Kundenbereich
Archiv Verbraucherinformationen 2011
Nützliche Informationen rund um Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Erstellt von der ERGO Versicherungsgruppe.
Themen
- 29.12.2011 - Expertengespräch: Verständlich erklärt - Pflegeversicherung
- 07.12.2011 - Gesund über die Festtage: Alkoholkonsum und seine Folgen
- 07.12.2011 - Gesund über die Festtage: Schlemmen - aber maßvoll
- 07.12.2011 - Gesund über die Festtage: Fit trotz Feierstimmung
- 05.12.2011 - Mit einem großen Knall ins neue Jahr
- 23.11.2011 - Erkrankungsrisiko und Rheuma-Vorsorgemaßnahmen
- 23.11.2011 - Warnsignale: Schmerzende, steife und geschwollene Gelenke
- 23.11.2011 - Mehr Lebensqualität mit der richtigen Behandlung
- 14.11.2011 - Masern auf dem Vormarsch
- 08.11.2011 - ERGO Neujahrs-Tipp: Steigende "Schallgrenzen" beim Bruttoeinkommen
- 07.11.2011 - Stark gegen Drogen (Suchtgefahr durch Alltagsdrogen)
- 03.11.2011 - Verständlich erklärt: Reisekrankenversicherung
- 26.10.2011 - "Zwiebellook" bei Neurodermitis
- 26.10.2011 - Heizen und Lüften gegen Milben
- 26.10.2011 - Tief durchatmen bei Pollenallergie
- 17.10.2011 - Wichtiger Virenschutz
- 06.10.2011 - Ausgebrannt! (Burn-Out-Syndrom)
- 21.09.2011 - Erste Hilfe bei Kindern: Verletzungen nach Stürzen
- 21.09.2011 - Erste Hilfe bei Kindern: Verbrennungen
- 21.09.2011 - Erste Hilfe bei Kindern: Vergiftungen
- 21.09.2011 - ERGO Expertengespräch: Gesetzlich versichert und trotzdem Privatpatient
- 14.09.2011 - Sturzprophylaxe für Senioren: "Alterssyndrom" Sturz
- 14.09.2011 - Sturzprophylaxe für Senioren: Sturzrisiken minimieren
- 11.09.2011 - Sturzprophylaxe für Senioren: Wenn's dann doch passiert
- 07.09.2011 - Gift für den Körper: Schimmel – die schwarze Gefahr
- 05.09.2011 - Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen
- 10.08.2011 - Ein Tag am Strand – gefährlicher Sonnenschein
- 08.08.2011 - Unerwünschte Urlaubsmitbringsel (Krankheiten vermeiden)
- 20.07.2011 - Bei kleinen Wunden hilft ein Pflaster, bei größeren der Arzt
- 20.07.2011 - Promptes Handeln kann ausgeschlagene Zähne retten
- 20.07.2011 - Keine Chance für hinterlistige Blutsauger
- 20.06.2011 - Zu welchem Optiker soll ich gehen?
- 16.06.2011 - Expertengespräch: Häusliche Pflege – Mehr als nur satt und sauber
- 01.06.2011 - Fit wie ein Fußballprofi durch Laufen?
- 01.06.2011 - Laufen macht schlank, glücklich und... schlau
- 01.06.2011 - Laufen hält gesund und jung
- 25.05.2011 - Durchfallerkrankungen in Deutschland – Alles rund um EHEC
- 11.05.2011 - Schlaflosigkeit kann ernsthaft krank machen
- 11.05.2011 - Das richtige Abendessen hilft beim Einschlafen
- 11.05.2011 - Schlafstörungen: An den Ursachen ansetzen!
- 04.05.2011 - Hilfe, die Masern kommen!
- 03.05.2011 - Warum Frauen gesünder leben als Männer
- 21.02.2011 - Allergien: Nicht nur Frühlingsduft liegt in der Luft
- 24.01.2011 - Darmkrebs: Aktive Vorsorge reduziert nachweislich das Darmkrebsrisiko
- 19.01.2011 - Beistand für kranke Urlauber
- 12.01.2011 - Energiebewusstes Essen und Trinken
- 11.01.2011 - ERGO-Expertengespräch: Gesunde Bräune auch im Winter?
- 10.01.2011 - Runter mit dem Weihnachtsspeck
Expertengespräch: Verständlich erklärt - Pflegeversicherung
Verständlich erklärt: Pflegeversicherung
Es ist Umfragen zufolge die größte Angst der Deutschen – im Alter zum Pflegefall zu werden. Die Sorgen sind nicht unbegründet: 2,4 Millionen Bundesbürger können ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen, Tendenz steigend. Doch wie funktioniert die Absicherung durch die staatliche Pflegeversicherung? Gabriele Thomaßen, Expertin bei der DKV Deutsche Krankenversicherung, erklärt in diesem Zusammenhang die Begriffe Pflegestufe, Pflegekostenversicherung und Pflegetagegeld.
Angenommen ein älterer Mensch kann seinen Alltag nicht mehr alleine bewältigen. Welche Leistungen erhält er von der gesetzlichen Pflegeversicherung?
Betroffene werden in eine von drei so genannten Pflegestufen eingeteilt. Je hilfsbedürftiger sie sind, desto mehr Leistungen bekommen sie vom Staat. Um Leistungen nach Pflegestufe I zu erhalten, muss mindestens einmal pro Tag Hilfe bei der Grundpflege – etwa beim Essen oder bei der Körperpflege – und zusätzlich mehrmals wöchentlich Unterstützung im Haushalt erforderlich sein. Dabei muss der Pflegebedarf bei mindestens 90 Minuten pro Tag liegen. In Pflegestufe II ist der Aufwand höher, unter die dritte Stufe fallen Schwerstpflegebedürftige, die in der Regel deutlich mehr Unterstützung bei der Verrichtung der Dinge des täglichen Lebens brauchen – mindestens aber fünf Stunden am Tag. Außerdem gibt es noch die Pflegestufe 0 für all diejenigen, die in geringerem Maße hilfsbedürftig sind als Betroffene der Stufen I bis III – aber doch fremde Unterstützung benötigen, da sie beispielsweise an einer dementiellen Erkrankung leiden und somit einen zusätzlichen Betreuungsaufwand haben.
Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen in der Regel nicht aus, um alle Pflegekosten zu decken. Wie kann man zusätzlich privat vorsorgen?
Versicherer wie die DKV Deutsche Krankenversicherung bieten so genannte Pflegeergänzungstarife wie zum Beispiel die Pflegekostenversicherung oder das Pflegetagegeld an. Versicherte erhalten damit im Pflegefall zusätzliche Leistungen, die über die der gesetzlichen Pflegekasse hinausgehen. So lässt sich die Versorgungslücke im staatlichen Schutz schließen. Gute Tarife passen sich dabei der Kostenentwicklung an. Bei den steigenden Preisen im Pflegesektor ein wichtiger Aspekt.
Können die Versicherten oder ihre Angehörigen entscheiden, wofür sie das Geld aus der Versicherung verwenden?
Die Pflegekostenversicherung deckt nur Leistungen ab, die im Katalog der gesetzlichen Pflegeversicherung aufgeführt sind. Wer sich mehr Flexibilität wünscht, ist mit einem so genannten Pflegetagegeldtarif besser beraten. Damit erhalten Versicherte im Pflegefall einen festen Tagessatz, über den sie relativ frei verfügen können – und zwar unabhängig von den tatsächlichen Kosten. Das Geld kann für professionelle Hilfe verwendet werden; man kann damit aber auch jemanden bezahlen, der dem Pflegebedürftigen vorliest oder mit ihm spazieren geht. Eine Pflegetagegeldversicherung berücksichtigt also auch die menschlichen Bedürfnisse nach Zuwendung und Gesellschaft – entgegen der staatlichen Vorsorge, die nur das Lebensnotwendige abdeckt und daher als „Satt-und-Sauber-Pflege“ in der Kritik steht.
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Über die ERGO Expertin
Gabriele Thomaßen (Jahrgang 1957) arbeitet seit 1977 bei der DKV Deutsche Krankenversicherung und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Pflege.
Im Jahr 2003 übernahm sie die Leitung die Abteilung Pflegeversicherung. Seitdem setzt sie sich unter anderem dafür ein, dass pflegebedürftige DKV-Versicherte möglichst gut versorgt und betreut werden. Der persönliche Kontakt zum Kunden ist ihr dabei sehr wichtig.
Sie entspannt sich am liebsten bei der Gartenarbeit und interessiert sich für Musik und darstellende Kunst. Den Urlaub verbringt sie mit ihrem Mann besonders gerne am Meer.
Gesund über die Festtage: Alkoholkonsum und seine Folgen
Feste soll man feiern, wie sie fallen. Und an Weihnachten gibt es davon besonders viele. Da wird nicht nur reichlich geschlemmt und genascht, auch der Alkohol fließt bisweilen in Strömen. Schon in der Adventszeit duftet es auf den Christkindlmärkten verführerisch nach Glühwein und Punsch. Und auch auf Weihnachtsfeiern – ob privat oder im Betrieb – bieten sich zahllose Gelegenheiten zum Zuprosten und Anstoßen. Zwar kann ein Gläschen in Ehren niemand verwehren; aber auch für die Festtage empfehlen die DKV Experten, Maß zu halten: „Um dem Kater vorzubeugen und der Gesundheit nicht nachhaltig zu schaden, sollte man sich beim Alkohol an die Devise ‚Weniger ist mehr' halten.“ Selbst auf den traditionellen Verdauungsschnaps nach einem üppigen Essen kann man verzichten, da er die Leber zusätzlich zum in der Weihnachtszeit oft fettigen Essen belastet. Eine Tasse Tee oder Kaffee bringt die Verdauung genauso gut in Schwung.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Gesund über die Festtage: Schlemmen - aber maßvoll
Schlemmen – aber maßvoll
Alle Jahre wieder erwartet uns an den Feiertagen eine kalorienreiche Genussoffensive. Das üppige Angebot reicht von Plätzchen, Lebkuchen und Stollen bis hin zu den kulinarischen Weihnachtsklassikern wie Gänsebraten und Karpfen. Damit bei aller Schlemmerei der Zeiger der Waage nicht allzu stark nach oben ausschlägt, empfehlen die DKV Experten außer dem Maßhalten eine figurenfreundliche Zubereitung: „Festtagsmenüs können mit ein wenig Fantasie und Planung soweit ‚abgespeckt' werden, dass sie Genuss ohne Reue bieten. Die fette Weihnachtsgans etwa lässt sich durch magerere Fleischsorten wie Ente, Pute oder Rindfleisch ersetzen. Dazu sind fettarm zubereitete Gemüse und knackige Salate eine ideale Ergänzung. Beide sind reich an Ballaststoffen und sättigen gut.“ Für die sündhaft guten Desserts, Torten und Süßigkeiten gibt es ebenfalls leckere Alternativen: Leichte Sorbets, frisches Obst, Nüsse und Bratäpfel sind deutlich kalorienärmer. Wer sich dann noch ausreichend Zeit zum Schlemmen nimmt, genießt nicht nur intensiver, sondern merkt auch schneller, wann er satt ist. Denn auch das rechtzeitige Aufhören beim Essen hilft, Kalorien zu vermeiden.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Gesund über die Festtage: Fit trotz Feierstimmung
Fit trotz Feierstimmung
Weihnachten ist die Zeit der Ruhe und Beschaulichkeit. Da lassen viele Sport und Bewegung schon einmal ausfallen. Und doch eignen sich gerade die Feiertage perfekt dazu, sich fit zu halten und dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun, meinen die Gesundheitsexperten der DKV: „Nachdem das Buffet abgeräumt und die Teller leer sind, bringen schon Spaziergänge von einer halben Stunde die Verdauung in Gang und wirken dem schlechten Gewissen entgegen. Wer weder auf Spaziergänge, noch auf Schlittschuhlaufen oder Skifahren Lust hat, kann in Wellness-Oasen, Hallenbädern und Fitness-Studios etwas für den Körper tun.“ Solche Aktivitäten heben die Laune und schaffen neue Kapazitäten für noch bevorstehende Schlemmereien. Übrigens: Wer regelmäßig Sport treibt, der sollte während der Feiertage an seinen Gewohnheiten festhalten. Dafür spricht auch eine wissenschaftliche Studie der Universität von Ohio. Sie hat aufgezeigt, dass ein durchtrainierter Körper bereits nach einer Sportpause von wenigen Tagen seine Belastungsfähigkeit herunterfährt. Nach einer sportlichen Ruhephase heißt es also, langsam und gemäßigt wieder mit dem Training zu beginnen.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Mit einem großen Knall ins neue Jahr
Leichtsinniges Böllern kann schwere Hörschäden verursachen
Bald heißt es wieder: Prosit Neujahr! In der Silvesternacht gehört das Feuerwerk für viele ebenso dazu wie ein Glas Sekt zum Anstoßen oder das obligatorische Bleigießen. Doch durch Leichtsinn und Übermut kommt es gerade beim feuchtfröhlichen Jahreswechsel immer wieder zu zahlreichen Verletzungen. Vor allem die Gefahren für das Gehör werden oft erheblich unterschätzt. Doch schon ein einziger Knall kann das Innenohr nachhaltig schädigen – mit bleibenden Folgen wie Schwerhörigkeit oder Tinnitus. Was Feiernde beachten sollten, damit das neue Jahr nicht im Krankenhaus beginnt, weiß Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung.
Viele Menschen begrüßen das neue Jahr mit einem lauten Knall. Doch Fachleute warnen vor den Risiken der Böllerei: Jedes Jahr tragen bis zu 30.000 Menschen in Deutschland eine plötzliche Hörminderung oder einen Tinnitus aus der Silvesternacht davon. Selbst einfache Kracher können schwere Schäden verursachen, erklärt DKV Experte Dr. Wolfgang Reuter: „Die Knaller explodieren mit einer Lautstärke von bis zu 175 Dezibel. Dieser Wert entspricht in etwa dem eines Presslufthammers oder eines Düsenjets.“ Zum Vergleich: Die Schwelle, ab der sich ein gesunder Mensch unwohl fühlt, liegt bei etwa 80 Dezibel. Kein Wunder also, dass die Schallpegel der Böller die Hörzellen im Innenohr akut gefährden. Bereits ein einziger Kracher kann ein Knalltrauma auslösen, das zu bleibender Schwerhörigkeit und Ohrgeräuschen, also Tinnitus, führt. Wenn zusätzlich das Trommelfell oder die Gehörknöchelchenkette reißt, ist sogar von einem Explosionstrauma die Rede.
Sicher böllern mit Abstand und Ohrenstöpseln
Weitgehend unbedenklich sind in der Silvesternacht Raketen, die am Himmel explodieren. Gesundheitsschädlich wird es dagegen, wenn Böller in nächster Nähe zum Körper detonieren. Es gilt: Je näher der Knaller am Ohr, desto schlimmer der Hörschaden. Doch so weit muss es nicht kommen: Wer ein paar Sicherheitsregeln befolgt, verringert die Risiken für sich und andere erheblich: „Der einfachste Weg, sein Gehör zu schützen, liegt auf der Hand: Ohrstöpsel! Das allein nimmt dem Schallpegel der Böller schon 20 bis 30 Dezibel“, rät Dr. Wolfgang Reuter und ergänzt: „Auch Abstand bedeutet Sicherheit. Knallkörper sollten möglichst weit weggeworfen werden – aber natürlich nicht blindlings oder in Richtung anderer.“ Auf keinen Fall darf man Böller in der Wohnung oder in einer Menschenmenge verwenden. Zudem gilt: Blindgänger nie ein zweites Mal zünden! Sonst gehen sie womöglich in nächster Nähe hoch. Im Übrigen dürfen in Deutschland nur Feuerwerkskörper verkauft werden, die die Schmerzgrenze von 120 Dezibel nicht überschreiten. „Allein deswegen sollten Feierwillige schon die Finger von Schwarzimporten lassen, die erheblich lauter sein können“, mahnt der Gesundheitsexperte. Sichere Kracher erkennt man an der Kennzeichnung BAM-P I oder BAM-P II. Die Prüfnummern zeigen an, dass der Knallkörper für den deutschen Markt zugelassen ist.
Bei Symptomen von Knalltrauma sofort zum Facharzt
„Das Tückische ist, dass Knaller, die ein akustisches Trauma auslösen können, häufig gar nicht als besonders laut empfunden werden“, warnt Dr. Wolfgang Reuter. Die Folgen aber sind mitunter verheerend. Wenn die so genannten Haarzellen im Innenohr durch einen lauten Knall geschädigt werden, kann die Fähigkeit zum Hören höherer Töne dauerhaft verloren gehen. „Anzeichen für ein Explosions- oder Knalltrauma sind schlechtes Hören, Druck auf den Ohren, Pfeif-oder Klingelgeräusche, Schmerzen, Schwindel und in besonders schweren Fällen blutiger Ausfluss“, erklärt der DKV Experte. „Bei diesen Warnsignalen sollten Betroffene so schnell wie möglich einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder ein Krankenhaus mit HNO-Abteilung ansteuern.“ Die Mediziner behandeln Knall- und Explosionstraumata mit Infusionen und Cortison, eventuell ist sogar ein operativer Eingriff notwendig. Die Behandlung sollte so rasch wie möglich begonnen werden. Ein früher Therapiebeginn begünstigt die Rückbildung der Hauptsymptome des Knalltraumas, das heißt des Tinnitus und der Hörminderung. Private Krankenversicherungen wie die DKV kommen in der Regel für die Behandlungskosten auf.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Erkrankungsrisiko und Rheuma-Vorsorgemaßnahmen
Steife Finger, schmerzende Gelenke
Es trifft meist ältere Menschen, aber auch junge und manchmal sogar Kinder: Der Oberbegriff Rheuma umfasst rund 100 verschiedene Erkrankungen, die den Bewegungsapparat betreffen. An der häufigsten Form, der rheumatoiden Arthritis, leidet rund ein Prozent der Bevölkerung. "Es handelt sich um eine Autoimmunkrankheit, bei der das eigene Immunsystem die Gelenkinnenhaut angreift", erklären die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung. "Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Fest steht aber, dass erbliche Veranlagungen eine Rolle spielen." Aus diesem Grund ist es kaum möglich, eine Erkrankung bei entsprechender genetischer Disposition komplett zu verhindern. Allerdings kann man einiges zur Vorbeugung tun. Vor allem Menschen, deren Verwandte bereits an Rheuma leiden, sollten ihren Lebensstil anpassen: Ratsam ist vor allem, auf Zigaretten zu verzichten, denn Rauchen begünstigt den Ausbruch der Krankheit. "Zudem empfiehlt sich eine gesunde Ernährung mit viel Obst und möglichst wenig rotem Fleisch", raten die DKV Experten. "Fisch sowie Raps-, Soja- und Leinsamenöl enthalten viele Omega-3-Fettsäuren, die Entzündungen hemmen. Zusätzlich stärkt Bewegung an der frischen Luft die Knochen, Übergewicht sollte vermieden werden.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Warnsignale: Schmerzende, steife und geschwollene Gelenke
Steife Finger, schmerzende Gelenke
Rheuma ist eine tückische Krankheit, die schleichend voranschreitet. Oft fängt es damit an, dass man sich müde, lustlos und niedergeschlagen fühlt. Auch leichtes Fieber bis 38 Grad und Gewichtsverlust können auftreten. Dann geht es mit steifen Fingern am Morgen weiter, hinzu kommen Schmerzen in kleinen Gelenken wie bei Händen und Füßen. "Diese recht unspezifischen Symptome setzen bei vielen Patienten sehr langsam ein", sagen die DKV Gesundheitsexperten. "Das macht diese Krankheit gerade am Anfang so schwer diagnostizierbar." Deswegen empfiehlt sich Wachsamkeit: Typisch für Rheuma ist, dass die Schmerzen vor allem nachts in der Ruhephase auftreten. Nach dem Aufstehen sind die Beschwerden oft besonders stark und lassen über den Tag allmählich nach. Häufig fällt es den Betroffen auch immer schwerer, Dinge zu greifen – also zum Beispiel ein Marmeladenglas aufzuschrauben. Meist treten mit der Zeit weiche Schwellungen an den Gelenken auf, die sich warm anfühlen können. "Schließlich greift die Entzündung von den kleinen auf größere Gelenke über", warnen die DKV Experten. "In der Endphase führt Rheuma zu starken Schmerzen, Bewegungsunfähigkeit sowie einer Verformung der Gelenke – und damit letztlich zu ihrer Zerstörung."
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Mehr Lebensqualität mit der richtigen Behandlung
Steife Finger, schmerzende Gelenke
Leider lässt sich Rheuma bisher nicht heilen. Allerdings kann die richtige Therapie die Lebensqualität der Patienten erheblich verbessern, wissen die Gesundheitsexperten der DKV: "Für die richtige Therapie sollten sich Patienten an einen Spezialisten wenden, also einen Rheumatologen. Dieser kann am besten beurteilen, welche Therapieform im Einzelfall die richtige ist." Die medikamentöse Behandlung besteht aus verschiedenen Teilen: Die so genannten Basismedikamente helfen, den Verlauf der Krankheit zu bremsen. Cortison-Präparate halten die Entzündung auf. Zusätzlich werden manchmal "Biologicals" eingesetzt, also Hemmstoffe, die die fehlgeleiteten Reaktionen des Immunsystems unterdrücken. Die meisten Patienten kommen außerdem nicht ohne Schmerzmittel aus. "Auch alternative Heilmittel können dazu beitragen, die Beschwerden zu lindern", wissen die DKV Experten. "Bewährt haben sich hierbei immer wieder Teufelskrallenwurzel, Weidenrinde und Fischöl-Präparate." In jedem Fall sollte die Behandlung von einer Physiotherapie begleitet werden. Auch physikalische Therapien verringern oft die Beschwerden: Ob sich Wärme-, Kälte-, Elektrotherapie oder medizinische Bäder empfehlen, muss der Arzt im Einzelfall entscheiden. Im fortgeschrittenen Stadium ist eine Operation dagegen häufig nicht mehr zu vermeiden. Dabei werden als letzte mögliche Maßnahme die zerstörten Gelenke durch Prothesen ersetzt. Wer sich umfassender mit den vielfältigen Ausprägungen der Krankheit beschäftigen möchte, findet auch im Internet eine große Fülle an Informationen. Portale wie zum Beispiel "rheuma-online.de" oder die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. bieten auf ihren Internetseiten hilfreiche Informationen und weiterführende Links zum Thema.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Masern auf dem Vormarsch
Höchste Ausbreitung des lebensgefährlichen Virus seit fünf Jahren
Im Jahr 2002 setzte sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2010 sollte die hochansteckende und gefährliche Masern-Krankheit aus Europa verschwunden sein. Doch die Realität sieht anders aus: 2011 haben sich hierzulande schon über 1.600 Menschen mit dem Virus infiziert, so viele wie seit 2006 nicht mehr. Einer der Gründe: Noch immer vernachlässigen manche Eltern den Impfschutz ihrer Kinder – oder sie entscheiden sich bewusst und aus Überzeugung gegen die Impfung. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der
DKV Deutsche Krankenversicherung, fasst die wichtigsten Fakten zum Masernvirus zusammen.
Masern werden oft verharmlosend als Kinderkrankheit bezeichnet. Doch auch Erwachsene können sich anstecken und erkranken meistens noch heftiger als junge Betroffene. Obwohl die Krankheit – dank verlässlicher Impfstoffe – heutzutage weit weniger verbreitet ist als früher, kommt es immer wieder zu regionalen Epidemien. Und selbst wer die Viruserkrankung übersteht, kann sich nicht sicher fühlen: Noch Jahre später kann es zu gefährlichen Spätfolgen kommen. So wie etwa momentan bei einem sechsjährigen Mädchen aus Aschaffenburg, das an der Gehirnentzündung SSPE (Subakute sklerosierende Panenzephalitis) leidet. Diese chronische und unheilbare Erkrankung ist auf eine Maserninfektion zurückzuführen, die das Mädchen vor fünf Jahren durchgemacht hatte.
Die Schutzimpfung kann Leben retten
Das Masernvirus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und ist extrem ansteckend. Ein kurzer Kontakt mit einem Infizierten reicht in der Regel schon aus und man erkrankt selbst. Immun sind nur Menschen, die entweder geimpft sind oder schon einmal an Masern erkrankt waren. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts und andere Experten empfehlen, grundsätzlich alle Kinder mit einer so genannten MMR-Impfung zu schützen. "Kleinkinder erhalten ab einem Alter von elf Monaten die Erstimpfung. Um die Wirksamkeit sicherzustellen, wird der Schutz einige Monate später mit einer zweiten Impfung aufgefrischt und hält dann in der Regel ein Leben lang", weiß DKV Experte Dr. Wolfgang Reuter. Auch Erwachsene, die nach 1970 geboren und in ihrer Kindheit nicht oder nur einmal geimpft wurden, sollten die in der Regel ungefährliche Schutzimpfung nachholen. Gleiches gilt für Personen, deren Impfstatus unklar ist: Der Hausarzt kann durch eine Blutuntersuchung herausfinden, ob der Organismus geschützt ist. Und auch wenn man Kontakt zu einem Masern-Patienten hat und nicht oder nur unzureichend geimpft ist, kann man oft noch verhindern, dass die Krankheit ausbricht: "Eine zeitnahe Schutzimpfung, am besten innerhalb von drei Tagen, reicht meistens aus, um sich noch gegen das Virus zu immunisieren", empfiehlt Dr. Wolfgang Reuter.
Masern melden, andere schützen
Wer an Masern erkrankt, sollte unbedingt zu Hause bleiben und das Bett hüten. Nicht nur, weil Ruhe und Erholung helfen, schnell wieder gesund zu werden; sondern auch, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern. "Gerade Kinder kommen in Schule und Kindergarten mit vielen anderen in Kontakt. Da immer noch nicht alle Eltern ihre Kleinen impfen lassen, kann ein einzelner Erkrankter schnell eine Masern-Epidemie auslösen", warnt der DKV Gesundheitsexperte. Laut Infektionsschutzgesetz dürfen Kinder schon beim Verdacht auf Masern keine Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen besuchen, dasselbe gilt für ihre nicht geimpften Geschwister; zudem sind die Eltern verpflichtet, Schule oder Kindergarten über die Erkrankung zu informieren – und das schon beim bloßen Verdacht. "Das Tückische an Masern ist: Sie können bereits ansteckend sein, bevor die ersten Symptome auftreten. Man sollte also lieber zu früh als zu spät alles Mögliche tun, um eine Verbreitung der Krankheit zu verhindern", rät der DKV Experte.
Entwarnung nur vom Arzt
Wann die Gefahr vorbei ist, muss übrigens ein Mediziner beurteilen: Nur mit einem ärztlichen Attest, das das Ende der Krankheit bescheinigt, darf der Nachwuchs wieder in Schule oder Kindergarten. Die beste Medizin gegen Masern bleibt jedoch nach wie vor die Schutzimpfung im Kindesalter. Sind mindestens 95 Prozent der Bevölkerung geimpft, könnte das Virus ausgerottet werden. Dieses bisher verfehlte Ziel hat sich die Weltgesundheitsorganisation nun für das Jahr 2015 gesetzt
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
ERGO Neujahrs-Tipp: Steigende "Schallgrenzen" beim Bruttoeinkommen
Wichtige Änderung im neuen Jahr
Die Jahresarbeitsentgeltgrenze, auch Versicherungspflichtgrenze genannt, steigt 2012 wieder an.
Benno Schmeing, Leiter Produktmanagement der DKV Deutsche Krankenversicherung, bringt die Gesetzeslage auf den Punkt: "Alle Arbeitnehmer, deren sozialversicherungspflichtiges Einkommen unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt, sind in einer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Wer mehr verdient, ist freiwillig versichert und kann in eine private Krankenversicherung wechseln."
In diesem Jahr liegt die Versicherungspflichtgrenze bei 49.500 Euro. Ab dem 1. Januar 2012 steigt dieser Grenzwert auf 50.850 Euro pro Jahr beziehungsweise 4.237,50 Euro im Monat an. Außerdem steigt auch die so genannte Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Kranken-und Pflegeversicherung. Auch sie wird alljährlich an die aktuelle Lohnentwicklung angepasst und gibt das maximale Jahresbruttogehalt an, auf das Beiträge für die gesetzlichen Versicherungen anfallen. Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung liegt aktuell bei 44.550 Euro und steigt 2012 auf 45.900 Euro. Für gesetzlich Versicherte oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze heißt das: ihre Beiträge für die gesetzliche Krankenkasse steigen. Privat krankenversicherte Angestellte profitieren von der höheren Beitragsbemessungsgrenze: Der Arbeitgeberzuschuss auf ihre Beiträge steigt 2012 auf maximal 279,23 Euro monatlich an. "Pflichtversicherte, die unter dieser Einkommensgrenze liegen, sollten sich über Ergänzungstarife privater Krankenversicherer informieren, um ihren gesetzlichen Krankenversicherungsschutz individuell und bedarfsgerecht zu ergänzen", so der DKV Experte.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Stark gegen Drogen (Suchtgefahr durch Alltagsdrogen)
Leicht erhältliche Alltagsdrogen sind für Teenager ebenso gefährlich wie illegale Rauschgifte.
Die Pubertät ist eine harte Zeit: Körperliche Veränderungen, Identitätsfindung, Leistungsdruck in der Schule und Unsicherheit machen vielen Jugendlichen das Leben schwer.
Gerade in dieser Phase wirken Drogen und Alkohol besonders verlockend. Sie enthemmen, entspannen, helfen, sich über Verbote wegzusetzen. Hinzu kommt oft der Gruppenzwang in der Clique. Dabei sind Teenager ganz besonders gefährdet, in die Sucht abzurutschen. Wie Eltern Warnsignale
erkennen und ihre Kinder schützen können, weiß Dr. Wolfgang Reuter,
Experte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung.
Alcopops in bunten Flaschen, eine Zigarette hinter der Schulturnhalle, ein Joint, der unter Freunden kreist – es liegt in der Natur von Jugendlichen, Neues ausprobieren zu wollen. Doch Teenager, deren Gehirne noch in der Entwicklung stecken, sind viel anfälliger für eine Abhängigkeit als Erwachsene. Die wenigsten Kids greifen zwar zu harten, illegalen Substanzen wie Heroin, Kokain oder Speed. Doch der Konsum von leicht erhältlichen, legalen oder tolerierten Alltagsdrogen wie Nikotin und Alkohol kann mindestens ebenso gefährlich sein. "Alkohol ist für junge Leute nach wie vor das Suchtmittel Nummer eins", sagt Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Reuter von der DKV. Grund zur Sorge ist vor allem der alarmierend hohe Anstieg des exzessiven Trinkens unter Jugendlichen in den vergangenen Jahren. Untersuchungen zufolge nehmen 16,7 Prozent aller Jungen und Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren in Deutschland einmal im Monat mehr als fünf alkoholische Getränke zu sich.
Kaum eindeutige Symptome, aber viele Warnsignale
Hinzu kommt, dass das Einstiegsalter sinkt. Kinder, die bereits mit sieben oder acht erste Erfahrungen mit Alkohol machen, sind keine Ausnahme mehr. Doch auch härtere Drogen kommen immer früher ins Spiel. Eltern stehen der Problematik häufig hilflos gegenüber. Überhaupt zu erkennen, ob ein Kind Drogen nimmt, ist meist schwierig. "Eindeutige Anzeichen gibt es kaum", sagt Dr. Wolfgang Reuter. "Stimmungsschwankungen und Verschlossenheit gehören zur Pubertät und müssen nicht unbedingt ein Hinweis auf Drogen sein." Dennoch sollten Eltern auf Warnsignale achten: Plötzliche Veränderungen des Freundeskreises, Konzentrationsstörungen, ständige Müdigkeit oder ein deutlicher Anstieg des Geldbedarfs zum Beispiel. Viele Drogen führen zu erweiterten Pupillen und Gewichtsverlust, zudem gibt es Gegenstände, die Anlass zum Nachfragen geben – so wie Pfeifen, Briefchen aus Stanniolpapier oder leere Tablettenröhrchen. Wichtig ist aber, im Kopf zu behalten, dass alle diese Hinweise auch andere Ursachen haben können. "Misstrauen oder Spionieren schaden dem Vertrauensverhältnis", warnt der Experte. "Gehen Eltern zu forsch und offensiv vor, erreichen sie meist nur das Gegenteil von dem, was sie eigentlich wollen."
Selbstbewusste Kids sagen eher nein zu Drogen
Dennoch können Eltern einiges tun, um ihre Kinder zu schützen. "Selbstbewusste Teenager, die mit Konflikten und Rückschlägen umgehen können, sind deutlich weniger gefährdet", betont DKV Experte
Dr. Wolfgang Reuter. Deswegen stärken Anerkennung und Wertschätzung die Abwehrmechanismen von Jugendlichen: Eltern sollten sich Zeit nehmen, auf ihr Kind eingehen, ihm zuhören. Ebenso wichtig ist, ein gutes Vorbild zu sein. Denn der Umgang mit Alkohol im Elternhaus prägt das Verhalten des Kindes. "Eltern haben aber auch die Aufgabe, Grenzen zu setzen und klare Regeln aufzustellen", so der Experte. "Wenn ein 15-Jähriger betrunken heimkommt, muss man deutlich machen, dass so etwas nicht akzeptiert wird." Drogen zu tabuisieren hilft dagegen nicht. Am besten, man spricht frühzeitig mit den Kindern über das Thema. Es lohnt sich, selbst gut informiert zu sein, um die Risiken glaubhaft vermitteln zu können. Wenn es tatsächlich Anzeichen für Drogenmissbrauch gibt, sollte man sich schnell Hilfe suchen. Der Kinder- oder Hausarzt oder ein Vertrauenslehrer können erste Ansprechpartner sein. Sucht- und Drogenberatungsstellen gibt es zudem in jeder größeren Stadt.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Verständlich erklärt: Reisekrankenversicherung
Ob Strandurlaub oder Skivergnügen – wer ins Ausland reist, sollte an eine Reisekrankenversicherung denken. Denn außerhalb Europas sieht der gesetzliche Schutz in der Regel nur eine medizinische Grundversorgung vor. Und auch für Behandlungen in den Ländern der Europäischen Union werden längst nicht alle Kosten übernommen. Esther Grafwallner, Expertin bei der ERV Europäische Reiseversicherung, erklärt in diesem Zusammenhang wichtige Begriffe: Krankenrücktransport, "medizinisch notwendig" und "medizinisch sinnvoll".
Was genau ist unter einem Krankenrücktransport zu verstehen?
Auch auf Reisen ist man nicht vor Unfällen und schweren Krankheiten gefeit. Eine Behandlung am Urlaubsort ist jedoch nicht immer möglich. In manchen Ländern liegt der medizinische Standard deutlich unter dem deutscher Kliniken. In solchen Fällen wünschen sich Erkrankte, schnellstmöglich in die Heimat zurückkehren zu können. Da für einen Rücktransport meist spezielle Transportfahrzeuge und medizinische Fachkräfte notwendig sind, kann dieser sehr teuer werden. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten hierfür grundsätzlich nicht.
Bei Krankenrücktransporten ist häufig von "medizinisch notwendig" die Rede. Was ist damit gemeint?
Manche Versicherer übernehmen die Kosten für einen Rücktransport in die Heimat nur dann, wenn dieser "medizinisch notwendig" ist. Das ist nur dann der Fall, wenn eine Behandlung im Urlaubsland nicht möglich ist. Häufig wird der behandelnde Arzt vor Ort aber darlegen, dass er sehr wohl in der Lage ist, den Patienten medizinisch zu versorgen. Die Folge: Der Patient bekommt die Kosten für einen Rücktransport nicht von seiner Versicherung erstattet und muss im Urlaubsland seine Genesung abwarten – oder den Transport in Eigenregie organisieren und finanzieren.
Und was bedeutet "medizinisch sinnvoll"?
Versicherer wie die ERV zahlen einen Rücktransport auch dann, wenn dieser medizinisch nicht zwingend notwendig, aber sinnvoll ist. Beim medizinisch sinnvollen Krankenrücktransport können Patienten – sofern sie transportfähig sind – in Absprache mit der Notrufzentrale und den behandelnden Ärzten vor Ort mitentscheiden, ob sie sich lieber in einem heimischen Krankenhaus auskurieren möchten. Gute Reiseversicherer unterhalten eine telefonische Notrufzentrale mit medizinisch geschultem Personal, die rund um die Uhr erreichbar ist. Das erfahrene Team ist mit den Gegebenheiten vor Ort bestens vertraut und kann in Absprache mit dem Patienten und den dortigen Ärzten alle notwendigen Behandlungen sowie den Rücktransport optimal organisieren.
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Über die ERGO Expertin
Esther Grafwallner (Jahrgang 1976) hat Rechtswissenschaften studiert und ist zugelassene Rechtsanwältin. Seit einigen Jahren arbeitet sie in unterschiedlichen Abteilungen der ERV, dem Reiseversicherer der ERGO und Deutschlands Marktführer in Sachen Reiseschutz. Seit 2009 leitet sie unternehmensübergreifend die Abteilung Produktmanagement Travel und ist daher für alle Reiseprodukte des Konzerns verantwortlich. Ihre Freizeit verbringt die Mutter von 8-jährigen Zwillingen am liebsten in der Natur, beim Wandern, Radeln oder Schwimmen.
"Zwiebellook" bei Neurodermitis
Mit Allergien und Neurodermitis durch den Winter
Spaziergänge im Schnee, Ski fahren, Glühwein trinken, Plätzchen backen: Viele Menschen verbinden mit dem Winter eine Menge Spaß. Doch für sechs Millionen Deutsche, die unter der chronischen Hautkrankheit Neurodermitis leiden, hat die kalte Jahreszeit so ihre besonderen Tücken. Denn viele Textilien können die Haut reizen und damit als so genannter "Trigger" die unangenehmen Symptome der Krankheit – bei der hinreichend wissenschaftlich belegt ist, dass sie genetische Ursachen hat – verstärken. "Neurodermitis-Patienten sollten unbedingt vermeiden, Kleidung aus tierischen Materialien wie Schaf- oder Angorawolle direkt auf der Haut zu tragen. Denn diese Materialien können eine starke dermatologische Reizung auslösen", wissen die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung und raten auch von nicht-atmungsaktiven Kunstfasern wie Nylon und Polyester ab. Als hilfreich kann sich dagegen der so genannte "Zwiebellook" erweisen: "Besteht die unterste Schicht aus Baumwolle, Leinen oder Mikrofaser und liegt nicht zu eng an, kann das erhebliche Linderung bringen", so die DKV Gesundheitsexperten. Zudem kann man den "Zwiebellook" in geheizten Räumen einfach und schnell um eine oder mehrere Schichten reduzieren. Der Vorteil: Auf diese Weise lässt sich starkes Schwitzen vermeiden, das ansonsten ebenfalls unnötig die Haut reizen würde.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Heizen und Lüften gegen Milben
Mit Allergien und Neurodermitis durch den Winter
Auch wenn die winzigen Auslöser der weitverbreiteten Hausstaubmilbenallergie nicht direkt vom Wechsel der Jahreszeiten betroffen sind, kommt es auch hier zu saisonalen Schwankungen. Denn die kleinen Untermieter, deren Kot allergische Reaktionen vom einfachen Juckreiz bis hin zur gefährlichen Asthmaerkrankung hervorrufen kann, leben zwar in Wohntextilien wie Betten, Teppichböden, Matratzen, Kissen, Decken oder Stofftieren – und sind dabei mindestens so gut wie wir selbst vor Nässe und Kälte geschützt. Doch kann ihnen gerade das in der kalten Jahreszeit zum Verhängnis werden, wie die Gesundheitsexperten der DKV erklären: "Wird im Winter stärker geheizt, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen. Ein Umstand, der den Hausstaubmilben überhaupt nicht gefällt. Denn fällt die Luftfeuchtigkeit unter 45 Prozent, sterben die ungebetenen Gäste allmählich ab." Allerdings steht diesem "reinigenden" Effekt in immer mehr Haushalten ein unerwartetes Hindernis entgegen: Moderne Fenster unterdrücken aus Energiespargründen meist den freien Austausch von Innen- und Außenluft. Die Folge: Ohne aktives Lüften steigt die Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen immer weiter an, anstatt zu fallen. Der Tipp der DKV Experten lautet deshalb: "Um eine ausreichende Luftzirkulation sicherzustellen, sollten Sie mehrmals am Tag stoßlüften. So senken Sie die Luftfeuchtigkeit, ohne dabei unnötig Energie zu verschwenden."
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Tief durchatmen bei Pollenallergie
Mit Allergien und Neurodermitis durch den Winter
Heuschnupfen, Bronchialasthma, chronische Bindehautentzündung – die Leiden von Pollenallergikern sind vielfältig. Der einzige natürliche Weg, den unangenehmen Symptomen dauerhaft zu entgehen, scheint zu allem Überdruss wenig praktikabel: Denn wer kann sich schon vorstellen, seinen Wohnsitz auf den Gipfel eines Berges zu verlegen – nur weil die Belastung durch Blütenstaub ab ca. 1500 Metern über dem Meeresspiegel deutlich abnimmt? Glücklicherweise lässt aber auch hierzulande die Pollenbelastung im Winter für kurze Zeit merklich nach. Grund genug für die Betroffenen, die kalte und fast pollenfreie Zeit so gut wie möglich zu nutzen – bevor es bereits im Januar mit dem Erblühen von Haselstrauch und Erle, gefolgt von Ulme, Pappel und Weide wieder von vorne losgeht. "Wir empfehlen Pollenallergikern, sich in der beschwerdefreien Winter-Phase zu erholen und ihr Immunsystem mit Sport und gesunder Ernährung für das fit zu machen, was sie ab Frühjahr erneut erwartet. Auch eine Therapie zur De- oder Hyposensibilisierung macht gerade in der beschwerdefreien Zeit Sinn, da sich der Körper störungsfrei erholen kann", raten die Gesundheitsexperten der DKV Deutsche Krankenversicherung.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Wichtiger Virenschutz
Risikogruppen sollten im Herbst gegen die Grippe vorsorgen
Gerade hat der Herbst begonnen, da steht auch schon der Winter vor der Tür. Und mit ihm die alljährliche Grippesaison. Sie beginnt hierzulande meist im Dezember und dauert bis in den April hinein. Zehn bis 20 Prozent der Bevölkerung infizieren sich Jahr für Jahr mit dem hochansteckenden und gefährlichen Influenza-Virus. Wer vorbeugen möchte, sollte jetzt an die Schutzimpfung denken. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung, weiß alles Wichtige über den kleinen Piks mit großer Wirkung.
Der Herbst ist der ideale Zeitraum, um sich gegen das Grippevirus impfen zu lassen. Denn der menschliche Körper benötigt nach der Impfung etwa zwei Wochen, um genügend Antikörper gegen die Krankheit zu bilden. "Alle, die zwischen September und November vorsorgen, sind rechtzeitig zum Start der Grippesaison geschützt", so Dr. Wolfgang Reuter.
Getarnte Viren
Das Grippevirus ist besonders ansteckend – und gefährlich. Denn während beispielsweise Schnupfenviren nur die Nasen- und Rachenschleimhaut befallen, können die Influenza-Erreger tief in die Atemwege vordringen. Dabei schwächen sie das Immunsystem so stark, dass sich die Infektion schnell im ganzen Körper ausbreiten kann. "Ein so angeschlagener Organismus öffnet weiteren Viren und Bakterien Tür und Tor", weiß der DKV Mediziner: "Stecken sich Grippekranke noch mit anderen Erregern an, spricht man von einer so genannten Sekundär- oder Super-Infektion. Dann kann es richtig gefährlich werden." Damit es erst gar nicht so weit kommt, kann man mit einer Grippeschutzimpfung vorsorgen. Dabei wird ein Totimpfstoff verabreicht, den das Immunsystem als Krankheitserreger erkennt. Der menschliche Organismus reagiert, indem er Antikörper bildet. Steckt sich ein Geimpfter später mit dem "echten" Virus an, bekämpfen die Antikörper diesen und verhindern so den Ausbruch der Krankheit. "Man muss sich jedoch jedes Jahr neu impfen lassen. Denn zum einen ändert das Grippevirus häufig seine Erscheinung und dann braucht man auch einen neuen Impfstoff", weiß Dr. Wolfgang Reuter und ergänzt: "Zum anderen bietet nur die jährliche Impfung den bestmöglichen Schutz vor der Krankheit." Daher wird die jährliche Impfung auch dann empfohlen, wenn, wie in diesem Jahr, der Impfstoff gleich bleibt.
Impfung für jedermann?
Die Grippe kann jeden erwischen. Schließlich husten und niesen Erkrankte während einer Grippewelle allerorts die Erreger in die Luft. "Führende Mediziner und Institute empfehlen die Grippeschutzimpfung jedoch nur für Risikogruppen", weiß der DKV Experte. Dazu zählen Personen über 60 Jahre und solche, die gesundheitlich besonders anfällig sind: Menschen mit chronischen oder Immunerkrankungen. Auch Schwangere sollten sich impfen lassen und so gleichzeitig ihr Ungeborenes gegen das Virus schützen. "Besonders gefährdet sind zudem alle, die viel mit anderen Menschen in Kontakt kommen: Medizinisches und Pflegepersonal, Lehrer, Verkäufer, aber auch Bewohner von Alten- und Pflegeheimen", so Dr. Wolfgang Reuter. Obwohl die Grippeschutzimpfung für gesunde Menschen unter 60 Jahren nicht ausdrücklich empfohlen wird, kann die Vorsorgemaßnahme nicht schaden: Der Impfstoff ist in der Regel gut verträglich. In wenigen Fällen kann es zu Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle kommen. Selten treten nach der Impfung Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder leichtes Fieber auf, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden. "Nicht geimpft werden dürfen Personen, die an einer akuten Fiebererkrankung oder Infektion leiden. Und auch Hühnereiweiß-Allergiker müssen vorsichtig sein: Das Impfserum enthält in der Regel Spuren des Stoffes", so der DKV Mediziner.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Ausgebrannt! (Burn-Out-Syndrom)
Immer mehr Menschen leiden am "Burn-Out-Syndrom"
Der Begriff "Burn-out" ist in aller Munde. Häufig sind die Ursachen im Berufsleben zu finden, wenn Betroffene geistig und emotional ausbrennen. Doch erwischen kann es jeden. Denn auch private oder familiäre Probleme können einen Burn-out auslösen, weiß Dr. Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung.
"Burn-out" bedeutet übersetzt so viel wie "ausgebrannt, total erschöpft". Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung beschreibt das Syndrom als einen Zustand ausgeprägter geistiger, emotionaler und körperlicher Erschöpfung und warnt: "Ein Burn-out entsteht nicht von heute auf morgen. In der Regel ist er das Ergebnis einer längeren körperlichen oder psychischen Überlastung." Bei Feststellung eines Burn-out-Syndroms müssen körperliche Erkrankungen wie eine Blutarmut oder Schilddrüsenunterfunktion oder psychische Erkrankungen (zum Beispiel eine Depression) als Ursachen sorgfältig ausgeschlossen werden.
Leistungsdruck und Überforderung als Auslöser
Am Anfang eines Burn-out stehen anhaltender, übermäßiger Stress, hoher Leistungsdruck und Überlastung im Arbeitsalltag. Neben diesen äußeren Einflüssen können aber auch innere, persönliche Faktoren eine Rolle spielen. "So sind etwa Menschen besonders gefährdet, die sehr ehrgeizig sind und sich zu hohe, unerreichbare Ziele setzen", weiß Dr. Wolfgang Reuter. Zu Beginn versuchen viele Betroffene noch, einfach mit der Überforderungssituation zurechtzukommen – was nur mit sehr großer Anstrengung gelingt und oft zum Scheitern verurteilt ist. Sie können ihre eigenen, hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen und rennen verzweifelt unrealistischen Zielen hinterher. "Frustration stellt sich ein und das Ausbrennen beginnt", so Dr. Reuter. "Betroffene reduzieren merklich ihr Engagement. Dann kommen Selbstzweifel, Angst, launisches Verhalten und weitere psychische Symptome hinzu."
Wenn Dauerstress und Druck zu groß werden
Auf Dauer können Körper und Geist die starken Belastungen nicht verkraften: Die Leistungsfähigkeit der Betroffenen leidet, hinzu kommen Desinteresse, sozialer Rückzug und emotionale Leere. "Die Symptome müssen dabei nicht nur psychischer Natur sein", weiß der DKV Mediziner. "Irgendwann beginnt auch der Körper zu leiden. Dann kommt es zum Beispiel zu Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Übelkeit. Und auch die Immunabwehr des Körpers wird immer schwächer", so der DKV Experte. "In manchen Fällen geht das dauerhafte Gefühl des Ausgebranntseins so weit, dass Betroffene regelrecht verzweifeln und ihre Situation als sinn- und hoffnungslos betrachten. Im schlimmsten Fall besteht sogar Selbstmordgefahr."
Mit einem ausgewogenen Lebensstil gegenwirken
Stress lässt sich nicht immer vermeiden – ob im Job oder im Privatleben. Umso wichtiger ist es, Gegenmaßnahmen zu ergreifen und eine Balance zu schaffen zwischen (beruflicher) Belastung und Entspannung. "Gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichend Zeit für Erholung tun sowohl dem Körper gut als auch dem Geist", weiß Dr. Wolfgang Reuter. Auch Hobbys und private Interessen sind wichtig, um einen Ausgleich zum Arbeitsalltag zu schaffen. Ein Freizeitkick nach Feierabend hilft der geschundenen Seele genauso wie eine Stunde Yoga. "Zudem sollte man stets seine sozialen Kontakte pflegen. Gerät man in eine schwierige Phase, schützen Familie und Freunde davor auszubrennen", rät der Experte. Im Job gilt: Arbeitnehmer sollten sich die Zeit so einteilen, dass sie ihre Aufgaben erfüllen können. Auch die beruflichen Ziele müssen realistisch und erreichbar sein. "Viele Menschen wollen alles perfekt machen und die Dinge selbst in der Hand halten. Solch hohe Ansprüche an sich selbst können auf Dauer gefährlich werden", mahnt der DKV Mediziner. Wer befürchtet, mit der eigenen Situation nicht mehr alleine zurechtzukommen, sollte dringend die Hilfe eines Fachmanns suchen. Wird ein drohender Burn-out frühzeitig erkannt, kann er mit ärztlicher Unterstützung häufig noch verhindert werden.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Erste Hilfe bei Kindern: Verletzungen nach Stürzen
Kinder erkunden ihre Umgebung voller Neugier. Dabei sind Missgeschicke vorprogrammiert. "Die häufigste Unfallursache bei Kindern sind Stürze", wissen die DKV Experten. "Gerade bei Kopfverletzungen kann es allerdings passieren, dass die Symptome erst viel später auftreten." Daher ist es wichtig, das Kind genau zu beobachten. "Am besten ist, den Pechvogel erst einmal flach zu lagern. Kleinkinder sollten zudem nicht unnötig umhergetragen werden – auch nicht, um sie bequemer hinzulegen."
Um das Bewusstsein zu prüfen, kann man einfache Fragen stellen, etwa "Wo ist dein Bruder?" oder "Möchtest du dein Kuscheltier?". Man sollte das Kind trösten, aber nicht schlafen lassen. Wenn das Kind dämmrig wirkt, erbricht oder starke Kopfschmerzen hat, muss umgehend der Notruf verständigt werden. Ebenso zieht eine so genannte "stumpfe Gewalteinwirkung" auf den Bauch mitunter Verletzungen nach sich, die von außen schwer zu erkennen sind: Ein Sturz auf den Fahrradlenker etwa kann zu lebensgefährlichen Organrissen führen. "Auch nach einem derartigen Fahrradunfall sollte das Kind deshalb liegen. Eine Rolle aus Decken unter den Knien entspannt die Bauchdecke und lindert die Schmerzen", so die DKV Experten. Sofern das Kind Schocksymptome wie kalten Schweiß oder Herzrasen zeigt, gilt es, schnell zu handeln. Dann muss es sofort vom Notarzt ins nächste Krankenhaus gebracht werden
Quelle: DVK Deutsche Krankenversicherung
Erste Hilfe bei Kindern: Verbrennungen
Verbrennungen zählen für Kinder zu den bedrohlichsten Verletzungen überhaupt – sobald mehr als acht Prozent der Körperoberfläche verbrannt sind, besteht akute Lebensgefahr. "Als Orientierung kann die Handfläche des Kindes dienen", sagen die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung. "Sie entspricht etwa einem Prozent." Bei einer eindeutigen Verbrennung oder Verbrühung mit starker Hautrötung oder Blasenbildung sollten die verbrannten Körperareale etwa 20 Minuten mit fließendem Wasser von Zimmertemperatur (etwa 20 Grad Celsius) gekühlt werden. "Das verhindert schlimmere Folgen und lindert den Schmerz."
Kaltes Leitungswasser kann die Situation des Kindes sogar verschlechtern. Die Verwendung einer Rettungsdecke verhindert Auskühlen und deckt die Wunden ausreichend steril ab. Sofern das Kind noch verbrannte oder von heißer Flüssigkeit getränkte Kleidung trägt, ist diese sofort zu entfernen – außer sie ist mit der Haut verklebt. Außerdem gilt: Finger weg von Hausmitteln wie Mehl, Öl oder Zahnpasta – damit richtet man weiteren Schaden an. Blasen dürfen nicht aufgestochen werden. "Bei einer kleineren Verbrennung, etwa an der Fingerkuppe, reicht es, nach der Kühlung einen sterilen Verband anzulegen", raten die DKV Experten. "Bei allem, was darüber hinausgeht, sollte man jedoch sicherheitshalber ins Krankenhaus fahren – oder im Zweifel sogar den Rettungsdienst alarmieren."
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Erste Hilfe bei Kindern: Vergiftungen
Der Haushaltsreiniger aus der Flasche, die Öllampe oder auch die Tollkirsche im Garten – giftige Substanzen in bunten Farben wirken gerade auf Kleinkinder sehr verlockend. "Bei einer Vergiftung ist es zunächst wichtig, Ruhe zu bewahren und auch das Kind zu beruhigen", sagen die Experten der DKV. Keinesfalls darf man es aber zum Erbrechen bringen. Denn dabei werden womöglich ätzende Flüssigkeiten ein zweites Mal durch die Speiseröhre geleitet. "Richtig ist, das Gift zu verdünnen, indem man dem Kind etwas zu trinken gibt. Wasser, Tee oder Saft eignen sich gut, Milch oder Kochsalzlösung schaden dagegen eher."
Es empfiehlt sich, ein entschäumendes Medikament zu Hause zu haben – damit lässt sich verhindern, dass etwa Shampoos im Magen aufschäumen. Auf jeden Fall sollte sofort die Giftnotrufzentrale zurate gezogen werden – auch bei leichteren Symptomen. Eltern von Kleinkindern sei empfohlen, die Nummer der Giftnotrufzentrale vorsorglich im Telefon zu speichern. Danach muss unter Umständen der Kinderarzt oder auch ein Notarzt das Kind behandeln. "Sinnvoll ist es zudem, die Verpackung für den Mediziner mitzunehmen. Auch Erbrochenes sollte aufbewahrt werden", sagen die DKV Experten. "So kann der behandelnde Arzt das Gift schneller analysieren und dem Kind wirksamer helfen."
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
ERGO Expertengespräch: Gesetzlich versichert und trotzdem Privatpatient
Gesundheit ist das höchste Gut – und oft eine teure Angelegenheit. Wer als gesetzlich Krankenversicherter mehr möchte als eine Standardbehandlung, muss oft aus eigener Tasche draufzahlen. Oder in eine private Krankenvollversicherung wechseln. Doch das ist nicht immer möglich. Wie gesetzlich Versicherte trotzdem in den Genuss "privater" Leistungen kommen können, weiß Dr. Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung.
Dr. Reuter, gesetzlich versichert und trotzdem Privatpatient – wie soll das gehen?
Nicht jeder gesetzlich Versicherte ist zufrieden mit den Leistungen, die er von der gesetzlichen Krankenkasse bekommt. Viele können oder wollen aber nicht in eine private Krankenvollversicherung wechseln. Man kann seinen Krankenversicherungsschutz aber durch private Zusatzversicherungen aufbessern. Wer beispielsweise im Krankenhaus eine Chefarztbehandlung wünscht und sich bei Krankheit oder Verletzung von einem Top-Spezialisten behandeln lassen will, findet dafür passende Zusatztarife.
Warum sind Leistungen wie die Behandlung durch Top-Spezialisten so wichtig?
Gerade Nachrichten wie "Es ist Krebs" treffen die meisten Patienten völlig unerwartet und unvorbereitet. Zur Angst um das eigene Leben gesellt sich oft die Unsicherheit, welche Behandlung die richtige und welcher Arzt für die spezielle Erkrankung geeignet ist. Für eine langwierige Suche ist oft gar keine Zeit. Sehr hilfreich ist es dann, wenn die Krankenversicherung ein Netzwerk von Spezialisten pflegt und den Patienten einen Termin innerhalb von wenigen Tagen garantiert – bei einem Arzt, der spezielle Erfahrungen in der Behandlung der entsprechenden Krankheit hat. Meines Wissens bietet derzeit nur die DKV diesen Service an. Sie sorgt dann auch dafür, dass vom ersten Termin über die Anreise bis zur individuellen Nachsorge alles unproblematisch und im Sinne des Patienten organisiert wird. Die Patienten können sich dann ganz in Ruhe aufs Gesundwerden konzentrieren.
Muss denn jeder eine stationäre Zusatzversicherung abschließen?
Nein, das müssen Sie nicht. Auch als Kassenpatient werden Sie im Krankenhaus nach dem aktuellen Stand der Medizin behandelt. Aber wenn Sie sich den behandelnden Arzt im Krankenhaus selbst aussuchen wollen, ist eine private Zusatzversicherung sinnvoll. Viele Zusatzversicherungen fürs Krankenhaus bieten außerdem die Ruhe eines Ein- oder Zweibettzimmers, wo man entspannter gesund wird. Im Falle einer schweren Erkrankung kann das Gold wert sein.
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Über den ERGO Experten
Dr. Wolfgang Reuter (Jahrgang 1960) hat Medizin und Politikwissenschaften in Freiburg und Paris studiert. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet er in unterschiedlichen Einrichtungen im Gesundheitswesen, 1999 kam er zur ERGO Versicherungsgruppe. Hier leitet er die Abteilung Medizinische Beratung im Leistungsmanagement der DKV Deutsche Krankenversicherung. In seiner Freizeit spielt der Vater von sechs Kindern gern Tennis und liest Thomas Mann.
Quelle: ERGO
www.ergo.com/verbraucher
Sturzprophylaxe für Senioren: "Alterssyndrom" Sturz
Etwa ein Drittel der über 65-jährigen Deutschen stürzt einmal im Jahr. Insgesamt kommt es so alljährlich zu mehr als vier Millionen Stürzen von Senioren. Dabei sind es ganz unterschiedliche Gründe, die Stürze zur Unfallursache Nummer eins unter älteren Menschen machen: "Es ist kein Geheimnis, dass die Leistungsfähigkeit des Körpers mit steigendem Alter mehr und mehr nachlässt", wissen die Gesundheitsexperten der DKV Deutsche Krankenversicherung und erklären: "Die Muskeln verlieren an Kraft und Volumen, Körperhaltung und Bewegungsabläufe ändern sich, die natürlichen Reflexe werden langsamer. Und auch die Sinnesorgane wie Hör- und Sehsinn verlieren immer mehr an Leistung."
Hinzu kommen häufig orthopädische und neurologische Krankheiten, beispielsweise Bandscheibenschäden oder Demenz. Und auch den Einfluss von Medikamenten, etwa Schmerzmitteln, sollte man nicht unterschätzen. Durch die meist schleichend auftretenden körperlichen Veränderungen im Alter kann selbst der Weg vom Wohnzimmer in die Küche zur Gefahr werden. Vor allem dann, wenn die eigenen vier Wände nicht seniorengerecht eingerichtet sind: "Teppiche, Türschwellen oder am Boden verlaufende Kabel werden da schnell zu gefährlichen Stolperfallen – ebenso wie nasse und rutschige Böden, etwa im Badezimmer", warnen die Experten der DKV. Besonders fatal: im Alter lässt die Stabilität der Knochen nach, viele Senioren leiden an Knochenschwund, auch Osteoporose genannt. Kommt es zum Sturz, sind Knochenbrüche häufig die unvermeidbare Folge.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Sturzprophylaxe für Senioren: Sturzrisiken minimieren
Um das Risiko eines Sturzes zu minimieren, können Senioren einiges tun. Wichtig ist es, den Körper "in Schuss" zu halten und sich regelmäßig zu bewegen. Wer mehr tun will, kann an speziellen Trainingsprogrammen zur Sturzprophylaxe teilnehmen: "In solchen Kursen werden unter anderem die Beweglichkeit und die Körperbalance trainiert. Außerdem lernen Senioren, wie sie sich beim Fallen richtig abstützen", wissen die DKV Gesundheitsexperten.
Eine selbstverständliche Vorsorgemaßnahme ist die regelmäßige und umfassende Untersuchung beim Hausarzt: Der Mediziner kann nicht nur feststellen, wie stabil die Knochen sind, er stellt auch sicher, dass die alte Brille noch die richtige Stärke besitzt und verschriebene Medikamente den Organismus nicht unnötig belasten. Wichtig ist auch eine altersgerechte Ernährung: "Senioren sollten unbedingt darauf achten, genug zu trinken. Fehlt dem Körper Flüssigkeit, wirkt sich das negativ auf seine Leistungsfähigkeit aus. Außerdem sollten ältere Menschen ausreichend Kalzium und Vitamin D zu sich nehmen. Diese Nährstoffe stärken die Knochen und sind beispielsweise in Milchprodukten oder Seefisch enthalten", so der Rat der DKV.
Zusätzlich zur körperlichen Vorsorge sollten Sturzgefährdete gerade die Gefahrenquellen im Haushalt beseitigen – denn hier passieren die meisten Unfälle. Im Bad, in der Dusche oder in der Badewanne sorgen zum Beispiel rutschfeste Matten für sicheren Stand; umherliegende Telefonkabel sollten hinter einer Verkleidung versteckt werden. Auch eine gute Beleuchtung, gerade auf Treppen oder im Keller, senkt das Risiko eines Sturzes erheblich. "Senioren sollten außerdem auf die richtige Bekleidung achten. Mit weiten Hosen bleibt man schneller an etwas hängen, und auch unpassendes Schuhwerk erhöht die Sturzgefahr. Wer besonders gefährdet ist, dem empfehlen Mediziner, zur Sicherheit Hüftprotektoren zu tragen", so die Gesundheitsexperten.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Sturzprophylaxe für Senioren: Wenn's dann doch passiert
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen: Gänzlich ausschließen lässt sich das Risiko eines Sturzes nie – gerade für Senioren mit zum Teil erheblichen Folgen: Schnell kann es zu gefährlichen Frakturen wie Oberschenkelhalsbrüchen oder ernsthaften Kopfverletzungen kommen.
"Viele Dinge des täglichen Lebens können Senioren in der oft langen Genesungsphase nicht mehr ohne Unterstützung erledigen. So sind sie auch bei einfachen Tätigkeiten wie Einkaufen, Kochen oder der Fahrt zum Arzt auf fremde Hilfe angewiesen. Oft benötigen Verunfallte sogar Unterstützung bei der Pflege, etwa wenn sie sich nicht mehr alleine waschen können", so die ERGO Unfallexperten. Umfasst der private Unfallschutz auch diese Assistance-Leistungen, kann sich der verunglückte Rentner nicht nur auf finanzielle Unterstützung – etwa für nötige Umbauten – verlassen: Mit viel Erfahrung und einem breiten Netzwerk an verlässlichen Partnern sorgt der Versicherer dafür, dass sich der Verunglückte voll und ganz auf seine Genesung konzentrieren kann
Quelle: ERGO
www.ergo.com/verbraucher
Gift für den Körper: Schimmel – die schwarze Gefahr
Wer kennt sie nicht: schwarze Flecken im Badezimmer, hinter Schränken oder am Fensterrahmen. Fast jeder zehnte deutsche Haushalt ist von Schimmelbefall betroffen. "Schimmelpilze sehen nicht nur unschön aus, sie können auch zu einer echten Gefahr für die Gesundheit werden", warnen die Experten der
DKV Deutsche Krankenversicherung. "Die Pilze verteilen ihre Sporen in der Wohnung, über die Luft gelangen sie dann in die Atemwege der Bewohner." Wer der "verseuchten" Luft regelmäßig ausgesetzt ist, riskiert, krank zu werden.
So leiden bereits etwa sechs Prozent aller Deutschen an einer Schimmelpilzallergie: "Atmen Betroffene die Sporen ein oder gelangen sie auf anderem Weg in den Körper, etwa beim Essen, können unterschiedliche allergische Reaktionen auftreten. Diese reichen von Schnupfen, Bindehautreizungen und Migräne über Hautausschlag und Müdigkeit bis hin zu Atemwegserkrankungen wie Asthma", so die DKV Experten. Darüber hinaus können manche Schimmelarten Pilzinfektionen verursachen. Andere wiederum bilden besonders giftige Sporen, die innere Organe angreifen. Die Folge können schwere Leberschäden sein. Generell gilt: Obwohl grundsätzlich jeder gefährdet ist, der Schimmelsporen regelmäßig einatmet, sind Säuglinge, immungeschwächte und ältere Menschen besonders oft von den gesundheitlichen Folgen betroffen.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen
Sie sind zappelig, können sich nicht konzentrieren, stören den Unterricht: Was der Frankfurter Arzt Heinrich Hoffmann bereits 1845 in seiner Geschichte vom "Zappelphilipp" beschrieb, führt auch heute noch viele Eltern und Lehrer an ihre Grenzen. Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung, kurz ADHS, lautet in solchen Fällen immer häufiger die Diagnose. Medikamente können die Symptome lindern, lösen aber in der Regel nicht das Problem. Was Eltern tun können, um ihren Kindern zu helfen, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der
DKV Deutsche Krankenversicherung.
In Deutschlands Klassenzimmern grassiert das Zappelphilipp-Syndrom
Seitdem die Störung vor rund 30 Jahren ihren Namen erhielt, scheint sich ADHS immer stärker auszubreiten. Allein von 2004 bis 2007 stieg die Zahl der ADHS-Diagnosen um 50 Prozent. Insgesamt leiden rund eine halbe Million Kinder und Jugendliche unter der psychischen Störung. Doch nicht jede Konzentrationsschwäche ist gleich als Indiz für ADHS zu werten, betont Dr. Wolfgang Reuter, medizinischer Experte bei der DKV: "Einige Kinder sind von Natur aus einfach lebhafter als andere. Eltern sollten allerdings hellhörig werden, wenn die Auffälligkeiten das Kind in der Schule oder in der Familie beeinträchtigen, wenn sie das normale Maß für Kinder des jeweiligen Alters deutlich übersteigen und noch dazu länger als sechs Monate anhalten." Zu den Symptomen zählen impulsives Verhalten, Unaufmerksamkeit und Überaktivität. Oft machen die betroffenen Kinder Flüchtigkeitsfehler, können nicht still sitzen und sind nicht in der Lage, den Erklärungen des Lehrers zu folgen oder eine Aufgabe zu Ende zu bringen.
Müssen es denn gleich Medikamente sein?
Die Grenze zwischen normalem Bewegungsdrang bei Kindern und einer psychologischen Störung ist fließend: Feste Werte gibt es nicht, sondern lediglich Richtlinien. ADHS ist daher schwer festzustellen und wird leider immer wieder etwas voreilig diagnostiziert. "Wenn Probleme auftreten, sollten sich die Eltern zuallererst an einen spezialisierten Arzt wenden, also einen Kinder- und Jugendpsychiater", rät der Experte. Entscheidend für den Verlauf von ADHS ist die richtige Therapie: Die Symptome lassen sich zwar mit dem Wirkstoff Methylphenidat behandeln. Doch Medikamente wie das bekannte Ritalin können gravierende Nebenwirkungen wie etwa Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle, Übelkeit und sogar Depressionen haben. "Wegen dieser Risiken muss der Einsatz von Medikamenten sorgfältig überlegt werden", sagt Dr. Wolfgang Reuter. "Methylphenidat ist nur zu empfehlen, wenn sich alle anderen Maßnahmen als unzureichend erwiesen haben. Denn längst nicht jedes betroffene Kind braucht Medikamente." Häufig helfen liebevolle Zuwendung und gute Schulen ruhelosen Kindergemütern nachhaltiger. Schädlich dagegen sind Über- oder Unterforderung, Stress und ein unregelmäßiger Familienalltag.
Klare Regeln, feste Strukturen, eindeutige Ansagen
Eltern und Lehrer können auch ohne Medikamente eine Menge tun. Schon ein reizarmes Klassenzimmer und ein Platz in der ersten Reihe lenken weniger ab. "Es sollte sichergestellt sein, dass die Kinder sich regelmäßig ,austoben' können, um ihren Bewegungsdrang auszuleben. Zudem sind klare Regeln und feste Strukturen unerlässlich", sagt der DKV Experte. "Die Eltern müssen klare Ansagen machen: ,Vielleicht' oder ,ausnahmsweise' sind eher kontraproduktiv." Verhaltens-, Ergo- und Psychotherapien unterstützen das Kind dabei, besser mit seiner Umwelt zurechtzukommen. Eine Familientherapie kann zusätzlich sinnvoll sein. Vor allem aber sollte viel gelobt werden, um das Selbstbewusstsein des Kindes zu stärken. Für besondere Erfolge können als Ansporn Belohnungen vereinbart werden. Außerdem tut es Kindern gut, Verantwortung zu übernehmen, selbst wenn sie den Aufgaben zunächst nicht gerecht werden: Wochenpläne zum Beispiel können neben täglichen Zeiten für Essen oder Hausaufgaben auch einfache Pflichten wie das Tischdecken umfassen. "Wichtig ist vor allem, die Geduld zu bewahren", erklärt Dr. Wolfgang Reuter. "Es muss nicht alles vom ersten Tag an klappen. Schließlich brauchen alle Kinder etwas Zeit, um sich an neue Regeln zu gewöhnen."
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Ein Tag am Strand – gefährlicher Sonnenschein
Urlaub bedeutet für die meisten Deutschen vor allem: den lieben langen Tag am Sandstrand zu liegen und dem Rauschen des Meeres zu lauschen. Dabei ist ein Plätzchen im Schatten nicht nur entspannender als das Braten in der prallen Sonne, sondern auch gesünder. Besonders in der Tagesmitte zwischen 10 und 16 Uhr, wenn die Sonnenstrahlung am stärksten ist, sollte man den Schatten suchen. Doch auch wer unter dem Sonnenschirm liegt, sollte seine Haut zusätzlich schützen. Denn die UV-Strahlung wird von Meer und Sand reflektiert. "Am einfachsten und besten schützt man seine Haut durch das Tragen von möglichst lichtundurchlässiger Kleidung.
Wichtig sind auch eine Sonnenbrille und in der direkten Sonne eine Kopfbedeckung", so die Gesundheitsexperten der DKV Deutsche Krankenversicherung. Dort, wo man nichts anhat, sollte man sich eincremen und dabei einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor wählen. Mittlerweile gibt es Sonnencremes mit Lichtschutzfaktor 50 und mehr – auch damit kann man braun werden. Der Wert besagt aber nur, um welchen Faktor man länger in der Sonne bleiben kann, ohne entsprechend seines individuellen Hauttyps Sonnenbrand zu bekommen. "Denken Sie beim Eincremen auch an Füße, Ohren und andere Stellen, die man gerne einmal vergisst", mahnen die DKV Experten und ergänzen: "Vergewissern Sie sich außerdem, dass die Sonnencreme wasserfest ist und erneuern Sie unbedingt den Schutz, wenn Sie im Wasser waren."
Sobald Übelkeit, Schwindel, starke Kopfschmerzen oder ähnlich schwere Symptome auftreten, sollten Urlauber unbedingt einen Arzt aufsuchen. Besondere Vorsicht ist bei Kindern angebracht, deren Haut viel empfindlicher ist. Sie sollte man in den Mittagsstunden auf keinen Fall der prallen Sonne aussetzen. Übrigens: Der passende Sonnenschutz hilft nicht nur, akuten Sonnenbrand zu vermeiden. Er beugt auch Spätfolgen wie Falten und Altersflecken vor und verringert das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Unerwünschte Urlaubsmitbringsel (Krankheiten vermeiden)
Wer in fernen Ländern Urlaub macht, muss sich vor exotischen Krankheitserregern schützen
Lungenegel, Orientbeule, Whirlpool-Dermatitis – vor allem an fernen, südlichen Stränden lauern jede Menge fremdartige Krankheitserreger. Doch es ist möglich, sich vor exotischen Keimen zu schützen: Die Einhaltung einiger hygienischer Grundregeln hilft, Bakterien, Viren und Parasiten abzuwehren. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es allerdings nicht. Und so bringen Urlauber immer wieder gefährliche "Souvenirs" unbemerkt mit nach Hause. Was daher vor, während und nach der Reise beachtet werden sollte, erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Experte der DKV Deutsche Krankenversicherung.
Mit Husten, Frösteln oder einem hässlichen Ausschlag kann es losgehen. Dann werden die Symptome ausgeprägter und schlagartig wird klar: Der Mückenstich war vielleicht doch nicht so harmlos wie angenommen. Oder mit dem Meeresfrüchtesalat stimmte etwas nicht. Womöglich hätte man auch nicht in das Schwimmbecken springen sollen, dessen Wasser etwas eigentümlich roch. "Wer sich auf Reisen eine Krankheit einfängt, hat mitunter weit mehr zu befürchten als einen verdorbenen Urlaub", warnt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV. "Die oftmals aggressiven exotischen Keime können langfristige Folgen für die Gesundheit haben." Am besten ist es daher, wenn es gar nicht erst zu einer Infektion kommt. Eine gewissenhafte Vorsorge beginnt deshalb schon vor der Abreise. "Man sollte sich unbedingt rechtzeitig, also ein bis zwei Monate vor Urlaubsbeginn, um die nötigen Impfungen kümmern", erklärt Dr. Wolfgang Reuter. "Womöglich müssen Standardimpfungen wie Tetanus und Diphterie aufgefrischt werden. Zudem ist für einige Länder ein spezieller Schutz gegen Tropenkrankheiten wie Malaria oder Gelbfieber sinnvoll."
Kochen, schälen – oder Finger weglassen
Grundsätzlich sollte niemand darauf verzichten, sich über die speziellen medizinischen Risiken im jeweiligen Urlaubsland zu informieren. Reisende sind hierfür meist besonders anfällig, weil ihr Immunsystem die fremden Krankheitskeime nicht kennt. Zudem schwächen Klimawechsel und Zeitverschiebung die Abwehrkräfte. Generell gilt in exotischen Ländern die alte Kolonialregel: "Koch es, schäl es oder vergiss es", sagt der Experte: "In den meisten Fällen infizieren sich Reisende bei der Nahrungsaufnahme. Deshalb sollte man, wenn irgend möglich, kein Leitungswasser trinken. Auch auf rohes Fleisch, Salate und Eis sollte man verzichten." Außerdem warnt der Fachmann davor, in Seen, Flüssen oder schlecht gewarteten Pools zu baden. "In einigen Ländern ist es zudem wichtig, Mücken fernzuhalten, weil sie gefährliche Krankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber übertragen", sagt
Dr. Wolfgang Reuter. "Dazu eignen sich Sprays, die DEET enthalten. Nachts empfiehlt es sich, in klimatisierten Räumen zu schlafen oder Moskitonetze zu verwenden. Schutz bietet auch helle, möglichst den ganzen Körper bedeckende Kleidung, die mit Permethrin imprägniert werden kann." Und auch wenn sich neue Kontakte im Urlaub noch so ungezwungen ergeben: Wer ungeschützten Geschlechtsverkehr hat, setzt seine Gesundheit fahrlässig auf Spiel.
Krankheiten können noch Monate nach der Reise ausbrechen
Doch bei aller Vorsicht – Infektionen lassen sich nicht völlig ausschließen. Manchmal machen sich die Erreger lange nach der Heimreise bemerkbar. Denn zwischen der Infektion und dem Ausbruch mancher Krankheiten können Wochen vergehen: Bei Typhus zum Beispiel beträgt die Inkubationszeit rund 14 Tage, bei Malaria sogar bis zu drei Monate. "Aufmerksam werden sollte man bei Symptomen wie Fieberschüben, Erschöpfung, Durchfall, Blut im Stuhl, Ausschlag, Geschwüren oder Knoten in der Haut", sagt der Fachmann. "Wenn solche Beschwerden auftreten, ist schnelles Handeln geboten." Denn tropische Krankheiten sind mitunter lebensgefährlich: Die Keime können Entzündungen der inneren Organe, akuten Darmverschluss und Herz-Kreislaufstörungen verursachen. Manche Infektionen enden sogar tödlich. Zu den häufigsten unerwünschten Mitbringseln zählen die hoch ansteckende Hepatitis A, das Dengue-Fieber und die Malaria tropica. Betroffene sollten sich umgehend an einen Arzt wenden und ihn über ihren Urlaub genau aufklären. Nach einem Aufenthalt in einem exotischen Land ist es ratsam, einen spezialisierten Reise- oder Tropenmediziner um Rat zu fragen.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Bei kleinen Wunden hilft ein Pflaster, bei größeren der Arzt
Kleine Sommer-Malheure
Es ist schnell passiert: Eine Scherbe im Gras, eine aufgerissene Cola-Dose am Strand – und schon fließt Blut. Gerade im Sommer ziehen sich Kinder immer wieder Schnittwunden zu. "Hautverletzungen erlauben es Krankheitskeimen, in den Körper einzudringen", wissen die DKV Experten. "Daher muss sichergestellt sein, dass immer ausreichender Tetanus-Impfschutz besteht." Kleinere Wunden heilen in der Regel von alleine, sie sollten jedoch mit Desinfektionsmittel behandelt werden. Anschließend ist eine oberflächliche Abschürfung mit einem Pflaster gut versorgt; bei etwas größeren Schnitten empfiehlt sich eine Kompresse. Sprühpflaster eignen sich nur, wenn die Wunde weder verschmutzt ist noch blutet. "Mit einem Eisbeutel auf einer keimarmen Kompresse oder einem Tuch kann die Blutung vermindert werden. Zusätzlich hilft es, den betroffenen Körperteil höher zu lagern", sagen die DKV Experten. "Bei pulsierenden oder stark blutenden Wunden ist allerdings ein Druckverband nötig." Größere Schnitte, vor allem im Gesicht und an den Händen, sollten umgehend von einem Arzt begutachtet werden. Eine Scherbe, die noch in der Wunde steckt, darf man unter keinen Umständen selbst herausziehen. Stattdessen sollte der Splitter auf dem Weg zum Arzt mit einem Verband gegen Bewegungen abgesichert werden. In diesem Zusammenhang weisen die Experten der DKV ausdrücklich darauf hin, dass die Impfpässe der Familie schnell greifbar aufbewahrt werden sollten, damit diese gleich zum Arzt mitgebracht werden können.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Promptes Handeln kann ausgeschlagene Zähne retten
Kleine Sommer-Malheure
Ob im Schwimmbad, bei einer Rauferei oder beim Skaten – Stürze lassen sich nicht immer vermeiden. Wenn dabei ein Zahn ausgeschlagen wird, ist der Schrecken zunächst groß. "Man sollte aber unbedingt einen kühlen Kopf bewahren", raten die DKV Experten. "Denn überlegtes Verhalten in den ersten Minuten ist entscheidend dafür, ob der Zahn noch gerettet werden kann." Es muss unbedingt schnell gehandelt werden. Ein bleibender Zahn sollte immer sofort gesucht werden. Dabei darf der Zahn nur an seiner Krone angefasst werden. "Der Zahn sollte auf keinen Fall gereinigt oder in Papiertüchern aufbewahrt werden, damit die empfindliche Wurzelhaut nicht verletzt wird", raten die DKV Experten. Verschmutzungen dürfen nur abgespült werden. Ideal wäre physiologische Kochsalzlösung. Danach sollte der Zahn feucht gelagert werden. Am besten in einer speziellen Zahnrettungsbox, die in Apotheken erhältlich ist und in keiner Schule oder keinem Sportverein fehlen sollte. Alternativ wäre die Aufbewahrung in H-Milch oder abgekochtem, kaltem Wasser möglich. Gut geeignet wäre auch die Aufbewahrung im Mund des Verletzten (unter der Zunge oder in der Wangentasche; aber Vorsicht: nicht verschlucken!). Bei starken Blutungen hilft es, auf ein Stofftaschentuch zu beißen; eine Kühlung von außen lindert Schwellung und Schmerz. "Wenn alle diese Regeln beachtet werden, hat man sehr gute Aussichten, dass der Zahn gerettet werden kann", sagen die Gesundheitsexperten."
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Keine Chance für hinterlistige Blutsauger
Kleine Sommer-Malheure
Sie sind klein, fies und können eine ganze Reihe gefährlicher Krankheitserreger in sich tragen: Zecken lauern von März bis Oktober draußen im Grünen, vor allem im hohen Gras von Parks, Gärten oder Wäldern. Innerhalb von Sekundenbruchteilen krallen sie sich an ihren Opfern fest, stechen zu und beginnen, Blut zu saugen. "Zecken tragen ein ganzes Arsenal von Viren und Bakterien in sich und können unter anderem Frühsommer-Meningoenzephalitis und Borreliose übertragen", warnen die DKV Experten. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine gefährliche Art der Hirnhautentzündung, ist vor allem in Baden-Württemberg und Bayern verbreitet. Wer in den Hauptrisikogebieten lebt oder dort Urlaub macht, kann sich mit einer Impfung vor der Krankheit schützen. Drei Spritzen sind nötig, dann ist man drei Jahre lang auf der sicheren Seite. Wer eine Zecke an sich oder seinem Nachwuchs entdeckt, sollte sie mit einer Zeckenzange oder einer Pinzette entfernen. Oder noch besser: einen Arzt aufsuchen. Fachleute raten zudem davon ab, das Tier mit Öl oder Klebstoff zu beträufeln: Dabei sterben die kleinen Parasiten zwar, doch zuvor übergeben sie sich und pumpen erst recht Keime ins Blut. "Zeckenstiche lassen sich vermeiden, wenn man draußen lange Kleidung und feste Schuhe trägt", erklären die DKV Experten. "Nach einem Aufenthalt im Freien sollte man sich selbst, Kinder und Hunde gut absuchen. Denn meist kriechen die Tiere ein Weilchen auf ihrem Wirt herum, ehe sie eine geeignete Hautstelle gefunden haben."
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Zu welchem Optiker soll ich gehen?
Wann Ärzte medizinische Dienstleister empfehlen dürfen
In der Regel erhalten Patienten vom Arzt ihres Vertrauens sachkundige Empfehlungen: Welche Tabletten am besten helfen, ob eine Bettruhe nötig ist, welche Behandlungsmethoden den Erfolg versprechen. Medizinische Anbieter, etwa Optiker oder Sanitätshäuser, dürfen Ärzte jedoch nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen empfehlen. Welche dies genau sind, erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Experte der DKV Deutsche Krankenversicherung.
Wer an einer Krankheit leidet, hat meist nur einen Wunsch: Schnell wieder gesund werden. Doch viele Leiden gehen nicht einfach so vorüber – und der Hausarzt alleine kann nicht immer helfen. Benötigen Patienten dann Hilfsmittel wie beispielsweise eine Brille, sind sie auf eine gute Empfehlung von Freunden oder Bekannten angewiesen; oder sie bitten den Arzt um Rat. Dieser ist jedoch an gesetzliche Vorgaben gebunden.
Ärzte mit Grenzen
Viele Menschen haben großes Vertrauen zu ihrem Arzt – und verlassen sich in ihrer Not auf dessen fachliche Meinung. Ein häufiges Problem dabei: Patienten sind in besonderem Maße vom Gesetz geschützt, das ihnen auch die freie Wahl medizinischer Leistungen zugesteht. Geht es etwa darum, an welchen Anbieter sich der Patient wenden soll, kann es für den Arzt bereits heikel werden: "Wenn der behandelnde Mediziner einen Dienstleister ungefragt vorschlägt, muss ein so genannter hinreichender Grund vorliegen", weiß Dr. Wolfgang Reuter. "Bietet beispielsweise nur ein einziges Sanitätshaus spezielle Bettwäsche für Allergiker an, ist das für einen pollengeplagten Patienten ein sinnvoller und wichtiger Hinweis – und die Empfehlung in Ordnung." Der kurze Weg in die nebenan liegende Apotheke oder gute Erfahrungen mit einem bestimmten Hersteller alleine reichen als Gründe hingegen nicht aus. Egal, ob es sich um Apotheken, Geschäfte oder andere Anbieter von gesundheitlichen Leistungen handelt: Der Arzt darf nur im Ausnahmefall auf sie hinweisen: "Ein Gehbehinderter etwa dürfte sich freuen, wenn ihn sein Arzt auf die Apotheke um die Ecke aufmerksam macht", so Dr. Wolfgang Reuter. Spricht der Mediziner jedoch unaufgefordert und ohne erkennbaren Grund eine Empfehlung aus, handelt er unter Umständen gesetzeswidrig – auch wenn er es gut mit seinem Patienten meint.
Wer Fragen hat, der frage
Nur wenn der Patient ausdrücklich und von sich aus fragt, darf der Arzt unproblematisch eine Empfehlung aussprechen; etwa, wenn der Patient keinen geeigneten Anbieter kennt oder eine kostengünstige Alternative sucht. Dann ist der behandelnde Mediziner sogar angehalten, einen passenden Dienstleister zu nennen. Schließlich besitzt er eine Fürsorgepflicht gegenüber seinem Patienten. Sobald der Arzt juristisch auf der sicheren Seite ist, wird er gerne eine Empfehlung aussprechen und seinem Patienten helfen. Übrigens: Rechtswidrig ist eine Empfehlung immer dann, wenn der Arzt einen Vorteil aus der Verweisung zieht, etwa, weil er finanziell davon profitiert. Das kann der Fall sein, wenn zwischen dem Mediziner und einem Hersteller für medizinische Hilfsmittel ein Kooperationsvertrag besteht und der Arzt am Umsatz beteiligt wird.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Expertengespräch: Häusliche Pflege – Mehr als nur satt und sauber
Mehr als nur "satt und sauber" - Häusliche Pflege eines alten Menschen ist ohne private Vorsorge nicht zu bewältigen. Es gibt Dinge im Leben, die sich nicht planen lassen. Wer noch jung ist, kann nicht wissen, ob er einmal bis ins hohe Alter fit bleiben wird. Doch man kann dafür sorgen, die bestmögliche Pflege zu erhalten, wenn es eines Tages nicht mehr ohne die Hilfe anderer gehen sollte. Die meisten Menschen wünschen sich, im Alter im Kreis ihrer Lieben versorgt zu werden. Eine Unterbringung im Heim ist für jemanden, der allein nicht mehr zurechtkommt, oftmals ein doppeltes Unglück. Doch auch die Kosten für die ambulante Pflege zu Hause sind erheblich. Was man tun muss, damit die Familie die nötige finanzielle Unterstützung erhält, weiß Pflege-Expertin Gabriele Thomaßen von der DKV Deutsche Krankenversicherung.
Für viele alte Menschen ist es besonders schlimm, aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen zu werden. Doch wie lässt sich eine gute Pflege zu Hause organisieren?
Ratsam ist, sich frühzeitig mit diesem Thema zu befassen und sich auch mit seinen Angehörigen abzusprechen, bevor eine Pflegebedürftigkeit eintritt. Ehepartner, erwachsene Kinder oder eine andere vertraute Person könnten die Pflege übernehmen. Allerdings ist die psychische und körperliche Belastung für die Pflegenden oft sehr groß. Wenn die Familie das nicht allein bewältigen kann, ist ein ambulanter Pflegedienst eine gute Lösung, die sich auch für alleinstehende Menschen anbietet. Die Pfleger kommen je nach Bedarf ein- oder mehrmals am Tag in die Wohnung des Betroffenen und unterstützen ihn beispielsweise bei der Körperpflege, beim Toilettengang oder auch beim Einkaufen, Putzen und Essenkochen.
Das klingt, als würde das einiges kosten. Welche Hilfe können die Betroffenen von der staatlichen Pflegeversicherung erwarten?
Es stimmt, die Pflege eines hilfsbedürftigen Menschen ist zeitaufwendig und teuer. Die Pflegepflichtversicherung ist nur als eine reine Grundsicherung gedacht. Wer sich allein um einen Angehörigen kümmert, erhält in Pflegestufe I gerade mal 225 Euro im Monat. Kommt ein Pflegedienst ins Haus, gibt es 440 Euro im Monat. Das reicht für eine umfassende Versorgung meist nicht aus. Einen größeren Geldbetrag wird man aus eigener Tasche dazuzahlen müssen, wenn man nicht nur das Allernötigste erledigen lassen will. In den höheren Pflegestufen kann noch deutlich mehr an Eigenleistung anfallen. Für die meisten dürfte es schwierig sein, größere Summen monatlich selbst aufzubringen. Zwar springt die Sozialhilfe ein, wenn alle Ersparnisse aufgebraucht sind. Doch in vielen Fällen wird das Amt versuchen, sich das Geld zurückzuholen – beim Ehepartner und notfalls auch bei den Kindern.
Die meisten Menschen werden ihren Angehörigen eine solche erhebliche Belastung ersparen wollen. Wie kann man sich und seine Familie vor einem finanziellen Fiasko schützen?
Über eine private Pflegeergänzungsversicherung kann jeder sicherstellen, dass er im Alter gut abgesichert ist. Zum Beispiel mit einem Ergänzungstarif, der einen Teil der Pflegekosten absichert. Übernommen wird ein festgelegter Anteil der Kosten, die nach Leistung der gesetzlichen Kasse noch übrig bleiben. So lässt sich die Versorgungslücke ganz oder teilweise schließen, die der Staat offen lässt; je nachdem, wie hoch der versicherte Kostenanteil ist. Für denjenigen, der lieber jeden Monat einen bestimmten Betrag zur freien Verfügung haben möchte, empfiehlt sich ein ergänzender Pflegetagegeld-Tarif: Der Pflegebedürftige erhält einmal im Monat einen von ihm festgelegten Betrag und kann selbst entscheiden, wofür er das Geld verwendet. Ein Kritikpunkt bei der gesetzlichen Vorsorge ist ja, dass nur die körperlichen Grundbedürfnisse abgedeckt sind. Menschliche Bedürfnisse, etwa Zeit für Gespräche, finden dabei keine Berücksichtigung. Mit dem Pflegetagegeld aus einer privaten Ergänzungsversicherung dagegen kann zum Beispiel auch eine Person zum Vorlesen oder eine Begleitung für Spaziergänge oder Arztbesuche finanziert werden, wenn kein Familienangehöriger zur Verfügung steht.
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Über die ERGO Expertin
Gabriele Thomaßen (Jahrgang 1957) arbeitet seit 1977 bei der DKV Deutsche Krankenversicherung und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Pflege. Im Jahr 2003 übernahm sie die Leitung die Abteilung Pflegeversicherung. Seitdem setzt sie sich unter anderem dafür ein, dass pflegebedürftige DKV-Versicherte möglichst gut versorgt und betreut werden. Der persönliche Kontakt zum Kunden ist ihr dabei sehr wichtig. Sie entspannt sich am liebsten bei der Gartenarbeit und interessiert sich für Musik und darstellende Kunst. Den Urlaub verbringt sie mit ihrem Mann besonders gerne am Meer.
Quelle: ERGO Versicherungsgruppe
Fit wie ein Fußballprofi durch Laufen?
Der Sommer ist da – und mit ihm in wenigen Wochen das Fußball-Highlight des Jahres 2011. Die deutschen Damen sind wie immer nicht nur durchtrainiert, schlank und fit, sondern auch mental voll da. Kein Wunder, schließlich bereiten sich die umjubelten Ball-Künstlerinnen monatelang mit viel Ehrgeiz, Schweiß und Disziplin auf ihren Einsatz vor. Wer die eigene Fitness verbessern möchte, muss aber nicht unbedingt zum Profisportler werden, beruhigen die Gesundheitsexperten der DKV Deutsche Krankenversicherung: "Mit regelmäßigem Ausdauersport wie Jogging und einer gesunden Ernährung können auch Hobbysportler und Hobbysportlerinnen etwas für ihre Gesundheit und ihre Traumfigur tun."
Wer dabei jedoch den Fehler macht, sich mit einem übertriebenen Mammut-Programm die perfekte Bikini-Figur "ersporteln" zu wollen, tut sich keinen Gefallen: "Gerade nach einer langen Phase des Nichtstuns sollte man es auf keinen Fall gleich am Anfang übertreiben", mahnen die DKV Experten und raten: "Zwei bis drei kurze Einheiten à 20 bis 30 Minuten langsamen Joggings in der Woche reichen zum Reinkommen völlig aus. Wer überdurchschnittlich viel wiegt, schon etwas älter ist, an chronischen Herz- oder Gelenkerkrankungen leidet oder sich aus anderen Gründen unsicher ist, sollte sich mit seinem Haus- oder Sportarzt beraten."
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Laufen macht schlank, glücklich und... schlau
Ist der Einstieg erst einmal geschafft, können Dauer und Distanz beim Jogging schrittweise gesteigert werden. "Wer allerdings glaubt, dass Sport allein die Pfunde purzeln lässt, erlebt sehr wahrscheinlich eine Enttäuschung", dämpfen die Gesundheitsexperten der DKV allzu überschwängliche Erwartungen: "Von heute auf morgen lässt sich die eigene Fitness nämlich leider nicht verbessern. Und ohne eine passende, fettarme und gesunde Ernährung bleibt auch der gewünschte Gewichtsverlust nur ein Traum." Und: Beim Laufen spielt auch die passende Ausrüstung eine wichtige Rolle: Ohne richtige Laufschuhe, die optimal sitzen, Fuß und Knöchel stützen und dabei trotzdem nicht einengen, sollten auch Hobbyläufer nicht trainieren.
Einen positiven Effekt hat das Laufen aber auf jeden Fall: Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass regelmäßiges Jogging nicht nur gesünder, sondern auch "schlauer" macht. Man vermutet, dass durch häufige sportliche Betätigung der Dopamin-Spiegel im Hirn langsamer absinkt – ein Effekt, durch den besonders visuelle Reize besser verarbeitet und die Konzentrationsfähigkeit gestärkt wird.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Laufen hält gesund und jung
Wer über viele Jahre regelmäßig Sport treibt, tut damit nicht nur kurzfristig etwas für seine Fitness. "Langzeitstudien haben gezeigt, dass sich besonders Ausdauersportarten wie Laufen im Alter bezahlt machen", bestätigen die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung. So leiden Menschen, die über lange Zeit körperlich sehr aktiv waren, im Alter beispielsweise wesentlich seltener an Knochenproblemen wie Osteoporose. Bemerkenswert dabei: Anstatt Knochen und Gelenke zu verschleißen, scheint Joggen entgegen der landläufigen Meinung die Knochendichte sogar zu stärken. Ein Vergleich zwischen einer Gruppe von Sport-Fahrradfahrern und einer Gruppe Marathon-Läufer durch die amerikanische Missouri-Columbia-Universität hat gezeigt, dass dieser Effekt durch Laufen besonders begünstigt wird.
Und Sport kann noch mehr: Gerade Frauen jenseits der Wechseljahre, die häufig und intensiv Sport treiben, können sich nicht nur über einen langsameren Alterungsprozess freuen. Im Gegensatz zu ihren "unsportlichen" Altersgenossinnen ist ihr durchschnittliches Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, um fast ein Drittel niedriger.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Durchfallerkrankungen in Deutschland – Alles rund um EHEC
Seit einigen Tagen häufen sich Meldungen über eine Darminfektion, die sich rasch vom Norden der Republik her über das gesamte Bundesgebiet auszubreiten scheint. Aktuell sind bereits über 300 Einzelinfektionen bekannt, Tendenz steigend. Wie das dafür verantwortliche EHEC-Bakterium übertragen wird, auf welche Symptome besorgte Verbraucher achten sollten und welche Vorsichtsmaßnahmen man ergreifen kann, fasst Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung zusammen.
Was ist EHEC?
"Bei den enterohämorrhagischen Escherichia Coli Bakterien, kurz EHEC, handelt es sich um eine besonders aggressive Art von Darmbakterien, die sowohl direkt als auch indirekt vom Tier auf den Menschen übertragen werden können", weiß Dr. Wolfgang Reuter und erklärt: "Aufgenommen werden die Bakterien mutmaßlich in der Regel über kontaminierte, also sozusagen ,verseuchte' Lebensmittel oder Wasser, das zuvor mit tierischem Kot in Berührung gekommen ist." Und das kommt durchaus nicht selten vor: Denn in der Landwirtschaft wird auch häufig mit natürlicher Gülle und Jauche gedüngt.
Wie sich der Krankheitserreger verbreitet
"Natürlich bedeutet das nicht, dass alle pflanzlichen Lebensmittel auf dem Markt gefährlich sind. Aber leider reicht schon eine verhältnismäßig kleine Menge verunreinigter Waren aus, um die Ausbreitung einer Infektion anzustoßen, wie wir sie aktuell erleben", sagt der Gesundheitsexperte. Der Grund dafür ist einfach: Kommen ursprünglich einwandfreie Erzeugnisse auf ihrem Weg vom Bauernhof zum heimischen Teller irgendwann etwa mit kontaminiertem Gemüse in Kontakt, kann es zu einer so genannten "Kreuzkontamination" kommen: einer Übertragung zwischen "verseuchten" und "reinen" Lebensmitteln. Doch auch im direkten Kontakt von Mensch zu Mensch kann der Erreger weitergegeben werden.
Symptome und Krankheitsverläufe
Der Zeitraum zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Krankheitserscheinungen ist bei der durch EHEC hervorgerufenen Darminfektion eher kurz. "Bereits wenige Tage nach dem ersten Kontakt mit dem Erreger klagen die meisten Patienten über starken Durchfall, der blutig sein kann", weiß der DKV Mediziner und rät: "Gehen Sie auf jeden Fall bereits bei den ersten Anzeichen von blutigem Stuhlgang unbedingt zum Arzt und meiden Sie den Kontakt zu anderen Personen, bis die Diagnose gesichert ist." Wer den Gang zum Mediziner dagegen hinauszögert, begibt sich unter Umständen in große Gefahr: Binnen einer Woche nach Infektion kann sich der Krankheitsverlauf des "hämolytisch-urämischen Syndroms" (HUS), das durch das EHEC Bakterium hervorgerufen wird, nämlich erheblich verschärfen – und mit Blutarmut oder akutem Nierenversagen sogar lebensbedrohliche Ausmaße annehmen.
Vorsichtsmaßnahmen
Nachdem die Quelle der Infektion aktuell noch nicht eindeutig bestimmt werden konnte, sollten sich Verbraucher an eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen halten, um die Gefahr einer Ansteckung so gering wie möglich zu halten. "Achten Sie unbedingt auf gründliche Hygiene und waschen Sie sich am besten mehrfach am Tag die Hände – und zwar mit Seife und fließendem Wasser", so der Rat des erfahrenen DKV Mediziners. Lebensmittel wie etwa frisches Gemüse sollten vor dem Verzehr grundsätzlich gut gewaschen und nach Möglichkeit für mindestens zehn Minuten auf über 70 Grad Celsius erhitzt werden. "Versuchen Sie außerdem, während der Zubereitung von Speisen den Kontakt der verschiedenen Produkte untereinander zu vermeiden, wechseln sie Schneidemesser aus oder waschen sie diese zwischendurch immer wieder mit heißem Wasser und Spülmittel ab", empfiehlt der DKV Gesundheitsexperte.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Schlaflosigkeit kann ernsthaft krank machen
Sich müde ins Bett legen, schnell einschlummern, am nächsten Morgen erholt und frisch aufwachen – davon können viele Menschen nur träumen: Etwa jeder vierte Deutsche klagt über schlechten Schlaf, jeder zehnte leidet unter behandlungsbedürftigen Schlafstörungen. "Meist sind psychische Belastungen die Ursache, etwa Stress, Kummer oder Zukunftsängste", sagen die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung. "In einigen Fällen kann Schlaflosigkeit aber auch ein Symptom körperlicher Krankheiten wie Herzbeschwerden, Asthma, Rheuma, Bluthochdruck oder Diabetes sein."
Doch gesunder Schlaf ist wichtig für die körperliche und geistige Erholung. Schon nach wenigen ruhelosen Nächten treten Konzentrationsstörungen, Koordinationsschwierigkeiten und Leistungsschwäche ein. "Langfristig machen Schlafstörungen sogar ernsthaft krank", warnen die DKV Experten: "Zu den Folgen zählen Immunschwäche, Depressionen, Magen-Darm-Probleme und Herz-Kreislauf-Erkrankungen." Wenn die Schlafprobleme länger als vier Wochen anhalten, sollte man daher fachärztliche Hilfe suchen.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Das richtige Abendessen hilft beim Einschlafen
Viele Menschen finden nachts keine Ruhe. Je stärker sie versuchen einzuschlafen, desto schwieriger wird es. Doch in vielen Fällen sind Schlafstörungen schon recht einfach zu lindern: "Der Körper braucht sechs Stunden, um Koffein abzubauen", sagen die DKV Experten und raten: "Deshalb sollte ab nachmittags auf koffeinhaltige Getränke verzichtet werden."
Doch auch in anderen Genussmitteln verbergen sich Muntermacher: Schokolade zum Beispiel enthält Theobromin, was das zentrale Nervensystem anregt. Alkohol macht zwar müde, stört jedoch den natürlichen Schlafrhythmus. Und auch das Abendessen hat deutlichen Einfluss auf den Schlaf, wissen die DKV Experten: "Gut ist alles, worin Vitamin B steckt, also Bananen, Nüsse oder Kartoffeln. Pürierte Suppen sättigen, ohne den Magen zu belasten. Fettiges Essen dagegen ist zu vermeiden." Beruhigende Kräutertees wie Fenchel, Lavendel, Melisse und Hopfen können ebenfalls wahre Wunder wirken. Ratsam ist zudem, eine Stunde vor Schlafenszeit für Ruhe zu sorgen: Wer den Fernseher abschaltet, stattdessen ein Buch liest, ruhige Musik hört oder ein Bad mit Baldrian nimmt, wird merken, wie die Entspannung von alleine einsetzt.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung AG
Schlafstörungen: An den Ursachen ansetzen!
Es gibt Schlafprobleme, bei denen kein Schäfchenzählen mehr hilft. "Die Betroffenen wälzen sich nächtelang hin und her und machen sich selbst Vorwürfe, wenn sie sich am Morgen wie zerschlagen fühlen", schildern die DKV Experten. "Der Druck, schlafen zu müssen, verschärft das Problem zusätzlich."
Von chemischen Schlafmitteln raten die Experten wegen des hohen Abhängigkeitsrisikos allerdings dringend ab. "Um den Teufelskreis zu durchbrechen, können Tabletten als einmalige Soforthilfe sinnvoll sein. Eine Dauerlösung sind sie jedoch auf keinen Fall." Dragees aus Baldrianwurzelextrakt wirken sanfter und können länger angewendet werden. Ernsthaften Schlafstörungen nur mit Medikamenten zu Leibe zu rücken, ist jedoch generell zweifelhaft, da sie lediglich die Symptome bekämpfen. "Der Hausarzt kann prüfen, ob körperliche Ursachen vorliegen und die oft verzweifelten Patienten, falls nötig, an einen Spezialisten überweisen", sagen die DKV Experten. Möglicherweise ist eine Untersuchung in einem Schlaflabor nötig, um dem Problem auf die Spur zu kommen. Wenn Ängste oder Depressionen den Schlaf stören, kann eine psychotherapeutische Behandlung angezeigt sein. "Wichtig ist in jedem Fall, schnell einzugreifen. Denn gut zu schlafen ist eine Fähigkeit, die man sogar dauerhaft verlernen kann."
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung AG
Hilfe, die Masern kommen!
Mehr als eine Kinderkrankheit
Masern gelten als Kinderkrankheit. Das liegt vor allem daran, dass sich besonders häufig Kleinkinder mit dieser Infektion der oberen Atemwege anstecken; doch auch Erwachsene kann es erwischen. Obwohl die Zahl der Ansteckungen in den letzten Jahren verhältnismäßig gering war, kommt es immer wieder zu regionalen Ausbrüchen der hochansteckenden Infektionskrankheit – so auch im Moment. Das Masernvirus wird dabei durch Tröpfcheninfektion übertragen. "Besonders tückisch ist, dass Masern in der Regel sogar schon ansteckend sind, bevor die ersten Krankheitssymptome auftreten. Kommt ein Ungeimpfter mit einem Erkrankten in Kontakt, reicht das in der Regel schon aus, und er hat sich infiziert", warnen die Gesundheitsexperten der DKV Deutsche Krankenversicherung. Die Erkrankung verläuft in zwei Phasen: Acht bis zehn Tage nach der Ansteckung kommt es zu Entzündungen im Bereich von Nase, Rachen und Bindehaut sowie weißen Verfärbungen im Mundraum, den Koplik-Flecken; zudem leiden Betroffene an Fieber, Husten, Schnupfen und häufig auch an Bauchschmerzen. Nach etwa vierzehn Tagen treten die typischen roten Flecken auf der Haut auf. Sie erscheinen in der Regel zuerst hinter den Ohren und breiten sich dann über das Gesicht und den ganzen Körper aus. Da Masern das Immunsystem für mehrere Wochen stark schwächen, kann es leicht zu weiteren Infektionen kommen. "Meist handelt es sich hierbei um bakterielle Mittelohrentzündungen. Aber auch gefährliche Lungen- oder Hirnhautentzündungen durch das Masernvirus selbst können die Folge sein", wissen die Gesundheitsexperten. Wer bereits an Masern erkrankt war, kann aufatmen: Eine erneute Ansteckung ist nach einmal überstandener Infektion nicht mehr möglich.
Wichtiger Schutz: Die MMR/MMRV-Impfung
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Masernschutzimpfung für alle Kinder. Sie wird in der Regel als so genannte MMR- oder MMRV-Impfung durchgeführt und schützt gleichzeitig gegen Mumps, Röteln und Windpocken. Die Erstimpfung erhalten Kleinkinder im Alter von 11 bis 14 Monaten, zwischen dem 15. und dem 23. Monat wird die Prozedur wiederholt: So stellen Mediziner sicher, dass die Impfung bei allen Patienten den gewünschten Schutz bewirkt. Seit letztem Jahr empfiehlt die STIKO die Masernschutzimpfung außerdem für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen, die in ihrer Kindheit nicht oder nur einmal geimpft wurden; wer sich seines Impfstatus nicht sicher ist, sollte sicherheitshalber ebenfalls zum Hausarzt gehen. Doch was ist zu tun, wenn man als Ungeimpfter Kontakt zu einem an Masern Erkrankten hatte oder sich sogar angesteckt hat? "In diesem Fall sollte man sich möglichst schnell nachimpfen lassen, am besten innerhalb von drei Tagen. Der Körper benötigt nach der Impfung nämlich etwas Zeit, bis er Antikörper bildet", so der Rat der DKV Experten. Wer sich der wichtigen Impfung unterzogen hat, hat alles Mögliche zur Vorbeugung getan: Der Schutz hält in der Regel ein Leben lang.
Was tun im Krankheitsfall?
Wer nicht gegen Masern geimpft ist und in Kontakt mit einem Erkrankten kommt, kann schnell Pech haben – und seinerseits zum Betroffenen werden. Dann heißt es: strikte Bettruhe und viel trinken; fiebersenkende und hustenstillende Medikamente können die Leidenszeit zusätzlich erleichtern. Kommen weitere Infektionen zu den Masern hinzu, müssen diese ärztlich überwacht und gegebenenfalls spezifisch behandelt werden. Wichtig, um eine Ausbreitung der Krankheit zu vermeiden: "Eltern müssen unbedingt im Kindergarten oder in der Schule ihres infizierten Sprösslings Bescheid geben. Am besten schon beim ersten Verdacht auf Masern", mahnen die Gesundheitsexperten und fahren fort: "Auch andere Personen, die Kontakt mit einem Erkrankten hatten, dürfen für 14 Tage keine Gemeinschaftseinrichtungen wie Schule oder Kindergarten besuchen." Erst, wenn die Infektion vollständig auskuriert ist und die roten Hautflecken verschwunden sind, ist das Virus nicht mehr ansteckend.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung AG
Warum Frauen gesünder leben als Männer
Nicht nur der DKV Report "Wie gesund lebt Deutschland?" hat es gezeigt: Frauen leben einfach gesünder und länger als Männer – aber warum? Ein Grund für die um mehr als fünf Jahre höhere Lebenserwartung von Frauen ist sicherlich ihre genetische Veranlagung. Aber auch der Lebensstil spielt eine wichtige Rolle. Frauen verhalten sich gesünder als Männer und gehen häufiger zu Vorsorgeuntersuchungen. Genauere Informationen hierzu gibt DKV Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Reuter.
Frauen sind gesünder und leben länger! Kann man das so pauschal sagen?
Unsere Studie hat gezeigt, dass sich Frauen ganz unerwartet für deutlich ungesünder halten als Männer, was jedoch an einer verzerrten Eigenwahrnehmung der Männer liegt. Das ist auch ein Grund, weshalb sie tatsächlich häufiger zur Vorsorge gehen als die Männer. So werden bei Frauen viele Krankheiten, wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs, frühzeitig erkannt und können somit rechtzeitig und effektiv behandelt werden. Ein weiterer Grund für die unterschiedliche Einstellung der Geschlechter zum Thema Vorsorge ist die unterschiedliche Erziehung. Jungs werden auch heute noch oft dazu erzogen, Schmerzen still zu ertragen, frei nach dem Motto: "Ein Indianer kennt keinen Schmerz!" Wohingegen Mädchen spätestens in der Pubertät ganz selbstverständlich dazu angehalten werden, sich regelmäßig beim Arzt untersuchen zu lassen. Und auch die unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten der Geschlechter spielen eine Rolle: Frauen essen weniger Fleisch als Männer – dafür nehmen sie mehr Nährstoffe und Vitamine in Form von Obst und Gemüse zu sich. Ganz entscheidend kommt auch noch hinzu, dass sie weniger Tabak und Alkohol konsumieren.
Aber sind Männer nicht eigentlich das sportlichere Geschlecht – oder täuscht dieser Eindruck?
Basierend auf den Ergebnissen des DKV Reports können wir eines ganz sicher sagen: Männer wie Frauen sind Bewegungsmuffel und treiben tendenziell zu wenig Sport. Die Untersuchung hat aber auch gezeigt, dass sich beide Geschlechter gleichermaßen motivieren lassen: Für 100 Euro im Monat würde rund ein Drittel der Befragten mehr Sport treiben. Entgegen dem weit verbreiteten Vorurteil achten jedoch mehr Frauen als Männer darauf, ein Mindestmaß an Bewegung einzuhalten. Wenn Männer dann doch Sport treiben, möchten sie in der Regel miteinander konkurrieren, weshalb sie Kontaktsportarten wie Fußball bevorzugen. Durch das hohe Verletzungsrisiko in diesen Sportarten tragen sie jedoch öfter bleibende Bänder-, Knochen- und Gelenkschäden davon. Das männliche Konkurrenzverhalten wird dabei bereits in der Kindheit ausgebildet. Frauen hingegen werden im Allgemeinen immer noch darauf geprägt, stärker auf ihren Körper und ihr Äußeres zu achten. So gehen mehr Frauen um der Figur willen Joggen; mit dem positiven Nebeneffekt, dass sie nicht nur schlanker werden, sondern insgesamt gesünder leben.
Allergien: Nicht nur Frühlingsduft liegt in der Luft
Wenn das Immunsystem verrückt spielt...
Wenn sich der Winter dem Ende neigt, fängt für Allergiker die schlimmste Zeit des Jahres erst an: Tränende Augen, eine juckende Nase, Husten oder Atemnot bestimmen mit dem Erwachen der Natur für viele den Alltag: Schon im Februar machen Frühblüher wie Tulpen, Narzissen oder Erlen den Anfang – danach sorgen Gräser, Wiesenblumen und viele Baumarten dafür, dass der "Dauerbeschuss" bis in den Oktober hinein anhält, wissen die Gesundheitsexperten der DKV Deutsche Krankenversicherung. Aber nicht nur der Pollenflug kann für Probleme sorgen: Wer sich vierbeinigen Familienzuwachs wünscht, sollte unbedingt vorher testen, ob es unter den Mitbewohnern eventuell Unverträglichkeiten gibt – sonst, so die DKV Experten aus Erfahrung, ist Trennungsschmerz vorprogrammiert. Denn: Eine Tierhaarallergie ist nur schwer therapierbar. Auslöser der Allergie sind nicht die Haare des Tieres, sondern das Glykoprotein "Fel d 1" im Speichel, das bei der täglichen Fellpflege auf dem Haarkleid verteilt wird. Kommt ein Allergiker damit in Berührung, können Juckreiz, Hautauschlag oder Husten die Folgen sein. Kann der Kontakt zu Haustieren, wenn auch schweren Herzens, meist relativ einfach unterbunden werden, wird es bei Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten in der Regel erst richtig kompliziert. "Mitunter können bereits Spuren von Kuhmilch oder Hühnereiweiß Allergiesymptome auslösen", wissen die Gesundheitsexperten der DKV. In solchen Fällen ist der Rat geschulter Ernährungsberater gefragt, denn ein strenger Diätplan ist hier unverzichtbar.
Behandlungsmethoden: Was hilft wirklich?
Besteht Verdacht auf eine Allergie, sollten Betroffene sich zuerst mithilfe eines so genannten Pricktests beim Hautarzt Gewissheit verschaffen. Hier wird am Unterarm eine hochdosierte Tröpfchenlösung mit dem Allergen des möglichen Verursachers aufgetragen und die Reaktion der Haut kontrolliert. So kann genau bestimmt werden, welche Allergie im Einzelfall vorliegt. Lässt sich die Ursache gut eingrenzen, ist es in der Regel die beste Lösung, das Allergen – also die im Haushalt lebende Katze oder ein bestimmtes Nahrungsmittel – schlicht zu meiden, raten die Gesundheitsexperten der DKV. Wo dies nicht möglich ist, beispielsweise bei einer Pollenallergie, wird häufig eine Desensibilisierung durchgeführt. Das heißt: Der Allergieauslöser wird dem Patienten über einen längeren Zeitraum regelmäßig und in ansteigender Dosis verabreicht, bis sich sein Immunsystem quasi daran gewöhnt hat. Dies kann bis zu drei Jahre dauern. Bevor die Therapie schließlich anschlägt, gibt es zudem Mittel, um die Symptome sofort zu lindern, wissen die DKV Experten: Dazu gehören bei Pollen- oder Stauballergien etwa häufiges Staubsaugen oder Wischen in der Wohnung, gezieltes Lüften nur am frühen Morgen und am späteren Abend, wenn der Pollenflug zur Ruhe kommt, und tägliches Haarewaschen. Linderung bringen auch Antihistamine – Medikamente, die Allergiesymptome zwar vorübergehend zum Abklingen bringen, aber auf Dauer nicht kurieren können.
Hausstaubmilbenkot-Allergie.
Gleich nach dem Pollenflug ist der Kot von Hausstaubmilben die zweithäufigste Ursache für Allergien. Die millimeterkleinen, spinnenartigen Kreaturen finden sich zu Tausenden in unseren Teppichen und Betten. Sie lieben es warm, feucht und dunkel und ernähren sich von unseren Hautschuppen. Dabei blieben sie vom Menschen völlig unbemerkt – wenn nicht ihre Ausscheidungen allergische Hautreizungen und Atemwegsbeschwerden hervorrufen würden. Schon bei den ersten Anzeichen einer entsprechenden Unverträglichkeit sollten Betroffene sofort handeln, um etwa eine spätere Asthmaerkrankung zu verhindern, warnen die DKV Experten. Zwar wird man die kleinen Biester nicht so ohne Weiteres los, aber man kann ihnen das Leben schwer machen: Die Bettwäsche eines Allergikers sollte daher milbenundurchlässig sein und wöchentlich bei mindestens 60° gewaschen werden. Auch die richtige Matratze ist wichtig: Da sich rund 60 Prozent der Milben dort befinden, lohnt sich die Anschaffung einer speziellen Schlafunterlage, etwa aus Naturlatex. Sie reguliert den Feuchtigkeitsaustausch und entzieht den Milben so die Lebensgrundlage. Zusätzlich empfehlen die DKV Gesundheitsexperten das tägliche kurze Lüften und Ausschütteln von Kissen und Bettzeug sowie den Verzicht auf Teppiche in der Wohnung.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
Darmkrebs: Aktive Vorsorge reduziert nachweislich das Darmkrebsrisiko
Mit über 70.000 Neuerkrankungen und fast 30.000 Todesfällen pro Jahr allein in Deutschland zählt Darmkrebs zu den gefährlichsten Krebserkrankungen überhaupt. Ein Grund für die hohe Rate an tödlichen Krankheitsverläufen liegt in der Art und Weise, wie sich bösartige Veränderungen im Darm bemerkbar machen: Lange Zeit nämlich gar nicht. Wie sich das Risiko einer Darmkrebserkrankung dennoch deutlich verringern lässt und welche Vorsorgemaßnahmen sinnvoll sind, weiß Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung.
Bösartige Tumore entstehen oft unbemerkt
Treten die erste Symptome einer Darmkrebserkrankung auf, sind meist schon mehrere, meist völlig beschwerdefreie Jahre vergangen, in denen sich eine ursprünglich harmlose Wucherung der Darmschleimhaut allmählich zu einem gefährlichen Tumor entwickelt hat. "Werden die so genannten Darmpolypen dagegen erkannt, bevor aus ihnen Krebs wird, besteht in der Regel eine recht gute Aussicht auf Heilung", bestätigt Dr. Wolfgang Reuter von der DKV.
Gesunder Lebensstil als Prävention
Obwohl neben der genetischen Vorbelastung noch längst nicht alle Ursachen von Darmkrebserkrankungen zur Gänze geklärt sind, kennt die Medizin zahlreiche Faktoren, die das Risiko eines bösartigen Tumors im Darm entweder erhöhen oder verringern können. So belegen Studien immer wieder, dass ein gesunder und ausgeglichener Lebenswandel mit ausreichend Bewegung und ausgewogener Ernährung nicht nur maßgeblich zum allgemeinen Wohlbefinden eines Menschen beiträgt. "Auch das Risiko klassischer ,Zivilisationserkrankungen' wie Diabetes, Schlaganfall, Herzinfarkt – und eben Darmkrebs – lässt sich dadurch in vielen Fällen deutlich reduzieren", bestätigt DKV Experte Dr. Wolfgang Reuter und empfiehlt: "Achten Sie beispielsweise einfach darauf, sich täglich für mindestens 30 Minuten aktiv zu bewegen. Ganz gleich, ob Sie sich dafür extra ins Fitness-Studio begeben, zum Joggen gehen oder einfach nur intensiv Fenster putzen. Zudem gelten mehrere Portionen Obst und Gemüse am Tag als ebenso gesundheitsförderlich wie der völlige Verzicht auf den Genuss von Tabakwaren, durch den offensichtlich nahezu jede Art der Tumorbildung begünstigt zu werden scheint."
Früherkennung
"Menschen, in deren familiärem Umfeld es bereits zu Darmkrebserkrankungen gekommen ist, sollten sich unbedingt regelmäßig untersuchen lassen. Für alle Anderen gilt: Da das Gros der Darmkrebserkrankungen hierzulande erst in späteren Lebensabschnitten auftritt, übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen ab einem Lebensalter von 50 Jahren generell die Kosten für Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs", weiß Dr. Wolfgang Reuter. Doch welche Möglichkeiten der Früherkennung gibt es? Der DKV Experte klärt auf: "Die empfohlenen Untersuchungen unterscheiden sich teilweise erheblich in Art und Umfang. So sollten Personen ab 50 einmal jährlich eine herkömmliche ärztliche Untersuchung des Mastdarms durch Abtasten sowie einen so genannten ,Okkultbluttest' durchführen lassen, bei dem der Stuhl auf Blutspuren überprüft wird." Wichtig dabei: Da Polypen nicht zwangsläufig permanent bluten, sollte dieser Test unbedingt regelmäßig Jahr für Jahr wiederholt werden. Eine bedeutend aufwändigere – und oftmals auch unangenehmere – Alternative besteht dagegen in einer Darmspiegelung. Sie wird lediglich einmal pro Dekade empfohlen und für Personen ab 55 dann ebenfalls von der Krankenversicherung getragen.
Quelle: ERGO
www.ergo.de
Beistand für kranke Urlauber
Ob Lebensmittelvergiftung, verstauchter Knöchel oder exotische Viren - die Liste der Gesundheitsrisiken im Urlaub ist lang. "Eine Reisekrankenversicherung deckt nicht nur die anfallenden Kosten ab, sondern kümmert sich auch um die Organisation", erklären die Experten der ERV. "Zudem steht sie kranken Urlaubern mit Beratung zur Seite." Zwar bieten auch die gesetzlichen Krankenkassen im Ausland einen gewissen Schutz. Das gilt jedoch nur innerhalb der Europäischen Union. Weiter ist zu bedenken, dass die Kassen höchstens für Kosten in Höhe der deutschen Sätze haften. Wer sich privat und daher teurer behandeln lässt, muss aus eigener Tasche zuzahlen. Eine Reisekrankenversicherung empfiehlt sich also immer. "Als wirklich unverzichtbar kann sie sich erweisen, wenn ein Krankenrücktransport ansteht", raten die ERV Experten. Hierfür können Kosten im fünfstelligen Euro-Bereich anfallen, die die gesetzlichen Kassen grundsätzlich nicht übernehmen. Beim Abschluss sollte man auf's Kleingedruckte achten: Nur beim "medizinisch Sinnvollen" entscheidet der Patient mit, ob er nach Hause transportiert wird, beim "medizinisch Notwendigen" wird er nur transportiert, wenn die Behandlung vor Ort nicht möglich ist.
Quelle: ERV Europäische Reiseversicherung
Energiebewusstes Essen und Trinken
Globetrotter im Glühwein
Erdbeeren im Winter, Rotwein aus Übersee und saftige Tomaten das ganze Jahr - exotische Vielfalt in den Supermarktregalen ist für die meisten Verbraucher heute selbstverständlich. Dafür sind viele Produkte auf ihrem Weg in die Frischetheke weiter gereist als so mancher Normalbürger in seinem ganzen Leben. Und oft sind besonders "weit gereiste" Produkte sogar billiger als einheimische Erzeugnisse. "Für unser modernes Schlaraffenland zahlen wir allerdings einen hohen Preis", mahnen die Experten von ERGO. Woran viele Konsumenten beim wöchentlichen Schlemmer-Großeinkauf nämlich nicht denken: Damit die sonnengereifte Orange pünktlich zur kalten Jahreszeit im heißen Glühwein schwimmen kann, hat sie in der Regel mehrere Tausend Kilometer zu Land, zu Wasser und manchmal sogar in der Luft zurückgelegt. Die CO2-Emissionen, die durchschnittlich auf einer solchen Reise von einer einzigen Zitrusfrucht erzeugt werden, liegen schnell im Bereich von mehreren hundert Gramm und machen sie damit zum wahren Klimakiller. "Achten Sie deshalb am Besten schon beim nächsten Einkauf einmal darauf, woher die Produkte in Ihrem Warenkorb kommen und greifen Sie lieber hin und wieder auch bei gleichwertiger einheimischer Ware zu", raten die Experten von ERGO.
Schlemmen im Zeichen der Jahreszeiten
Dass nahezu unabhängig von Jahreszeiten, Witterung und Klima alle nur erdenklichen Nahrungsmittel quasi um die Ecke vorrätig sind, ist mittlerweile deutscher Shopping-Standard. "Anders als noch vor wenigen Jahrzehnten können sich viele Verbraucher heute gar nicht mehr vorstellen, monatelang auf bestimmte Produkte zu verzichten", bedauern die ERGO-Experten. Dabei ließe sich der tägliche Speiseplan auch ohne weit gereiste, saisonabhängige Produkte oder exotische Südfrüchte abwechslungsreich und schmackhaft gestalten, so die Experten: "In heimischen Regionen werden schließlich auch Salate, Bärlauch oder Rhabarber im Frühjahr oder Rettich, Spargel, Radieschen und Erdbeeren im Sommer angebaut. Und auch Kürbis oder sogar ,Exoten' wie Auberginen oder Zucchini im Herbst schmecken gerade frisch vom Feld und ohne lange Transportwege besonders gut. Von knapper Auswahl kann also auch bei regionalen Produkten nicht die Rede sein." Nicht nur der Umwelt zuliebe spricht viel für einen natürlich und saisonal gedeckten Tisch: "Obst und Gemüse, das in der richtigen Jahreszeit unter freiem Himmel und nicht im Gewächshaus angebaut wurde, schmeckt oftmals nicht nur besser, sondern hat in der Regel bis zur Reife auch wesentlich weniger Energie - etwa für künstliches Sonnenlicht, Heizung oder Bewässerung - verbraucht", bestätigen die Experten von ERGO.
Frostige Zeiten im Kühlschrank
Es ist fast schon ein ungeschriebenes Gesetz: Was lange halten soll, muss in den Kühlschrank! "Einmal davon abgesehen, dass sich viele Südfrüchte, wie etwa Bananen, bei knackig-kalten Temperaturen alles andere als wohl fühlen, ist die Strom fressende Kühlung von Lebensmitteln auch bei Weitem nicht immer die beste Möglichkeit des Konservierens", wissen die Experten von ERGO. Das einzige Problem: Viele Verbraucher wissen heute so gut wie nichts mehr über die bewährten Frischhalte-Tricks aus Großmutters Zeiten wie Marinieren, Pökeln, Einkochen oder Trocknen - und können diese folglich auch nicht anwenden. Schade, meinen die Experten, denn so geraten nicht nur lang gepflegte Traditionen und äußerst schmackhafte Rezepturen allmählich in Vergessenheit. Auch die Natur leidet unter dem oftmals überflüssigen Energieverbrauch, wenn wieder einmal ein Körbchen Pilze oder eine Rispe Tomaten im Eisschrank den ,kalten Tod' sterben.
Quelle: ERGO
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ERGO-Expertengespräch: Gesunde Bräune auch im Winter?
Zu einem gepflegten, sportlichen Äußeren gehört für viele - auch im Winter - ein dezent gebräunter Teint. Wer dafür in der kalten Jahreszeit nicht eigens eine Fernreise unternehmen kann, weicht in der Regel ins Solarium aus. Allerdings birgt die künstliche Bräune einige Risiken, insbesondere für jüngere "Sonnenhungrige". Welche Gefahren lauern und wie man auch ohne künstliches Licht sein Wohlbefinden verbessern kann, erläutert Dr. Wolfgang Reuter, Arzt und Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.
Trotz Verbot stellen Jugendliche nach Schätzungen des Bundesumweltministeriums rund ein Viertel der Kundschaft in deutschen Solarien. Warum ist der Besuch einer Sonnenbank gerade für Teenager so problematisch?
Junge Haut ist besonders empfindlich - die für die Hautproduktion wichtigen Basalzellen liegen im Vergleich zum Erwachsenen noch erheblich dichter unter der Oberfläche. Starke UV-Strahlung wirkt sich beim Teenager so besonders schädlich aus. Die Folgen werden dann meist erst viele Jahre oder Jahrzehnte später sichtbar: Denn wer schon in jungen Jahren regelmäßig ins Solarium geht, hat ein um 75 Prozent höheres Risiko, später an Hauptkrebs zu erkranken. Deshalb gilt für die Nutzung von Solarien aus gutem Grund seit 2009 ein gesetzlich vorgeschriebenes Mindestalter von 18 Jahren.
Grundsätzlich können UV-Strahlen aber auch positive gesundheitliche Effekte haben, oder?
Sonnenlicht auf der Haut ist wichtig für unseren Organismus, denn es erhöht beispielsweise die Vitamin D-Konzentration im Blut - und Vitamin D ist dafür bekannt, das Krebsrisiko zu vermindern. Wer im Winter ab und zu einen Spaziergang an der frischen Luft macht, bekommt für diesen Zweck in aller Regel aber auch genug Sonne ab - und das ganz ohne die Risiken einer künstlichen Bestrahlung. Sonnenhungrige, die dennoch partout nicht auf den Besuch eines Solariums verzichten möchten, sollten sich auf höchstens ein Sonnenbad pro Woche beschränken, und dabei unbedingt auf ihren Hauttyp Rücksicht nehmen: Vor allem der sehr helle, so genannte keltische Typ oder auch der blonde nordische Typ sollte sich grundsätzlich nur sehr kurz der UV-Strahlung aussetzen.
Nun gehört eine gute Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ja in jedes Strandgepäck - und im Solarium?
Wer unbedingt künstlich bräunen will, sollte dies ausschließlich in einem als "Geprüftes Sonnenstudio" zertifizierten Solarium mit modernen Geräten tun - und eine Stoppuhr verwenden, um die richtige Bräunungszeit nicht zu überschreiten. Sonnencreme darf vor dem Besuch der Sonnenbank - ebenso wie Parfum oder andere Kosmetika - keinesfalls aufgetragen werden. Für die Augen ist eine spezielle UV-Brille notwendig. Sie wird in "guten" Solarien zur Ausleihe angeboten. Und noch ein Hinweis: Wer den Besuch im Solarium dafür nutzen möchte, um seine Haut für den Urlaub fit zu machen und vorgebräunt länger in der Sonne zu bleiben, irrt: Solariengebräunte Haut muss vor der Urlaubssonne genauso geschützt werden wie ungebräunte Haut.
Quelle: ERGO
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Runter mit dem Weihnachtsspeck
Wie Winterspeck entsteht
Alle Jahre wieder das gleiche Spiel: Nach den Festtagen fällt der Schritt auf die Waage meist besonders schwer. Doch woher kommen eigentlich die ganzen überschüssigen Pfunde und warum ist es nur so schwer, auch in der kalten Jahreszeit sein Gewicht zu halten? Die Gesundheitsexperten der DKV Deutsche Krankenversicherung wissen, wie die winterlichen Rettungsringe entstehen: "Der innere Schweinehund, der uns besonders an Weihnachten zu schaffen macht, ist eigentlich etwas ganz Natürliches: Denn sind die Tage kurz und die Temperaturen niedrig, sinkt in der Regel auch unsere Stimmung. Damit wir uns besser fühlen, muss unser Körper mehr von dem Botenstoff Serotonin ausschütten - und hierfür braucht er Zucker." Das Problem dabei: Je schlechter die Witterungsverhältnisse draußen werden, desto attraktiver wirkt ein entspannter Fernsehabend mit Knabbereien und dem ein oder anderen Schluck Alkohol auf der gemütlichen Couch. Die Folge: "Während wir unsere Kalorienzufuhr mit Schokolade, Chips, Bier und Co. im Laufe des Winters immer weiter steigern, bewegen wir uns auch noch viel weniger als im Sommer. Eine Entwicklung, an deren Ende der alljährliche Winterspeck steht", so die DKV-Experten.
Essgewohnheiten umstellen
Um die überschüssigen Weihnachts-Pfunde möglichst schnell wieder loszuwerden, greifen frustrierte Festtags-Feinschmecker häufig zu drastischen Mitteln. "Eine unvorbereitete, radikale Umstellung der antrainierten Essgewohnheiten oder gar eine völlige Null-Diät sind jedoch alles andere als gesund, bringen so gut wie nie den erhofften Effekt - und lassen sich schon gar nicht dauerhaft durchhalten", warnen die Gesundheitsexperten der DKV Deutsche Krankenversicherung. "Um einen anschließenden Jojo-Effekt zu drosseln oder gänzlich zu vermeiden, sollten Schleckermäuler deshalb eine schonendere Methode zur Reduzierung ihrer Kalorienzufuhr wählen." Wichtig dabei: Zu großer Verzicht macht das Durchhalten bei einer Diät meist schwierig. "Am Besten, Sie achten einfach wieder mehr darauf, regelmäßig und gesund zu essen und trotzdem nicht zu leiden. Neben viel Obst und Gemüse, Fisch und magerem Fleisch gehören deshalb auch hin und wieder ,kleine Sünden' mit auf den Speiseplan. Wer dann noch auf Alkohol verzichtet, viel kohlensäurehaltiges Mineralwasser trinkt und wieder anfängt, sich mehr zu bewegen, hat gute Chancen, bis zum Sommer zur alten Form zurückzufinden", empfehlen die Ernährungsexperten der DKV.
Kalorien verbrennen
Damit der nachweihnachtliche Kampf gegen den Winterspeck schneller zum Erfolg führt, sollte ausreichend Bewegung unbedingt zu den guten Vorsätzen fürs neue Jahr gehören. Die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung erklären, warum: "Hat man es in der Adventszeit ruhig und gemütlich ,angehen' lassen, ist das auch dem eigenen Körper aufgefallen; der Stoffwechsel hat sich entsprechend an das Leben auf der Couch angepasst. Wer jetzt wieder anfängt, ,normal' zu essen, stoppt damit zwar die weitere Gewichtszunahme - wirklich abnehmen kann man so in der Regel jedoch nicht." Der Trick: Um überschüssige Pfunde loszuwerden, müssen mehr Kalorien verbrannt als aufgenommen werden. Doch auch hier gilt keineswegs die Devise "Viel hilft viel". Um Körper und Kreislauf nicht zu überfordern, sollten sich Abnehmwillige deshalb zunächst langsam wieder an ihr vorweihnachtliches Bewegungsniveau heranarbeiten. "Beginnen Sie einfach mit ein bis zwei ausgedehnten Spaziergängen in der Woche oder gehen Sie ab und zu vielleicht etwas schwimmen. Wenn Sie dann nach einiger Zeit merken, dass wieder mehr ,drin' ist, dehnen Sie ihr Sportprogramm einfach behutsam aus und steigern Sie allmählich sowohl Länge als auch Frequenz der Übungseinheiten", raten die DKV-Experten.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
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