Krebs

Prostatakrebs

Beschreibung

Dr. med. Katharina Larisch

Prostatakrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Männern: Mehr als 64.000 Männer in Deutschland erkranken jährlich neu daran, berichtet die Deutsche Krebshilfe (2010). Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 69 Jahren; vor dem 50. Lebensjahr ist Prostatakrebs selten.Da immer mehr Männer ein hohes Alter erreichen, nimmt die Rate an Prostatakrebserkrankungen stetig zu.

Etwa jeder dritte Mann über 70 Jahre hat ein latentes („schlafendes“) Prostatakarzinom. Es verursacht keine Beschwerden und verändert sich nicht. Warum diese Krebsart bei einigen Männern rasch wächst und bei anderen gar nicht, ist unklar.

Prostatakrebs darf nicht mit der gutartigen Prostatavergrößerung verwechselt werden, an der fast alle älteren Männer leiden.

Ursachen

Bisher ist unklar, wie es zu Prostatakrebs kommt. Allerdings sind einige Risikofaktoren bekannt:

  • Das Lebensalter ist der wichtigste Risikofaktor für Prostatakrebs. Mehr als 80 Prozent aller Männer, bei denen ein Prostatakarzinom diagnostiziert wird, sind älter als 60 Jahre.
  • Genetische Faktoren spielen eine Rolle, da nahe Verwandte von Prostatakrebspatienten häufiger erkranken als die übrige Bevölkerung.
  • Auch die ethnische Zugehörigkeit spielt eine Rolle. In Europa und Nordamerika ist Prostatakrebs häufig, in Ostasien dagegen auch in den industrialisierten Ländern vergleichsweise seltener.
  • Eine fettreiche, kalorienreiche und vitaminarme Ernährung begünstigt die Entstehung von Prostatakrebs.
  • Das männliche Geschlechtshormon Testosteron fördert das Wachstum von Prostatakrebszellen und Metastasen. Dies macht man sich in der Behandlung durch Testosteronentzug zunutze.
  • Auch berufliche Risikofaktoren wie Schwermetall- und Strahlenbelastung können ein Auslöser sein.

Symptome

Beim Prostatakrebs fehlen typische Frühwarnsymptome - wie bei vielen anderen Krebserkrankungen auch. Der Krebs wächst in der Regel in der äußeren Zone der Prostata und verursacht deshalb lange keine Beschwerden. Erst im fortgeschrittenen Stadium engt er die Harnröhre ein. Die Folgen sind häufiges Wasserlassen, vor allem in der Nacht, ein starker Drang zum Wasserlassen sowie Harntröpfeln und Impotenz. Wächst der Tumor außerhalb der Prostata weiter, spüren Betroffene Schmerzen im Genitalbereich. Selten findet sich Blut im Urin oder Sperma oder die Absiedlungen (Metastasen) des Krebses, beispielsweise in den Knochen, und die damit verbundenen Schmerzen verursachen erste Beschwerden.

 

Diagnose

Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden. Daher ist es wichtig, dass Männer über 45 bis 50 Jahre regelmäßig zur Krebsvorsorgeuntersuchung gehen. Zeigen sich dabei verdächtige Befunde oder hat der Mann Beschwerden, muss die Prostata genauer untersucht werden. Bei Verdacht auf eine Krebserkrankung muss rasch gehandelt werden. Je schneller die Diagnose erfolgt, desto besser stehen die Heilungschancen. Daher sollten Sie bei einer solchen Vermutung umgehend einen Spezialisten aufsuchen.

Die erste Untersuchung zum Nachweis eines Prostatakarzinoms ist die rektale Tastuntersuchung (Palpation) der Prostata. Veränderungen der Vorsteherdrüse werden mit dem Finger durch den Enddarm ertastet (digital-rektale Untersuchung, DRU).
Bei einer Ultraschalluntersuchung der Prostata über den Enddarm (transrektale Ultraschallsonographie, TRUS) kann der Arzt krebsverdächtige Bereiche erkennen und dort Gewebeproben (Biopsie) entnehmen. Diese werden anschließend analysiert. So wird zum einen die Diagnose Krebs gesichert, zum anderen kann die Aggressivität der Tumorzellen untersucht werden.

Weitere Untersuchungen wie Röntgenaufnahme der Lunge, Skelett-Szintigrafie, Computertomografie (CT) des Bauches und gegebenenfalls die Kernspintomografie sind notwendig, um zu sehen, ob es Absiedelungen in anderen Organen gibt. Zusätzlich erfolgen Laboruntersuchungen.

Prostatakrebs ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die weitreichende Konsequenzen hat.  Daher ist es wichtig, dass Sie sich über alle Facetten der Erkrankung informieren. Nur dann können Sie gemeinsam mit einem Spezialisten die richtigen Entscheidungen treffen.

Datum: 19. Januar 2011

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