Warum sich Beiträge ändern können

Beitragsanpassung

Damit Sie sich jederzeit auf Ihren Versicherungsschutz verlassen können.

Information zur Beitragsänderung ab 1.1.2022

Herzlich willkommen - schön, dass Sie da sind.

Wir finden es toll, dass Sie sich für die Hintergründe der Beitragsänderungen in Ihrer Versicherung interessieren.

Zu den wichtigsten Themen haben wir Informationen für Sie zusammengestellt.

Unterschiedliche Verfahren der Kalkulation – passend zu Ihrem Bedarf

Wir verfügen über langjährige Erfahrungen, die wir in die Beitragskalkulation einfließen lassen. Denn wir wollen die Beiträge für unsere Kunden in allen Lebensphasen finanzierbar gestalten.

Verlauf der durchschnittlichen Krankheitskosten

Um dem durchschnittlichen Verlauf von Krankheitskosten gerecht zu werden, können wir den Beitrag in unseren Ergänzungsversicherungen auf zwei Arten kalkulieren.

Beitragskalkulation ohne Sparanteile (Tarife nach Art der Schadenversicherung)

  • In manchen Tarifen wird eine reine Bedarfsprämie kalkuliert – ohne Sparanteile für die Zukunft.
  • Das sind die Tarife, die nach Art der Schadenversicherung kalkuliert werden.
  • Hier profitiert man von günstigen Beiträgen in jungen Jahren.
  • Die Beiträge ändern sich mit dem Älterwerden zu festen Terminen. Das sind die sogenannten Altersgruppensprünge.
  • Auf Ihrer Versicherungsurkunde erkennen Sie diese Tarife an einer entsprechenden Erläuterung.
  • Die Altersgruppensprünge finden Sie in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen.

Beitragskalkulation mit Sparanteilen (Tarife nach Art der Lebensversicherung)

  • In einigen Tarifen hängen die Versicherungsleistungen stark vom Alter der versicherten Person ab. Beispielsweise verursachen ältere Menschen durchschnittlich höhere Kosten für Behandlungen im Krankenhaus als Jüngere.
  • Das sind die Tarife, die nach Art der Lebensversicherung kalkuliert werden.
  • Um in diesen Tarifen auch im Alter bezahlbare Beiträge zu ermöglichen, wird in den frühen Vertragsjahren ein Teil des Beitrags (Sparanteil) für die erhöhten Versicherungsleistungen im Alter angespart.
    Der Beitrag ist dabei so kalkuliert, dass er über die gesamte Vertragslaufzeit konstant bleibt, sofern sich äußere Umstände nicht ändern.
  • Der Mehrbeitrag, der sich dadurch in jungen Jahren ergibt, wird in der sogenannten Alterungsrückstellung verzinslich angelegt. Wenn in späteren Lebensjahren die tatsächlichen Ausgaben für Gesundheitsleistungen über dem Beitrag liegen, wird die Differenz aus den Alterungsrückstellungen finanziert.
  • Eine Ausnahme besteht für Kinder, und abhängig von den tariflich festgelegten Altersgrenzen, für Jugendliche. In diesen Altersgruppen erheben wir Risikobeiträge – ohne Sparanteile für die Zukunft. Vollendet eine versicherte Person das vereinbarte Lebensjahr, zahlt sie ab Beginn des folgenden Kalenderjahres den Beitrag der nächsthöheren Altersgruppe. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einem Altersgruppensprung zwischen Kinder-, Jugendlichen- und Erwachsenenbeiträgen.
  • Krankheitskostenvollversicherungen müssen immer nach Art der Lebensversicherung kalkuliert werden.

Planmäßige Beitragshöhe mit und ohne Sparanteile

Planmäßige Beitragshöhe mit und ohne Sparanteile

Unsere unterschiedlichen Kalkulationsmodelle erklärt am Beispiel der stationären Ergänzungstarife:

Was sind eigentlich Alterungsrückstellungen?

Ältere Versicherte nehmen Gesundheitsleistungen häufiger in Anspruch. Deshalb stellen wir einen Teil des Beitrages in jüngeren Jahren zurück und legen ihn verzinslich an.

Damit können wir die im Alter zu erwartenden Mehrkosten decken und eine altersbedingte Erhöhung der Beiträge ausschließen. Dies gilt nur für Tarife, in denen wir Alterungsrückstellungen bilden. Das sind die sogenannten Tarife nach Art der Lebensversicherung.

Bei Kindern und Jugendlichen gibt es in den Tarifen nach Art der Lebensversicherung keine Sparanteile - warum ist das so?
  • Versicherte bis spätestens zur Vollendung des 16. Lebensjahres dürfen in der Altersgruppe „Kinder“ und
  • Versicherte bis spätestens zur Vollendung des 21. Lebensjahres in der Altersgruppe „Jugendliche“ geführt werden.

In diesen Altersgruppen können alters- und tarifabhängig gestaffelte Beiträge ohne zusätzliche Bildung von Sparanteilen, den Alterungsrückstellungen, erhoben werden. Dies sind die sogenannten Risikobeiträge. Dadurch ist der Beitrag besonders günstig. Diese Vorgehensweise berücksichtigt auch, dass junge Menschen nach der Schul- oder Berufsausbildung in der Regel in ein krankenversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis wechseln und die private Krankenversicherung verlassen.

Spätestens ab Vollendung des 21. Lebensjahres muss in der nach Art der Lebensversicherung betriebenen Krankenversicherung mit Alterungsrückstellungen kalkuliert werden. Das sind die sogenannten Erwachsenenbeiträge. Ausnahmen gibt es bei speziellen Ausbildungstarifen.

Mir ist der neue Beitrag zu hoch – was kann ich tun, wenn ich bei der DKV krankheitskostenvollversichert bin?

Sie sind bei der DKV krankheitskostenvollversichert?

Schnell und unkompliziert bietet Ihnen der Tarifcheck eine Übersicht aller möglichen Tarifalternativen in der Krankheitskostenvollversicherung inklusive einer unverbindlichen Beitragsübersicht. Loggen Sie sich dazu einfach in „Meine Versicherungen" ein.
Sie sind noch nicht in „Meine Versicherungen“ angemeldet? Der Weg dorthin ist ganz einfach: Registrieren Sie sich unter www.dkv.com/meineversicherungen - der Schlüssel zu Ihrem persönlichen Kundenbereich.

Sie möchten persönlich beraten werden? Ihr Partner für Versicherungsfragen ist gern für Sie da. Sie können sich auch an den Kundenservice wenden. Rufen Sie uns einfach an.

Unsere unterschiedlichen Kalkulationsmodelle erklärt am Beispiel der stationären Ergänzungstarife:

Mir ist der neue Beitrag zu hoch – was kann ich tun, wen ich bei der DKV ergänzungsversichert bin?

Sie sind bei der DKV ergänzungsversichert?

Für einige Tarife in der Ergänzungsversicherung, die wir nach Art der Lebensversicherung kalkulieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit denen Sie künftig Beiträge sparen können, ohne dabei auf den wertvollen Versicherungsschutz verzichten zu müssen. Gerne zeigen wir Ihnen alle Optionen auf, die Sie nun haben.

Sie möchten persönlich beraten werden? Ihr Partner für Versicherungsfragen ist gern für Sie da. Sie können sich auch an den Kundenservice wenden. Rufen Sie uns einfach an.

Unsere unterschiedlichen Kalkulationsmodelle erklärt am Beispiel der stationären Ergänzungstarife:

Was hat der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung mit dem Beitrag im Standardtarif zu tun?

Der Beitrag des Standardtarifs wird nach den in der privaten Krankenversicherung üblichen Regeln kalkuliert. Zum Schutz der Versicherten ist er auf den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) begrenzt.

Für beihilfeberechtigte Personen richtet sich der Beitrag nach dem versicherten Prozentsatz für die Leistungen. 
Eine Besonderheit gilt für Ehepaare oder Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz. Sind beide im Standardtarif versichert, ist der Beitrag auf insgesamt 150 % des Höchstbeitrags der GKV begrenzt. Vorausgesetzt, das jährliche Gesamteinkommen der Ehe- oder Lebenspartner übersteigt die Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht. 

Ab dem 1.1.2022 bleibt der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung stabil. Darum beträgt auch der monatliche Höchstbeitrag für den Standardtarif weiterhin voraussichtlich 706,28 Euro
Für Personen, die beamtenrechtlich bei Krankheit Anspruch auf Beihilfe haben, richtet sich der Höchstbeitrag entsprechend nach dem versicherten Prozentsatz für die Leistungen. 

Hintergrundinfos zum Standardtarif

Der Standardtarif ist ein brancheneinheitlicher Tarif in der privaten Krankenversicherung. Der Gesetzgeber hat den Tarif 1994 eingeführt. Er ist für langjährig Versicherte gedacht. Im Standardtarif sind Sie nur versicherbar, wenn Sie bereits vor dem 1.1.2009 bei uns privat krankenversichert waren.

Die Leistungen des Standardtarifs bieten einen Grundschutz. Sie orientieren sich am Leistungsniveau der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Der Beitrag darf den Höchstbeitrag der GKV nicht übersteigen. Deshalb ist der Standardtarif nur für bestimmte, vom Gesetzgeber definierte Personengruppen geöffnet und erfüllt vor allem eine soziale Schutzfunktion.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um in den Standardtarif wechseln zu können?

Im Standardtarif sind Sie versicherbar, wenn Sie über eine Versicherungszeit in einer substitutiven Krankheitskostenvollversicherung von mindestens 10 Jahren verfügen, sowie eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie haben das 65. Lebensjahr vollendet.
  • Sie haben das 55. Lebensjahr vollendet. Und Ihr jährliches Gesamteinkommen übersteigt die Jahresarbeitsentgeltgrenze nach § 6 Abs. 7 Sozialgesetzbuch V nicht.
  • Sie beziehen vor Vollendung des 55. Lebensjahres eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Oder Sie erfüllen die Voraussetzungen für die Rente. Letzteres heißt, Sie haben die Rente beantragt. Das jährliche Gesamteinkommen darf dabei die Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht übersteigen.
  • Ihr versicherter Tarif ist geschlechtsabhängig (bisex) kalkuliert.

Sofern dies auf Sie zutrifft, sind auch Ihre Familienangehörigen aufnahmefähig, sofern diese bei einer Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung bei Ihnen familienversichert wären.

Was hat der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung mit dem Beitrag im Basistarif zu tun?

Der Beitrag des Basistarifs wird nach den in der privaten Krankenversicherung üblichen Regeln kalkuliert. Zum Schutz der Versicherten ist er aber auf einen Höchstbeitrag begrenzt.
Der Höchstbeitrag zum Basistarif wird anhand folgender Werte berechnet: jeweils gültiger Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) + durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der GKV (jährliche Festlegung durch das Bundesministerium für Gesundheit).

Für beihilfeberechtigte Personen richtet sich der Beitrag nach dem versicherten Prozentsatz für die Leistungen.

Ab dem 1.1.2022 bleibt der Höchstbeitrag in der GKV stabil. Darum bleibt auch der monatliche Höchstbeitrag für den Basistarif bei voraussichtlich 769,16 Euro. Für Personen, die beamtenrechtlich bei Krankheit Anspruch auf Beihilfe haben, richtet sich der Höchstbeitrag entsprechend nach dem versicherten Prozentsatz für die Leistungen.

Hintergrundinfos zum Basistarif

Der Basistarif ist ein brancheneinheitlicher Tarif in der privaten Krankenversicherung (PKV). Er unterscheidet sich deutlich von den anderen Tarifen der PKV. Er ist ein gesetzlich definiertes Produkt und entspricht in Art, Umfang und Höhe dem Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
Die Unternehmen der privaten Krankenversicherung sind seit dem 1.1.2009 verpflichtet, den Basistarif anzubieten. Sie dürfen niemanden zurückweisen, der sich in diesem Tarif versichern darf. Im Basistarif sind keine versicherungsmedizinischen Beitragszuschläge zu zahlen. Wer hilfebedürftig im Sinne des Zweiten oder Zwölften Sozialgesetzbuches ist, zahlt einen reduzierten Beitrag. 

Wer kann sich im Basistarif versichern?

  • Privatversicherte, die ihren Versicherungsvertrag erstmals nach dem 31.12.2008 abgeschlossen haben. Sie können jederzeit bei ihrem aktuellen oder auch bei einem anderen PKV-Unternehmen in den Basistarif wechseln. Bei einem Unternehmenswechsel überträgt der bisherige Versicherer die dem Basistarif entsprechenden kalkulierten Alterungsrückstellungen auf den neuen Versicherer.
  • Privatversicherte, die vor 2009 ihren Versicherungsvertrag abgeschlossen haben, wenn sie
    • mindestens 55 Jahre alt sind oder
    • eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bzw. die Voraussetzungen dazu erfüllen und die Rente beantragt haben oder
    • ein Ruhegehalt nach beamtenrechtlichen oder vergleichbaren Vorschriften beziehen oder
    • hilfebedürftig im Sinne des Sozialrechts sind oder
    • im Standardtarif versichert sind.

Diese Personengruppen können nur bei ihrem Versicherungsunternehmen in den Basistarif wechseln.

Was ist der Höchstbeitrag in der privaten Pflegepflichtversicherung?

Der Beitrag in der privaten Pflegepflichtversicherung (PPV) darf insbesondere nach fünfjähriger Laufzeit nicht über dem Höchstbeitrag in der sozialen Pflegeversicherung (SPV) liegen. So sieht es der Gesetzgeber vor. Das bedeutet auch: Wenn sich der Höchstbeitrag in der SPV ändert, gilt ab diesem Zeitpunkt derselbe Höchstbeitrag in der PPV.

Ab dem 1.1.2022 steigt der Höchstbeitrag in der SPV. Darum erhöht sich ab diesem Zeitpunkt der monatliche Höchstbeitrag in der PPV auf voraussichtlich 147,54 Euro. Für Personen, die nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder Grundsätzen bei Pflegebedürftigkeit Anspruch auf Beihilfe oder Heilfürsorge haben, steigt der Höchstbeitrag auf voraussichtlich 59,02 Euro.

Hintergrundinfos zur Pflegepflichtversicherung

Seit dem 1.1.1995 gilt in Deutschland die Pflegeversicherungspflicht. Nach dem Grundsatz „Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung“ schließen privat Krankenversicherte ihre Pflegepflichtversicherung (PPV) bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen ab. Die gesetzlich Krankenversicherten erhalten den Versicherungsschutz in der sozialen Pflegeversicherung (SPV). Die Leistungen der PPV und der SPV sind gesetzlich definiert und identisch.

Warum muss ich den Corona-Zuschlag zahlen?

Die Corona-Pandemie verursacht neue, zum Teil bislang unbekannte Aufwendungen. Das sind zum Beispiel Corona-Tests oder Impfungen, der Erwerb von Schutzbekleidung jeglicher Art (insbesondere Schutzmasken, Ganzkörperanzüge) und Desinfektionsmittel. Die private Pflegepflichtversicherung ist gesetzlich verpflichtet, sich an diesen Kosten zu beteiligen. Um die dauerhafte Erfüllbarkeit der privaten Pflegepflichtversicherungsverträge zu gewährleisten, erheben die PKV-Unternehmen daher einen bis 31.12.2022 befristeten Zuschlag zur Finanzierung pandemiebedingter Mehrausgaben. Den befristeten Corona-Zuschlag hat der deutsche Gesetzgeber mit § 110a Sozialgesetzbuch – Elftes Buch (SGB XI) neu eingeführt.

Für versicherte Personen mit Anspruch auf Beihilfe oder Heilfürsorge bei Pflegebedürftigkeit beträgt der Zuschlag monatlich 7,30 Euro, für versicherte Personen ohne Anspruch auf Beihilfe monatlich 3,40 Euro. Der Corona-Zuschlag entfällt zum 31.12.2022.

Wer muss den Corona-Zuschlag nicht zahlen?

Der Corona-Zuschlag wird nicht für beitragsfrei versicherte Kinder und nicht für Personen erhoben, die entweder Anspruch auf Arbeitslosengeld oder auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) haben. Das gleiche gilt für Personen, die allein durch die Zahlung des Corona-Zuschlags hilfebedürftig werden. Auch wird der Zuschlag nicht für Leistungsbezieher und Hilfebedürftige nach SGB XII (Sozialhilfe) oder Bezieher nach § 27a BVG (Kriegsopferfürsorge) erhoben.

Melden Sie sich bitte bei uns, wenn wir dennoch einen Corona-Zuschlag erheben. Den Corona-Zuschlag für sich bzw. die versicherten Personen müssen Sie dann nicht zahlen. Tritt eines der vorgenannten Ereignisse im Laufe des Jahres 2022 ein, müssen Sie ab diesem Zeitpunkt keinen Zuschlag für sich bzw. die versicherten Personen zahlen.

Hintergrundinfos zum Corona-Zuschlag als PDF downloaden.

Was ändert sich durch die jüngste Pflegereform?

(Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG))
Die jüngste Pflegereform wurde im Juni 2021 unter enormem Zeitdruck in einem deutlich kleineren Umfang als geplant vom Bundestag verabschiedet. Zu den Kernpunkten der Reform gehört die Verringerung des pflegebedingten Eigenanteils der Pflegebedürftigen in der vollstationären Pflege.

Pflegeheimbewohner der Pflegegrade 2-5 erhalten ab dem 1.1.2022 eine Zuzahlung zu den pflegebedingten Aufwendungen: 

  • Im ersten Jahr 5 Prozent,
  • im zweiten Jahr 25 Prozent,
  • im dritten Jahr 45 Prozent und
  • danach 70 Prozent.

Dadurch sinkt zwar der Eigenanteil bei der Pflege im Heim, dennoch bleiben die Gesamtkosten, die Pflegebedürftige zu zahlen haben, insgesamt auf einem hohen Niveau.

Warum brauche ich überhaupt eine private Pflegezusatzversicherung?

Durch die Pflegereformen der letzten Jahre ist das Leistungsspektrum und der Leistungsumfang der Pflegepflichtversicherung deutlich erweitert worden. Trotzdem reichen die Leistungen im Falle der Pflegebedürftigkeit in der Regel bei Weitem nicht aus.
Schaut man zum Beispiel auf die Gesamtkosten, die ein Pflegeheimbewohner zu zahlen hat, fällt auf, dass diese auch nach der jüngsten Pflegereform trotz eines geringeren Eigenanteils nach wie vor sehr hoch sind. Denn die Kosten für Unterkunft, Verpflegung sowie Investitionskosten müssen weiterhin vom Pflegeheimbewohner gezahlt werden.

Hier ein Beispiel, das zeigt, wie wichtig eine zusätzliche private Absicherung ist:

Beispiel, Pflegeversorgung, Martha S., 72 Jahre, verheiratet

Ihre private Pflegezusatzversicherung der DKV unterstützt Sie bei Pflegebedürftigkeit finanziell und hilft Ihnen dabei, Ihr Leben auch im Pflegefall soweit wie möglich selbstbestimmt und mobil zu gestalten. Sie entscheiden weiterhin selbst, was gut für Sie ist und in welchem Umfang Sie wann und von wem betreut werden möchten. 

Eine zusätzliche Absicherung für Pflegebedürftigkeit ist besonders wichtig, weil:

  • beinahe 2 von 3 Deutschen im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig werden,
  • die Pflege leider vor keinem Alter halt macht und
  • es oft neben den gesundheitlichen auch noch zu finanziellen Sorgen kommt. 

Übrigens: Die häufigsten Irrtümer, wenn es um das Thema Pflege geht, finden Sie in dieser Broschüre:

PflegeMythen (PDF)

Wo kann ich mehr über das Thema Pflegeversicherung erfahren?

Viele interessante Informationen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Hier können Sie sich über unsere Pflegezusatztarife informieren. Und sogar schnell und unkompliziert online abschließen.

Für Ihre Beitragsstabilität im Alter – der gesetzliche Beitragszuschlag - Was ist das überhaupt?

Den gesetzlichen Beitragszuschlag (GBZ) hat der Gesetzgeber 2001 als weiterführendes Instrument in der privaten Krankenversicherung zur Beitragsstabilisierung im Alter eingeführt.

Wie hoch ist der gesetzliche Beitragszuschlag und wer muss ihn zahlen?

Der Zuschlag beträgt 10 % des Beitrags der Krankheitskostenvollversicherung. Er ist erstmalig zum 1.1. des Kalenderjahres, in dem die versicherte Person 20 bzw. 21 Jahre alt wird, zu zahlen. Er entfällt zum 31.12. des Kalenderjahres, in dem die versicherte Person das 60. Lebensjahr vollendet. Jüngere und ältere Versicherte zahlen keinen Zuschlag. Mit dem angesparten Geld begrenzen wir notwendige Beitragserhöhungen im Alter. Sie erkennen den Zuschlag als „GBZ - gesetzlicher Beitragszuschlag“ in Ihrer Versicherungsurkunde.

Was geschieht mit dem eingezahlten Geld aus dem gesetzlichen Beitragszuschlag?

Aus den Geldern, die wir an den Kapitalmärkten verzinslich anlegen, bilden wir Alterungsrückstellungen. Wir verwenden sie ausschließlich zur Begrenzung eventuell erforderlicher Beitragsanpassungen im Alter. Um genau zu sein → wir setzen sie hauptsächlich dazu ein, die Beiträge ab Alter 65 zusätzlich zu stabilisieren. Die DKV hat in der Vergangenheit stets eine gute Verzinsung ihrer Kapitalanlagen oberhalb des Marktdurchschnitts erzielt. Die DKV hält insgesamt 15 Prozent der Alterungsrückstellungen des gesamten Marktes.

Wann profitiere ich vom gesetzlichen Beitragszuschlag?

Im folgenden 4-Phasen-Modell zeigen wir Ihnen, wann der gesetzliche Beitragszuschlag zu zahlen ist und wie wir ihn für Sie verwenden:

Phase 1: Gesetzlicher Beitragszuschlag und Verzinsung ab Alter 20 (bzw. 21) bis einschließlich 60 Jahre

In dieser Phase zahlen Sie den gesetzlichen Beitragszuschlag. Diesen sammeln wir als zusätzliche Rückstellung für Sie an und legen sie verzinslich an. 

Phase 2: Gesetzlicher Beitragszuschlag entfällt bei weiterer Verzinsung ab Alter 61

Ab Alter 61 entfällt die Zahlung des gesetzlichen Beitragszuschlags. Ab dann reduziert sich Ihr Beitrag entsprechend. Die bis dahin gebildete Rückstellung wächst für weitere fünf Jahre, wie in Phase 1 beschrieben, verzinslich an. 

Phase 3: Limitierung von Beitragsanpassungen im Alter 65 bis 79 Jahre

Ab dem 65. Lebensjahr setzen wir die bis dahin gebildete Rückstellung (inkl. Verzinsung) zur Limitierung von notwendigen Beitragsanpassungen ein. 

Phase 4: Beitragsentlastung ab Alter 80

Ab dem 80. Lebensjahr nutzen wir die gesamte, für die bisherige Beitragslimitierung nicht benötigte Rückstellung zur sofortigen Beitragssenkung.

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Kann ich meine Ergänzungsversicherung steuerlich absetzen?

Ja, allerdings mit Einschränkungen: Sie können als Beamter oder Angestellter insgesamt höchstens 1.900 Euro im Jahr für Kranken- und Pflegezusatzversicherungen steuerlich absetzen. Als Selbstständiger sind es bis zu 2.800 Euro im Jahr. Dies gilt allerdings nur, wenn der maximal absetzbare Betrag für die Vorsorgeaufwendungen noch nicht anderweitig ausgeschöpft ist.

Sie benötigen eine Bescheinigung für den Arbeitgeber oder das Finanzamt?

Bescheinigungen über die Vorsorgeaufwendungen nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 Einkommensteuergesetz zur Vorlage beim Arbeitgeber oder Dienstherrn

Bei Beitragsänderungen erhalten Sie die Bescheinigung über die steuerlich absetzbaren Beiträge für die Kranken- und Pflegepflichtversicherung mit den Unterlagen zur Beitragsänderung. Diese Beträge können im Lohnsteuerabzugsverfahren steuersenkend für Sie berücksichtigt werden.

Unser Tipp: Für die steuerlich absetzbaren Vorsorgeaufwendungen genügt es, wenn Sie Ihrem Arbeitgeber eine Kopie der Bescheinigung aus dem Vorjahr zukommen lassen. Alternativ können Sie auch die Bescheinigung über die gemeldeten Beiträge nutzen, die wir jährlich im Januar verschicken. Sollten sich die Beiträge in der Zwischenzeit geändert haben, findet eine Abrechnung im Januar eines jeden Jahres im Zuge der Meldung der steuerlich absetzbaren Beiträge an die Finanzbehörde statt.

Bescheinigung über steuerlich absetzbare Vorsorgeaufwendungen

Ihre steuerlich absetzbaren Beiträge der Kranken- und Pflegepflichtversicherung melden wir immer im Januar eines Jahres an die Finanzbehörde. Darüber erhalten Sie automatisch eine Bescheinigung. Sie können diese für Ihre Einkommensteuererklärung nutzen. 
Übrigens: Ihre Zustimmung zur Meldung der steuerlich absetzbaren Beiträge ist ab dem Veranlagungsjahr 2019 nicht mehr erforderlich.

Bescheinigung zur Vorlage beim Arbeitgeber

Bei privatversicherten Angestellten beteiligt sich der Arbeitgeber an den Beiträgen zur privaten Kranken- und Pflegepflichtversicherung (KKV und PPV). Grundsätzlich ist der Zuschuss auf die Hälfte des zu zahlenden Beitrags der KKV und PPV begrenzt.
Im Jahr 2022 beträgt der maximale Arbeitgeberzuschuss zur KKV 384,58 Euro monatlich. Und zur PPV 73,77 Euro monatlich. Haben wir in unseren Unterlagen vermerkt, dass Sie eine Bescheinigung zur Vorlage beim Arbeitgeber wünschen? Dann liegt die Bescheinigung den Unterlagen zur Beitragsänderung bei.

Ich bin von einer Beitragsanpassung betroffen – kann ich meine Versicherungen kündigen?

Ergibt sich aus dem Versicherungsvertrag, dass bei Erreichen eines bestimmten Lebensalters oder bei Eintreten anderer dort genannter Voraussetzungen die Prämie für ein anderes Lebensalter oder eine andere Altersgruppe gilt oder die Prämie erstmalig unter Berücksichtigung einer Alterungsrückstellung berechnet wird, kann das Versicherungsverhältnis hinsichtlich der betroffenen versicherten Person binnen zwei Monaten nach der Änderung zum Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens gekündigt werden. Grundlegende Voraussetzung ist, dass sich die Prämie durch die Änderung erhöht. So sieht es § 205 Abs. 3 Versicherungsvertragsgesetz vor.

Für die private Pflegepflichtversicherung haben Sie ein außerordentliches Kündigungs-recht. Dies gilt nur für das vom Corona-Zuschlag betroffene Versicherungsverhältnis. Die Kündigung muss innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Änderungsmitteilung erfolgen. Sie wird jedoch erst wirksam, wenn Sie nachweisen, dass die versicherte Person bei einem neuen Versicherer ohne Unterbrechung versichert ist. Das Kündigungsrecht ergibt sich aus § 110a Abs. 5 Sozialgesetzbuch - Elftes Buch in Verbindung mit § 205 Abs. 4 Versicherungsvertragsgesetz.

Bevor Sie Ihren wertvollen Versicherungsschutz verlieren, sprechen Sie mit Ihrem Partner für Versicherungsfragen! Sie können sich auch an den Kundenservice wenden. Gern beraten wir Sie, wie Sie künftig Beiträge sparen können.

Kann ich meinen Versicherungsschutz ändern?

Ja. Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie in gleichartige Tarife wechseln. So sieht es § 204 des Versicherungsvertragsgesetzes vor. Oftmals ist aber ein Tarifwechsel nur auf den ersten Blick attraktiv. Wenn Sie über eine Umstellung Ihrer Versicherung nachdenken, beachten Sie bitte Folgendes::

  • Einer Beitragsersparnis stehen in der Regel Verschlechterungen beim Versicherungsschutz gegenüber. Eine spätere Erweiterung des Versicherungsschutzes ist nur mit einer erneuten Gesundheitsprüfung möglich. Auch, wenn zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal ein höherer Versicherungsschutz bestanden hat.
  • Die Gesundheitsprüfung kann beispielsweise dazu führen, dass wir Ihnen den gewünschten Tarif nur mit einem versicherungsmedizinischen Zuschlag anbieten können. Dieser Zuschlag wird für eine Erkrankung erhoben, die Einfluss auf die voraussichtlichen Krankheitskosten der versicherten Person hat.
  • Auch im neuen Tarif kann es künftig zu Beitragserhöhungen kommen.
  • Für die Pflegepflichtversicherung ist ein Tarifwechsel nicht möglich.

Weitere Fragen? Wir sind gern für Sie da.

Kontakt
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0800/3746 051 (gebührenfrei)
oder +49 221 578-96508

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