Fitness und Gesundheit

Archiv 2017

Stöbern Sie im Archiv 2017 und erfahren Sie mehr unter anderem über die Themen Grippeviren, Masern, Antibiotika und vieles mehr.

Themen

Grippeviren im Anmarsch

Tipps zum Schutz vor Ansteckung

Jedes Jahr aufs Neue rollen gegen Ende des Jahres die ersten Grippewellen an: Laut dem Robert-Koch-Institut erkranken während einer saisonalen Grippewelle in Deutschland zwischen zwei und zehn Millionen Menschen. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, erklärt den Unterschied zwischen Erkältung und echter Grippe, der sogenannten Influenza. Zudem gibt er Tipps zu Schutzmaßnahmen gegen Grippeviren.

 

Unterschied zwischen Erkältung und Grippe

Eine triefende Nase, Hals- und Gliederschmerzen sowie ein dicker Kopf bedeuten nicht gleich eine echte Grippe, also eine Influenza. „Doch die Abgrenzung zwischen Erkältung und Influenza ist nicht immer einfach“, so Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Dennoch gibt es einige Anzeichen, die auf eine echte Grippe hinweisen und den Betroffenen zum Arzt führen sollten: Die Influenza befällt den Körper meist sehr plötzlich und mit voller Wucht. Müdigkeit und Abgeschlagenheit treten in der Regel stärker auf als bei einer Erkältung. Husten, Schüttelfrost und hohes Fieber – oft über 40°C – sind ebenfalls Hinweise auf die Influenza. Ältere, Kinder und Personen mit einer schweren Grunderkrankung, wie zum Beispiel des Herz-Kreislauf-Systems, sollten auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Selbst wenn die Symptome nicht eindeutig sind.

 

Ansteckung vermeiden

„Meist überträgt sich die echte Grippe über Tröpfcheninfektion“, erklärt der DKV Experte. „Das heißt: Die Viren gelangen beim Husten, Niesen oder Sprechen von Mensch zu Mensch.“ Wer bereits an der Influenza erkrankt oder für eine Infektion besonders anfällig ist, sollte daher nach Möglichkeit Menschenmengen meiden. Dazu gehören beispielsweise voll besetzte Busse, Bahnen oder Fahrstühle. Vor allem aber ist die richtige Hygiene in der Grippezeit das A und O. Denn auch auf Türklinken, Tastaturen oder an Haltegriffen zum Beispiel in Treppenhäusern können sich die Viren festsetzen. Schnell wandert die Hand von dort an die Nase oder den Mund – und schon ist es passiert. „Häufiges, gründliches Händewaschen ist eine wichtige Vorbeugungsmaßnahme“, betont der Gesundheitsexperte. „Ebenso sollten die Hände fern vom Gesicht, insbesondere den Schleimhäuten an Mund und Nase, bleiben.“ Es empfiehlt sich, während der Grippewelle auf Händeschütteln und Umarmungen zu verzichten.

 

Abwehrkräfte stärken: Frische Luft und warme Kleidung

Der beste Schutz vor einer Grippe ist ein gutes, belastbares Immunsystem. Um die eigenen Abwehrkräfte zu stärken, ist es daher gerade in der kalten Jahreszeit ratsam, auf eine gesunde, vitaminreiche Ernährung, ausreichend Bewegung und genug Schlaf zu achten. „Wer den Viren Paroli bieten will, sollte sich warm anziehen, weil Frieren das Immunsystem schwächt“, rät Dr. Wolfgang Reuter. Saunagänge und Wechselduschen können ebenfalls dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken. Die Schleimhäute bieten nur Schutz vor Ansteckung, solange sie nicht austrocknen. Deswegen haben die Viren bei trockener Heizungsluft leichtes Spiel. „Häufiges Lüften zu Hause und am Arbeitsplatz ist deswegen auch im Winter eine gute Idee“, weiß der DKV Experte. Auch Luftbefeuchter können dazu beitragen, ein Austrocknen der Schleimhäute zu verhindern.

 

Der beste Schutz: Rechtzeitig impfen lassen

Damit es gar nicht erst zu einer schweren Grippeerkrankung kommt, sollten besonders gefährdete oder anfällige Personen wie Senioren, chronisch Kranke oder Menschen mit Immunerkrankungen sowie Schwangere rechtzeitig mit einer Grippeschutzimpfung vorsorgen. Besonders gefährdet sind außerdem alle, die häufig mit anderen Menschen in Kontakt kommen, wie beispielsweise medizinisches und Pflegepersonal, Lehrer und Verkäufer. Bei der Impfung erhält der Körper einen sogenannten Totimpfstoff. Das Immunsystem erkennt ihn als Krankheitserreger und bildet deshalb Antikörper. Steckt sich ein Geimpfter später tatsächlich mit dem Virus an, reagiert das bereits „vorgewarnte“ Immunsystem sofort und verhindert so den Ausbruch der Krankheit – oder schwächt ihn zumindest erheblich ab. „Da das Grippevirus jedoch häufig seine Erscheinung ändert, reicht der Impfschutz nur für ein Jahr im Voraus. Danach wird eine neuerliche Impfung, meist mit einem neuen Impfstoff, nötig", weiß Dr. Wolfgang Reuter. Die beste Zeit für eine Impfung sind die Monate Oktober und November. Dann ist der Impfschutz wirksam, wenn meist zum Jahreswechsel die ersten Grippewellen starten.

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Pendeln ohne Stress und Schnupfen

Tipps für die gesunde Gestaltung des Arbeitsweges

Immer mehr Menschen pendeln zur Arbeit: Das zeigt eine Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Besonders viele Arbeitnehmer pendeln demnach in Großstädte wie München, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Stuttgart oder Berlin. Die Gründe dafür? Hohe Mieten in den Ballungsräumen, befristete Verträge oder die Familie, die in einer anderen Gemeinde verwurzelt ist. Damit tägliche lange Auto- oder Bahnfahrten langfristig keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit haben, gibt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, Tipps für die optimale Gestaltung des Arbeitsweges.

 

Auswirkungen von Pendeln auf die Gesundheit

Nicht nur die Zahl der täglichen Pendler nimmt zu, die Arbeitswege werden auch immer länger. Fahrten von mehr als 50 Kilometern sind keine Ausnahme. Für die Gesundheit kann das Folgen haben. „Beispielsweise ist das Ansteckungsrisiko in Bus und Bahn, wo sich viele Menschen auf engstem Raum aufhalten, stark erhöht“, so Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV. Auch von Übergewicht können die Vielfahrer stärker betroffen sein: „Die Verlockung, auf dem Weg schnell etwas in sich hineinzuschlingen, statt zu Hause in Ruhe zu kochen, ist groß“, erklärt der Gesundheitsexperte. Ebenso kann die Psyche unter den täglich wiederkehrenden Unsicherheiten auf Straßen oder Bahnstrecken leiden. Als Richtwert, ab wann der Arbeitsweg zur Belastung werden kann, gelten 90 Minuten pro Tag, also 45 Minuten pro Strecke. „Sobald die Bahn sich verspätet oder das Auto im Stau steht, gerät das meist eng getaktete Zeit-Konstrukt aus den Fugen. Das führt zu Stress und kann eine psychische Belastung verursachen“, weiß Dr. Reuter. Zudem haben Pendler meist weniger Zeit zur freien Verfügung. Diese fehlt ihnen dann für Familie, Verabredungen mit Freunden oder Sport, was zusätzliche gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Experten warnen, dass Pendeln im schlimmsten Fall sogar das Risiko für eine Depression oder für ein Burnout erhöhen kann. Die Belastung hängt jedoch nicht nur vom Pendeln selbst, sondern auch von der Situation am Arbeitsplatz ab. Wer schon im Job viel Stress hat, für den kann das Pendeln als zusätzlicher Verstärker wirken.

 

Tipps für stressfreies und gesundes Pendeln

Der DKV Experte empfiehlt, die Fahrtzeit so sinnvoll wie möglich zu gestalten und zur Entspannung zu nutzen. Das kann das Hörbuch während der Autofahrt sein oder die Lieblings-Musik beim Bahnfahren. Eine Überlegung kann auch sein, eine Fahrgemeinschaft zu bilden. „Eine nette Gesellschaft kann auf der Fahrt gut tun. Außerdem können sich die Fahrer abwechseln. Das mildert den Stress, den es bedeutet, sich jeden Tag frühmorgens müde oder nach einem langen Arbeitstag erschöpft hinters Steuer setzen zu müssen“, so der Gesundheitsexperte. Pendler, deren Arbeitgeber eine flexible Arbeitszeitgestaltung ermöglichen, können auch durch ein Pendeln außerhalb der Stoßzeiten oder beispielsweise einen Tag im Homeoffice Stau und Stress entgehen. Wer kann, sollte zudem versuchen, zumindest einen Teil der Strecke zu Fuß oder mit dem Rad zurückzulegen. Einer erhöhten Zahl von Krankheitserregern sind Pendler in öffentlichen Verkehrsmitteln ausgesetzt. Keime sammeln sich vor allem an Griffen und Sitzen. Daher der Tipp des Gesundheitsexperten, sich nach jeder Fahrt gründlich die Hände zu waschen.

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Reste in Konservendosen aufbewahren?

Claudia P. aus Wernigerode:

Wenn ich beim Kochen Konservendosen verwende, verbrauche ich häufig nicht den gesamten Inhalt. Kann ich die angebrochene Dose im Kühlschrank aufbewahren oder ist das gesundheitsschädlich?

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:

Tatsächlich ist es besser, den Inhalt einer Konservendose nach dem Öffnen entweder komplett zu verbrauchen oder Reste umzufüllen. Denn nach dem Öffnen gelangt Sauerstoff in das Innere der Dose. Dadurch kann sich das im Dosenmaterial befindliche Zinn lösen und auf die Lebensmittel übergehen. Zinn ist gesundheitsschädlich und kann in größeren Mengen die Nieren belasten. In der Regel sind Konservendosen zwar auf der Innenseite mit einem Schutzlack beschichtet. Erkennbar ist dieser an einer weißlichen Kunststoffschicht. Er kann jedoch beim Öffnen mit einem Dosenöffner oder durch eine Gabel beschädigt werden. Die gesundheitlichen Risiken sind sehr gering. Wer aber auf der sicheren Seite sein möchte, sollte Reste aus Konservendosen in eine Vorratsdose aus Kunststoff oder Glas umfüllen. Positiver Nebeneffekt: Die Lebensmittel halten sich darin länger als in einer angebrochenen Konservendose.

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Masern auf dem Vormarsch

Wie gefährlich ist das Virus?

Die Masern bis 2010 ausrotten – das hatte sich die Weltgesundheitsorganisation zum Ziel gesetzt. Doch das Virus erlebt gerade ein Revival: Bereits im April 2017 meldete das Robert -Koch-Institut (RKI) mehr Masern-Fälle als im ganzen Jahr 2016. Was Masern sind und was Verbraucher über Behandlung und Prävention wissen sollten, erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

 

Was sind Masern und wie äußert sich eine Infektion?

Masern sind eine akute Infektionskrankheit. Auslöser ist das gleichnamige Virus. Es befällt sowohl die Zellen als auch das Immunsystem des Körpers. Oft ahnen Betroffene erst einmal nichts von der Infektion, denn die Symptome treten nach gut anderthalb Wochen auf. An Masern erkrankte Patienten klagen dann über Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Fieber, Hustenreiz und Halsschmerzen. Typisch sind aufgedunsene Stellen auf der Haut, besonders im Gesicht, sowie ein rötlicher juckender Hautausschlag. Auch eine erhöhte Lichtempfindlichkeit zählt zu den Symptomen. Durch die massive Schwächung des Immunsystems können sich Mittelohr-, Lungen- oder gar Hirnhautentzündungen entwickeln.

 

Gibt es wirksame Medikamente oder hilfreiche Therapien?

Eine spezielle Therapie gegen Masern gibt es nicht. In den meisten Fällen empfehlen die Ärzte Bettruhe, schmerzstillende Medikamente gegen die Kopfschmerzen, ausgiebiges Trinken gegen den Hustenreiz und abgedunkelte Räume gegen die Lichtempfindlichkeit. Schmerzlindernde Cremes und kühlende Lotionen helfen gegen den windpockenähnlichen Ausschlag. Aber auch Selbstdisziplin ist ratsam: Erkrankte sollten sich an den juckenden Hautstellen nicht kratzen. Aufgekratzte Flecken können zu Narben oder bakteriellen Entzündungen führen. Im Normalfall klingen die Symptome nach gut fünf Tagen langsam ab, hartnäckige Erkrankungen können aber auch länger dauern. Wichtig: Um Komplikationen oder einen langen Krankheitsverlauf zu vermeiden, sollte ein Arzt den Patienten begleiten. Wann er wieder Kindergarten, Schule oder Arbeit besuchen darf, kann nur der Mediziner beurteilen.

 

Wie können Verbraucher Masern am besten vorbeugen? Gibt es eine Impfpflicht?

Zwar ist es möglich, sich mit einer Impfung innerhalb der ersten drei Tage nach der Infektion gegen den Ausbruch der Masern zu schützen. Die Impfung kann den Ausbruch der Krankheit verhindern oder zumindest abschwächen. Da sich die ersten Symptome allerdings erst nach mehreren Tagen zeigen, kommt die Impfung häufig zu spät. Daher ist eine vorbeugende Impfung bereits im Kleinkindalter sinnvoll. Eine Impfpflicht gibt es in Deutschland nicht. Die Impfkommission des Robert-Koch-Instituts empfiehlt dennoch die erste Impfung zwischen dem neunten und vierzehnten Monat. Für einen langfristigen Schutz sollte kurz vor dem zweiten Geburtstag eine weitere Impfung erfolgen. Für Erwachsene gilt: Wer nach 1970 geboren wurde und höchstens eine Impfung gegen Masern erhalten hat, sollte seinen Schutz auffrischen. Wer über seinen Impfstatus nicht Bescheid weiß, kann mittels einer Blutuntersuchung herausfinden, ob er geschützt ist. Allerdings sind die Laborbefunde nicht immer eindeutig. Deshalb ist es ratsam, sich im Zweifelsfall impfen zu lassen.

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Kilos runter, Laune rauf

Tipps für nachhaltiges, gesundes und individuelles Abnehmen

Der Sommer kommt und mit ihm der feste Wille, zur Badesaison noch ein paar Pfunde loszuwerden. Und zwar möglichst schnell. Zahlreiche Diäten locken mit genau diesem Versprechen. Doch neben einem raschen Gewichtsverlust bringen sie meist vor allem eines: den sogenannten Jo-Jo-Effekt. Am Ende sind die Kilos wieder da und mit ihnen der Frust. Wie gesundes und dauerhaftes Abnehmen gelingen kann und der Genuss dabei trotzdem nicht zu kurz kommt, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

 

Fast jeder zweite Deutsche würde gerne abnehmen, so das Institut für Demoskopie Allensbach in seinem Kurzbericht von 2014. An Vorschlägen, wie das gehen könnte, mangelt es nicht: Glyx-Methode, Intervall-Fasten, energiereduzierte Mischkost, Low-Carb-Diät oder Trennkost – um nur einige zu nennen. Und welche Methode ist am besten geeignet? Experten sind sich einig: Die eine ideale Diät für alle gibt es nicht. Die beste individuelle Ernährungsweise für jeden Einzelnen aber schon. „Der persönliche Geschmack eines Menschen spielt eine große Rolle. Er hat sich seit der Kindheit entwickelt. Ihn komplett über Bord zu werfen, wird dauerhaft nicht funktionieren“, ist Dr. Wolfgang Reuter von der DKV überzeugt. Wer vier Wochen die Zähne zusammenbeißt, um danach wieder zum gewohnten Essverhalten zurückzukehren, steuert zielsicher in den Jo-Jo-Effekt. Das lässt sich mit realistischen Erwartungen und einer guten Portion Geduld verhindern.

 

Schnelles Abnehmen lohnt sich nicht

Fünf Kilo in fünf Tagen – klingt verlockend. Ist aber nicht empfehlenswert. „In den ersten Tagen einer Diät purzeln die Kilos deshalb oft sehr schnell, weil der Körper vor allem Wasser verliert. Es ist also nichts anderes als ein Scheinerfolg“, so Dr. Wolfgang Reuter. Wer viel mit den verschiedenen Turbo-Diäten experimentiert, schadet sich sogar. Denn zahlreiche Studien belegen: Die Erfolgsaussichten für dauerhaftes Abnehmen werden schlechter, je mehr erfolglose Diäten der Betroffene hinter sich hat. „Wer bereits mehrfach wieder zugenommen hat, verliert das Vertrauen in sich selbst. Für die Motivation ist das nicht förderlich“, weiß Dr. Reuter. „Zudem scheinen häufige Diäten die Regulation von Hunger und Sättigung zu stören und den Stoffwechsel ungünstig zu beeinflussen.“

 

Der Schlüssel zum Erfolg: Realistische Erwartungen und Geduld

Der ein oder andere mag es nicht gerne hören, aber es ist eine wichtige Erkenntnis für jeden, der sein Gewicht dauerhaft reduzieren will: „Abnehmen erfordert Geduld. Der Körper braucht Zeit, die Energiereserven, die er meist über Jahre aufgebaut hat, langsam wieder abzugeben“. Sich realistische Ziele zu setzen, ist der erste wichtige Schritt zum langfristigen Erfolg. „Zwei Kilo weniger pro Monat sind empfehlenswert“, weiß der Gesundheitsexperte der DKV. „Insgesamt sind fünf bis zehn Prozent Gewichtsabnahme, dauerhaft gehalten, ein großer Erfolg“, so Dr. Reuter. Und der Weg dahin? Eigentlich ganz einfach: Kalorien sparen. „Die Entscheidung, ob jemand Kohlenhydrate, Fette oder Eiweiße reduziert, bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen“, sagt Dr. Wolfgang Reuter. Wichtig ist, dass die Ernährung dauerhaft umgestellt wird. Sie sollte daher zum individuellen Geschmack passen und sich gut in den Alltag integrieren lassen. Denn nur dann kann es gelingen, bei der Stange zu bleiben. Hilfreich beim Abnehmen ist auch regelmäßige Bewegung: Sie kurbelt den Kalorienverbrauch des Körpers dauerhaft an.

 

Abwechslungsreich und lecker

Die Zusammenstellung der Nahrungsmittel sollte möglichst abwechslungsreich sein, weil der Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt sein muss. Dazu gehören auch gesunde Fette, so paradox das klingt. Denn der Körper kann lebensnotwendige Stoffe wie Vitamin A beispielsweise nur mit Fett lösen und somit nutzen. Eine gesunde Ernährungsweise ermöglicht beispielsweise der neue Trend „Intervallfasten“. Die bekannteste Form ist hier die 5:2-Methode. Anwender können an fünf Tagen in der Woche wie gewohnt essen, an den übrigen zwei Tagen reduzieren Frauen ihre Kalorienzufuhr auf 500, Männer auf 600 Kalorien pro Tag. Ein weiteres Beispiel ist die „Energiereduzierte Mischkost“. Sie setzt sich aus vielen Ballaststoffen, einem moderaten Anteil an Eiweiß und wenig Fett zusammen, die pro Tag zu einer Ersparnis von etwa 500 Kilokalorien führen kann. Unabhängig davon, welche Ernährungsweise individuell am besten passt: Kleine Sünden sollten immer erlaubt sein. Denn essen sollte Spaß machen und Genuss bringen. Alles andere schafft statt einer guten Figur nur schlechte Laune. Und die braucht niemand – erst recht nicht, wenn die Sonne vom Himmel lacht.

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Renaissance der Bettwanze

Was Verbraucher über die Blutsauger wissen sollten

Sie sind lästig, ihre Bisse jucken und sie galten eigentlich als ausgerottet: Bettwanzen. Doch die Parasiten sind weltweit wieder auf dem Vormarsch – auch in Deutschland. So verzeichnet der Deutsche Schädlingsbekämpfer-Verband (DSV) in Berlin einen Anstieg auf 1.580 Bettwanzeneinsätze im Jahr 2014 gegenüber noch rund 200 in 2007. Wo die Krabbeltiere herkommen, ob sie Krankheiten übertragen und wie Betroffene sie wieder loswerden, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

 

In letzter Zeit häufen sich in Deutschland Berichte über Bettwanzen. Was sind das für Insekten und wie breiten sie sich aus?

Bettwanzen gehören zur Familie der Plattwanzen. Ausgewachsene Tiere erinnern in Größe, Form und Farbe an einen Apfelkern. Sie können bis zu einem Jahr alt werden und ernähren sich ausschließlich von Blut. Vollgesogen werden sie bis zu neun Millimeter groß, ansonsten erreichen sie eine Länge von vier bis fünf Millimetern. Bis sie ausgewachsen sind, durchleben sie fünf Wachstumsstadien, bei denen sie sich jedes Mal häuten. Vor jeder Häutung benötigen sie Blut. Ihr Hauptwirt ist der Mensch. Tagsüber ziehen sie sich unter anderem in Bettritzen, hinter Steckdosen, Fußleisten oder Tapeten zurück und werden erst bei Dunkelheit aktiv. Sie sehen zwar schlecht, finden jedoch durch Rezeptoren, die das Kohlendioxid des Atems wahrnehmen, zu ihrem Wirt. Eine Ursache für das vermehrte Aufkommen der Parasiten sind häufige Urlaubs- und Geschäftsreisen. Reisende transportieren die unerwünschten Reisesouvenirs unwissend in ihren Koffern. Besonders viele Bettwanzen gibt es in den bevölkerungsreichen Städten rund um den Globus. Auch beim Kauf von gebrauchten Möbeln oder getragener Kleidung ist Vorsicht geboten, denn hier können sich Wanzen und deren Eier verstecken. Gebrauchte Möbel deshalb am besten für einige Tage auf Terrasse oder Balkon zwischenlagern. Larvenhüllen oder Kot, erkennbar als kleine schwarze Punkte, verraten nach kurzer Zeit die unliebsamen Blutsauger. Übrigens: Ein Bettwanzenbefall hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun!

 

Können Bettwanzen Krankheiten übertragen?

Bis heute gibt es keinen Nachweis dafür, dass Bettwanzen Krankheiten übertragen. Zwar haben Forscher herausgefunden, dass sich sieben Wochen nach dem Verzehr von mit Hepatitis verunreinigtem Blut das Virus noch im Tier befindet. Eine Übertragung der Viren war Studien zufolge jedoch nicht möglich, da die Menge der Viren zu gering ist. Unangenehm sind die Bisse der Parasiten dennoch. Sie betäuben die Haut ihres Wirts mit ihrem Speichel und saugen sich dann voll. Bis Betroffene einen Biss bemerken, kann es bis zu neun Tage dauern. Dann ist die Haut gerötet und juckt. Zudem können sich Quaddeln bilden und kleine Blutungen auftreten. Typischerweise sind die Bisse in einer Reihe angeordnet, der sogenannten Wanzenstraße. Oft ist der Juckreiz so stark, dass sich Betroffene die Stellen aufkratzen. Dadurch kann sich der Biss entzünden. Bei manchen Menschen rufen die Wanzenbisse sogar allergische Reaktionen hervor.

 

Wer im Urlaub auf Bettwanzen trifft, dem vergeht erstmal die gute Laune. Wie können sich Reisende schützen? Und wie werden Betroffene die lästigen Parasiten wieder los?

Kommen Reisende in ihrem Hotelzimmer an, ist es ratsam, die Umgebung rund um das Bett auf Kot und durchsichtige Häutungsreste zu überprüfen. Während der Untersuchung den Koffer wenn möglich nicht auf den Boden stellen und öffnen. Ist das Zimmer befallen, sollten sich Urlauber direkt an die Rezeption wenden und ein anderes Zimmer verlangen. Wer sich vor seiner Abreise nicht sicher ist, ob sich nicht doch Bettwanzen im Koffer befinden, kann das mit einem Test herausfinden: Dafür kurz in den Koffer hauchen – das Kohlendioxid im Atem lockt sie auch bei Tag aus ihrem Versteck und sie kommen schnell zum Vorschein. Übrigens: Wer im Urlaub Bekanntschaft mit Bettwanzen gemacht hat, kann sich bereits vom Reiseland aus bei einem Schädlingsbekämpfer melden. Sie holen die Koffer der Betroffenen beispielsweise vom Flughafen ab und frieren das Gepäck ein. So vermeiden sie, dass die Tiere in die Wohnung gelangen. Sind die Blutsauger erst in der Wohnung, ist es wichtig, sofort zu handeln. Wirksam bekämpfen kann sie nur ein Kammerjäger. Er kennt die entsprechenden Insektizide, die Eier, Larven und ausgewachsene Wanzen töten. Auch eine Bekämpfung mit Wärme und Kälte, Temperaturen über 55°C und unter -18°C, ist möglich. Das ist jedoch meist um ein Vielfaches teurer. Zudem reicht nicht immer eine Behandlung aus. Ist der Befall zu stark fortgeschritten, müssen Betroffene eventuell sogar Sofa oder Bett entsorgen.

 

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Schlaflos durch die Nacht

Ursachen von Schlafstörungen und was dagegen hilft

Mal wieder schlecht geschlafen? Viele Menschen beantworten diese Frage mit „Ja“: Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts leidet etwa ein Drittel der Deutschen unter Ein- oder Durchschlafstörungen. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Stress, Ablenkung durch soziale Medien und Internet, der schnarchende Partner, Sorgen, aber auch unerkannte Erkrankungen. Häufen sich die schlechten Nächte, drohen gesundheitliche Folgen. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, zeigt auf, welche Ursachen eine Schlafstörung haben kann und gibt hilfreiche Ratschläge.

 

Auslöser von Schlafstörungen

Zu wenig oder schlecht schlafen ist ein Problem, mit dem viele Menschen kämpfen. Auf Dauer kann gestörter Schlaf die Gesundheit beeinträchtigen. „So haben Schlafforscher herausgefunden, dass Schlafstörungen zu zahlreichen Erkrankungen wie Herz-Kreislaufbeschwerden, einem geschwächten Immunsystem und Magenbeschwerden bis hin zu Persönlichkeitsstörungen und Suizidgedanken führen können“, erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Die Ursachen für Schlafstörungen sind vielfältig und nehmen in unserer hektischen Welt immer mehr zu. So bietet beispielsweise das Internet unendliche Möglichkeiten zur Ablenkung. Das bestätigt auch eine Umfrage von Statista, nach der über 60 Prozent der unter 30-Jährigen im Bett noch das Handy, den Laptop oder das Tablet nutzen. „Das Bildschirm-Licht ähnelt dem Tageslicht, daher versucht das Gehirn unter seinem Einfluss, den Körper aktiv zu halten. Einschlafstörungen sind vorprogrammiert“, erklärt der Gesundheitsexperte der DKV. Eine weitere Ursache für schlaflose Nächte ist Stress, der zum Beispiel durch zunehmende Arbeitsverdichtung, Lärm oder Sorgen entstehen kann. Durch die Kombination aus Stress und wenig Schlaf geraten viele Betroffene in einen Teufelskreis. Denn die Angst, wieder eine Nacht nicht gut zu schlafen, verursacht erneut Stress.

 

Wer die Ursache kennt, kann sich helfen

Zunächst sollten Betroffene überlegen, welche Ursachen hinter ihrer Schlaflosigkeit stecken. Gab es entscheidende Ereignisse, nach denen die Störung eingesetzt hat? Fühlen sich die Betroffenen von ihrem Alltag überlastet? Oder tritt die Schlaflosigkeit immer nach bestimmten Aktivitäten auf? „Natürlich lösen sich manche Auslöser wie beispielsweise Sorgen oder Lärm nicht plötzlich in Luft auf“, so Dr. Wolfgang Reuter und fährt fort: „Doch wer die Gründe für seine Schlafstörungen kennt, hat zumindest einen Ansatzpunkt.“ So können chronisch Überlastete ihre To-do-Liste entrümpeln. Das Handy kann nachts im Flur liegen statt auf dem Nachttisch. Für Lärmgeplagte können Ohrstöpsel eine Lösung sein. Oft helfen schon einfache Maßnahmen, damit die Nacht wieder erholsam wird: Zum Beispiel möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen. Und wer stark auf Kaffee reagiert, sollte ab dem Nachmittag auf Koffein verzichten. Der DKV Experte empfiehlt zudem: „Das Schlafzimmer sollte so gestaltet sein, dass sich die Betroffenen hier gut entspannen können. Wenn direkt neben dem Bett der Schreibtisch mit der unerledigten Post steht, ist das eher kontraproduktiv.“

 

Bei anhaltenden Schlafstörungen zum Arzt

Wer über mehrere Wochen hinweg unter Schlafstörungen leidet und sich tagsüber kaputt und müde fühlt, sollte einen Arzt aufsuchen. Denn hinter einer Schlafstörung können körperliche, neurologische oder psychische Erkrankungen stecken. Im schlimmsten Fall kommt es dann zu einer Negativspirale: So kann eine durch depressive Störungen verursachte Schlafstörung wiederum zu einer Depression führen.

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Salmonellen durch Ostereier-Ausblasen?

Natascha B. aus Aalen:

Zu Ostern will ich mit meinen Kindern Eier ausblasen und bemalen. Kann der Umgang mit rohen Eiern zu einer Infektion mit Salmonellen führen?

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:

Rohe Eier bergen immer die Gefahr einer Salmonelleninfektion. Die Bakterien können sich sowohl auf der Schale als auch im Eigelb befinden. Salmonellen verursachen Durchfall, Erbrechen und Kopfschmerzen. Da die Symptome für Kinder besonders gefährlich sind, sollten vor allem diese achtsam mit rohen Eiern umgehen. Das Risiko einer Infektion lässt sich aber leicht minimieren: Zunächst ist darauf zu achten, nur frische und unbeschädigte Eier zu verwenden. Vor dem Auspusten die Eier gründlich mit Wasser und Spülmittel reinigen. Anschließend das Händewaschen nicht vergessen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zum Ausblasen der Eier auch einen dünnen Strohhalm verwenden und so den direkten Kontakt von Mund und Schale vermeiden. Alternativ geben natürlich auch hart gekochte Eier oder Eier aus Holz oder Plastik eine schöne Malfläche ab. Letztere sind außerdem stabiler.

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Fitnessclub: Fit werden – gesund bleiben

Tipps für die Auswahl des passenden Studios und ein gesundes Training

Der Besucheransturm auf Fitnessmessen wie der FIBO in Köln zeigt, dass der Gesundheits- und Sporttrend nach wie vor anhält. Besonders beliebt sind Fitnessclubs: Fast zehn Millionen Deutsche sind Mitglied – Tendenz steigend. Wer sich in einem Studio anmelden möchte, kann aus einer Flut von Angeboten wählen. Doch welches Fitnessangebot ist für wen geeignet? Und worauf sollten sowohl Neulinge als auch langjährige Studiomitglieder beim Training achten, damit es nicht zu bleibenden körperlichen Schäden oder Verletzungen kommt? Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, gibt Tipps für die Suche nach dem geeigneten Fitnessstudio und für ein gesundes Training.

Welches Studio ist das richtige?

Nicht jedes Fitnessstudio ist für jeden gleichermaßen geeignet. Vor der Entscheidung sollten Interessierte ein paar Dinge prüfen und sich über ihre Vorlieben klarwerden. Zunächst ist es wichtig, auf die Lage zu achten. „Ein Fitnessstudio kann noch so attraktiv sein, liegt es ungünstig, beispielsweise weit entfernt von Wohnung und Arbeitsplatz, verfliegt die Motivation meist sehr schnell“, so Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Weiterhin sollten sich Interessenten überlegen, ob ihnen ein reines Gerätetraining ausreicht oder ob sie auch an Fitnesskursen wie Zumba oder Step-Aerobic teilnehmen möchten. „Für viele ist Sport in der Gruppe und zu mitreißender Musik eine schöne Ergänzung zum reinen Krafttraining“, meint Dr. Reuter. Wer nach dem Sport gerne entspannt, für den darf auch ein gepflegter Wellnessbereich nicht fehlen. Andere wiederum legen Wert auf eine Ernährungsberatung. Vor allem für Fitness-Neulinge empfiehlt es sich, auf eine professionelle Betreuung zu achten. Der Tipp des DKV Experten: Vorab ein Probetraining absolvieren. Nur so können sich Einsteiger ein Bild davon machen, wie umfangreich die Betreuung ist und ob sie sich damit wohlfühlen. Gleichzeitig bekommen die Trainer ein Bild vom Fitnessstand ihrer potenziellen Kunden und können den Trainingsplan auf deren individuelle Bedürfnisse abstimmen. Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, zum Beispiel einem bereits erlittenen Bandscheibenvorfall, sollten den Trainer darauf hinweisen. Sie können dann gemeinsam abklären, welches Training am besten ist.

Tipps für das richtige Training

Egal ob Anfänger oder Profi: Aufwärmen ist Pflicht für jeden Sportler. „Mindestens zehn Minuten auf dem Laufband oder dem Crosstrainer bringen den Puls in Schwung und senken das Verletzungsrisiko beim anschließenden Krafttraining“, so Dr. Wolfgang Reuter. Für Anfänger gilt: Genau dem Trainingsplan und den Anweisungen der Trainer folgen. „Eine korrekte Haltung spielt beim Krafttraining eine große Rolle. Um Verspannungen oder gar Verletzungen zu vermeiden, ist es wichtig, zunächst mit geringen Gewichten die Bewegungen sauber zu erlernen“, rät der DKV Gesundheitsexperte. „Kurze, ruckartige Bewegungen und Gewichte, die in die Ursprungsposition zurücksausen, können Verletzungen zur Folge haben.“ Eine Übung sollte idealerweise aus drei Einheiten zu je 15 bis 20 Wiederholungen bestehen. Erst wenn das zu leicht erscheint, ist es ratsam, das Gewicht oder das Tempo zu erhöhen. Weiterhin ist beim Training darauf zu achten, entgegengesetzte Muskelgruppen zu beanspruchen. Wer Übungen für den Bauch macht, für den sind anschließend Übungen für den unteren Rücken empfehlenswert. „Andernfalls kann es zu Fehlhaltungen kommen“, warnt Dr. Wolfgang Reuter. Falls die eine oder andere Übung mal in Vergessenheit geraten ist: Besser nicht in Eigenregie rumprobieren, sondern lieber den Trainer um Rat zu fragen. Denn falsche Bewegungsabläufe sind oft der Grund für Schmerzen und Verletzungen. Zum Abschluss eines jeden Trainings empfiehlt sich eine Stretching-Einheit. Das entspannt die Muskulatur und verhindert, dass sich die Muskeln verkürzen.

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Zusammenhang zwischen Windpocken und Gürtelrose

Melanie Z. aus Bad Bramstedt:

Als Kind hatte ich Windpocken. Stimmt es, dass ich dadurch gegen Gürtelrose immun bin, weil es sich um dasselbe Virus handelt?

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:

Windpocken und Gürtelrose haben tatsächlich einen gemeinsamen Krankheitserreger: das Varicella-Zoster-Virus. Dieses Virus gehört zur Familie der Herpesviren. Wer als Kind Windpocken, sogenannte „Varizellen“, hatte, ist zwar für den Rest seines Lebens gegen diese Krankheit immun. Allerdings besteht weiterhin die Gefahr, später einmal an Gürtelrose, auch als „Herpes Zoster“ bezeichnet, zu erkranken. Denn trotz überstandener Windpocken bleiben ein paar Varicella-Zoster-Viren in den Hirnnerven und den Nervenwurzeln des Rückenmarks zurück. Wenn dann beispielsweise Erkrankungen oder Stress das Immunsystem schwächen, werden die Viren wieder aktiv und lösen eine Gürtelrose aus. Manche Menschen infizieren sich auch mit dem Varicella-Zoster-Virus, ohne dass es zu einer Windpocken-Erkrankung kommt. Bei ihnen besteht dann ebenfalls die Möglichkeit, dass der Virus wieder aktiv wird. Auch Menschen, die gegen das Varicella-Zoster-Virus geimpft sind, können an Gürtelrose erkranken. Allerdings verläuft die Krankheit dann meistens leichter. Da die Abwehrkräfte im Alter nachlassen, erkranken vor allem Menschen jenseits des 50. Lebensjahres an Gürtelrose. Daher sollte zum Beispiel eine Großmutter vorsichtig sein, wenn ihr Enkel an Windpocken erkrankt: Hatte sie früher schon einmal Windpocken beziehungsweise hat sie sich mit dem Varicella-Zoster-Virus infiziert, besteht durch eine erneute Infektion die Gefahr einer Gürtelrose. Ansonsten muss sie mit einer Windpocken-Erkrankung rechnen.

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Unkraut jäten ohne Hexenschuss

Tipps für rückenfreundliche Gartenarbeit

Spätestens im März beginnt für die meisten Gärtner wieder die Saison: Pflanzen und säen, Hecken schneiden, Moos aus dem Rasen entfernen. An sich eine gesunde Sache, die Bewegung an der frischen Frühlingsluft. Leider bringt sie aber oft auch Knie- und Rückenschmerzen mit sich. Das muss nicht sein: Die richtige Haltung und passende Gartengeräte können Schmerzen vermeiden. Tipps für rückenfreundliche Gartenarbeit gibt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Eine rückenfreundliche Körperhaltung und …

„Rücken immer gerade halten und regelmäßig die Position wechseln“, lauten die beiden wichtigsten Ratschläge von Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV. So führt eine gekrümmte Haltung etwa beim Unkrautjäten dazu, dass manche Muskeln übermäßig belastet werden, andere dagegen zu wenig. Die Folge sind schmerzhafte Verspannungen. Es ist daher wichtig, mit geradem Rücken in die Knie zu gehen. Dabei zwischen Arbeiten in der Hocke und auf den Knien abwechseln. Gärtner sollten auch regelmäßig aufstehen und sich strecken. Das lockert die Muskulatur. Wer bei der anstrengenden Gartenarbeit schwitzt, fängt sich schnell einen Hexenschuss ein. Denn trifft ein meist noch kühler Frühlingswind auf den verschwitzten Rücken, verspannt sich die Muskulatur so stark, dass sie blockieren kann. Der Betroffene kann sich kaum oder gar nicht mehr aufrecht bewegen. Dr. Reuter empfiehlt daher für die Gartenarbeit das Zwiebelprinzip: Lieber eine Schicht nach der anderen ausziehen, als verschwitzt im Beet zu sitzen. Auch das Tragen schwerer Gegenstände wie Säcke mit Blumenerde oder Dünger ist eine schwere Belastung für den Rücken, denn das Gewicht drückt auf die Bandscheiben. Daher sollten Gärtner auch hier auf einen geraden Rücken achten. Das heißt: „Nichts tragen, was sich zum Beispiel in einem Schubkarren oder auf einem Rollbrett transportieren lässt“, so der DKV Gesundheitsexperte. Anstatt der großen schweren Gießkanne lieber zwei kleinere verwenden. Ansonsten immer zuerst in die Knie gehen und erst dann den schweren Gegenstand hochheben. So entlastet die Muskulatur der Oberschenkel den Rücken.

… rückenfreundliche Gartengeräte

Der Ratschlag „gerader Rücken“ lässt sich auch gut mit Hilfe von Gartengeräten mit langen Griffen oder Teleskopstielen umsetzen. Selbst das Unkrautjäten im Blumenbeet lässt sich dann aufrecht erledigen. Dabei sollten Gärtner auf leichtes Material achten. Ein weiterer Tipp: Bei einem Spaten lieber ein kleineres Spatenblatt nehmen als ein sehr großes. Letzteres hilft zwar, besonders viel, aber dadurch auch schweres Material wie Erde oder Steine zu bewegen. Bei einigen Gartenarbeiten wie dem Einpflanzen kann der Gärtner das Knien im Beet allerdings schwer vermeiden. Hier können Kniekissen helfen, Kniescheibe, Meniskus und Schleimbeutel zu entlasten. Um Schmerzen vorzubeugen sind vor allem aber auch Pausen wichtig. Dabei hilft eines der schönsten Gartengeräte: Ein Liegestuhl!

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Allergiegefahr bei Karnevalsschminke

Verbraucherinformation vom 16.02.2017

Matilda L. aus Hürth:

An Karneval möchte ich mich wieder verkleiden und schminken. Jetzt habe ich gehört, dass Karnevalsschminke Allergien auslösen kann. Stimmt das?

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:

Die richtige Schminke gehört zu einem gelungenen Kostüm einfach dazu. Aber es ist tatsächlich so, dass manche Inhaltsstoffe Haut- und Augenreizungen oder sogar Allergien hervorrufen können. Gerade im Winter ist die Haut durch Kälte und Heizungsluft ohnehin meist schon gereizt. Häufiges Schminken und Abschminken belastet sie noch zusätzlich. In Kombination mit den in vielen Schminkfarben enthaltenen Konservierungsstoffen führt dies dann oft zu Rötungen, Juckreiz oder Ausschlag. Vor allem Menschen mit empfindlicher Haut und Kinder neigen zu einer allergischen Reaktion. Treten unangenehme Symptome auf, sollte der Betroffene die Schminke sofort entfernen und eine beruhigende Creme auftragen. Um Hautirritationen zu vermeiden, lohnt es sich, in hochwertige Theaterschminke oder wasserlösliche Farbe zu investieren. Auch Produkte mit dem Hinweis „dermatologisch getestet“ sind meist unbedenklich. Zudem sollte das Haltbarkeitsdatum der Schminke noch nicht überschritten sein. Die oberste Regel ist jedoch: Gut abschminken! Am besten mit sanften Mitteln wie Babyöl oder einer milden Seife, um einer zusätzlichen Reizung vorzubeugen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann gekaufte Schminke zunächst in der Armbeuge testen, denn hier ist die Haut ähnlich empfindlich wie im Gesicht.

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Antibiotika bei Erkältungen?

Verbraucherinformation vom 6. Februar 2017

 

Was bei Schnupfen und Husten wirklich hilft und wann Antibiotika sinnvoll sind

Die Nase läuft, der Hals kratzt, die Augen tränen – in der kalten Jahreszeit kommt kaum jemand um eine dicke Erkältung herum. So mancher Patient hofft, die lästigen Symptome mit Antibiotika möglichst schnell wieder loszuwerden. Doch der voreilige Griff zu solch starken Medikamenten schadet meist eher als er nutzt. Wie eine Erkältung verläuft, was dagegen hilft und wann Antibiotika nötig sind, erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

 

Husten, Schnupfen, Heiserkeit treiben gerade im Winter Scharen von Patienten in die Arztpraxen. Nicht selten verlassen sie die Sprechstunde mit einem Rezept für Antibiotika in der Hand. Wie sinnvoll sind diese Medikamente bei einer Erkältung?

Antibiotika helfen gegen Bakterien. Erkältungen werden aber fast immer von Viren ausgelöst. Bei den üblichen Erkältungssymptomen wie Schnupfen und Halsschmerzen sind Antibiotika also nutzlos. Sie lindern weder die Symptome noch verkürzen sie die Dauer der Erkrankung. Anders ist es, wenn sich die Patienten zusätzlich eine bakterielle Infektion eingefangen haben. Typische Anzeichen einer solchen sogenannten Superinfektion sind eitriger Schnupfen, vereiterte Mandeln, Fieber, grünlich-gelber Auswurf oder Atemnot. Patienten sollten daher genau abklären lassen, ob Antibiotika in ihrem Fall sinnvoll sind oder nicht – und welches Präparat das richtige ist. Am besten, der Arzt macht eine Blutuntersuchung oder nimmt einen Abstrich aus Nase oder Rachen.

 

Ist es problematisch, wenn ein Patient häufig Antibiotika nimmt? Was sollten Kranke bei einer Behandlung mit Antibiotika generell beachten?

Aktuelle Studien raten von einem breiten Einsatz von Antibiotika bei leichten Erkrankungen wie Erkältungen ab. Bakterien können sich an die Wirkstoffe gewöhnen und resistent werden. Das bedeutet: Bei einer schweren Erkrankung kann der Patient in Lebensgefahr geraten, weil die Präparate nicht mehr wirken. Außerdem haben die meisten Mittel starke Nebenwirkungen. Sie töten nicht nur die schädlichen Bakterien, sondern setzen auch der Haut-, Mund- und Darmflora zu. Deshalb können Durchfälle, Ausschläge oder Pilzinfektionen die Folge sein. Antibiotika sollten daher so sparsam wie möglich zum Einsatz kommen. Wenn es aber einmal nötig ist, sollten sich die Patienten unbedingt an die Anweisungen des Arztes halten, was Dosierung und Dauer der Einnahme angeht. Denn viele setzen die Tabletten ab, sobald sie sich besser fühlen. Aber Bakterien sind zäh. Wenn einige überleben, können sich neue Stämme bilden – und das Risiko für eine erneute Erkrankung und eine Resistenz steigt.

 

Wenn nicht Antibiotika, was hilft dann gegen viral ausgelöste Erkältungen? Gibt es Mittel, mit denen Erkrankte ihre Symptome lindern können?

Die meisten Infekte heilen von selbst aus: In aller Regel erreichen Erkältungen nach zwei, drei Tagen ihren Höhepunkt, nach etwa einer Woche sollte das Schlimmste überstanden sein. Währenddessen sind Ruhe und ausreichend Flüssigkeit die besten Helfer. Schnupfennasen legen sich also am besten warm eingepackt aufs Sofa und trinken zwei bis drei Liter Wasser oder Kräutertee am Tag. Die Beschwerden lassen sich mit den klassischen Hausmitteln lindern. Eine Packung mit klein gehackter Zwiebel zum Beispiel hilft bei Ohrenschmerzen. Eine heiße Hühnersuppe verbessert das Wohlbefinden, zudem lässt ihr Dampf die Sekrete aus den Atemwegen abfließen. Gurgeln mit einem Aufguss aus Salbei, wilder Malve oder Kamille wirkt wohltuend bei Heiserkeit und Halsschmerzen, bei Husten hingegen haben sich Thymian und Spitzwegerich bewährt. Auch in der Apotheke gibt es eine Reihe rezeptfreier Erkältungsmittel: Schmerztabletten stillen Kopf- und Gliederschmerzen, Nasensprays sorgen für freien Atem. Je nach Bedarf spricht nichts gegen den Einsatz von Schleimlösern, Halspastillen oder Hustenstillern. Doch all diese Mittel bekämpfen nur die Symptome: Die Ursache selbst, also die Viren, kann nur das körpereigene Immunsystem besiegen – und das braucht seine Zeit. Bei hohem Fieber, starken Schmerzen oder wenn die Symptome nach sieben Tagen nicht nachlassen, ist ein Besuch beim Arzt ratsam.

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Was ist eine Augengrippe

Verbraucherinformation vom 26. Januar 2017

 

Marlene H. aus Aschaffenburg:

Ich habe gehört, dass die Augengrippe sehr ansteckend ist. Was ist das für eine Krankheit?

 

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:

Die Augengrippe ist eine extrem aggressive Form der Bindehautentzündung und hochansteckend. Wer den Verdacht hat, sich infiziert zu haben, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen, denn diese Viruserkrankung ist meldepflichtig. Die Symptome sind ähnlich wie bei einer normalen Bindehautentzündung: gerötete Augen, Jucken, Tränen, hohe Lichtempfindlichkeit, ein verschwommenes Sichtfeld sowie eine geschwollene Bindehaut. Zusätzlich können grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auftreten. Der Patient ist bereits bis zu zwölf Tage vor Ausbruch der Krankheit ansteckend. Erreger der Augengrippe ist ein Adenovirus. Dieses Virus lässt sich nicht mit Medikamenten behandeln. Durch Augentropfen oder Augensalben lindert der Erkrankte lediglich die Symptome. Sie klingen nach zwei bis vier Wochen von selbst wieder ab. Eine Ansteckung erfolgt über die sogenannte Schmierinfektion: Infizierte Tränenflüssigkeit verbreitet sich entweder direkt durch Händeschütteln oder indirekt über Gegenstände wie beispielsweise Türgriffe. Wer Angst vor einer Infektion hat, kann sich nur mit ausreichender Hygiene wie häufigem Händewaschen oder Desinfizieren schützen.

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Was ist ein guter Pflegedienst?

Verbraucherinformation vom 09.01.2017

 

Tipps für die Suche nach dem geeigneten Anbieter

Wird ein älterer Mensch zum Pflegefall, steht die Familie vor der Herausforderung, die nötige Pflege in den oft ohnehin schon vollgepackten Alltag zu integrieren. Ganz ohne fremde Hilfe ist das meist nicht zu schaffen. Einen geeigneten ambulanten Pflegedienst zu finden, kann aber schwierig sein. Was Familien bei der Suche nach einem passenden Anbieter beachten sollten, weiß Alexander Winkler, Pflegeexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

In der gewohnten Umgebung alt werden – das ist nach wie vor der Wunsch vieler Menschen. Von 2,8 Millionen Pflegebedürftigen lassen sich mehr als 70 Prozent zu Hause versorgen. Ohne Unterstützung von außen können die Angehörigen diese Aufgabe allerdings meist nicht stemmen. Wie finden sie also den passenden ambulanten Pflegedienst? Alexander Winkler, Pflegeexperte der DKV: „Am Anfang sollte ein ausführliches Vorgespräch stehen. Bei den meisten Anbietern sind kostenlose Hausbesuche möglich, damit beide Seiten einander kennenlernen.“ Dabei sollten Betroffene durchaus auf ihren ersten Eindruck vertrauen: Sind die Mitarbeiter freundlich? Nehmen sie sich Zeit, alle Fragen zu beantworten? Geben sie konkrete Auskünfte? Gut beraten ist, wer sich zunächst auch bei Menschen im Bekanntenkreis umhört, die Erfahrung mit Pflegediensten haben. Adressen sind im Branchenbuch oder im Internet zu finden. Auch der Service von Compass Private Pflegeberatung bietet kostenlose Hilfe.

Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit

Sowohl private als auch institutionelle Träger wie Kirchen und Wohlfahrtsverbände bieten ambulante Pflege an. Welche Variante die geeignete ist, hängt von den Vorlieben der Familie ab, meint Alexander Winkler: „Bei institutionellen Anbietern geht es meist anonymer zu als bei einem kleinen Dienst mit zehn Mitarbeitern – dafür ist bei größeren Trägern mehr organisatorische Sicherheit zu erwarten.“ Wichtig ist es, nachzufragen, ob der Anbieter eine Zulassung und eine Vergütungsvereinbarung mit der Pflegekasse hat, damit Betroffene die Leistungen mit dieser abrechnen können. Ehe sich die Familien festlegen, sollten sie ihren individuellen Pflegebedarf analysieren, rät der DKV Experte: „Die beste Entscheidung treffen kann nur, wer seinen Bedarf kennt. Die Angehörigen sollten sich fragen: Was können wir selbst leisten? Wobei und wie oft brauchen wir Hilfe?“ Ein guter Dienst ist unter anderem daran zu erkennen, dass sich überwiegend die gleichen Mitarbeiter um den Bedürftigen kümmern. Auch Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind wichtige Kriterien – zwar kann es immer mal zu Verspätungen kommen. Entscheidend ist, ob der Dienst rechtzeitig darüber informiert.

Rund um die Uhr erreichbar

Vertrauenswürdig sind Pflegedienste, die auch bei den Kosten für Transparenz sorgen. Betroffene sollten darauf achten, dass der Anbieter sie über Leistungen und Preise aufklärt. Am besten bitten sie um einen schriftlichen Kostenvoranschlag, aus dem ihr Eigenanteil hervorgeht. „Darüber hinaus spielt die Qualifikation der Mitarbeiter eine große Rolle“, betont Alexander Winkler. „Ein seriöser Pflegedienst zögert nicht, auf Wunsch Zertifikate und Nachweise vorzulegen.“ Gute Anbieter sind rund um die Uhr mit einem Piepser erreichbar, der dem Bereitschaftsdienst nächtliche Anrufe meldet. Ein weiterer Pluspunkt ist, wenn der Pflegedienst die Familie auf dem Laufenden hält. Bei einigen Anbietern geht das sogar schon per App: Dann können die Angehörigen auf dem Handy sehen, ob der Pflegedienst schon da war und ob alles in Ordnung war. „Häusliche Pflege ist Vertrauenssache“, meint der DKV Experte, „deswegen sollten sich Betroffene nicht zum Abschluss drängen lassen, sondern den Vertrag in aller Ruhe prüfen. Vielleicht sind auch mehrere Vorgespräche nötig, ehe der richtige Anbieter gefunden ist.“

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