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Schlaganfall

Vorsorge

Es gibt bestimmte Risikofaktoren, die das Risiko für einen ischämischen Infarkt erhöhen. Es sind die gleichen Faktoren, die auch das Herzinfarktrisiko klettern lassen. Dazu gehören:

  • Hoher Blutdruck,
  • Rauchen,
  • erhöhte Blutfettwerte (vor allem Cholesterin),
  • Diabetes,
  • Übergewicht und
  • Bewegungsmangel.

Diese Risikofaktoren können Sie alle aktiv beeinflussen und damit einem Schlaganfall entgegensteuern. Der bedeutendste alleinige Risikofaktor ist der Bluthochdruck. Lassen Sie Ihren Blutdruck im Rahmen der routinmäßigen Vorsorgeunterschungen bestimmen. Falls Sie unter Bluthochdruck leiden, sollten Sie verschriebene Medikamente regelmäßig einnehmen un den Blutdruck kontrollieren.

Herzrhythmusstörungen sollten behandelt werden oder das Blut so weit verdünnt werden, dass sich kein Blutpfropf mehr bilden kann (Antikoagulation).

Ein Lebensstil mit körperlicher Betätigung und gesunder Ernährung ist nachweißlich eine wirkungsvolle Prophylaxe. Bewährt hat sich die mediterrane Kost mit viel Gemüse und Obst, dazu reichlich Getreideprodukte, öfters Fisch statt Fleisch und pflanzliche Öle mit ungesättigten Fettsäuren statt tierischer Fette. Im Rahmen der Eigenvorsorge kann ein Ernährungsberater Tipps geben, welche Lebensmittel gesund sind, welche Sie am besten nur ab und zu genießen und wovon Sie besser die Finger lassen. Wenn Sie übergewichtig sind, versuchen Sie einige Kilos zu verlieren. Oft ist das nicht ganz einfach. Vielleicht fällt es Ihnen leichter, in einer Gruppe abzunehmen.

Auch für die Gehirnblutung ist der Hauptrisikofaktor ein zu hoher Blutdruck. Den sollten Sie unbedingt im Griff haben. Falls in Ihrer Familie eine Gehirnblutung durch ein Aneurysma bekannt ist, sollten Sie sich auf diese Gefäßmissbildung hin untersuchen lassen. Ansonsten gibt es keine weiteren Möglichkeiten, einer Gehirnblutung vorzubeugen.

Gefäß-Check

Außer der ärztlichen Kontrolle der Risikofaktoren ist die Doppler-/Duplex-Sonographie der hirnversorgenden Gefäße eine empfehlenswerte Vorsorgeuntersuchung. Sie eignet sich für Menschen, die ein hohes Risiko für Arteriosklerose haben.

Mit dieser Ultraschallmethode lassen sich Gefäßengstellen, Seitenunterschiede der Gefäße und der Grad der Arteriosklerose feststellen. Untersucht werden die hirnversorgenden Schlagadern am Hals, aber auch einzelne Gefäße im Schädel selbst. Die Vorsorgeuntersuchung sollte ein Spezialist, am besten ein Neurologe durchführen. Er verfügt über die notwendige Erfahrung, um Auffälligkeiten dieser Gefäße zu beurteilen und die richtigen Maßnahmen einzuleiten, um einen Schlaganfall zu verhindern.

Werden in der Ultraschalluntersuchung bei wichtigen Gefäßen starke Verengungen festgestellt, kann eine Gefäßoperation notwendig werden. Studien zufolge kann eine Operation, die Verengungen in der Halsschlagader beseitigt (Karotisthrombendarteriektomie, TEA), das Risiko schwerer Schlaganfälle bei bestimmten Patientengruppen reduzieren. Auch ein Defekt in der Herzscheidewand, der in seltenen Fällen für Embolien ins Gehirn verantwortlich ist, lässt sich durch einen kleinen Eingriff verschließen.

Ein Patient, der schon einen Schlaganfall erlitten hat, hat ein erhöhtes Risiko, erneut einen Schlaganfall zu erleiden. Empfehlenswert ist deshalb die Einnahme eines gerinnungshemmenden Medikaments, um einem weiteren Schlaganfall vorzubeugen (Sekundärprophylaxe).

Datum: 4. August 2008

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