Zähne

Mundgeruch

Beschreibung

Dr. med. Katharina Larisch

Mundgeruch (Halitose, auch „foetor ex ore“ genannt) ist zwar keine Krankheit, aber eine Störung mit erheblichen sozialen Auswirkungen. Meist merkt man den Mundgeruch nur an der Reaktion der anderen und nimmt ihn selbst nicht wahr. Chronischer Mundgeruch sollte man nicht mit einem kurzzeitig schlechten Atem verwechseln, beispielsweise nach Zwiebel- oder Knoblauchgenuss.

Es gibt keine wissenschaftlich exakten Zahlen, wie verbreitet Mundgeruch in der Bevölkerung ist. Man schätzt aber, dass etwa 25 Prozent der deutschen Bevölkerung zeitweise an üblem Atem leiden.

Ursachen

Ein morgendlicher übler Atem verschwindet oft mit dem Zähneputzen oder dem ersten Schluck Kaffee. Denn die jetzt vermehrt gebildete Spucke kann die unangenehm riechenden Gase auflösen. Bleibt der Mundgeruch aber bestehen, kann das unter schiedliche Ursachen haben.

In 80 bis 90 Prozent der Fälle liegen die Ursachen des Mundgeruchs in der Mundhöhle oder im Nasen-Rachen-Raum. Die unangenehm riechenden Gase können aber auch aus den Bronchien und sogar aus dem weit entlegenen Darm stammen. Sehr selten stecken ernsthafte Erkrankungen hinter dem Mundgeruch.

Schlechte Mundhygiene in Kombination mit defekten Zähnen, Zahnfleischtaschen und Zungenbelägen ist die Hauptursache des Mundgeruchs. Nahrungsreste verbleiben in der Mundhöhle und werden durch Bakterien zersetzt. Sie bauen Eiweiße beispielsweise aus Milch zu schwefelhaltigen Verbindungen ab, die unangenehm riechen. Diese Substanzen werden auch als Volatile Sulfur Compounds (VSC, leicht flüchtige Schwefelverbindungen) bezeichnet. Eine besonders gute Grundlage für bakterielle Beläge und Essensreste bietet die raue Zungenoberfläche. Weniger häufig sind Zahnfleisch- und Zahnbettentzündungen, erkrankte Mandeln oder vereiterte Nebenhöhlen die Ursache.

Auch Erkrankungen wie Magenschleimhautentzündung, Auswölbungen der Speiseröhre (Divertikel), chronische Bronchitis, Diabetes, Leber- und Nierenfunktionsstörungen oder eine strenge Diät können zu Mundgeruch führen.

Knoblauch, Zwiebeln, Alkohol und Nikotin verändern den Geruch des Atems nur kurzzeitig.

 

Diagnostik

Die einfachste Methode ist es, eine Person zu fragen, der Sie vertrauen. Wenn Sie an Mundgeruch leiden, sollte Ihr Zahnarzt der erste Ansprechpartner sein, da die meisten Ursachen in sein Fachgebiet fallen. Der Zahnarzt wird Füllungen, Kronen und Zahnfleisch untersuchen. Findet er keine Ursache, sollte eine HNO-ärztliche Untersuchung folgen. Dabei werden Nase, Nasennebenhöhlen und der Rachen untersucht. An letzter Stelle steht der Check durch den Hausarzt, um andere Allgemeinerkrankungen auszuschließen.

Datum: 17. Januar 2010

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