Warum sich Beiträge ändern können

Beitragsanpassung

Damit Sie ein Leben lang von den vereinbarten Leistungen profitieren!

Informationen zur Beitragsanpassung ab 1.7.2021

Wir finden es toll, dass Sie sich für die Hintergründe der Beitragsanpassung interessieren. Gern beantworten wir Ihre Fragen.

Zu den wichtigsten Themen haben wir Informationen für Sie zusammengestellt.

Warum müssen wir Beiträge anpassen?

Damit wir das vertraglich vereinbarte Leistungsversprechen dauerhaft erfüllen können, vergleichen wir einmal jährlich die erforderlichen Versicherungsleistungen mit den kalkulierten. Dazu sind wir gesetzlich verpflichtet.

Ergibt dieser Vergleich eine Abweichung von mehr als dem tariflich oder gesetzlich festgelegten Prozentsatz (der sogenannte Schwellenwert), müssen wir die Beiträge überprüfen. Je nach Ergebnis führt die Überprüfung dazu, dass wir die Beiträge neu kalkulieren müssen.

Wenn die Versicherungsleistungen mehrere Jahre lang ansteigen, aber der oben beschriebene Vergleich unter dem festgelegten Schwellenwert bleibt, dürfen wir veränderte Rahmenbedingungen nicht in die Beiträge einfließen lassen. Erst wenn der vorgegebene Schwellenwert überschritten wird, berücksichtigen wir alle Entwicklungen der letzten Jahre in der Berechnung der neuen Beiträge und passen alle Rechnungsgrundlagen (u.a. Versicherungsleistungen, Rechnungszins, Kündigungsverhalten und Sterbewahrscheinlichkeiten) an. Dadurch können sich die Beiträge sprunghaft entwickeln.

Die Veränderung der Lebenserwartung kann ein weiterer Grund für eine Überprüfung der Beiträge sein. Dazu vergleichen wir die erforderlichen mit den kalkulierten Sterbewahrscheinlichkeiten.

Unterschiedliche Verfahren der Kalkulation – passend zu Ihrem Bedarf

Wir verfügen über langjährige Erfahrungen, die wir in die Beitragskalkulation einfließen lassen. Denn wir wollen die Beiträge für unsere Kunden in allen Lebensphasen finanzierbar gestalten.

Verlauf der durchschnittlichen Krankheitskosten

Um dem durchschnittlichen Verlauf von Krankheitskosten gerecht zu werden, können wir den Beitrag in unseren Ergänzungsversicherungen auf zwei Arten kalkulieren.

Beitragskalkulation ohne Sparanteile (Tarife nach Art der Schadenversicherung)

  • In manchen Tarifen wird eine reine Bedarfsprämie kalkuliert – ohne Sparanteile für die Zukunft.
  • Das sind die Tarife, die nach Art der Schadenversicherung kalkuliert werden.
  • Hier profitiert man von günstigen Beiträgen in jungen Jahren.
  • Die Beiträge ändern sich mit dem Älterwerden zu festen Terminen. Das sind die sogenannten Altersgruppensprünge.
  • Auf Ihrer Versicherungsurkunde erkennen Sie diese Tarife an einer entsprechenden Erläuterung.
  • Die Altersgruppensprünge finden Sie in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen.

Beitragskalkulation mit Sparanteilen (Tarife nach Art der Lebensversicherung)

  • In einigen Tarifen hängen die Versicherungsleistungen stark vom Alter der versicherten Person ab. Beispielsweise verursachen ältere Menschen durchschnittlich höhere Kosten für Behandlungen im Krankenhaus als Jüngere.
  • Das sind die Tarife, die nach Art der Lebensversicherung kalkuliert werden.
  • Um in diesen Tarifen auch im Alter bezahlbare Beiträge zu ermöglichen, wird in den frühen Vertragsjahren ein Teil des Beitrags (Sparanteil) für die erhöhten Versicherungsleistungen im Alter angespart.
    Der Beitrag ist dabei so kalkuliert, dass er über die gesamte Vertragslaufzeit konstant bleibt, sofern sich äußere Umstände nicht ändern.
  • Der Mehrbeitrag, der sich dadurch in jungen Jahren ergibt, wird in der sogenannten Alterungsrückstellung verzinslich angelegt. Wenn in späteren Lebensjahren die tatsächlichen Ausgaben für Gesundheitsleistungen über dem Beitrag liegen, wird die Differenz aus den Alterungsrückstellungen finanziert.
  • Eine Ausnahme besteht für Kinder, und abhängig von den tariflich festgelegten Altersgrenzen, für Jugendliche. In diesen Altersgruppen erheben wir Risikobeiträge – ohne Sparanteile für die Zukunft. Vollendet eine versicherte Person das vereinbarte Lebensjahr, zahlt sie ab Beginn des folgenden Kalenderjahres den Beitrag der nächsthöheren Altersgruppe. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einem Altersgruppensprung zwischen Kinder-, Jugendlichen- und Erwachsenenbeiträgen.
  • Krankheitskostenvollversicherungen müssen immer nach Art der Lebensversicherung kalkuliert werden.

Planmäßige Beitragshöhe mit und ohne Sparanteile

Planmäßige Beitragshöhe mit und ohne Sparanteile

Beiträge mit Sparanteilen

Beiträge ohne Sparanteile

Was sind eigentlich Alterungsrückstellungen?

Ältere Versicherte nehmen Gesundheitsleistungen häufiger in Anspruch. Deshalb stellen wir einen Teil des Beitrages in jüngeren Jahren zurück und legen ihn verzinslich an.

Damit können wir die im Alter zu erwartenden Mehrkosten decken und eine altersbedingte Erhöhung der Beiträge ausschließen. Dies gilt nur für Tarife, in denen wir Alterungsrückstellungen bilden. Das sind die sogenannten Tarife nach Art der Lebensversicherung.

Bei Kindern und Jugendlichen gibt es in den Tarifen nach Art der Lebensversicherung keine Sparanteile - warum ist das so?
  • Versicherte bis spätestens zur Vollendung des 16. Lebensjahres dürfen in der Altersgruppe „Kinder“ und
  • Versicherte bis spätestens zur Vollendung des 21. Lebensjahres in der Altersgruppe „Jugendliche“ geführt werden.

In diesen Altersgruppen können alters- und tarifabhängig gestaffelte Beiträge ohne zusätzliche Bildung von Sparanteilen, den Alterungsrückstellungen, erhoben werden. Dies sind die sogenannten Risikobeiträge. Dadurch ist der Beitrag besonders günstig. Diese Vorgehensweise berücksichtigt auch, dass junge Menschen nach der Schul- oder Berufsausbildung in der Regel in ein krankenversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis wechseln und die private Krankenversicherung verlassen.

Spätestens ab Vollendung des 21. Lebensjahres muss in der nach Art der Lebensversicherung betriebenen Krankenversicherung mit Alterungsrückstellungen kalkuliert werden. Das sind die sogenannten Erwachsenenbeiträge. Ausnahmen gibt es bei speziellen Ausbildungstarifen.

Mir ist der neue Beitrag zu hoch – was kann ich tun?

Für einige Tarife gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit denen Sie künftig Beiträge sparen können, ohne dabei auf den wertvollen Versicherungsschutz verzichten zu müssen.

Mein Kind ist noch in der Ausbildung und bei der DKV ergänzungsversichert

Für einige Tarife in der Ergänzungsversicherung, die wir nach Art der Lebensversicherung kalkulieren, können Sie mit uns eine spezielle Vereinbarung treffen. Diese ist für die Tarife AM9, SM9, SD9, SW1, SW2, den KombiMed Ambulant Privat Tarif KAMP / 0-1 und die BestMed Kombitarife zur GKV BMG / 0-3 möglich.

Damit können Sie die Versicherung für die Zeit der Ausbildung auch im Erwachsenenalter ohne Bildung von Sparanteilen bzw. Alterungsrückstellungen fortführen.

Haben Sie einen der genannten Tarife versichert? Und Sie müssen für Ihr Kind künftig den höheren Beitrag mit Alterungsrückstellungen zahlen? Dann haben wir Ihren persönlichen Beitragsänderungsunterlagen eine „Vereinbarung zur Ergänzungsversicherung“ beigefügt.

Mein Kind ist noch in der Ausbildung und bei der DKV krankheitskostenvollversichert

In der Krankheitskostenvollversicherung bieten wir spezielle Tarife an, die für die Zeit der Ausbildung entwickelt wurden. Dies sind z.B. der Tarif BestMed Uni Tarif BMUNI (Tarif BMUNI), TARIF UNI oder auch Beamtenanwärtertarife.

Wenn für Ihr Kind eine Umstellung in einen Ausbildungstarif denkbar ist, haben wir Ihren persönlichen Beitragsänderungsunterlagen einen Umstellungsvorschlag beigefügt.

Schnell und unkompliziert bietet Ihnen der Tarifcheck eine Übersicht aller möglichen Tarifalternativen in der Krankheitskostenvollversicherung inklusive einer unverbindlichen Beitragsübersicht. Loggen Sie sich dazu einfach in „Meine Versicherungen" ein.
Sie sind noch nicht in „Meine Versicherungen“ angemeldet? Der Weg dorthin ist ganz einfach: Registrieren Sie sich unter www.dkv.com/meineversicherungen - der Schlüssel zu Ihrem persönlichen Kundenbereich.

Sie möchten persönlich beraten werden? Ihr Partner für Versicherungsfragen ist gern für Sie da. Sie können sich auch an den Kundenservice wenden. Rufen Sie uns einfach an.

Mein Kind ist im Tarif SM9 versichert

Ihr Kind ist noch in der Ausbildung? Dann ist die Fortführung des Tarifs SM9 ohne Bildung von Sparanteilen bzw. Alterungsrückstellungen möglich.

Auch wenn Ihr Kind nicht mehr in der Ausbildung ist, können Sie Beiträge sparen. Z.B., wenn Sie die Versicherung in den KombiMed Krankenhaus Tarif KGZ2 umstellen.

Hier der Vergleich der wichtigsten Leistungen des Tarifs SM9 und dem KombiMed Krankenhaus Tarif KGZ2 für Sie auf einen Blick:

 

Tarif Tarif SM9 KombiMed Tarif KGZ2  
Tarifwelt Bisex Unisex  
Stationäre Leistungen
Unterbringung 100% im Ein- und Zweibettzimmer 100 % im Zweibettzimmer    -

Ärztliche Behandlung

 


100% wahl- und belegärztliche Leistungen

100% wahl- und belegärztliche Leistungen

   +/-

Ersatz-Krankenhaustagegeld

15,34 Euro / 25,56 Euro wenn weder Unterkunft noch wahl- oder belegärztliche Leistungen in Anspruch genommen werden

Bis zum Ende des Kalenderjahres, in dem das 15. Lebensjahr vollendet wird, 10,00 Euro. Ab 1.1. des Folgejahres 20,00 Euro, wenn weder Unterkunft- noch belegärztliche Leistung in Anspruch genommen wird.

   -

Gebührenordnung für Ärzte (stationär)

100% auch über den Höchstsätzen der GOÄ

100% auch über den Höchstsätzen der GOÄ

   +/-

Krankentransport

100% bis zu einer Entfernung von 100 km

1000 % zum und vom nächstgelegenen geeigneten Krankenhaus

   +

Ambulante Operationen

Ja, max. 200 Euro, Pauschalen nach Verzeichnis ambulanter Operationen; bestimmte OPs keine Pauschale

Ja, max. 200 Euro, Pauschalen nach Verzeichnis ambulanter Operationen; bestimmte OPs keine Pauschale

   +/-

Privatkliniken

100% der Unterbringung; 60% der privatärztlichen Leistungen

100% der Unterbringung und privatärztliche Leistungen (auch ohne Vorleistung der GKV)

   +

Beitragsfreistellung

-

Ab dem 92. Tag (Tariflaufzeit mind. 12 Monate ohne Beitragsrückstände)

   ++

Altersbedingte Beitragssprünge

Bei Vollendung des 14. bzw. 19. Lebensjahres ab Beginn des folgenden Kalenderjahres der Beitrag der nächsthöheren Altersgruppe

Bei Vollendung des 14. bzw. 19. Lebensjahres ab Beginn des folgenden Kalenderjahres der Beitrag der nächsthöheren Altersgruppe

   +/-

Inhalt und Umfang des Versicherungsschutzes ergeben sich aus den Tarif- und allgemeinen Versicherungsbedingungen. Die Gegenüberstellung erhebt weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch auf eine abschließende Leistungsbewertung. Prozentangaben/Aufwendungen beziehen sich jeweils auf die erstattungsfähigen Aufwendungen (nicht auf den Rechnungsbetrag).

 

Ein Formular “Vereinbarung zur Ergänzungsversicherung“ sowie einen Umstellungsvorschlag für den KombiMed Krankenhaus Tarif KGZ2 haben wir Ihren persönlichen Beitragsänderungsunterlagen beigefügt.

Sie möchten persönlich beraten werden? Ihr Partner für Versicherungsfragen ist gern für Sie da. Sie können sich auch an den Kundenservice wenden. Rufen Sie uns einfach an. 

Mein Kind ist in den KombiMed Krankenhaus Tarifen KGZ 1/2 (KGZ 1/2) versichert

Alternativ können wir Ihnen die KombiMed Krankenhaus Tarife KS1/2 (KS 1/2) anbieten. 

Die Tarife KGZ1 und KS1 sowie KGZ2 und KS2 haben die gleichen Leistungen. Sie unterscheiden sich aber in der Kalkulation. In den Tarifen KS1 und KS2 bilden wir keine Sparanteile bzw. Alterungsrückstellungen für die Zukunft. Daher sind die Beiträge günstiger. Die Beiträge steigen mit dem Älterwerden zu festen Terminen an.

 

Derzeitige Monatliche Beiträge KS1/2
Alter KS1 KS2
20-24 Jahre 15,52 € 11,73 €

20-24 Jahre

23,36 €

16,29 €

20-24 Jahre

32,37 €

21,62 €

 

Den KS1/2 können Kunden zwischen 20 und 39 Jahren abschließen. Er kann auch einfach und jederzeit wieder in KGZ1/2 umgestellt werden. 
Ab Alter 45 stellen wir den Versicherungsschutz nach KS1/2 automatisch in den KGZ1/2 um.

Sie möchten persönlich beraten werden? Ihr Partner für Versicherungsfragen ist gern für Sie da. Sie können sich auch an den Kundenservice wenden. Rufen Sie uns einfach an.

Der Beitrag im Serviceprodukt Best Care ist gestiegen. Gibt es eine günstigere Alternative?

Mit Ihrem Versicherungsschutz nach dem Tarif Best Care haben Sie bereits bestens vorgesorgt. Damit organisieren wir Ihnen bei definierten schwerwiegenden Erkrankungen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, unter anderem einen Termin beim Top-Experten 

Diese Leistungen haben wir mit unserem neuen Serviceprodukt KombiMed Best Care Tarif KBCK (KBCK) verbessert. Die gewohnten Best Care-Leistungen können Sie bei noch mehr Erkrankungen in Anspruch nehmen. Zum Beispiel: Hautkrebs, Herzrhythmusstörungen sowie Krankheiten des Schultergelenks bei Erwachsenen. 

Und das sogar zu einem günstigeren Beitrag. Er beträgt 

  • im Alter 0-59:  3,90 Euro 
  • ab Alter 60: 11,10 Euro. 

Einen Umstellungsvorschlag haben wir Ihren persönlichen Beitragsänderungsunterlagen beigefügt.

Sie wünschen weitere Informationen zum Tarif KBCK? Ihr Partner für Versicherungsfragen ist gern für Sie da. Sie können sich auch an den Kundenservice wenden.

Unsere unterschiedlichen Kalkulationsmodelle erklärt am Beispiel der stationären Ergänzungstarife:

Was hat der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung mit dem Beitrag im Standardtarif zu tun?

Der Beitrag des Standardtarifs wird nach den in der privaten Krankenversicherung üblichen Regeln kalkuliert. Zum Schutz der Versicherten ist er auf den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) begrenzt.

Für beihilfeberechtigte Personen richtet sich der Beitrag nach dem versicherten Prozentsatz für die Leistungen. 
Eine Besonderheit gilt für Ehepaare oder Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz. Sind beide im Standardtarif versichert, ist der Beitrag auf insgesamt 150 % des Höchstbeitrags der GKV begrenzt. Vorausgesetzt, das jährliche Gesamteinkommen der Ehe- oder Lebenspartner übersteigt die Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht. 

Ab dem 1.1.2022 bleibt der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung stabil. Darum beträgt auch der monatliche Höchstbeitrag für den Standardtarif weiterhin voraussichtlich 706,28 Euro
Für Personen, die beamtenrechtlich bei Krankheit Anspruch auf Beihilfe haben, richtet sich der Höchstbeitrag entsprechend nach dem versicherten Prozentsatz für die Leistungen. 

Hintergrundinfos zum Standardtarif

Der Standardtarif ist ein brancheneinheitlicher Tarif in der privaten Krankenversicherung. Der Gesetzgeber hat den Tarif 1994 eingeführt. Er ist für langjährig Versicherte gedacht. Im Standardtarif sind Sie nur versicherbar, wenn Sie bereits vor dem 1.1.2009 bei uns privat krankenversichert waren.

Die Leistungen des Standardtarifs bieten einen Grundschutz. Sie orientieren sich am Leistungsniveau der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Der Beitrag darf den Höchstbeitrag der GKV nicht übersteigen. Deshalb ist der Standardtarif nur für bestimmte, vom Gesetzgeber definierte Personengruppen geöffnet und erfüllt vor allem eine soziale Schutzfunktion.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um in den Standardtarif wechseln zu können?

Im Standardtarif sind Sie versicherbar, wenn Sie über eine Versicherungszeit in einer substitutiven Krankheitskostenvollversicherung von mindestens 10 Jahren verfügen, sowie eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie haben das 65. Lebensjahr vollendet.
  • Sie haben das 55. Lebensjahr vollendet. Und Ihr jährliches Gesamteinkommen übersteigt die Jahresarbeitsentgeltgrenze nach § 6 Abs. 7 Sozialgesetzbuch V nicht.
  • Sie beziehen vor Vollendung des 55. Lebensjahres eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Oder Sie erfüllen die Voraussetzungen für die Rente. Letzteres heißt, Sie haben die Rente beantragt. Das jährliche Gesamteinkommen darf dabei die Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht übersteigen.
  • Ihr versicherter Tarif ist geschlechtsabhängig (bisex) kalkuliert.

Sofern dies auf Sie zutrifft, sind auch Ihre Familienangehörigen aufnahmefähig, sofern diese bei einer Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung bei Ihnen familienversichert wären.

Was hat der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung mit dem Beitrag im Basistarif zu tun?

Der Beitrag des Basistarifs wird nach den in der privaten Krankenversicherung üblichen Regeln kalkuliert. Zum Schutz der Versicherten ist er aber auf einen Höchstbeitrag begrenzt.
Der Höchstbeitrag zum Basistarif wird anhand folgender Werte berechnet: jeweils gültiger Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) + durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der GKV (jährliche Festlegung durch das Bundesministerium für Gesundheit).

Für beihilfeberechtigte Personen richtet sich der Beitrag nach dem versicherten Prozentsatz für die Leistungen.

Ab dem 1.1.2022 bleibt der Höchstbeitrag in der GKV stabil. Darum bleibt auch der monatliche Höchstbeitrag für den Basistarif bei voraussichtlich 769,16 Euro. Für Personen, die beamtenrechtlich bei Krankheit Anspruch auf Beihilfe haben, richtet sich der Höchstbeitrag entsprechend nach dem versicherten Prozentsatz für die Leistungen.

Hintergrundinfos zum Basistarif

Der Basistarif ist ein brancheneinheitlicher Tarif in der privaten Krankenversicherung (PKV). Er unterscheidet sich deutlich von den anderen Tarifen der PKV. Er ist ein gesetzlich definiertes Produkt und entspricht in Art, Umfang und Höhe dem Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
Die Unternehmen der privaten Krankenversicherung sind seit dem 1.1.2009 verpflichtet, den Basistarif anzubieten. Sie dürfen niemanden zurückweisen, der sich in diesem Tarif versichern darf. Im Basistarif sind keine versicherungsmedizinischen Beitragszuschläge zu zahlen. Wer hilfebedürftig im Sinne des Zweiten oder Zwölften Sozialgesetzbuches ist, zahlt einen reduzierten Beitrag. 

Wer kann sich im Basistarif versichern?

  • Privatversicherte, die ihren Versicherungsvertrag erstmals nach dem 31.12.2008 abgeschlossen haben. Sie können jederzeit bei ihrem aktuellen oder auch bei einem anderen PKV-Unternehmen in den Basistarif wechseln. Bei einem Unternehmenswechsel überträgt der bisherige Versicherer die dem Basistarif entsprechenden kalkulierten Alterungsrückstellungen auf den neuen Versicherer.
  • Privatversicherte, die vor 2009 ihren Versicherungsvertrag abgeschlossen haben, wenn sie
    • mindestens 55 Jahre alt sind oder
    • eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bzw. die Voraussetzungen dazu erfüllen und die Rente beantragt haben oder
    • ein Ruhegehalt nach beamtenrechtlichen oder vergleichbaren Vorschriften beziehen oder ein Ruhegehalt nach beamtenrechtlichen oder vergleichbaren Vorschriften beziehen oder
    • hilfebedürftig im Sinne des Sozialrechts sind oder
    • im Standardtarif versichert sind.

Diese Personengruppen können nur bei ihrem Versicherungsunternehmen in den Basistarif wechseln.

Was ist der Höchstbeitrag in der Privaten Pflegepflichtversicherung?

Der Beitrag in der privaten Pflegepflichtversicherung (PPV) darf insbesondere nach fünfjähriger Laufzeit nicht über dem Höchstbeitrag in der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) liegen. So sieht es der Gesetzgeber vor. Das bedeutet auch: Wenn sich der Höchstbeitrag in der SPV ändert, gilt ab diesem Zeitpunkt derselbe Höchstbeitrag in der PPV.

Ab dem 1.1.2022 steigt der Höchstbeitrag in der SPV. Darum erhöht sich ab diesem Zeitpunkt der monatliche Höchstbeitrag in der PPV auf voraussichtlich 147,54 Euro. Für Personen, die nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder Grundsätzen bei Pflegebedürftigkeit Anspruch auf Beihilfe oder Heilfürsorge haben, steigt der Höchstbeitrag auf voraussichtlich 59,02 Euro.

Hintergrundinfos zur Pflegepflichtversicherung

Seit dem 1.1.1995 gilt in Deutschland die Pflegeversicherungspflicht. Nach dem Grundsatz „Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung“ schließen privat Krankenversicherte ihre Pflegepflichtversicherung (PPV) bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen ab. Die gesetzlich Krankenversicherten erhalten den Versicherungsschutz in der Sozialen Pflegeversicherung (SPV). Die Leistungen der PPV und der SPV sind gesetzlich definiert und identisch.

Warum brauche ich überhaupt eine private Pflegezusatzversicherung?

Durch die Pflegereformen der letzten Jahre ist das Leistungsspektrum und der Leistungsumfang der Pflegepflichtversicherung deutlich erweitert worden. Trotzdem reichen die Leistungen im Falle der Pflegebedürftigkeit in der Regel bei Weitem nicht aus.
Schaut man zum Beispiel auf die Gesamtkosten, die ein Pflegeheimbewohner zu zahlen hat, fällt auf, dass diese auch nach der jüngsten Pflegereform trotz eines geringeren Eigenanteils nach wie vor sehr hoch sind. Denn die Kosten für Unterkunft, Verpflegung sowie Investitionskosten müssen weiterhin vom Pflegeheimbewohner gezahlt werden.

Hier zwei Beispiele, die zeigen, wie wichtig eine zusätzliche private Absicherung ist:

Beispiele zu Leistungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung

Ihre private Pflegezusatzversicherung der DKV unterstützt Sie bei Pflegebedürftigkeit finanziell und hilft Ihnen dabei, Ihr Leben auch im Pflegefall soweit wie möglich selbstbestimmt und mobil zu gestalten. Sie entscheiden weiterhin selbst, was gut für Sie ist und in welchem Umfang Sie wann und von wem betreut werden möchten. 

Eine zusätzliche Absicherung für Pflegebedürftigkeit ist besonders wichtig, weil:

  • beinahe 2 von 3 Deutschen im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig werden,
  • die Pflege leider vor keinem Alter halt macht und
  • es oft neben den gesundheitlichen auch noch zu finanziellen Sorgen kommt. 

Übrigens: Die häufigsten Irrtümer, wenn es um das Thema Pflege geht, finden Sie in dieser Broschüre:

PflegeMythen (PDF)

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Kann ich meine Ergänzungsversicherung steuerlich absetzen?

Ja, allerdings mit Einschränkungen: Sie können als Beamter oder Angestellter insgesamt höchstens 1.900 Euro im Jahr für Kranken- und Pflegezusatzversicherungen steuerlich absetzen. Als Selbstständiger sind es bis zu 2.800 Euro im Jahr. Dies gilt allerdings nur, wenn der maximal absetzbare Betrag für die Vorsorgeaufwendungen noch nicht anderweitig ausgeschöpft ist.

Sie benötigen eine Bescheinigung für den Arbeitgeber oder das Finanzamt?

Bescheinigungen über die Vorsorgeaufwendungen nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 Einkommensteuergesetz zur Vorlage beim Arbeitgeber oder Dienstherrn

Bei Beitragsänderungen erhalten Sie die Bescheinigung über die steuerlich absetzbaren Beiträge für die Kranken- und Pflegepflichtversicherung mit den Unterlagen zur Beitragsänderung. Diese Beträge können im Lohnsteuerabzugsverfahren steuersenkend für Sie berücksichtigt werden.

Unser Tipp: Für die steuerlich absetzbaren Vorsorgeaufwendungen genügt es, wenn Sie Ihrem Arbeitgeber eine Kopie der Bescheinigung aus dem Vorjahr zukommen lassen. Alternativ können Sie auch die Bescheinigung über die gemeldeten Beiträge nutzen, die wir jährlich im Januar verschicken. Sollten sich die Beiträge in der Zwischenzeit geändert haben, findet eine Abrechnung im Januar eines jeden Jahres im Zuge der Meldung der steuerlich absetzbaren Beiträge an die Finanzbehörde statt.

Bescheinigung über steuerlich absetzbare Vorsorgeaufwendungen

Ihre steuerlich absetzbaren Beiträge der Kranken- und Pflegepflichtversicherung melden wir immer im Januar eines Jahres an die Finanzbehörde. Darüber erhalten Sie automatisch eine Bescheinigung. Sie können diese für Ihre Einkommensteuererklärung nutzen. 
Übrigens: Ihre Zustimmung zur Meldung der steuerlich absetzbaren Beiträge ist ab dem Veranlagungsjahr 2019 nicht mehr erforderlich.

Bescheinigung zur Vorlage beim Arbeitgeber

Bei privatversicherten Angestellten beteiligt sich der Arbeitgeber an den Beiträgen zur privaten Kranken- und Pflegepflichtversicherung (KKV und PPV). Grundsätzlich ist der Zuschuss auf die Hälfte des zu zahlenden Beitrags der KKV und PPV begrenzt.
Im Jahr 2022 beträgt der maximale Arbeitgeberzuschuss zur KKV 384,58 Euro monatlich. Und zur PPV 73,77 Euro monatlich. Haben wir in unseren Unterlagen vermerkt, dass Sie eine Bescheinigung zur Vorlage beim Arbeitgeber wünschen? Dann liegt die Bescheinigung den Unterlagen zur Beitragsänderung bei.

Ich bin von einer Beitragsanpassung betroffen – kann ich meine Versicherungen kündigen?

Ergibt sich aus dem Versicherungsvertrag, dass bei Erreichen eines bestimmten Lebensalters oder bei Eintreten anderer dort genannter Voraussetzungen die Prämie für ein anderes Lebensalter oder eine andere Altersgruppe gilt oder die Prämie erstmalig unter Berücksichtigung einer Alterungsrückstellung berechnet wird, kann das Versicherungsverhältnis hinsichtlich der betroffenen versicherten Person binnen zwei Monaten nach der Änderung zum Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens gekündigt werden. Grundlegende Voraussetzung ist, dass sich die Prämie durch die Änderung erhöht. So sieht es § 205 Abs. 3 Versicherungsvertragsgesetz vor.

Für die private Pflegepflichtversicherung haben Sie ein außerordentliches Kündigungs-recht. Dies gilt nur für das vom Corona-Zuschlag betroffene Versicherungsverhältnis. Die Kündigung muss innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Änderungsmitteilung erfolgen. Sie wird jedoch erst wirksam, wenn Sie nachweisen, dass die versicherte Person bei einem neuen Versicherer ohne Unterbrechung versichert ist. Das Kündigungsrecht ergibt sich aus § 110a Abs. 5 Sozialgesetzbuch - Elftes Buch in Verbindung mit § 205 Abs. 4 Versicherungsvertragsgesetz.

Bevor Sie Ihren wertvollen Versicherungsschutz verlieren, sprechen Sie mit Ihrem Partner für Versicherungsfragen! Sie können sich auch an den Kundenservice wenden. Gern beraten wir Sie, wie Sie künftig Beiträge sparen können.

Kann ich meinen Versicherungsschutz ändern?

Ja. Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie in gleichartige Tarife wechseln. So sieht es § 204 des Versicherungsvertragsgesetzes vor. Oftmals ist aber ein Tarifwechsel nur auf den ersten Blick attraktiv. Wenn Sie über eine Umstellung Ihrer Versicherung nachdenken, beachten Sie bitte Folgendes::

  • Einer Beitragsersparnis stehen in der Regel Verschlechterungen beim Versicherungsschutz gegenüber. Eine spätere Erweiterung des Versicherungsschutzes ist nur mit einer erneuten Gesundheitsprüfung möglich. Auch, wenn zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal ein höherer Versicherungsschutz bestanden hat.
  • Die Gesundheitsprüfung kann beispielsweise dazu führen, dass wir Ihnen den gewünschten Tarif nur mit einem versicherungsmedizinischen Zuschlag anbieten können. Dieser Zuschlag wird für eine Erkrankung erhoben, die Einfluss auf die voraussichtlichen Krankheitskosten der versicherten Person hat.
  • Auch im neuen Tarif kann es künftig zu Beitragserhöhungen kommen.
  • Für die Pflegepflichtversicherung ist ein Tarifwechsel nicht möglich.

Weitere Fragen? Wir sind gern für Sie da.

Kontakt
Sie haben weitere Fragen zur Beitragsanpassung? Melden Sie sich bei uns – wir sind gern für Sie da!

0800/3746 051 (gebührenfrei)
oder +49 221 578-96508

service@dkv.com

Auch Ihr Partner für Versicherungsfragen berät Sie gern.

 

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