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Schlaganfall

Pflege

Rund 45 Prozent aller Schlaganfallspatienten erleiden trotz aller Behandlungsmaßnahmen mehr oder weniger ausgeprägte, körperliche und geistige Behinderungen. Ein Viertel benötigt nach dem Schlaganfall die Unterstützung anderer Menschen.

Selbst einfache Tätigkeiten des täglichen Lebens wie beispielsweise das Einkaufen, Treppensteigen oder das Öffnen einer Dose können zum Problem werden. Hilfe bieten ambulante Pflegedienste, die Hilfsorganisationen, die Kirche oder private Unternehmen betreiben. Die Pflegekräfte kommen zu Ihnen nach Hause und unterstützen Sie gezielt bei Tätigkeiten im Alltag. Sie können also in Ihrer gewohnten Umgebung bleiben, müssen sich nicht an andere Menschen und Lebensbedingungen gewöhnen und werden trotzdem optimal versorgt.

Ein Pflegedienst hilft aber nicht nur bei anstrengenden alltäglichen Arbeiten im Haushalt, sondern führt beispielsweise auch eine Bewegungstherapie nach Maßgabe des Arztes durch. Insgesamt spricht sich das ambulante Pflegepersonal regelmäßig mit den Angehörigen und dem Arzt des Pflegebedürftigen ab.

Ist eine Betreuung zu Hause nicht mehr möglich, ist eine Pflegeeinrichtung die Alternative. Es gibt Häuser, die auf die aktivierende Pflege bei neurologischen Erkrankungen spezialisiert sind. Hier wird auf ausreichende Bewegungstherapie und Förderung möglicher Einbußen der geistigen Fähigkeiten geachtet. Nach einem Schlaganfall sind zumindest kleine Besserungen noch nach Jahren möglich. Von daher muss die Aufnahme in eine Pflegeeinrichtung keine Sackgasse darstellen. Ist ein bestimmtes Maß an Selbständigkeit wieder erreicht, kann ein unabhängiges Wohnen und Leben wieder möglich werden.

Datum: 4. August 2008