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Brustkrebs
Vorsorge
Je früher Brustkrebs diagnostiziert wird, umso größer sind die Heilungschancen. Um Veränderungen in der Brust in einem möglichst frühen Stadium zu erkennen, spielt die Selbstuntersuchung der Brüste eine entscheidende Rolle.
Lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt zeigen, wie das geht. Jede Frau ab 30 Jahren sollte ihre Brüste am besten einmal pro Monat selbst abtasten. Da eine Frau ihre Brüste am besten kennt, bemerkt sie auch kleine Veränderungen sehr schnell. Bei jeder Veränderung sollten Sie sofort den Arzt aufsuchen und die Ursache abklären lassen, auch wenn diese nicht zwangsläufig bösartig sein müssen. Der beste Zeitpunkt zur Selbstuntersuchung ist eine Woche nach Beginn der Regelblutung. Frauen in den Wechseljahren und danach wählen am besten immer den gleichen Tag im Monat.
Selbst wenn Sie sich rundum gesund fühlen, sollten Sie sich einmal im Jahr von einem Gynäkologen untersuchen lassen. Leider nehmen viel zu wenige den Check beim Arzt in Anspruch. Auch er untersucht Brust und Achselhöhle auf knotige Veränderungen. Wenn sich dabei ein auffälliger Befund zeigt, rät der Arzt in der Regel zu einer Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie).
Lange haben Experten diskutiert, ob die routinemäßige Tastuntersuchung durch eine regelmäßige Mammografieuntersuchung ergänzt werden soll. Seit 2004 gibt es in Deutschland ein nationales Mammografie-Screening für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Die Mammografie wird routinemäßig alle zwei Jahre angeboten. Dieses Screening soll nur in hochspezialisierten Zentren erfolgen. Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden angeschrieben und eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos und freiwillig. Erste Ergebnisse des Screenings zeigten, dass mehr kleine Brusttumoren in einem frühen Stadium entdeckt wurden – damit steigen auch die Heilungsaussichten vieler Frauen.
Für Frauen von 40 bis 50 Jahren scheint die Screeningmammografie nach derzeitigem Stand des Wissens keinen Vorteil zu bringen. Diese Altersgrenze wird aber diskutiert. Eine Ultraschall-Untersuchung kann vor allem bei jüngeren Frauen mit sehr dichtem Brustgewebe, bei denen die Mammografie nicht so aussagekräftig ist, durchgeführt werden.
Sehr wichtig für die Früherkennung ist die Qualität des Mammografiegerätes und die Qualifikation des Arztes, der die Bilder beurteilt. Nur ein Spezialist kann Veränderungen richtig einordnen und bewerten. In den meisten Fällen gilt das Vier-Augen-Prinzip: Zwei Ärzte beurteilen die Bilder unabhängig voneinander und müssen zu einer eigenen Einschätzung kommen. Im besten Fall decken sich die Meinungen, sonst folgen weitere Untersuchungen.
Im Fettgewebe werden weibliche Geschlechtshormone gebildet, die das Wachstum von Brustkrebszellen stimulieren können. Eine gesunde Ernährung sowie regelmäßige Bewegung schützen vor Übergewicht und können so das Brustkrebsrisiko senken.
Datum: 17. Januar 2011

