventuelle Hautreizungen behandelt werden können.

Bei manchen Patienten lässt sich die Krebserkrankung leider nicht vollständig behandeln. Dann geht es darum, in der verbleibenden Lebenszeit eine möglichst hohe Lebensqualität sicherzustellen und es dem Betroffenen so angenehm wie möglich zu machen. Viele haben den Wunsch, diese Zeit zu Hause in der gewohnten Umgebung zu verbringen. Um die Pflege Krebskranker zu Hause zu organisieren, können Betroffene und ihre Angehörigen auf ein ganzes Netzwerk von Unterstützungsmöglichkeiten zurückgreifen. Wichtig ist die gute Abstimmung aller Beteiligten, also Arzt, Patient, Angehörige und Pflegedienst, um unnötige Belastungen zu vermeiden. Vom Pflegedienst bekommen Sie auch Tipps, welche Hilfsmittel notwendig sind, um den Alltag zu erleichtern.

Ist eine Betreuung zu Hause nicht mehr möglich, ist die Aufnahme in ein Hospiz eine gute Alternative. Im Mittelpunkt der Hospizarbeit steht nicht die Heilung des kranken Menschen, sondern die Therapie der Schmerzen und anderer Symptome sowie das Eingehen auf mögliche Sorgen und Ängste. Die Schwerkranken und Sterbenden bekommen eine intensive menschliche Zuwendung. Ihre Wünsche und Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt. Auch die Angehörigen werden bei der Trauerarbeit unterstützt.

Datum: 19. Januar 2011