Chronische Krankheiten

Osteoporose

Beschreibung

Dr. med. Katharina Larisch

Osteoporose ist keine Alterserscheinung, sondern eine weit verbreitete und ernste Knochenerkrankung. In Deutschland sind bis zu 7,8 Millionen Menschen von der Erkrankung betroffen schätzen Experten. Leider ist die Osteoporose auch eine zunächst stumme Erkrankung, die lange unbemerkt bleibt. Wird sie nicht rechtzeitig behandelt, drohen Knochenbrüche, chronische Schmerzen, Behinderung und Pflegebedürftigkeit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Osteoporose in die Liste der weltweit zehn bedeutendsten Krankheiten eingestuft.

Ursachen – Mangelnder Knochenaufbau

Der Knochen ist keine tote Substanz, sondern wird ständig neu auf-, um- und abgebaut. Etwa bis zum 35. bis 40. Lebensjahr überwiegen die Aufbauprozesse und die Knochenmasse nimmt ständig zu. Danach vermindert sie sich. Ob ein Mensch an Osteoporose erkrankt, hängt auch davon ab, wie viel Knochen er im Lauf der Jahre aufgebaut hat. Bewegungsmangel, falsche Ernährung und Rauchen verhindern eine gute Knochenbildung.

Weitere Risikofaktoren sind erbliche Veranlagung oder das Geschlecht. So tragen Personen, die bereits Fälle von Osteoporose in der Familie haben, ein erhöhtes Risiko. Eine große Rolle spielen auch die Hormone. Frauen sind von Osteoporose deutlich häufiger betroffen als Männer - vor allem wegen der hormonellen Umstellung in den Wechseljahren. Von den 7,8 Millionen Osteoporose-Patienten sind etwa 6,5 Millionen weiblich. Frauen, die früh in die Wechseljahre eintreten, sind besonders gefährdet.

Auch chronische Krankheiten wie Nierenschwäche oder manche Medikamente wie Kortison können zur Entkalkung des Knochens führen.

Symptome – Brechende Knochen

Meist merken die Patienten selbst am Anfang nicht, dass ihre Knochen immer brüchiger werden. Ist der Abbau der Knochenmasse weit fortgeschritten, brechen Knochen sehr leicht. Sogar ein heftiges Niesen oder das Anstoßen an ein Hindernis kann dann zu einem Knochenbruch führen. Häufig sind die Wirbelkörper betroffen, sie sinken zusammen. Es kommt zu Rückenschmerzen, einer Rundrückenbildung („Witwenbuckel“) und die Körpergröße nimmt um mehrere Zentimeter ab.

Diagnostik – Dichte messen

Die Dichte des Knochens lässt sich mittels Osteodensitometrie (Knochendichtemessung) bestimmen. Dabei handelt es sich um ein Röntgenverfahren. Bei der sogenannten quantitativen digitalen Radiographie (QDR oder DXA = duale Röntgen-Absorptiometrie) werden schwache Röntgenstrahlen durch die Knochen am Oberschenkel oder an der Lendenwirbelsäule geschickt. Dabei wird der Röntgenstrahl je nach Knochendichte mehr oder weniger stark abgeschwächt. Diese Abschwächung wird gemessen und mit einem Normwert verglichen. Die quantitative Computertomographie (QCT) kann die Mineraldichte des Knochens direkt messen.  
Zeigt die Knochendichtemessung einen auffälligen Befund, muss der Grund ermittelt werden. Eine mögliche Ursache der verminderten Knochendichte ist die Osteoporose. Es gibt aber auch andere Knochenerkrankungen, die mit einer verminderten Knochendichte einhergehen. Daher ist es wichtig, dass Sie sich von einem Spezialisten untersuchen lassen. Er hat die nötige Erfahrung und wird möglicherweise weitere Untersuchungen wie beispielsweise Blutuntersuchungen anordnen, um die exakte Ursache der veränderten Knochendichte zu ermitteln.
Die Osteoporose ist eine Erkrankung, die Sie ein Leben lang begleiten wird. Sie selbst können viel für Ihre Gesundheit tun, um ein Fortschreiten der Erkrankung und schwere Komplikationen zu vermeiden. Daher ist es wichtig, dass Sie sich über alle Facetten der Erkrankung informieren. Je besser Sie über die Krankheit Bescheid wissen, desto besser können Sie Ihre Erkrankung managen.

Datum: 17. Januar 2011

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