Fitness & Gesundheit

Informationen 2016

Nützliche Informationen rund um Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Erstellt von der ERGO Group.

 

Aktuelle Informationen

Demenz: So können Freunde helfen

Berührungsängste abbauen, aktiv unterstützen

 

Wenn Menschen an Demenz erkranken, bleiben in vielen Fällen nur die Angehörigen als Bezugspersonen. Der Kontakt zu Freunden dagegen wird weniger oder schläft ganz ein. Dabei sind gerade Freunde für Demenzkranke sehr wichtig – wenn sie sich trauen, auf die Erkrankten zuzugehen. Wie Menschen auf eine Demenzerkrankung im persönlichen Umfeld reagieren können und was sie über die Krankheit wissen sollten, fasst Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, zusammen.

 

1,6 Millionen Menschen sind laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) aktuell an Demenz erkrankt – mit steigender Tendenz: Die DAlzG geht davon aus, dass sich die Zahl bis 2050 sogar auf etwa 3 Millionen erhöhen kann. „Umso wichtiger ist es, dass die Menschen im Umfeld der Erkrankten verstehen, was Demenz ist, und keine Berührungsängste haben“, so Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Denn die liebevolle Zuwendung von vertrauten Personen ist für Demenzkranke sehr wichtig. Aus Hilflosigkeit und Unsicherheit meiden Freunde und Bekannte aber oft den Umgang: Was sollen sie mit einem Menschen unternehmen, der sich nur noch schlecht orientieren kann? Welche Gespräche sollen sie mit dem Freund führen, der sich an die vergangenen Wochen kaum erinnert?

 

Erste Anzeichen

„Demenzkranke verlieren nach und nach ihre geistigen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, auch die Sprache“, erklärt Dr. Wolfgang Reuter. „Die Krankheit führt irgendwann zu einem schleichenden Verlust der Persönlichkeit.“ Demenz beginnt aber zunächst mit Kleinigkeiten: eine wachsende Zerstreutheit, Schwierigkeiten beim Finden treffender Wörter oder Orientierungsprobleme. Findet der langjährige Stammtischkollege plötzlich das Stammlokal nicht mehr oder taucht im Sommer mit einem Wintermantel auf, könnten das erste Anzeichen für eine Demenzerkrankung sein. „Bleiben solche Verhaltensweisen bestehen oder verschlechtern sich sogar, dann ist es wichtig, sich nicht von den Betroffenen zurückzuziehen“, rät der DKV Gesundheitsexperte. „Ein Gespräch, vielleicht auch mit der Familie, kann Freunden helfen, die Situation richtig einzuschätzen.“ Ist die Krankheit einmal erkannt, wählen viele Demenzerkrankte eine Behandlung mit Medikamenten. Die heilen die Krankheit zwar nicht, verlangsamen aber ihr Fortschreiten. Mit einem verständnisvollen Umfeld können Demenzkranke so oft noch jahrelang ihrem gewohnten Alltag nachgehen. Freunde können zum Beispiel dabei helfen, weiter Hobbys auszuüben oder einfach nur mal spazieren zu gehen. Für Alleinstehende können Freunde auch eine wichtige Stütze bei bürokratischen Anliegen sein, etwa wenn es darum geht, einen Betreuer zu bestellen oder eine Haushaltshilfe zu finden.

 

Einfühlungsvermögen, Geduld und Zeit

Der Umgang mit Demenzerkrankten erfordert ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Geduld. Freunde sind dafür aber oft gut gerüstet. „Sie können mit dem Erkrankten zum Beispiel über gemeinsame Erinnerungen sprechen und dabei Fotos ansehen“, rät der Gesundheitsexperte der DKV. Denn Freunde kennen die Vergangenheit des Patienten zum Teil besser als die Familie: Sie teilen Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit, an frühere Feste und Unternehmungen. Zumal sich demente Menschen meist besser an den Urlaub vor 20 Jahren erinnern als an das Frühstück vom Morgen. Auch bei gemeinsamen Aktivitäten ist es hilfreich, auf Vertrautes zu setzen, beispielsweise ein Spaziergang zum Sportplatz, auf dem die Freunde früher gemeinsam gekickt haben. Sind Aktivitäten oder Gespräche nicht mehr möglich, können Freunde dem Kranken vorlesen oder mit ihm gemeinsam singen. Nicht verwirren lassen sollten sie sich vom teilweise veränderten Verhalten des Erkrankten: Manchmal erscheinen Demente mürrisch, unwillig oder aggressiv. Das kann Teil der Krankheit sein. „Unter Umständen ist es dann besser, den Besuch oder den geplanten Ausflug auf einen anderen Tag zu verschieben“, empfiehlt Dr. Wolfgang Reuter. Generell gilt: Zeit, Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft, sich dem Kranken anzupassen, sind die wichtigsten Dinge, mit denen eine Freundschaft trotz Demenz weiterleben kann.

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Implantate: Zahnersatz ein Leben lang?

Wissenswertes rund um die Pflege der „Dritten“

ERGO Direkt Expertengespräch, 24. August 2016

Implantate gelten als gute Lösung, um Gebisslücken zu schließen – weil sie in Ästhetik und Funktion kaum von den echten Zähnen zu unterscheiden sind. Auch ihre sehr lange Lebensdauer ist ein echtes Plus. Die ist allerdings von der richtigen Pflege abhängig. Worauf bei der Reinigung der „dritten Zähne“ zu achten ist und welche Probleme bei mangelhafter Mundhygiene drohen, erklärt Anke Hartosch, Expertin bei den ERGO Direkt Versicherungen.

Was ist ein Implantat?
Ein Zahnimplantat ist ein Metallstift, der im Kiefer verankert ist. Er ist schraubenförmig oder zylindrisch, besteht meist aus Titan und ist acht bis 16 Millimeter lang. Auf diese künstliche Zahnwurzel steckt der Zahnarzt ein Verbindungsstück aus Titan oder Keramik, das den sichtbaren Zahnersatz trägt, also eine Krone, Brücke oder Prothese. Bis der Metallstift mit dem Knochen verwachsen ist, dauert es drei bis sechs Monate. Erst dann gliedert der Zahnarzt die Krone ein. Wichtig zu wissen: Nach einer erfolgreichen Behandlung ist eine gute Mundhygiene der Schlüssel zu einem nachhaltigen Erfolg.

Wie sollten Patienten ihre Implantate reinigen?
Der Patient sollte sich vom Zahnarzt zeigen lassen, wie er sein Implantat am besten reinigt. Unmittelbar nach dem Eingriff besser nicht mit der Zahnbürste an der Implantatstelle putzen, da die Wunde noch empfindlich ist. Es empfiehlt sich, eine antibakterielle Mundspülung zu benutzen. Nach ein paar Tagen sollte sich die Stelle mit einer weichen Bürste sanft reinigen lassen. Wer möglichst lange etwas von dem neuen Zahn haben will, sollte ihn – wie alle anderen auch – zwei Mal am Tag mit einer antibakteriellen Zahnpasta putzen. Das allein reicht aber nicht, da der Bürstenkopf nicht bis in alle Ecken und Nischen gelangt. Um die Zahnzwischenräume zu säubern, ist die Verwendung von Zahnseide und sogenannten Interdental-Bürsten hilfreich. Es gibt eine große Auswahl an unterschiedlichen Bürstengrößen sowie Breiten der Zahnseide, je nach Größe der Zwischenräume. Besonders viel Aufmerksamkeit beim Putzen verdient der Übergang zwischen Zahnersatz und Zahnfleisch: Am besten täglich alle Beläge in diesem Bereich gründlich entfernen!

Warum erfordern Implantate eine besonders intensive Reinigung?
In unserem Mund wimmelt es von Mikroorganismen: Hunderte verschiedene Bakterien leben zwischen Zunge und Gaumen. Bei gesunden Menschen ist dies kein Grund zur Sorge. Gefährlich wird es erst dann, wenn diese Bakterien durch unzureichende Mundhygiene die Gelegenheit haben, auf den Belägen der Zähne zu siedeln und sich dort zu vermehren. Bei Implantaten ist die Verbindung zum Zahnfleisch lockerer als bei den eigenen Zähnen. Denn es gibt keine natürlichen Haltefasern mehr, die sie befestigen. Diese Schnittstelle kann ein Einfallstor für Keime sein. Deswegen führen manchmal schon geringe Ablagerungen an den Stellen, an denen das Implantat auf das Zahnfleisch trifft, zu schweren Entzündungen. Zunächst kommt es dabei zu einer Mukositis, einer Entzündung der Schleimhaut rund um das Implantat, vergleichbar mit einer Zahnfleischentzündung. Eine Mukositis lässt sich im Anfangsstadium noch gut behandeln, indem die Betroffenen die Beläge gründlich beseitigen. Wer sie ignoriert, riskiert eine Periimplantitis, eine Entzündung des gesamten Implantatbetts. Ähnlich wie bei einer Parodontitis droht hierbei eine Rückbildung der Schleimhaut und des Kieferknochens – schlimmstenfalls lockert sich das Implantat. Periimplantitis ist daher die Hauptursache für den Verlust des Zahnersatzes.

Bei Mukositis oder Periimplantitis ist es wichtig, rasch einen Zahnarzt aufzusuchen. Woran können Patienten erkennen, ob sie daran leiden?
Diese Entzündungserkrankungen sind tückisch, weil sie im frühen Stadium meist schmerzfrei verlaufen. Ein erstes Anzeichen ist blutendes Zahnfleisch. Wer beim Biss in den Apfel rote Spuren hinterlässt oder beim Zähneputzen rosa Schaum ausspuckt, sollte möglichst schnell seinen Zahnarzt zu Rate ziehen. Auch Schwellungen, Mundgeruch oder ein schlechter Geschmack im Mund können auf eine Mukositis oder Periimplantitis hindeuten. Ist bereits eine Lockerung des Implantats spürbar, sollte der Betroffene sofort seinen Zahnarzt kontaktieren. Denn je eher eine solche Entzündung behandelt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Es ist ratsam, den Zahnarzt in Abständen von drei bis sechs Monaten prüfen zu lassen, ob mit dem Zahnersatz alles in Ordnung ist. Es empfiehlt sich außerdem, in regelmäßigen Abständen eine professionelle Implantatreinigung durchführen zu lassen, zum Beispiel im Zuge der professionellen Zahnreinigung. Hierbei entfernt der Zahnarzt oder Dentalhygieniker alle Beläge, denen mit der täglichen Zahnpflege zuhause nicht beizukommen ist.

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Was hilft gegen Nagelpilz?

Melissa P. aus Düren: Ich leide immer wieder unter Nagelpilz. Was hilft dagegen?

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:
Als Nagelpilz bezeichnen Mediziner eine Pilzinfektion der Nägel. Ursache sind in den meisten Fällen Fadenpilze, seltener Hefe- oder Schimmelpilze. Diese Pilze lauern in öffentlichen Einrichtungen wie beispielsweise in Schwimmbädern oder Hotels. Eine äußere Behandlung direkt am Nagel ist nur sinnvoll, wenn der Pilz höchstens die Hälfte des Nagels befallen hat. Frei verkäufliche Mittel gegen Pilzerkrankungen, sogenannte Antimykotika, erhalten Betroffene in der Apotheke. Es gibt sie in Form von Salben, Nagelstiften und -lacken. Sie enthalten die Wirkstoffe Ciclopirox, Amorolfin oder Bifonazol, die das Wachstum des Pilzes hemmen oder ihn komplett abtöten. Ist der ganze Nagel betroffen, ist ein Gang zum Hautarzt erforderlich. Die Behandlungsmethode richtet sich nach den Ergebnissen der Nagelprobe. Meist verschreibt der Arzt dann Tabletten mit dem Wirkstoff Terbinafin. Es empfiehlt sich, zusätzlich eine äußere Behandlung mit Nagellacken oder -salben vorzunehmen. Wichtig zu wissen: Die Therapie ist sehr langwierig und erfordert viel Geduld. Sie sollte in jedem Fall so lange andauern, bis der Nagel vollständig gesund nachgewachsen ist. Andernfalls besteht die Gefahr, sich immer wieder neu zu infizieren. Wer immer wieder unter Nagelpilz leidet, sollte die Nägel einmal pro Woche mit einem äußerlich wirksamen Antimykotikum einreiben, um einer Neuinfektion vorzubeugen.

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Mit Nahrungsmittelallergie in Kita und Schule

Was Eltern, Erzieher und Lehrer rund um Anaphylaxie wissen müssen

 

Etwa 10.000 Kinder erkranken jedes Jahr an einer Nahrungsmittelallergie. Besonders oft reagieren Kinder allergisch auf Hühnereiweiß, Nüsse, Fisch, Weizen, Soja und Kuhmilch. Zuhause können Eltern gut steuern, welche Lebensmittel der Nachwuchs zu sich nimmt. Aber wenn ihr Kind in die Kita oder die Schule kommt? Was Eltern dann beachten sollten, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

 

Auswirkungen einer Lebensmittelallergie

Anders als bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit erfolgt die Reaktion bei einer Nahrungsmittelallergie oft schon nach wenigen Minuten. Allergische Symptome reichen von Kratzen im Hals, roten Flecken oder einer Schwellung im Kehlkopfbereich bis hin zu einem sogenannten anaphylaktischen Schock. „Unter einer Anaphylaxie versteht man eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Substanzen, die sogenannten Allergene. Dabei können verschiedene Organsysteme wie Haut, Atemwege, Magen-Darm-Trakt und Herzkreislaufsystem gleichzeitig betroffen sein. Im schlimmsten Fall verläuft eine Anaphylaxie innerhalb kürzester Zeit lebensbedrohlich“, erläutert Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Bei Lebensmittelallergien hilft nur, die entsprechenden Nahrungsmittel vollständig zu meiden, um ein Ausbrechen der Symptome zu verhindern. Bei manchen Lebensmitteln – wie etwa Fisch – fällt dies leichter als bei anderen, die in verarbeiteten Produkten vorkommen. So ist zum Beispiel Hühnerei neben Nudeln und Kuchen etwa oft auch in Schaumküssen oder Eis enthalten.

 

Wichtig: Frühzeitige Aufklärung

Laut Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gibt es in jeder Schulklasse statistisch gesehen mindestens einen Schüler mit einer Lebensmittelallergie. Was bedeutet das für Eltern, Kinder und das pädagogische Personal? „Betroffene Kinder müssen sehr gut über die eigene Krankheit Bescheid wissen. Außerdem sollten Eltern ihnen einschärfen, sich sofort an einen Erwachsenen zu wenden, wenn Symptome auftreten“, rät der DKV Gesundheitsexperte. Ebenso wichtig ist es, das Umfeld aufzuklären: „Eltern sollten – am besten schon bei der Anmeldung – die Kita-Leitung, Erzieher, Lehrer und Schulleiter über die Allergie ihres Kindes informieren. Es empfiehlt sich, eine Kopie des vom Arzt ausgestellten Allergieausweises abzugeben“, so der Hinweis von Dr. Wolfgang Reuter. „Sie sollten auch klären, wie andere Kinder und deren Eltern am besten informiert werden können.“ Übrigens: Auf der Webseite des Deutschen Allergie- und Asthmaverbundes e.V. (daab.de) können betroffene Eltern einen Ratgeber unter anderem auch mit Notfallplänen für Kita und Schule anfordern.

 

Was gilt in der Mensa oder im Schullandheim?

Schulen mit Ganztagsbetrieb sind verpflichtet, ein Mittagessen anzubieten. „Diese Pflicht beinhaltet allerdings kein Extraessen für Lebensmittelallergiker“, so der DKV Gesundheitsexperte. Dennoch sind viele Einrichtungen auf Allergiker eingestellt, etwa durch ein spezielles Speisenangebot oder durch die Möglichkeit, Speisekomponenten separat wählen zu können. Viele Kantinen bieten selbst für unverpackte Lebensmittel ein Zutatenverzeichnis an. Speisen mit Allergieauslösern sind oft extra gekennzeichnet. Um klären zu können, ob das Gericht für das Kind geeignet ist, sollte auch das Personal über Inhaltsstoffe Auskunft geben können. Eltern sollten sich außerdem erkundigen, ob es möglich ist, Essen von zuhause mitzunehmen und zu erwärmen. Steht eine Klassenfahrt an, empfiehlt es sich, vorab mit der Unterkunft Kontakt aufzunehmen. Einige Schullandheime oder Jugendherbergen stellen sich auf Allergiker ein, wenn sie frühzeitig Bescheid wissen. Übrigens: Bei Geburtstagen und anderen Feiern hilft kleinen Allergikern der Griff in eine extra „Schatzkiste“ mit erlaubten Süßigkeiten, aus der sich das Kind bedienen kann. So lässt sich anderen Versuchungen besser widerstehen.

 

Im Notfall: Erste-Hilfe-Maßnahmen für Erzieher und Lehrer

„Einen Allergenkontakt völlig auszuschließen, ist nicht möglich“, weiß Dr. Wolfgang Reuter. Daher ist es sowohl für Eltern und Kinder als auch für Erzieher und Lehrer unbedingt empfehlenswert, Maßnahmen zur Behandlung einer anaphylaktischen Reaktion zu kennen und einsetzen zu können. Im Kindergarten oder der Schule sollte zu diesem Zweck ein gut zugänglicher Notfallplan hängen sowie für jedes betroffene Kind ein Notfallset hinterlegt sein. Ein solches Set bekommen Allergiker vom Arzt verschrieben. Es enthält neben einem Antihistaminikum auch Kortison und Adrenalin. Kommt es zu einem anaphylaktischen Notfall, benötigen die Betroffenen meist eine Adrenalin-Injektion. Dafür enthält ein Notfallset einen Adrenalin-Autoinjektor, der speziell für Laien konzipiert und einfach zu verwenden ist. Danach sollten Beteiligte sofort den Notruf (112) verständigen.

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Ernährungsmythen auf dem Prüfstand

Welche Ratschläge sind richtig, welche falsch?

Egal ob es um Fette, das Aufwärmen bestimmter Lebensmittel oder den Nährstoffverlust beim Kochen geht: Viele Gerüchte rund um das Essen halten sich hartnäckig. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, nimmt deshalb einige bekannte Ernährungsratschläge genauer unter die Lupe.

Wer abnehmen will, streicht häufig rigoros Fett in jeder Form vom Speiseplan. Ist Fett wirklich ungesund?
Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren zum Beispiel sind sogar lebenswichtig für den Körper. Sie stecken etwa in Lachs oder Hering. Außerdem sorgt Fett dafür, dass der Körper fettlösliche Vitamine wie Vitamin A, D, E oder K aus der Nahrung aufnehmen kann. Experten empfehlen etwa den Verzehr von „ungesättigten Fettsäuren“, wie sie in pflanzlichen Ölen vorkommen. Bei regelmäßigem Genuss kann zum Beispiel Olivenöl die Konzentration an LDL-Cholesterin im Blut senken. Auch Kokosöl nützt dem Körper: Es soll vor Demenz schützen und Bakterien und Pilze hemmen. Am besten kaltgepresstes, naturbelassenes Öl verwenden. Weniger gesund sind gesättigte Fettsäuren. Diese oft als „schlecht“ bezeichneten Fette kommen zum Beispiel in Butter, Milch oder im Rindersteak vor. Aber auch in Fertigprodukten wie Keksen, Kartoffel-Chips oder Tiefkühl-Pommes. Es empfiehlt sich, 60 bis 80 Gramm Fett pro Tag aufzunehmen. Der Anteil an gesättigten Fettsäuren sollte bei Frauen bei maximal 16 Gramm, bei Männern bei 19 Gramm liegen. Auch bei einer Diät gilt die Faustregel: Mindestens ein Esslöffel gesundes Öl am Tag – zum Beispiel zum Salat.

Auch oft gehört: „Bloß keinen Spinat und erst Recht keine Pilze aufwärmen. Es besteht Vergiftungsgefahr“. Was ist dran?
Es handelt sich dabei um Ernährungsregeln aus früheren Zeiten, als die Kühlmöglichkeiten im Haushalt weniger gut waren. Aber es ist richtig, dass Pilze und Spinat giftige Stoffe bilden können, wenn sie mehrere Stunden oder über Nacht bei Raumtemperatur stehen bleiben. Spinat etwa enthält besonders viel Nitrat, das sich in das giftige Nitrit verwandeln kann. Pilze hingegen verderben sehr schnell. Denn sie bieten wegen ihres hohen Wasser- und Eiweißgehaltes einen guten Nährboden für Bakterien und andere Mikroorganismen. Bleiben Reste eines Pilz- oder Spinatgerichts übrig, dann kurz abkühlen lassen und im Kühlschrank oder dem Tiefkühlfach lagern. Denn bei frostigen Temperaturen können sich die schädlichen Bakterien nicht ausbreiten. Und: Beim Wiedererwärmen auf eine Mindesttemperatur von 70 Grad Celsius achten, um Mikroorganismen abzutöten.

Das Kochen von Gemüse & Co. soll die Nährstoffe zerstören. Stimmt das?
Tatsächlich kann das Kochen Nährstoffe von Gemüse, wie Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, zerstören. Das ist dann der Fall, wenn die Temperatur beim Garen längere Zeit sehr hoch ist, der Herd etwa die gesamte Garzeit auf der höchsten Stufe läuft. Es empfiehlt sich deshalb, die Lebensmittel bei zwei Drittel der maximalen Herdleistung zu erhitzen. Und: Je kürzer die Garzeit, desto mehr Nährstoffe bleiben erhalten. Weichere Gemüsesorten wie etwa Spinat benötigen nur eine Minute Garzeit, festere Sorten wie Brokkoli, Karotten oder Kohlrabi sind innerhalb von ungefähr fünf bis zehn Minuten fertig. Übrigens: Nicht alle Vitamine reagieren auf Hitze gleichermaßen. Vitamin B1, Vitamin B5 und Vitamin C gehören zu den hitzeempfindlichsten Vitaminen. Bei Temperaturen ab 100 Grad gehen 50 Prozent von ihnen verloren. Als Garmethode sind Dünsten und Dämpfen empfehlenswert. Denn dabei kommt das Gemüse gar nicht beziehungsweise nur mit wenig Wasser in Kontakt. Beim Kochen dagegen gehen wasserlösliche Vitamine und Mineralien in das Wasser über. Dieses schütten die meisten Verbraucher weg. Tipp: Die Garflüssigkeit wenn möglich weiterverwenden – zum Beispiel als Grundlage für Suppen oder Soßen.

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Wie trage ich meine Koffer richtig?

Barbara H. aus Ansbach:
Unsere nächste Urlaubsreise steht bevor. Was kann ich tun, um Schulterverspannungen und Rückenschmerzen durch das Schleppen der Taschen und Koffer zu vermeiden?

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:
Das Tragen von schweren Gepäckstücken mit der falschen Technik kann die Wirbelsäule schädigen. Es ist daher empfehlenswert, die Maximalbelastung von 15 Prozent des eigenen Körpergewichts nicht zu überschreiten. Bei einer 60 Kilogramm schweren Frau sind das beispielsweise 9 Kilogramm. Dabei beachten: Das Gepäck nie mit rundem Rücken anheben und es nahe am Körper tragen. Das verringert die Belastung für die Wirbelsäule. Wer mehrere Taschen hat, sollte das Gewicht auf beide Seiten gleichmäßig verteilen. Bei Reisetaschen, die mit einem Tragegurt ausgestattet sind, ist es sinnvoll, die Seiten abzuwechseln. Falls es nicht möglich ist, auf schweres Gepäck zu verzichten, eignen sich Rollenkoffer für einen rückenschonenden Transport. Tipp: Besonders schonend und praktisch zugleich sind Reiserucksäcke – wenn sie mit beiden Gurten fest auf dem Rücken sitzen. Damit lassen sich sogar bis zu 40 Prozent des eigenen Körpergewichts tragen.

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Reisekrankheit ade

Was Betroffenen hilft

Ob auf dem Schiff, im Auto oder im Flugzeug: Die Reise zum ersehnten Urlaubsort kann zur Qual werden. Denn die Kinetose, besser bekannt als Reisekrankheit, macht vielen Urlaubern zu schaffen. Wie sie entsteht, wer häufig betroffen ist und was dagegen hilft, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Kinetose: Ursachen und Entstehung
Die Reisekrankheit ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne. Sie entsteht, wenn das Gehirn von den Sinnesorganen widersprüchliche Meldungen über eine Bewegung erhält. Das passiert zum Beispiel im fahrenden Auto oder in der Bahn. Das Gleichgewichtsorgan im Ohr meldet eine Erschütterung oder Beschleunigung. Die Augen nehmen dagegen im Innenraum keine Bewegung wahr. Druckrezeptoren an der Fußsohle oder Sensoren in der Haut, das sogenannte propriozeptive System, melden ebenfalls „Stillstand“. Diese gegensätzlichen Informationen verwirren das Gehirn und versetzen es in Alarmbereitschaft. „Der Körper wehrt sich dagegen und reagiert mit Übelkeit, Schwindel oder Erbrechen, den typischen Symptomen einer Reisekrankheit“, erläutert Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Wer besonders von der Reisekrankheit betroffen ist
Nicht alle Menschen leiden gleichermaßen an der Reisekrankheit. „Säuglinge bleiben gewöhnlich von der Kinetose verschont. Das liegt daran, dass ihr Gleichgewichtsorgan im Innenohr noch nicht vollständig ausgebildet ist“, erklärt der DKV Gesundheitsexperte. „Menschen über 50 sind ebenfalls weniger anfällig. Ihr Gleichgewichtssinn ist nicht mehr so präzise.“ Zwei- bis Zwölfjährige hingegen trifft es am häufigsten. Das liegt daran, dass sich ihre Sinneswahrnehmungen noch entwickeln. Dabei kommt es vermehrt zu Fehlmeldungen im Gehirn. „Ebenso spielt die Erwartungshaltung der Reisenden eine wichtige Rolle: Wer sich in die Vorstellung einer Reisekrankheit hineinsteigert, wartet in der Regel nicht lange auf die ersten Symptome“, ergänzt Dr. Wolfgang Reuter. Einige andere Umstände wie etwa Angst, Schwangerschaft, Alkoholkonsum oder Krankheiten wie Migräne begünstigen zudem eine verstärkte Anfälligkeit.

Typische Symptome
Die Reisekrankheit kündigt sich allmählich an. Betroffene fühlen sich zunächst leicht unwohl und haben ein flaues Gefühl im Magen. Außerdem gähnen sie häufiger, produzieren mehr Speichel und bekommen möglicherweise leichte Kopfschmerzen. Dies kann in Schweißausbrüche, Erbrechen oder Kreislaufstörungen übergehen. In den meisten Fällen verbessert sich der Zustand der Betroffenen relativ schnell von selbst wieder – wenn sie die verschiedenen Sinneseindrücke koordinieren können. „Ernst nehmen sollten Reisekranke ihren Zustand, wenn sie länger an Übelkeit und Erbrechen leiden. Sie verlieren dadurch große Mengen an Flüssigkeit und damit auch wichtige Salze, sogenannte Elektrolyte. In seltenen Fällen kann das sogar zum Kreislaufkollaps führen“, warnt der Experte der DKV.

Tipps zur Vorbeugung
Wer von seiner Reisekrankheit weiß, sollte sich gut auf die Reise vorbereiten. Es empfiehlt sich, vorher gut auszuschlafen und etwas Leichtes, Fettarmes zu essen. „Irrtümlicherweise denken Betroffene, mit einem leeren Magen die Reisekrankheit verhindern zu können – doch genau das Gegenteil ist der Fall. Denn der Magen ist dadurch anfälliger für Übelkeit“, erklärt Dr. Wolfgang Reuter. Sich auf einen festen Punkt am Horizont zu konzentrieren oder im Flugzeug oder der Bahn im Gang auf- und abzugehen, kann ebenfalls dem Unwohlsein entgegenwirken. Auf keinen Fall sollten die Betroffenen lesen oder sich mit dem Handy beschäftigen. Bei Autoreisen empfiehlt es sich, vorne auf dem Beifahrersitz oder – noch besser – selbst am Steuer zu sitzen, denn beim Fahrer tritt die Reisekrankheit in der Regel nicht auf.

Kinetose mildern
Tritt die Kinetose akut auf, hilft es, den Kopf ruhig zu halten, sich möglichst hinzulegen und die Augen zu schließen. Das schaltet optische Reize ab. Des Weiteren haben sich rezeptfreie Medikamente mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat bewährt. Sie sind in der Apotheke beispielsweise als Kaugummi erhältlich. Sollen Kinder die Medikamente einnehmen, ist ein vorheriges Gespräch mit dem Kinderarzt ratsam. „Für länger andauernde Reisen können bei Erwachsenen Pflaster mit dem verschreibungspflichtigen Wirkstoff Scopolamin helfen. Die Wirkung setzt erst einige Stunden nach der Anwendung ein, hält aber dafür bis zu drei Tage an“, erklärt der DKV Gesundheitsexperte. Anwender sollten das Pflaster deshalb bereits am Abend vor der Abreise anbringen. Zu beachten ist jedoch, dass beide Medikamente müde machen und die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Wer aktiv am Verkehr teilnimmt, ist daher mit Ingwer-Tee oder -Kapseln besser beraten. Die Wurzel lindert Übelkeit und hat keinerlei Nebenwirkungen.

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Was ist bei einer Verletzung durch eine Qualle zu tun?

Vanessa M. aus Coburg:
In einigen Wochen fliege ich ans Meer. An meinem Urlaubsort soll es im Sommer an vielen Stränden Quallen geben soll. Was kann ich tun, wenn ich mit einer Qualle in Berührung komme?

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:
Generell sollten Urlauber bei hohem Quallenaufkommen das Baden im Meer vermeiden oder einen speziellen Schutzanzug, beispielsweise aus Neopren, tragen. Kommen Badegäste dennoch in Kontakt mit Quallen, sollten sie ohne hektische Bewegungen an Land schwimmen, um sich nicht in den Tentakeln der Tiere zu verfangen. Am Ufer dann die mit Nesselzellen besetzten Stellen mit Meerwasser, Essigsäure oder Zitronensaft abspülen – niemals mit Süßwasser oder Alkohol! Dadurch platzen noch mehr Nesselzellen auf, was weitere Verletzungen verursacht. Um diese gründlich zu entfernen, empfiehlt es sich, die Stellen anschließend mit trockenem Sand oder Rasierschaum einzureiben. In der Regel hält die Strandaufsicht Rasierschaum für Notfälle bereit. Ist die Schicht getrocknet, sollte der Verletzte sie vorsichtig mit einem stumpfen Gegenstand, zum Beispiel einer Messerrückseite, abschaben. Im Hotel oder der Ferienwohnung können die Wunden mit Eiswickeln und Essigkompressen weiterbehandelt werden. Fühlt sich der Verletzte unwohl und hat starke Schmerzen sowie Schwellungen, deutet das auf eine allergische Reaktion hin. Dann sollte er unbedingt einen Arzt aufsuchen, der ihm gegebenenfalls Schmerzmittel oder ein Antiallergikum verordnet.

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Tattoo (nicht) für immer?

Möglichkeiten und Risiken einer Tattoo-Entfernung

Mehr als acht Millionen Deutsche tragen Tattoos. Der größte Anteil findet sich mit etwas über 20 Prozent in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen. Manchen Oberarm, Rücken oder Unterschenkel ziert jedoch ein Tattoo, das dem Träger vielleicht längst nicht mehr gefällt. Das misslungene Schmetterlings-Tattoo, den Namen des Verflossenen oder den Rechtschreibfehler im Lebensmotto wollen Betroffene oft gerne wieder loswerden. Neue Technologien machen es leichter, die ungeliebte Körperkunst verschwinden zu lassen, dennoch bleiben Risiken. Was Tattoo-Träger über Möglichkeiten aber auch Gefahren der Tattoo-Entfernung wissen müssen, erläutert Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Wie funktioniert eine Tattoo-Entfernung?
Nicht jeder liebt sein Tattoo ein Leben lang. Wer sich für eine Entfernung des Körperschmucks interessiert, sollte sich aber vorher genau informieren. „Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Tätowierung zu entfernen“, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Dazu gehört beispielsweise das sogenannte Enttätowieren. Bei dieser Methode sticht der Arzt mit der Tätowiernadel eine spezielle Creme in die betroffene Stelle. Diese „spült“ die Tattoofarbe aus. Dabei entsteht eine dunkle Kruste. Sobald der Schorf abfällt, ist das Tattoo ein Stück weit verschwunden. Bei dieser Methode sind mehrere Sitzungen nötig. Eine weitere, sehr oft eingesetzte Methode ist der Laser. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, die sich je nach Beschaffenheit des Tattoos unterschiedlich gut eignen. Bei einer Behandlung mit einem Nanosekundenlaser zum Beispiel, schießt der Arzt aus kurzer Entfernung Laserimpulse auf das Tattoo. Der Laserimpuls ist ein nahezu unsichtbarer Lichtblitz. Da er dennoch sehr intensiv ist, müssen sowohl der Arzt als auch der Patient eine Schutzbrille tragen. Das Laserlicht dringt zwei bis drei Millimeter in die Haut ein. Durch die aufgenommene Energie zerplatzen die Farbpigmente. Die einzelnen Bruchstücke transportiert der Körper über Lymphe oder Blutbahn ab. Das braucht Zeit, deshalb sollte der Abstand zwischen den einzelnen Sitzungen vier bis sechs Wochen betragen. Insgesamt können je nach Größe und Farbe des Tattoos bis zu 15 Laser-Behandlungen nötig sein. Mit jeder Sitzung verblasst das Tattoo mehr. Auch eine operative Entfernung des Tattoos oder die sogenannte Dermabrasion sind eine Möglichkeit, Tattoos zu entfernen. Bei einer Dermabrasion schleift oder fräst der Arzt die oberste Schutzschicht der Haut, die Epidermis, ab. „Egal, für welche Methode sich Tattoo-Träger entscheiden: Alle Behandlungen der Tattoo-Entfernung sollte in jedem Fall ein ausgebildeter Hautarzt übernehmen“, empfiehlt der DKV Gesundheitsexperte.

Risiken einer Tattoo-Entfernung
Seit 2009 verbietet eine Tätowiermittelverordnung die Verwendung von Farbstoffen, an deren gesundheitlicher Unbedenklichkeit Zweifel bestehen. Dazu gehören etwa Azo-Farbstoffe, die auch in Autolack vorkommen. Doch bei vielen älteren Tattoos oder solchen, die im Ausland angefertigt wurden, finden sich teilweise noch giftige Farben. Bei Laser-Behandlungen wichtig zu wissen: Bisher gibt es keine Langzeitstudien, die erforschen, ob der Laser durch das Zersprengen krebserzeugende Giftstoffe, wie etwa aromatische Amine, freisetzt oder sich ein Teil der gespaltenen Farbpigmente in Leber, Milz und Lymphknoten ablagert. Generell gilt: Selbst bei optimaler Technik ist es nur in den seltensten Ausnahmefällen möglich, ein Tattoo spurlos verschwinden zu lassen. In der Regel bleibt selbst bei besten Bedingungen eine Veränderung der Oberflächenstruktur und der natürlichen Hautfarbe in dem betroffenen Areal zurück. Wie vollständig der Arzt ein Tattoo entfernen kann, hängt von mehreren Faktoren ab: Zum Beispiel von der Größe und Menge der Farbe, der Stelle am Körper sowie der Art der verwendeten Pigmente. Am besten lassen sich schwarze, blaue und rote Farbpigmente entfernen. An ihre Grenzen stoßen selbst modernste Laser bei violetten und gelben Farben. Und: Selbst nach einer vollständigen Farbentfernung kann die Tätowierung manchmal als helles Nachbild (eine sogenannte Hypopigmentierung) vorübergehend weiterhin sichtbar bleiben. Der Grund: Neben dem Farbpigment des Tattoos ist es möglich, dass ungewollt auch das braune Farbpigment der Haut entfernt wird. Nach dem Lasern können außerdem auf der Haut auch Narben sichtbar werden. Diese sind jedoch meistens bereits beim Stechen des Tattoos entstanden und kommen nun zum Vorschein. Das Lasern selbst verursacht nur in den seltensten Fällen bleibende Hautschäden. Alternative Methoden wie etwa die Dermabrasion tragen hingegen ein großes Risiko zur Narbenbildung. „Wichtig ist, dass sich der Patient im Vorfeld beim behandelnden Arzt genau über die Risiken der Behandlung sowie die Erfolgsaussichten der Entfernung informiert“, rät Dr. Wolfgang Reuter.

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